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Der Rächer Entenhausens

von Daschwo
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Dagobert Daisy Donald Gundel Gustav Phantomias
14.03.2016
14.03.2017
26
41.647
5
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21.05.2016 1.877
 
Der legendäre X tuckert leise in die Garage und Phantomias ist gerade am Aussteigen, als ihm etwas einfällt... seine Neffen wissen jetzt ja, wer er ist... ergo würden diese Naseweise bestimmt in seinem Zimmer auf ihn warten. Käme er also durch den Aufzug, wüssten sie, wo seine Geheimhöhle ist. Und das ist sehr ungut. Wer weiß, was die mit seinen Spezialgeräten anfangen würden? Phantomias grinst hinterhältig, schließt die Garage und verwandelt sich schon dort zu Donald Duck. Dann geht er ganz wie ein unbescholtener Bürger zum... Vordereingang... und klingelt. Nichts rührt sich. Leicht genervt klingelt Donald abermals. Seine Neffen können sich so schlafend stellen wie sie wollen! Er wird nicht durch seinen Geheimeingang kommen! Wieder nichts. Jetzt gibt’s Krieg! Im Sekundentakt drückt Donald auf die Klingel, bis endlich die Tür geöffnet wird.
„Na endlich.“ grummelt er und geht an seinen Neffen vorbei ins Warme. „Sag nicht, dass du immer durch die Vordertür zurückkommst.“ murrt Trick sofort und schließt die Tür hinter seinem Onkel wieder. „Natürlich nicht! Aber ihr müsst auch nicht alles wissen!“ entgegnet Donald scharf und tappt zum Kühlschrank. Drei weitere Verbrecher geschnappt! Das muss gefeiert werden! Übrigens hat er Hunger. „Warum kommst du eigentlich erst jetzt heim?“ fragt Track und folgt ihm in die Küche. „Was tut Phantomias in der Nacht? Die Frage hättest du gar nicht stellen müssen.“ Onkel Donald öffnet den Kühlschrank und steckt den Schnabel hinein. Hinter ihm warten seine Neffen, wobei es für ihn gar nichts gibt, auf das sie warten müssten, außer... „Habt ihr schon wieder ein Blaukrautglas zugeklebt?“ fragt er misstrauisch und sieht sie kurz an. „Nein!“ entgegnen die Drillinge einheitlich. „Wir wollen dich lediglich ausfragen... über dein Doppelleben als Phantomias.“ erklärt Tick. „Vergescht dasch schnell mal wieder. Ihr wischt schowiescho schon zu viel.“ mampft Donald. Er hat gerade von einem Sandwich abgebissen. Die Drillinge runzeln die Stirn. „Aber du bist doch unser Vorbild! Wir wollen auch mal so werden wie du!“ sagt Trick mit aller Ernsthaftigkeit, die er aufbringen kann. „Du meinst, Phantomias ist euer Vorbild. Ich war jahrelang eine Witzfigur für euch. Soll sich das etwa in wenigen Stunden geändert haben?“ knurrt Donald, nachdem er heruntergeschluckt hat „Und jetzt ab ins Bett mit euch! Morgen ist euer erster Arbeitstag!“ streng zeigt er mit dem Finger nach oben in Richtung Zimmer der Drillinge. Sie sehen ihn einmal noch finster an, dann folgen sie aber seiner Anweisung. Donald sieht ihnen ebenso finster hinterher. Er muss schleunigst dieses Ortungsgerät finden, es zerstören und seinen Neffen Vergallpillen verabreichen... oder er geht nimmt Durchfalltabletten und geht die nächsten Tage sehr häufig aufs Klo und löscht dann die Erinnerungen seiner Neffen an ihn als Phantomias...
Lieber finde ich das Ortungsgerät, denkt er sich nach kurzer Überlegung, verschlingt den Rest des Sandwiches und verkrümelt sich dann auch in sein Bett.

„Na was sagen Sie, Herr Duck?“ Daniel Düsentrieb grinst breit, als er Donald den verbesserten Unsichtbarkeits-Anzug vor den Schnabel hält. Donald begutachtet mit hochgezogener Augenbraue das, was vor ihm ist. Nichts. „Ich sehe nichts.“ meint er grinsend. „Oh. Natürlich. Verzeihung, Herr Duck.“ Daniel Düsentrieb drückt schnell einen Knopf auf einer Fernbedienung und es wird sichtbar. „Na das nenne ich mal einen Unsichtbarkeits-Anzug!“ staunt Donald, als er besagten Anzug sieht. Er sieht ganz und gar nicht mehr wie ein Raubritter aus! Vielmehr ist von dem ganzen Kettenrüstungs-Anzug von vor wenigen Tagen nur noch ein Paar Schulterplatten, Schulterblattplatten, Armschützer und Beinschoner übrig geblieben, zusammengehalten durch Anklicken an einen ganz gewöhnlichen Anzug. „Die Schmuckstückchen sind einzeln steuerbar, können aber auch gleichzeitig betätigt werden. Hier ist die Fernbedienung dazu.“ Daniel drückt Donald mit einem sehr breiten Grinsen die Fernbedienung in die Hand „Der Effekt überträgt sich dann auf die komplette Person, aber auch nur auf die. Wenn Sie weiterhin ein Cape tragen wollen, hätte ich dafür natürlich ein extra Cape. Auch durch die Fernbedienung steuerbar.“ soweit man noch breiter grinsen könnte... Daniel tut es. „Jetzt bin ich baff.“ staunt Donald nur noch „Ich probiere es heute Abend sehr gerne aus.“ meint er dann grinsend „Ist das Teil auch Hexensicher?“ fragt er dennoch. „Leider nein. Ich müsste schon ein Zauberer sein, um dieser Gundel eins auswischen zu können. Wissenschaft siegt in diesem Fall leider nicht über Zauberei. Aber immerhin können Sie sich damit bei den Panzerknackern einschleichen und unbemerkt bis in ihr Versteck kommen... Wegen der alten Gundel... da müssen Sie improvisieren.“ das Grinsen fällt Daniel schlagartig aus dem Gesicht „Aber für diese modifizierten Panzerknacker hab ich etwas!“ das Grinsen ist wieder da, Daniel legt den Unsichtbarkeits-Anzug weg und kramt in seinem Haus herum, bis er seinen gesuchten Gegenstand findet. Donald sieht sich derweil um. Daniel hat er schon alles gesagt. Auch das mit den Verletzungen und der Tatsache, dass die Drillinge jetzt wissen, wer er ist. „Gehe ich recht in der Annahme, dass die Panzerknacker jetzt böser, stärker und gerissener sind?“ fragt er, während er kramt. „Böser und stärker schon. Ob sie auch gerissener sind, weiß ich nicht.“ entgegnet Donald schulterzuckend. „Nun ja. Auch wenn sie gerissener sein sollten, gegen Rauchbomben dieser Art kommen sie garantiert nicht an. Auch Gundel sollte da ihre Schwierigkeiten haben. Sollte der Unsichtbarkeitseffekt mal Probleme bereiten.“ Daniel hat offenbar seinen gesuchten Gegenstand gefunden. Er hält ihn kurz hoch und Donald sieht eine bunte Kugel. Dann drückt Daniel Donald eine Brille in die Hand und setzt selbst eine auf.
Daraufhin schmeißt er die Kugel volle Kanne auf den Boden. Eine lautlose Explosion später sieht Donald nur noch Farben. Sonst gar nichts. „Dieses schmucke, schön anzusehende Gas ist eine Farbexplosion ersten Grades. Nicht nur, dass sie alle an der Sicht behindert, sie juckt auch in den Augen und verursacht heftigen Schnupfen. Das heißt, wir sollten... Hatschie!“ niest Daniel gewaltig und eine kleine Bewegung einer Farbwolke macht auf dessen Aufenthaltsort aufmerksam. Auch Donald bemerkt es. Es kitzelt ihn unangenehm in der Nase. Dann packt ihn Daniel an der Hand und zerrt ihn mit nach draußen. Von außen betrachtet sieht die Hütte jetzt aus, als wäre sie von einer dichten, farbigen Wand versperrt. „Haargenau zehn Minuten wabert das jetzt da drin herum. Ich empfehle Ihnen, eine Nasenklemme zu tragen, wenn Sie diese Rauchbombe verwenden. Des weiteren würde ich Ihre Maske überarbeiten, damit Sie auch in diesem Kuddelmuddel den Überblick behalten.“ sagt Daniel über alle Maßen stolz. „Wie groß würde diese Wolke werden?“ fragt Donald interessiert. „Zehn Kubikmeter.“ Daniels Augen glitzern leicht, so stolz ist er. „Wow.“ meint Donald bewundernd „Was täte ich ohne Sie?“ fragt er Daniel dankbar. „Mit dem kämpfen, was der alte Phantomias Ihnen hinterließ?“ fragt Daniel neckend. „Bestimmt.“ lacht Donald „Aber ich muss wieder los. Onkel Dagobert hat mich zu ihm befohlen. Ich komme heute Abend noch einmal vorbei.“ sagt er dann, geht zu seinen 313 ein, holt den jetzigen Phantomias-Anzug heraus, gibt ihn Daniel, steigt in den Wagen ein, winkt ein letztes Mal und fährt los. Daniel winkt zurück und wendet sich dann wieder der Betrachtung seines mit bunten Nebel gefüllten Eigenheims zu.

Es ist später Nachmittag, als er den Geldspeicher seines Onkels betritt. „Grüß Sie, Herr Duck! Waren Sie beim Arzt?“ begrüßt Baptist ihn freundlichst, höflichst, nett. „Grüß Sie, Baptist. Nein. War ich nicht. Ich kam noch nicht dazu.“ entgegnet Donald ebenso freundlich, höflich, nett. „Dann sollten Sie das nachholen. Ihre Neffen sind übrigens schon oben.“ erwidert Baptist und schließt die Tür wieder. „Was? Aber die haben doch Praktikum, oder?“ fragt Donald überrascht, während er mit Baptist zum Büro seines Onkels hoch schlendert. „Offenbar haben die werten Neffen früher Feierabend als andere Berufstätige.“ murmelt Baptist, der schon seit Jahren keinen Feierabend mehr hatte. Armer Baptist. Daraufhin schweigen sie. Erst als Baptist die Tür aufmacht und diese hinter Donald wieder schließt, um sich seiner Arbeit zu widmen, hört Donald wieder Stimmen.
„Und, Donald? Hübsch ausgeschlafen?“ hört er die spottende Stimme Onkel Dagoberts. „Natürlich! Den ganzen Vormittag und Nachmittag!“ entgegnet Donald hörbar sarkastisch. „Hallo, Onkel Donald.“ sagen die Drillinge einheitlich. Wenigstens die begrüßen ihn! „Typisch. Warum bin ich nur mit dir gestraft?“ jammert Dagobert kopfschüttelnd und senkt den Blick zurück auf seine Buchführung „Du wirst mir jetzt endlich Phantomias herholen, verstanden? Und keine Ausreden, Ohnmachtsanfälle, et cetera dieses Mal!“ knurrt er keinen Widerspruch duldend. Die Drillinge ziehen synchron die Augenbraue hoch, wie auch Donald.
„Nein.“ sagt er bestimmt. Deswegen sollte er schon wieder bei Onkel Dagobert aufkreuzen? Welche Zeitverschwendung! Da könnte er jetzt gut schlafen und sich auf die Nacht vorbereiten! „Donald! Es geht dabei um dein Erbe, verdammt noch mal!“ schnaubt Onkel Dagobert und schmeißt den Kugelschreiber wütend auf die Papierbögen. Ein böser Blick trifft Donald, doch ihm ist es herzlich egal. „Welches Erbe denn? Du hast mich erst enterbt, schon vergessen?“ sagt er kalt und setzt sich auf den nächstbesten Geldsack. „Donald!“ knurrt Onkel Dagobert drohend. „Ja?“ fragt Donald ohne mit der Wimper zu zucken. „Du weißt genau, wie viel mir mein Geld bedeutet! Also hol endlich diesen verdammten Taugenichts namens Phantomias her!“ schnaubt die alte Ente mit der Brille. „Und weißt du, wie viel mir dein Geld bedeutet?“ fragt Donald hartnäckig „Rein gar nichts.“ sagt er kalt und klanglos. Die Drillinge sehen zu Dagobert, gespannt auf die nächste Erwiderung.
„Nimm ihn ja nicht in Schutz, deinen feinen Freund Phantomias! Ich weiß genau, dass du momentan wieder dringend Geld brauchst, also tu nicht so, als wäre dir mein Geld egal!“ faucht Dagobert und wird langsam rot im Gesicht. „Pff. Bis jetzt hab ich es immer irgendwie geschafft.“ entgegnet Donald schulterzuckend „Ich geh dann mal wieder.“ meint er und steht auf.
„Bleib wo du bist!“ brüllt Onkel Dagobert aus vollem Hals. Donald erstarrt mitten in der Bewegung. Jetzt wird’s gefährlich. „Entweder du holt Phantomias, oder du bist enterbt!“ knurrt Onkel Dagobert furchteinflößend. „Schon wieder?“ fragt Donald lachend „Sag, wie oft willst du mich eigentlich noch enterben?“ fragt er sarkastisch und setzt seinen Weg zum Ausgang fort. Der Knall einer Schrotflinte und der Einschlag von Kugeln in die gepanzerte Tür seines Onkels lässt ihn zusammenzucken. „Sag mal bist du wahnsinnig?!“ brüllt jetzt auch Donald „Ich muss heute Nacht fit sein!“ Donald stampft auf Onkel Dagobert zu und reißt diesem ohne weiteres die Schrotflinte aus der Hand. Dieser erstarrt dieses Mal. Ihm wurde die Schrotflinte entrissen! Das ist ihm noch nie passiert! „Onkel Donald...“ beginnt Trick zaghaft. „Denn ihm Gegensatz zu dir tu ich was für die Allgemeinheit!“ knurrt Donald stinksauer. „Onkel Donald!...“ beginnt auch Track. „Ach ja? Was tust du denn für die Allgemeinheit? Schlafen?“ Dagobert hat die Starre abgeschüttelt. „JA!“ brüllt Donald ihm entgegen „Denn das hatte ich vor, würde ich jetzt nicht hier stehen!“ schreit er hochrot im Gesicht. „Ts. Wusste ich es doch. Du bist mit Abstand der faulste, unbrauchbarste, feigeste...“ beginnt Onkel Dagobert verletzend, doch da ist es auch den Drillingen genug. Noch bevor Onkel Dagobert zum vierten Adjektiv kommt, das Donald verletzen soll, stehen die Drillinge geballt vor ihm.
„Red nie wieder so mit Onkel Donald!“ knurrt Tick. „Denn er ist der mit Abstand mutigste Mann dieser Stadt!“ knurrt Trick. „Weil er jede Nacht sein Leben aufs Spiel setzt, nur damit die Leute ruhig schlafen können.“ faucht Track und Donald erstarrt abermals. Was machen die da? „Sagt ja nicht, dieser Nichtsnutz sei selbst Phantomias!“ lacht Dagobert ungläubig. „Er ist Phantomias!“ rufen die Drillinge gleichzeitig und Donald vergräbt sein Gesicht in seinen Händen. Das darf jetzt doch nicht wirklich wahr sein!
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