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Der Rächer Entenhausens

von Daschwo
GeschichteAllgemein / P16
Dagobert Daisy Donald Gundel Gustav Phantomias
14.03.2016
14.03.2017
26
41.647
5
Alle Kapitel
42 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
29.03.2016 1.396
 
Ein großes Hallo an alle möglichen Leser!
Wie ihr bestimmt im ersten Kapitel gemerkt habt, ist dieser Phantomias etwas rabiater im Umgang mit seinen Gegnern. Auch seine Gegner sind etwas rabiater im Umgang mit ihren Feinden. Ich hoffe, ihr lasst euch dadurch nicht verschrecken und schreibt ehrlich in den Kommentaren, wie ihr so etwas findet.
Auch spielt diese Geschichte einige Jahre später als die Taschenbücherreihe. Es hat sich einiges in Entenhausen verändert, nicht nur im Bezug auf die Neffen Tick, Trick und Track.
Ich will hier aber nicht vorgreifen. Lest es selbst!

„Onkel Donald?“ sagt eine junge Ente mit einer roten Kappe und schüttelt seinen Onkel vorsichtig. Donald schläft seelenruhig weiter. „Tick, du weißt doch genau, dass das nie funktioniert.“ knurrt eine junge Ente mit einer blauen Mütze pessimistisch und zieht seinem Onkel kurzerhand die Decke herunter. Donald wacht sofort auf. „Seid ihr des Wahnsinns?“ faucht er seine Neffen an und greift noch im leichten Halbschlaf nach seiner Decke, die Trick jedoch schon auf den Stuhl in der anderen Zimmerecke gelegt hat. „Onkel Dagobert hat angerufen. Er meint, er braucht dich.“ sagt Track schulterzuckend. „Was will der alte Geizkragen nun schon wieder von mir?“ sagt Donald wenig begeistert und reibt sich die Augen, in der Hoffnung, dann etwas schärfer sehen zu können. Ohne Erfolg. Stattdessen begutachtet er mit verschwommenen Augen die Uhr. Er hat kaum sechs Stunden geschlafen! „Was wohl. Wir gehen dann mal zur Schule.“ meint Tick und geht zusammen mit seinen Brüdern aus dem Zimmer. „Zehn Minuten noch.“ stöhnt Donald und legt sich einfach ohne Decke wieder hin.

„Donald Duck!“ knurrt eine wütende Stimme und ein Gehstock auf die blanken Füße lässt Donald aus seinem seligen Schlummer hochfahren. „Was fällt dir ein? Dass nennt man Hausfriedensbruch!“ faucht Donald nicht minder wütend. „Vor drei Stunden habe ich angerufen! Du Faulpelz musst aber schlafen!“ knurrt die alte Ente mit dem Gehrock, dem Gehstock und der Brille. „Warte unten, ich komm gleich.“ knurrt Donald zurück. „Solltest du in fünf Minuten nicht unten sein, enterbe ich dich!“ droht Dagobert Duck mit dem Gehstock wedelnd und verlässt das Zimmer. Donald äfft ihn auf sehr frevelhafte Weise nach, sobald die Tür geschlossen wurde und zieht sich gezwungenermaßen um, um für draußen herzeigbar zu werden. Dann erst geht er mit betont langsamen Schritten nach unten. „Also. Was ist?“ fragt er seinen Onkel wenig interessiert und macht sich in der Küche ein schnelles Frühstück zurecht. „Ich besuche meine Schwester Dorette. Du wirst solange auf meinen Geldspeicher aufpassen! Sollte, wenn ich zurückkomme, auch nur ein Kreuzer fehlen, bist du dran.“ sagt dieser und sieht Donald scharf unter den Brillengläsern hervor an „Du fährst sofort los. Meine lieben Talerchens sind sowieso schon zu lange alleine mit Baptist. Und während ich weg bin, gehst du Baptist zur Hand oder polierst meine Talerchens.“ fügt er hinzu „Los! Auf mit dir, Faulpelz!“ knurrt er und scheucht Donald eigenhändig mit dem Gehstock zur Tür heraus. Donald steigt mit seinen Wurstsemmeln ins Auto ein und fährt sofort los. Dagobert sieht ihm kopfschüttelnd hinterher, so nach dem Motto: Der Junge hat aber auch gar nichts drauf! Donald hasst dieses Kopfschütteln.
„Guten Morgen, Herr Duck.“ der Butler seines Onkels deutet eine Verbeugung an, als Donald den Geldspeicher betritt. „Guten Morgen, Baptist. Wie steht die Welt meines Onkels so?“ fragt Donald zurück und verzehrt den letzten Bissen seiner Wurstsemmel. „Schlecht. Sein Konkurrent Klaas Klever wetteifert mit ihm um die Sockenproduktion.“ sagt der Butler vornehm und begleitet Donald durch die Gänge zum Goldbad des Onkels, um mit dem Polieren der Münzen zu beginnen. Donald begleicht die Sockenproduktion mit einem Kopfschütteln. „Sonst?“ fragt er so nebenbei und nimmt Polierpaste und Poliertuch zur Hand. „Die Panzerknacker werden morgen wieder einmal aus dem Gefängnis entlassen. Ich wette, sie planen schon eifrig an ihrem nächsten Raubzug. Ich sah Opa Knack gerade erst, als ich Sie hereinließ.“ fährt Baptist fort. „Echt? Wo?“ fragt Donald überrascht. „Wenig geistreiche Verkleidung. Eine alte, sehr bärtige Frau mit einem Kinderwagen und einem Fernglas, auf der Parkbank.“ Baptist zeigt durch das einzige Fenster im Geldspeicher. Donald muss sich strecken, um zu sehen, wohin der etwas größere Butler zeigt. Dann sieht auch er Opa Knack. Dieser sitzt unterhalb des Erdhügels auf einer Parkbank nahe der Straße. Vielleicht sollte er, Donald, diese Nacht den Geldspeicher verstärkt bewachen. Wer weiß, was die Panzerknacker wieder aushecken. „Sie sind sehr aufmerksam, Baptist.“ meint Donald anerkennend. „Danke für das Kompliment.“ entgegnet Baptist lächelnd. „Noch was, was ich wissen sollte?“ fragt Donald und wendet sich vom Fenster ab. „Ich wurde gestern wach. Ich hörte Geräusche. Als ich nach draußen sah, sah ich Gundel Gaukeley und Phantomias. Unser Held hat wiedereinmal den Geldspeicher verteidigt, nicht wahr?“ fragt Baptist mit einem sehr seltsamen Lächeln. „Offenbar.“ meint Donald kaltgelassen „Wurde der verehrte Onkel auch wach?“ fragt er interessiert. „Nein. Ihr Onkel schläft wie ein Stein.“ antwortet Baptist und nimmt ebenfalls Polierpaste und Poliertuch zur Hand „Wir sollten loslegen, Herr Duck.“
Ein Klingeln lässt beide aus ihrer Arbeit hochfahren. „Wer kommt um diese Zeit?“ fragt Donald sehr verwirrt und legt sein Polierzeug beiseite. Mit schnellen Schritten läuft er die Treppen nach unten, um zu sehen, wer denn da kommt. „Ach, hallo, Donald! Sag, ist mein Bertelchen denn da?“ fragt eine reichlich geschminkte Ente mit Lockenfrisur. „Hallo, Gitta! Nö, Onkel Dagobert ist heute nicht im Hause.“ antwortet Donald und lässt dabei absichtlich Dagoberts momentanen Aufenthaltsort aus. Onkel Dagobert würde ihn nur wieder enterben wollen, wenn er es jetzt verrät. „Och. Wo ist er denn?“ fragt Gitta dennoch sehr präzise. Andererseits, eigentlich ist er, Donald, schon etliche Male enterbt worden. Was soll´s! „Er ist bei Oma Duck. Kaffee und Kuchen und so weiter.“ sagt er grinsend. „Danke, Donald. Bist ein echter Schatz!“ ruft Gitta schon auf halben Weg zu ihrem Auto und fährt davon. „Eine weitere Enterbung steht vor Ihnen, Herr Duck.“ meint Baptist ebenfalls grinsend. Er stand hinter der Tür und hörte nur zu. „Pff. Und wenn schon.“ meint Donald schulterzuckend „Das ist es mir wert.“ fügt er schmunzelnd hinzu. Baptist Brinksdink nickt beipflichtend und wieder einmal werfen sie sich an die nicht enden wollende Arbeit des Polierens der Münzen eines Fantastilliardärs.
„Donald Duck! Wie kannst du es wagen, Gitta Gans meinen Aufenthaltsort preiszugeben! Du bist enterbt!“ brüllt eine nur so vor Zorn brüllende Stimme und ein übermäßig grantiger Onkel Dagobert schlägt die Eingangstür hinter sich zu, um mit stampfenden Schritten und auf dem Boden klackenden Gehstock nach oben zu marschieren, um wiederum Donald zu enterben. „Da haben wir´s auch schon.“ meint Donald gleichgültig, steht auf und lässt das Polierzeug wieder einmal fallen. „Schön, dass du wieder da bist, Onkel.“ knurrt er Dagobert entgegen, weicht dessen Stock aus und tritt einen strategischen Rückzug an. Es ist schon spät abends, was Dagoberts Zorn einigermaßen erklärt. Gitta wollte ihn anscheinend nicht mehr gehen lassen und Oma Duck hatte ihren Spaß. Donald flieht so schnell er kann zu seinem 313, steigt ein und fährt auf einen Sprung zu Daniel Düsentrieb. Vielleicht hat dieser eine neue Erfindung, die ihm als Phantomias sehr behilflich sein kann.

Das Haus des Erfinders am Rande der Stadt ist klein für das riesige Grundstück. Der Erfinder hatte in den letzten Jahren einige Flächen darum herum dazugekauft, um sich, wie er es nennt >besser ausbreiten zu können<. Das hat funktioniert. Überall liegen Bauteile, Schrott und mehr oder weniger nützliche Erfindungen herum, alles inzwischen eingezäunt von einem Palisadenzaun aus einem wackelpudding-ähnlichen, waldmeistergrünen Gummi. Wäre man sehr hungrig, käme man fast in Versuchung, in diese täuschend echt aussehende Götterspeise hinein zu beißen, obwohl darauf zahlreiche Bretter mit einfallsreichen Werbungen kleben. Donald Duck fährt gerade an einer vorbei, auf der >Dem Ingeniör ist nichts zu schwör< steht. Mit einem leichten Grinsen fährt er in den Hof hinein und steigt aus. „Bei meinem Großvater Dankwart! Lässt sich da etwa mal wieder Donald Duck blicken?“ ruft jemand direkt hinter Donald. Erschrocken dreht er sich um, sieht jedoch niemanden. „Herr Düsentrieb?“ fragt Donald verwirrt. Ein kleiner Roboter mit einem Kopf aus einer Glühlampe stapft auf Donald zu und zeigt in die Luft. „Bzzz.“ sagt der Roboter und sein Kopf leuchtet auf. Sofort sieht man Schatten, die eigentlich nicht dort sein dürften, wo sie sind. Denn Donald sieht sehr genau den Schatten Daniels obwohl er den Besitzer des Schattens nicht sieht. „Sie sind unsichtbar?“ fragt Donald erstaunt. „So ist es, werter Herr Duck.“ lacht Daniel Düsentrieb. Ein Klicken ertönt und der Besitzer des Schattens wird sichtbar.
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