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Der Rächer Entenhausens

von Daschwo
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Dagobert Daisy Donald Gundel Gustav Phantomias
14.03.2016
14.03.2017
26
41.647
5
Alle Kapitel
42 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
26.05.2016 1.779
 
Nigelnagelneu das neueste Kapitel! Hoffe es gefällt euch :)

„Verarscht mich nicht.“ das Grinsen ist aus Dagoberts immer noch ungläubigen Gesicht verschwunden „Mein Neffe Donald ein... Superheld? Besser gesagt jene Pappnase, die es zugelassen hat, dass man mich bestiehlt?“ Onkel Dagobert rückt seine Brille zurecht, die ihm leicht verrutscht ist, als ihm die Schrotflinte entrissen wurde. „Nein. Kann ich auch gar nicht sein. Wieso sollte ich Phantomias sein? Ist ganz und gar nicht möglich! Niemals!“ Donald wird es abwechseln heiß und eiskalt. Nicht noch jemand, der weiß, wer er ist! Bitte! Er lehnt sich auf der Schrotflinte ab, versucht es zumindest und stellt sich wieder gerade hin. Onkel Dagobert runzelt die Stirn. „Warum willst du mich so auffällig davon überzeugen, dass du nicht Phantomias bist, ich aber wegen deiner auffälligen Überzeugungsversuche den Eindruck bekomme, du bist doch Phantomias?“ sagt er seltsam leise und nachdenklich. „Ahm...“ jetzt wird es Donald wieder kochend heiß. Er versucht, seinen Kragen etwas zu lockern, eine auffällige Geste einer Person, die etwas zu verbergen hat. Das jedenfalls denkt sich Dagobert in diesem Moment. „Wir haben ihn gestern gesehen! Er hat gerade einen Verbrecher vermöbelt!“ sagt Trick begeistert im festen Glauben, Onkel Donald gegen Dagobert beizustehen. „Nicht hilfreich, Trick.“ knurrt Donald und wirft dem Neffen einen bösen Blick zu. „Wenn ich wirklich Phantomias wäre, müsste ich ja den ganzen Tag schlafen, um die Nacht durchmachen zu können.“ bringt er so überzeugend wie möglich das erste Argument des Themas: >Wie Donald nicht Phantomias sein kann.< rüber. „Was du auch tust.“ meint Onkel Dagobert gelinde und hebt eine Augenbraue. Verdammt! Falsches Argument gewählt! „Aber wenn ich Phantomias wäre, warum hat man dann Phantomias und mich mehrmals gleichzeitig gesehen?“ fragt er breit grinsend. „Junge, ich erkenne einen Roboter aus Düsentriebs Werkstatt von Weitem. Mir ist bis dato nur nicht der Gedanke gekommen, dass du diese Pappnase sein könntest.“ entgegnet Onkel Dagobert ruhig und setzt sich wieder, um auf das nächste Argument zu warten. „Aber...“ was soll er noch sagen? Verdammt, ihm fällt nichts mehr ein! „Siehst du, Onkel Dagobert? Onkel Donald ist wirklich Phantomias!“ grinst Track breit. „Und ich hatte euch gesagt, zu niemanden ein Wort!“ faucht Donald und wischt Track sein Grinsen sofort wieder aus dem Gesicht. „Aber Onkel Dagobert gehört doch zu Familie! Er sollte es wissen!“ verteidigt Tick seinen Bruder. „Niemand heißt normalerweise NIEMAND!“ knurrt Donald sehr laut. „Tja. Hiermit ist der Nichtsnutz Donald die Pappnase Phantomias. Jetzt kann ich dich wenigstens vermöbeln!“ hält Dagobert fest und sieht zufrieden zu Donald „Sag mal was fällt dir ein, die Panzerknacker dein Erbe stehlen zu lassen!“ schnauzt er ihn sofort zusammen und wird prompt wieder hochrot im Gesicht. „Mein Erbe? Mein Erbe?! Du hast mich vor fünf Minuten das letzte Mal enterbt! Und selbst wenn ich die Gnade hätte, dein Erbe zu sein, würdest du mich garantiert überleben!“ schnauzt Donald zurück und zielt mit der Schrotflinte auf seinen Onkel „Also sag kein einziges Wort mehr über den Geldhaufen, den du immer wieder als mein Erbe ausgibst, um mich enterben zu können und auf dem du seit Jahrzehnten wie eine Glucke sitzt!“ faucht er und schmeißt die Schrotflinte zurück zu Onkel Dagobert. „Und...“ beginnt Onkel Dagobert sofort wieder und legt die Schrotflinte auf den Schreibtisch. „Nichts und! Ich gehe jetzt schlafen!“ würgt Donald ihn ab und wendet sich der Tür zu, wo ein verdatterter, aber wenig von der Tatsache >Donald ist Phantomias< überraschter Baptist steht. Die Drillinge folgen ihm schweigsam. Würde man noch einmal zurückblicken, würde man Talerzeichen in Dagoberts Augen sehen. Doch ein lautes >Plock< verkündet, dass die Tür hinter Donald und seinen Neffen zugefallen ist.

„Ihr habt die nächsten Wochen Hausarrest, alle drei! Ihr werdet nur noch zur Arbeit gehen und zuhause hocken, verstanden?! Eure ach so hübsche Konsole sperre ich die nächsten Wochen ebenfalls weg. Dann hab ihr genug Zeit um über folgenden Satz nachzudenken: >Wir erzählen niemanden, und zwar wirklich NIEMANDEN, dass unser Onkel Donald Phantomias ist.<“ knurrt Donald und klemmt sich die Konsole unter den Arm „Und wagt es ja nicht, außer Haus zu gehen! Ich hab überall meine Augen, kapiert?!“ er wedelt kurz mit dem Zeigefinger vor den Gesichtern der schuldig dreinblickenden Drillinge. Die ganze Fahrt über hat er wütend geschwiegen. Was fällt denen auch ein, einfach mal Onkel Dagobert zu erzählen, wer Phantomias ist?! Das muss er heute Abend so schnell wie möglich wieder ausbügeln. Wer weiß, was Onkel Dagobert alles einfallen könnte? Wütend stampft er aus dem Haus und steckt die Konsole in den Kofferraum seines Autos. Diese Konsole wird er heute Abend in seinem Geheimversteck verstecken und die nächsten Wochen nicht mehr herausrücken. Da sind die Drillinge jetzt selber Schuld!
„Herr Duck?“ bellt eine vor Zorn rasende Stimme und Donald verdreht die Augen. Das darf doch jetzt nicht wahr sein?! Zacharias Zorngiebel steht hochrot im Gesicht auf der anderen Seite des Gartenzauns. Donald dreht sich bewusst langsam um. „Ja?“ knurrt er wenig erfreut. „Ich habe gesagt, dieser verdammte Phantomias soll auf meine Lastwägen aufpassen! Und wo sind besagte Lastwägen? In meiner Firma jedenfalls nicht. Ich hab Ihnen gesagt, in spätestens zwei Tagen brauche ich die wieder! Zwei Tage sind jetzt herum. Also frage ich Sie jetzt ganz höflich: Wo sind meine großen Lastwägen?!“ zischt der vor Wut kochende Zacharias und Donald vergräbt sein Gesicht wieder einmal in seinen Händen. Verdammt. Das hat er komplett vergessen! Dann muss er wohl heute noch den Panzerknacker an den Kragen gehen. „Wann ist denn Ihr Auftrag?“ fragt er so unhöflich wie nur möglich. „Wie gut, dass ich einen Tag als Puffer eingeplant habe.“ knurrt Zorngiebel sarkastisch „Morgen Nachmittag. Wenn die Lastwägen bis dahin nicht da sind... dann können Sie was erleben!“ knurrt er, dreht sich auf dem Absatz um und marschiert in sein Haus zurück. Unter seinen Sohlen erbebt die Erde. Verdammt. Der ist richtig wütend. Einerseits würde es Donald nichts ausmachen, andererseits... wer weiß, zu was Zorngiebel fähig ist?
Auf zu Daniel Düsentrieb! Hoffentlich hat der den Anzug fertig. Donald steigt in das Auto ein und sieht noch einmal zum Haus zurück. Drei bedrückte, junge Enten starren Zorngiebel hinterher. Ohne Konsole... was die wohl machen werden? Donald startet den Morot und fährt mit dem laut tuckernden 313 zum Grundstück des berühmt-berüchtigten Erfinders.

„Wir müssen Onkel Donald helfen.“ murmelt Trick beschämt. „Warum?“ fragt Track überrascht „Wir haben lediglich Onkel Dagobert verraten, dass Onkel Donal... oh. Stimmt. Wir müssen das irgendwie wiedergutmachen.“ stimmt er zu und lässt den Kopf hängen. „Wie?“ fragt Tick stattdessen. „Keine Ahnung. Machen wir es doch wie Onkel Donald! Verkleiden wir uns und setzen uns auf unsere Fahrräder!“ meint Trick. „Dann können Donald folgen und die Panzerknacker ablenken!“ führt Tick den Gedanken begeistert fort. „Und dann werden wir wie er angeschossen.“ meint Track pessimistisch. „Die Panzerknacker und jemanden anschießen? Ich glaub eher, die hatten einen Glückstreffer.“ winkt Tick mit der Hand wedelnd ab. „Das ist ein Argument. Auf zum Kleiderschrank!“ mit hoch erhobener Faust stampft Trick voraus zu ihrem Kleiderschrank. Dann erstarrt er. „Wir haben Hausarrest.“ stöhnt er und sackt leicht zusammen. „Pff! Du weißt genauso gut wie wir, dass wir uns einen Geheimausgang gebaut haben, der direkt zum Baumhaus führt! Von dort aus können wir ungesehen auf die Straße verschwinden.“ wehrt Track ab und grinst heimtückisch. „Und wie kommen wir dann zu unseren Fahrrädern?“ fragt Trick verwirrt. „Hm.“ macht Track. Über das hat er noch gar nicht nachgedacht. „Indem wir statt mit den Fahrrädern mit den Skateboards fahren?“ strahlt Tick breit grinsend. „Na dann... alles geklärt! Auf zum Kleiderschrank!“ wiederholt Trick und stampft abermals mit hoch erhobener Faust zum Kleiderschrank. „Aber wie finden wir Onkel Dagobert?“ fragt Track und bleibt stehen. „Oh.“ macht Trick. „Nichts oh. Ich hab während der Heimfahrt vorsorglich einen Ortungschip im Auto liegen lassen! Den wird Onkel Donald nicht so schnell finden!“ er grinst wie ein Schnitzel, als er dieses Mal mit hoch erhobener Faust zum Kleiderschrank losmarschiert.

„Was sagen Sie, Herr Duck?“ fragt Daniel Düsentrieb breit grinsend und hält dieses mal den verbesserten Anzug vor die Nase des Rächers der Stadt. Donald Duck nimmt den Anzug ebenso breit grinsend und verschwindet in ein Nebenzimmer. Fünf Minuten später tritt er völlig angekleidet als Phantomias wieder heraus. „Ihren Gürtel hab ich auch etwas modifiziert. Wie Sie hoffentlich gesehen haben, geht dieser jetzt wie eine doppelte Schärpe über die Schultern. So können Sie viel mehr Waffen daran befestigen. Die neuen Rauchbomben sind schon daran befestigt. Einfach mit einem kräftigen Ruck abziehen und in die gewünschte Richtung werfen. Die haben eine Auslösezeit von drei Millisekunden, weswegen die Nasenklammer noch vor Abwurf der Bombe auf dem Schnabel befestigt sein muss.“ strahlt Daniel und zeigt Phantomias die einzelnen Teile und wo sie zu finden sind „Hier haben wir vier Pistolenhalterungen und hier zwei weitere. Testen Sie ruhig den Knopf zum Unsichtbar-Werden!“ fährt er fort. Phantomias drückt sofort den Knopf am Gürtel und sieht wenige Sekunden später nicht einmal mehr seine eigenen Hände. „Wow.“ flüstert er begeistert und wechselt seinen Stehplatz. „Jap. Sie brauchen ein gutes Körpergefühl, wenn Sie unsichtbar über die Dächer springen wollen.“ meint Daniel und sieht immer noch auf den Punkt, wo er Phantomias zum letzten Mal sah „Auf Wärmebildkameras sind Sie natürlich immer noch zu sehen. Da müsste ich schon Ihre Körpertemperatur herunterschrauben, um Sie auch für diese Überwachungssysteme unsichtbar zu machen.“ sagt er dann. Er ist etwas planlos im Aufzählen der Neuerungen und Fehler seiner Erfindungen, dafür hat er aber täglich tausende Ideen, die er am Liebsten sofort in Tat umsetzt. Wie dem auch sei, Phantomias wird wieder sichtbar. „Haben Sie auch etwas, womit man nervige Onkel und neugierige Neffen vergessen lässt, wer man ist?“ fragt er dann den Erfinder. Dieser sieht überrascht von Phantomias zu dem Ort, wo er Phantomias vermutet hätte, und zurück. Immerhin! So weiß er, dass der Anzug für normale Leute perfekt funktioniert! „Was ist mit der guten, alten Vergallpille?“ fragt er Phantomias verwirrt. „Tja. Das, was die wissen, ist längst nicht mehr im Kurzzeitgedächtnis.“ knurrt Phantomias sarkastisch. „Hm. Wenn diese Leute nur das vergessen sollen... hmmm... geben Sie mir ein paar Tage Zeit, Phantomias. Bis dahin werde ich etwas haben.“ meint der Erfinder nachdenklich. „Natürlich. Ich mach mich dann mal auf den Weg.“ meint Phantomias ein bisschen besser gelaunt. Wenn Daniel sich etwas in den Kopf setzt, dann ist das in kürzester Zeit fertig. Ein weiterer Vorteil, als Rächer der Stadt einen Erfinder an seiner Seite zu haben! „Bis zum nächsten Mal, Herr Düsentrieb. Und danke für alles!“ ruft er und springt mit wenigen Sprüngen seiner quietschgelben Springstiefeln in die Nacht hinaus zu seinem legendären X. Doch Düsentrieb hört ihn bereits nicht mehr. Der ist zu tief im Nachdenken versunken. Phantomias aber grinst vorfreudig. Endlich zahlt er es den Panzerknackern heim!
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