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Hamburg City Girl

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Nils Egtermeyer OC (Own Character)
14.03.2016
01.04.2016
19
30.636
 
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
01.04.2016 1.137
 
Das letzte Kapitel- Lena, Nils und ihre Rasselbande sind endlich mitten im Leben angekommen :) Enjoy und tausend mal Danke an euch wunderschöne Menschen :) Fürs Lesen, liken, kommentieren und das alles. Hach, da wird eine alte Frau direkt sentimental.
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Nils brummte. „Reibt mir halt immer wieder unter die Nase, dass er nicht meinem Genpool entspringt!“ Ich grinste. „Dein Genpool hat bei Stefan auch nichts genutzt.“ Mein Mann rümpfte die Nase. „Wenn da nicht wieder Steffen seine Finger hatte!“ Ich knuffte ihn liebevoll. „Das wüsste ich aber!“ Fo drohte spielerisch mit seinem Zeigefinger. „Schwiegersohn, benimm‘ dich!“ Phil lachte. Er liebte diese Schlagabtausche. Und er liebte sowohl Nils als auch Steffen. Er nannte auch beide nach wie vor Papa, aber die beiden konnten an der Betonung unterscheiden wer gemeint war.
„Kommt doch erst mal rein, ihr Hübschen! Wollt ihr einen Kaffee oder so?“ Markus grinste mich breit an. „Ich nehme einmal oder so“, neckte er mich. Ich verschwand in die Küche und kam mit einem Glas Pfefferminztee zurück. „Einmal oder so für den Herrn, bitte sehr!“ Die anderen saßen schon am Tisch und machten sich über den Kaffee her.
Ich trat auf den Balkon, um eine Zigarette zu rauchen. Ich hatte wieder angefangen, nachdem Stefan abgestillt war.  Ich schloss die Augen, und atmete tief durch. Wie viel doch in den letzten Jahren passiert war. Ich hatte nicht nur meinen Traummann gefunden, sondern auch vier wunderbare Kinder bekommen, auch wenn Nils nur an dreien davon maßgeblich beteiligt war. Zu Steffen verband mich eine innige Freundschaft-er war inzwischen seit 2 Jahren mit Panagiota liiert, eine hübsche Autoverkäuferin, die einmal bei „Grill den Henssler“ teilgenommen hatte. Die lebenslustige Griechin hatte sich direkt mit Phil angefreundet, und auch Stefan und die Zwillinge hatten sie direkt in ihre Herzen geschlossen. Sie wurde von den Kindern nur liebevoll Tante Iota gerufen.
Markus hatte vor drei Jahren seine Liebe zu seiner Sous Chefin Anett entdeckt, und die beiden standen kurz vor ihrer Hochzeit. Ich sollte die Trauzeugin werden, was mich mit einer riesigen Freude erfüllte. Fo und Cornelia freuten sich (mehr oder weniger) über ihr fünftes Enkelkind-Justus würde in wenigen Monaten Papa werden.
Andi und Ole waren mir in den Jahren massiv ans Herz gewachsen, und mein Chef unterstützte mich bis heute in allen Belangen. Dana und er waren inzwischen zum zweiten Mal Großeltern geworden.
Ich spürte, dass jemand hinter mich trat. Es war Andi. „Schweiger, ich sage es ungern: Hör auf, dich anzuschleichen! Irgendwann sterbe ich davon!“ Er lachte. Aber ich merkte, dass dieses Lachen unecht war. „Was ist los, mein Großer? Dich bedrückt etwas.“ Andi nickte stumm, und griff nach meinen Zigaretten. Ich hob eine Augenbraue, reichte ihm aber das Feuerzeug. „Und jetzt erzähl‘ Tante Lena, was los ist.“ Andi zog einmal kräftig an seiner Zigarette und schaute mich waidwund an.
„Anna hat mich verlassen“, brachte er hervor. „Waaaas? Warum das denn?“ Ich musste ihn angestarrt haben, wie ein Fisch, der nach Luft schnappte. Andi lächelte wehmütig. „Du erinnerst dich an Klaas Harms aus deiner Parallelklasse?“ „Der Fischkopf? Nicht ihr Ernst.“ „Nicht der, seine Schwester Tjorven.“ Nun entgleisten mir endgültig die Gesichtszüge. „Sie hat dich wegen einer FRAU abgesägt, und erzählt mir nicht ein Sterbenswörtchen?“ Andi schaute mich leidend an. „Und wer fragt, wie es mir dabei geht?“ Ich schloss ihn fest in die Arme. „Ach, mein Andi. Das kriegen wir schon wieder hin. Ich bin für dich da“, flüsterte ich und strich ihm beruhigend über den Rücken. Er strahlte. „Du nennst mich wieder Andi?“ Ich gab ihm einen Kuss auf die Wange, was von drin mit einem wütenden Klopfen an  die Fensterscheibe quittiert wurde. Ich schaute nach rechts, und sah einen entrüsteten Markus, der mit seinem Finger an seine Wange deutete. Ich streckte ihm die Zunge heraus.
Zehn Minuten später war das Quartett auf dem Weg, Phil in der Schule und die Mädchen im Kindergarten. Ich saß auf dem Sofa und las ein Buch, als mein Handy piepte.
„Stef: Ich brauche deine Hilfe, dringend!!! “ Ich tippte eine Antwort: „LenchenE: Komm rüber, Stefan und ich chillen gerade. Ich revidiere, irgendwas klirrt hier. Bis gleich :*“
Ich legte mein Buch zur Seite und rannte in die Küche, wo ich Stefan auf dem Boden fand, Süßigkeiten mampfend. Er hatte das Naschi-Glas einfach umgeworfen!
Ich sammelte die Scherben auf, und zog meinen kleinen Teufel um. Da klingelte auch schon Steffen an der Tür. Als Stefan ihn sah, rannte er auf ihn zu und krähte begeistert „Teffen, Arm!“ Der dunkelhaarige nahm ihn hoch und küsste ihn auf die Schläfe. „Bäh“, stellte Stefan daraufhin fest.
„Wobei kann ich dir jetzt helfen?“ Steffen grinste breit. „Ich will Iota einen Antrag machen“, platzte er heraus. Ich strahlte. „Da fällt mir schon etwas ein.“
Ein Jahr später saßen wir alle im ONO. Die Zeremonie war wunderschön gewesen, und ich wischte mir immer noch Tränen aus den Augenwinkeln. Nils sah zu mir herüber. „Du bist ganz schön nahe am Wasser gebaut, mein Schatz!“ neckte er mich. Ich knuffte ihn. „Das war aber auch romantisch!“ Fo grinste. „Das stimmt. Aber so e Heulsuse warsch früher nie!“ „PAPA!“ knurrte ich spielerisch. Iota hatte Stefan auf dem Arm, und fütterte ihn mit Kuchen. „Iota hübsch“, teilte er ihr mit, und die Griechin lächelte selig. „Du bist aber auch entzückend, kleiner Mann!“ gurrte sie.
Steffen grinste schon den ganzen Tag im Kreis. Markus hatte ein halbes Jahr zuvor seine Annett zur Frau genommen, und freute sich daher umso aufrichtiger mit den beiden. Andi saß bedröppelt in einer Ecke. Steffen warf ihm einen besorgten Blick zu. Ole knuffte ihn. „Mach dir keine Sorgen, er hat einen Durchhänger wegen Anna. Die Scheidung ist bald rechtskräftig.“ Die quirlige Brünette und ich waren zwar immer noch enge Freundinnen, aber die Geschichte mit Tjorven Harms hatte bei uns allen Spuren hinterlassen.
Nachdem Steffen und seine Frau ihren Eröffnungstanz absolviert hatten, baute sich der Bräutigam vor mir auf. „Darf ich bitten, Frau Egtermeyer?“ Ich lächelte charmant. „Aber sicher, Herr Henssler.“ So schwebten wir kurze Zeit später übers Parkett. „Siehst du, ich wusste doch, dass du dein Glück finden wirst“, flüsterte ich ihm zu. Er küsste mich auf die Wange. „Ich hasse es eigentlich, wenn du Recht hast, aber in diesem Fall muss ich dir zustimmen“, grinste er.
Zwei Stunden später saß ich mit Nils vor dem Restaurant und rauchte eine Zigarette.
Ich hatte mich an meinen Mann gekuschelt, und die Augen leicht geschlossen. „Nils?“ „Hm?“ „Weißt du eigentlich wie sehr ich dich liebe?“ Mein Mann strahlte mich an. „Nicht so sehr wie ich dich.“ „Idiot“, brummte ich. Er küsste mich, und in diesem Moment blieb die Welt einfach stehen.
Ich war einfach nur wunschlos glücklich mit meinem Mann und unseren vier wunderbaren Kindern.
Ich dankte dem Himmel dafür, dass Andi mich damals im Park angesprochen hatte, denn ohne ihn wäre ich nicht da gelandet, wo ich jetzt war.
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