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Hamburg City Girl

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Nils Egtermeyer OC (Own Character)
14.03.2016
01.04.2016
19
30.636
 
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
29.03.2016 1.066
 
Drama once again :) Foxy kanns aber auch nicht lassen, dieser Schuft! *theatralisch schnaub* Aber, das Happy End ist gesichert-sollte Steffen Foxy nicht doch in der Elbe versenken :D
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Da ging sein Handy. Er sah aufs Display, und nahm das Gespräch an. „Egtermeyer?“ Er gab mir ein entschuldigendes Handzeichen und trat auf den Balkon, um weiter zu telefonieren. Ich nutzte diesen Moment, um eine verzweifelte Nachricht abzusetzen.
„LenchenB: Papa, ich habe eine Sinnkrise! Ihr kommt doch morgen nach Hamburg, können wir uns da bitte treffen? Ohne unsere Partner? Liebe dich, dein Lenchen“
Keine zehn Sekunden später hatte ich eine Antwort.
„Speisemeister: Klar, mein Schatz. Für dich habe ich immer Zeit, Liebe dich auch, dein Papa :*“
Nils kam zurück. „Das war Martha. Sie kapiert einfach nicht, dass ich mich gegen sie und für meine Familie entschieden habe. Sie nervt wirklich!“ Ich zuckte mit den Schultern. Dieses blonde Gift war mir herzlich egal.
Am nächsten Tag, Phil war noch im Kindergarten, schnappte ich mir die Zwillinge, und machte mich mit ihnen auf an die Elbpromenade, an der ich mit Fo verabredet war. Er war das einzige Elternteil, das mir geblieben war. Mom und ich hatten den Kontakt zu einander abgebrochen, nachdem ich ihr vorgehalten hatte, dass sie ihn fast ins Grab gebracht hätte. Paps war natürlich auf ihrer Seite gewesen, und hatte mich ebenfalls mit Vorwürfen überhäuft.
„Mädels, schön dass ihr da seid!“ Fo schaute in den Kinderwagen, und kitzelte seine Enkelinnen am Bauch. „Sie werden immer größer und immer schöner, auch wenn sie die Ebenbilder ihres Vaters sind!“ scherzte er. Aber es stimmte, die beiden waren Nils wie aus dem Gesicht geschnitten. „Was wolltest du so dringend mit mir besprechen, Schatz?“ fragte er mich ohne Umschweife. „Ach, es geht um Nils. Ich weiß nicht, inwieweit du informiert bist, aber er hatte eine Affäre mit seiner Kellnerin. Das ist nun schon ein paar Monate her, und ich habe ihm das auch verziehen, aber sobald das Gespräch auf das Thema Hochzeit kommt, fühle ich mich schlecht, und wünschte mir, Steffen wäre an meiner Seite.“ Fo legte seine Stirn kraus.
„Natürlich habe ich das mitbekommen. Markus hat lautstark getobt, als er mitbekommen hat, dass du Nils verziehen hast. Andi redet immer noch nicht wieder mit ihm, und Ole spricht von einer trügerischen Ruhe. Wenn du meine Meinung hören willst: Ich finde, ihr solltet weiter an der Beziehung arbeiten. Ihr habt drei Kinder, das ist nichts, was man leichtfertig aufgibt. Und was Steffen angeht: Mit dem solltest du auch dringend nochmal sprechen. Aber nur sprechen, gell, Schätzle?“
Ich umarmte ihn dankbar. „Kommst du noch mit zu uns? Phil redet nie wieder mit mir, wenn er mitbekommt, dass ich seinen Opa getroffen und nicht mit nach Hause genommen habe.“
Er lächelte. „Na klar komme ich noch mit. Ich freue mich über jede Minute mit meinen Enkeln.“
So kam es dann, dass ich mit meinem Vater in der Küche stand. Allerdings war er wenig überzeugt von meinem Kochtalent, und verscheuchte mich direkt wieder. „Das hast du definitiv von deiner Mutter. Die kann auch nicht kochen.“
Da fiepte mein Handy. „Stef: Wo auch immer du bist, beweg dich SOFORT zur Alsterterrasse Notfall! “ Ich tippte eine Antwort: „LenchenB: Nicht jetzt, Raubtierfütterung. Was kann so wichtig sein?“ Keine zehn Sekunden später verkündete mein Handy, dass ich eine MMS erhalten hatte. Ich öffnete sie, und ließ kurz darauf das Handy fallen. Mir wurde heiß und kalt zugleich. Ich war kurz vor der Explosion, und gleichzeitig fühlte mich unendlich traurig.
„Aaaarrgh!“ entfuhr mir ein wütender Schrei.  Fo kam direkt aus der Küche gestürmt. Ich zeigte nur wortlos auf das Telefon, das immer noch auf dem Boden lag. Fo hob es auf, und besah sich das Bild. Er rannte zurück in die Küche, schaltete alle Herdplatten ab, schnappte sich danach unsere Jacken und stürmte in Richtung der Wohnungstür. „JETZT ist er fällig!“ „Papa, denk an dein Herz!“ warnte ich ihn. „Ich BRINGE IHN UM!“ tobte er weiter. Zehn Minuten später waren wir an der Alsterterrasse angekommen, an der Steffen uns schon erwartete. Auch er rauchte vor Wut. „Er hat mir die Hand darauf gegeben, dass es vorbei ist“ schnaube er. Keine hundert Meter vor uns stand Nils in inniger Umarmung mit Martha. Ich stürmte wie ein Racheengel auf die beiden zu, und trennte sie unsanft. „NILS EGTERMEYER! Die Verlobung kannst du dir sonst wo hin stecken, ich bin fertig mit dir!“ brüllte ich ihn an. Nils schaute mich schuldbewusst an. Martha hingegen trug ein breites Grinsen im Gesicht. „Verpiss dich, Barbie, sonst zerlege ich dich in deine Einzelteile“, knurrte ich sie wütend an. Sie hielt es für sicherer, dem tatsächlich Folge zu leisten, und trollte sich. Da kamen auch schon Fo und Steffen angestürmt, und ich hatte alle Mühe, sie davon abzuhalten, Nils an Ort und Stelle zu verprügeln. Nils baute sich vor uns auf. „Ihr habt doch keine Ahnung, warum Martha und ich uns hier getroffen haben! Und dass du gleich wieder zu Lena rennst, war mir klar, Steffen. Aber für euch zum mitschreiben. Sie hat sich lediglich verabschiedet, weil sie nach Berlin gehen wird. Und umarmt hat sich mich, um mir zur Hochzeit zu gratulieren.“ Steffen schnaubte. „Würde ich jetzt auch behaupten.“ Martha war umgekehrt und räusperte sich. „Wenn ich auch etwas sagen darf? Es ist wirklich so gewesen. Ich habe eingesehen, dass Nils nur Lena liebt, und beschlossen, mich zurück zu ziehen. Das beinhaltet auch einen Neuanfang in Berlin. Ich wünsche euch beiden wirklich von Herzen alles Gute. Und Lena, es tut mir leid, wie alles gelaufen ist.“ „Danke für deine Offenheit, Martha, und alles Gute für deinen Neuanfang“, verabschiedete ich mich von ihr.
Nils nahm mich in den Arm. „Das heisst, du gibst mir noch eine Chance?“ Fo und Steffen schauten immer noch wenig überzeugt drein. „Ja, das tue ich, du Dummkopf. Schließlich liebe ich dich“, erwiderte ich, und küsste ihn liebevoll. Steffen fauchte. „Mir wird schlecht.“ Fo grinste ihn an. „Nicht doch. Freu dich lieber, dass Nils die Kurve bekommen hat.“
Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zurück nach Hause. Unterwegs holten wir Phil vom Kindergarten ab, „Opa!“ johlte er begeistert, und nahm direkt Fos Hand, „Und wir sind Luft?“ wandte Steffen ein. „Ach Papa, euch sehe ich doch immer, aber Opa nicht“, quietschte unser Sohn. Phil war dazu übergegangen, sowohl Steffen als auch Nils Papa zu nennen, was manchmal zu einigen Verwirrungen führte. Mich amüsierte diese Tatsache immer wieder.
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