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Die Prophezeiung

von Rizumi
GeschichteFantasy / P12 / Gen
14.03.2016
27.03.2016
4
2.135
 
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27.03.2016 443
 
Dichte Nebelschwaden hüllten die bewaldeten , idyllischen Hügel ein wie eine Schale . Ein dunkler Schatten verdunkelte den Mond und ein greller Schrei zerriss die Luft , ein ganzer Schwarm Vögel flatterte daraufhin aus den goldenen und roten Baumwipfeln und verließen ihren Unterschlupf mit lautem Schnattern . Die Brücke , die zwischen den Wipfeln hing knarzte und schwankte im leichten Nachtwind .
Plötzlich wurde ein Schatten erkennbar , der in ihrer Mitte eilte . Das Mädchen hatte braune Haare , sie trug einen schwarzen Hut und hatte ein Tuch um ihr Pelzgewand gelegt .
In der Hand hielt sie einen Papyrusstreifen , der wild hin und her flatterte . Wer das war ? Was sie dort machte ? Zwei gute Fragen .
Erstens , war das ich , Ri . Ich war 14 Jahre alt und wurde zur Jägerin ausbildet . Das wichtigste war für mich meine Zugehörigkeit zur Rubin-Gilde . Deshalb war ich auch hier , um den Lagerplan der Bestienschänder-Gilde zu stehlen , und tatsächlich hatte ich es geschafft . Ich hatte mich ins Lager hineingeschlichen , dem Wächter eins übergezogen und mir das Papier unter den Nagel gerissen . Und dabei hatte mich niemand bemerkt ! Vielleicht würde ich endlich von der Jägerschule entlassen werden und bei den richtigen Gildenschlachten mitmischen dürfen  . Ein Grinsen huschte mir über das Gesicht , als ich daran dachte die Dragonen von ihrem Thron zu stoßen . Ein seltsames Geräusch riss mich aus meinen Gedanken , ich wirbelte herum . Sofort landeten meine Doppeldolche in meinen Händen und ich ließ sie herumkreisen . War mir ein Bestienschänder gefolgt ? Ich machte ein paar vorsichtige Schritte , dann vernahm ich ein erneutes Knacken .  Etwas traf mich am Hinterkopf und ich stürzte zu Boden .
"Na , mein kleiner Rubin ? " , fragte mich ein stämmiger Mann , in dessen Hand ein agiles Langschwert lag .  Ich hatte Glück gehabt , dass mich der Jäger nicht damit erwischt hatte .
So schnell ich konnte , richtete ich mich auf , und ließ meine Mischung aus Dolchen und Knüppeln durch die Luft sausen .
Mein Peiniger wich nach hinten aus und trat mir vor die Brust.
Ich stöhnte , ließ aber nicht nach :
Wütend darüber , dass dieser Mann meinen Plan zum Scheitern veruteilen wollte , schlug ich nach ihm und er brachzusammen , als mein Ellbogen in sein Gesicht traf .
Selbstsicher trat ich zu , doch die Klinge des Jägers stach durch meinen Stiefel und schlitze meine Sohle auf .
Blind vor Schmerz humpelte ich rückwärts , in der Überzeugung entkommen zu können , doch ich lag falsch .
Der Mann rappelte sich auf und setzte mir nach .
Nur wenige Sekunden später , traf mich sein Schwertgriff an der Stirn und ich schmeckte Blut .
Er schlug erneut zu und alles drehte sich .
Ich spürte , wie mir das Papyrus entrissen wurde .
Ein sarkastisches Danke war das Letzte was ich vernahm , bevor ich komplett umkippte .
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