Nichts ist wie es scheint!

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Hao Asakura OC (Own Character)
13.03.2016
30.08.2017
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„Wow, schau dir das Internat an, Melia“, drang die Stimme meiner Stiefmutter zu mir durch. Genervt und gelangweilt schaute ich aus dem Autofenster und erblickte ein riesiges Gebäude vor meinen Augen.

Aber wie unhöflich von mir, ich sollte mich besser vorstellen. Mein Name lautet Melia Fairy, ich bin 14 Jahre alt, habe rot-oranges Haar und meerblaue Augen. Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, befand ich mich nun in meinem neuen Zuhause, da meine Stiefmutter Marianne umzog. Jedoch denke ich, dass dies nur eine Ausrede ist, mich für immer los zu werden. Warum ich aber eine Stiefmutter habe, fragt ihr euch? Ich werde es euch erklären. Dies ist nun schon 10 lange Jahre her:
Meine Eltern, meine große Schwester Isabella und ich waren am Strand, doch dann fing es an zu regnen. Wir vier wollten uns auf den Weg nach Hause machen, jedoch war die Straße nass und der Wagen kam ins Rutschen. Der Unfall ereignete sich blitzschnell, wobei ich wegen meines Schocks fast nichts mitbekam. Im Krankenhaus erwachte ich wieder und man sagte mir, dass meine Eltern gestorben sind. Meine Schwester war seit dem Tag an verschwunden und für tot erklärt. Jedoch spüre ich sie noch irgendwo. Tief in mir. Tja und nun komme ich an eine neue Schule und bekomm, als Sahnehäufchen, noch ein neues Zuhause. Wuhu…Achtung Sarkasmus.

Kaum kam das Auto zum Stehen, schmiss Marianne buchstäblich die Fahrertür auf und lief nach hinten zum Kofferraum. Genervt und desinteressiert stieg ich ebenfalls aus und schritt zu ihr nach hinten. Sie überreichte mir meinen Gitarrenkoffer und einen meiner drei blauen Koffer.
In einem befanden sich meine Hosen, Oberteile und ein paar Schuhe. Im zweiten befanden sich Kleider, Sportbekleidung und Badesachen und im dritten, den ich nun zog, ein Fotoalbum meiner Familie, Handtücher und mein Laptop.
Die anderen zwei nahm Marianne und schon ging‘s ab nach drinnen. Als wir durch das Tor schritten, kamen wir in einer relativ großen Vorraum an. Ein wenig neugierig schaute ich mich um. Mari stellte die zwei blauen Koffer ab und schritt schnell auf die Türe vor uns zu. Die schwarz Haarige klopfte vorsichtig an und schon ertönte ein ‚Herein‘. Marianne lächelte mich an und schritt dann in den dahinter liegenden Raum. Na super. Ich musste nun hier warten wie bestellen und nicht abgeholt. Um mir die Zeit ein wenig zu vertreiben blickte ich mich um und musterte meine neue Umgebung. Links neben mir führte eine breite Treppe in den ersten Stock, wo ein paar Schüler saßen und mich neugierig musterten. Desinteressiert ließ ich meinen Blick weiter gleiten. Links hinter mir entsprang ein weitere Gang an deren Wand ganz groß ‚Musik‘ geschrieben war. Ich lächelte ein wenig und ließ meinen Blick noch weiter schweifen. Alles in allem war es hier schon ganz hübsch und gemütlich. Doch bevor ich es überhaupt registrieren konnte, wurde ich von irgendjemanden umgerannt. Erschrocken schloss ich meine blauen Seelenspiegel und wartete auf den Aufprall, jedoch blieb dieser aus. Verwundert öffnete ich meine Augen und blickte sofort in die braunen eines anderen. Ich schaute vorsichtig an mir herab und erkannte, dass ich in den Armen eines Jungen lag. Behutsam richtete er mich wieder auf und sah mich entschuldigend an. Jedoch lief er dann sofort weiter. *Okay~*, dachte ich mir verwirrt und schaute ihm hinterher. „Wie es aussieht hat Hao noch eine Verehrerin dazu gewonnen.“, kicherte ein Schüler von oben herab. Wütend blickte ich nach oben und hätte sie mit meinen Augen töten können. Verlegen grinsend gewannen die zwei Meter und ich seufzte zufrieden auf. Plötzlich öffnete sich die Türe durch die Marianne verschwunden war und sie kam mit einer anderen Frau wieder heraus. Neugierig musterte ich sie. Sie hatte blondes glattes Haar, das über ihre Schultern fiel. Dazu trug sie eine ordentliche Kleidung. Blazer und einen geschmeidigen Rock, der ihr bis zu den Knien reichte. „Hallo, du musst Melia sein. Es freut mich dich kennen zu lernen. Mein Name ist Elisabeth Bräuning. Ich bin hier die Erzieherin und Leiterin des Internates.“, erklärte mir dir Fremde Frau und reichte mir ihre Hand die ich höfflicher weiße annahm. „Na dann. Ich muss nun los. Ich wünsche dir viel Glück und Spaß, Melia.“, sprach Mari, gab mir einen Kuss auf meine Haare und verschwand hinter mir aus der Türe. Ein wenig sehnlich sah ich ihr hinterher. Nun hatte ich keinen mehr, nun war ich ganz alleine. Ich schloss meine Augen und versuchte den Schmerz in meinem Herzen zu vertreibe. „Komm gehen wir auf dein Zimmer. Deine Zimmergenossin erwartet dich schon.“ Ich öffnete meine blauen Seelenspiegel wieder und wand mich wieder Frau Bräuning zu. Ich nickte, schnappte mir meinen Gitarrenkoffer und meinen blauen Reisekoffer. Die blond Haarige kümmerte sich um den Rest und zusammen machten wir uns auf zu meinem neuen Zimmer. Wir schritten die Treppe hinauf und wanderten durch die verschiedensten Gänge. Derweil schaute ich mich um und musterte alles und jeden. Wie es aussah gab es eigene abteile für Jungen und Mädchen…bin ich froh. „Da wären wir.“, sprach Frau Bräuning und blieb stehen. Hätte ich nicht schnell genug reagiert, wäre ich beinahe in sie hinein gelaufen. „Falls du etwas brauchst, kannst du gerne immer wieder zu mir kommen. Du weißt ja wo du mich findest.“, erklärte die Blonde und verschwand wieder. Ich seufzte, stellte meinen Reisekoffer ab und klopfte an die Türe, doch schon wurde sie aufgerissen und ein Mädchen trat daraus hervor. Sie musterte mich misstrauisch und kalt. Verwundert aber auch neugierig musterte ich sie ebenfalls. Sie besaß ebenfalls blonde Haare, jedoch waren die ein wenig kürzer. Ihre Augen waren sehr dunkel und überhaupt nicht zu deuten. Sie trug eine lange blaue perlen Kette mit einem roten Anhänger daran. Dazu das gleiche Armband und ein schwarzes Kleid. „Wer bist du?“, zischte sie mir entgegen. *Ist die mit dem falschen Fuß aufgestanden* „Ich bin Melia Fairy, deine neue Mitbewohnerin…denke ich.“, antwortete ich ihr selbstsicher. Schon erweichten sich die Glieder meines Gegenübers und sie lächelte mich sogar ein wenig an. „Ah ja, Frau Bräuning hatte mir erzählt, dass du heute kommst. Mein Name ist Anna Kyôyama.“, sagte sie mir und reichte mir ihre Hand, die ich auch diesmal annahm. Sie entnahm mir zwei meiner Koffer und schritt schon mal voraus in den Raum. Ich ging ihr, mit den restlichen Sachen nach und staunte nicht schlecht, als ich drinnen angekommen war.
Ich befand mich in einer kleinen Garderobe. Vor mir befanden sich zwei Betten jedoch war eins davon schon bezogen. Neben jeden befand sich ein kleiner Nachttisch mit jeweils einer Lampe. Ich ging ein wenig weiter. Rechts befanden sich zwei Schränkte an der Wand. Einer war zum Teil verziert, der gehörte wohl Anna. Links neben den Kästen entsprang eine Türe auf der ‚Bad‘ geschrieben stand. Am Boden war ein großer oranger Teppich ausgebreitet und die Wände waren auch in weiß-orange gehalten. Vor mir erstreckten sich zwei große Fenster, vor denen weiße Store hingen. Über den Betten befanden sich noch jeweils zwei Regale.
„Hübsch hier. Wirklich gemütlich.“, murmelte ich und musste ein wenig lächeln. „Das freut mich…tut mir leid, dass ich vorhin so harsch war. Ich dachte nur, dass du irgendein neues Mädchen von Haos Fanclub bist.“, meinte Anna als sie sich auf ihr Bett setzte. „Schon okay…wer ist Hao?“, fragte ich neugierig und stellte meine Koffer neben meinem neuen Bett ab. Ich zog meine Jacke aus und meine Schuhe, danach machte ich mich sofort auf meine Kleidung im weißen Schrank zu verfrachten. „Hao ist der Schülerschwarm und deshalb auch sehr beliebt. Aber er lässt sich diese Position, komischer weiße, nicht über den Kopf steigen. Er hat aber eine Freundin, ihr Name ist Anastasia und vor der musst du dich unbedingt fernhalten. Wenn sie herausbekommt, dass ein anderes Mädchen auf ihn steht, wird es ungemütlich. Das letzte Mal als sie sowas herausbekommen hatte, wurde das Mädchen wirklich von der Schule vergraut. So was Schlimmes wie damals passiert ist, ist natürlich nie wieder vorgekommen, da Anastasie bei allen gefürchtet ist. Hao hat auch einen Zwillingsbruder, sein Name ist Yoh und ist mein Freund.“ Ich lächelte sie an und kam dann wieder auf sie zu. „Okay, kapiert. Weißt du, mich hat vorhin ein Junge in der Eingangshalle umgerannt und dann haben zwei Schüler gesagt, dass ich nun eine neue Verehrerin sei.“, erläuterte ich Anna die verstehend nickte. „Wie sah er denn aus?“, fragte sie weiter und ich dachte scharf nach. „Also…er hatte lange braune Haare, ganz dunkle Augen, fast so wie deine, er trug eine schwarze Jeans und ein dunkelrotes Hemd, deren die zwei obersten Knöpfe offen waren und…“ „Das war Hao.“, schlussfolgerte die braune Äugige. Verwundert stoppte ich in meiner Erzählung. Mich hat an meinen ersten Tag DER Hao umgerannt? Okay~. „Was für ein Zufall.“, kicherte ich und zuckte mit den Schultern. Sie lächelte mich auch an. Dann stand ich auf und suchte meine Schlafkleidung heraus. „Macht’s dir was aus, wenn ich schon schlafen gehe?“, fragte ich an Anna gewandt und drehte mich dann zu ihr. „Nein, ich versteh es, dass du müde bist. Morgen werde ich dir auf jeden Fall alles zeigen.“, erklärte sie und ich nickte dankbar. Schon schritt ich in das Bad und zog mich dort um. Ich schaute in den Spiegel und betrachtete mich. Ich trug nun ein schwarzes T-Shirt was mir zu meinen Bauchnaben ging und eine kurze schwarze Boxershorts. Mit zufriedenen Lächeln schritt ich wieder hinaus ins Zimmer. „Du spielst Gitarre?“, fragte mich Anna neugierig und nickte zum Koffer. Ich lächelte und setzte mich auf mein neues Bett, das ich morgen richtig überziehen werde. „Ja, meine Schwester hatte es mir vor Jahren beigebracht. Diese hatte ich auch von meiner Familie bekommen.“, erklärte ich und nahm das Instrument aus seiner Hülle heraus. „Soll ich dir was vorspielen?“, fragte ich neugierig und Anna nickte. Ich lächelte, platzierte die Gitarre auf meinem Schoß und strich einmal über die Seiten. Wir in Trance begann ich zu spielen. https://www.youtube.com/watch?v=swJLWhxtv5Q . Als ich endete konnte ich Applaus vernehmen, doch nicht nur von Anna, was mich ein wenig irritierte. Verwirrt öffnete ich meine Augen und erkannte das Ebenbild, des Jungen gegen den ich heute gelaufen bin. Das war also Yoh. „Wow, das war total cool.“, sagte der braun Haarige völlig von den Socken. „Ja, das war wirklich gut. Sie könnte beim Talentwettbewerb mitmachen.“, stimmte ihm Anna zu. Sofort wurde ich ganz rot, wie eine überreife Tomate. „Melia, das ist mein Freund Yoh.“, sagte die Blonde und zeigte auf den Jungen neben ihr. „Freut mich.“, lächelte ich und er erwiderte es. „Na dann, lassen wir dich mal schlafen. Ich werde ein bisschen später vorbeischauen. Yoh und ich werden noch ein bisschen an die Schülerbar gehen. Schlaf gut.“, meinte Anna und stand mit dem braun Haarigen auf. Ich nickte und schon verschwanden die zwei aus dem Zimmer. *Wie es aussieht habe ich schon an meinen ersten Tag Freunde gefunden* Über diesen Gedanken musste ich wirklich grinsen, legte das Instrument zurück in die Tasche, kuschelte mich in das Bett und knipste das Licht aus. Doch ich richtete mein Blick noch kurz hinaus aus dem Fenster wo schon ein paar Sterne die Dunkelheit der Nacht überschienen. *Mama, Papa, Isabella, ich habe euch lieb.*, mit dem Gedanken und einem Lächeln auf meinen Lippen versank ich in das Land der Träume.
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