Paradies des Todes

GedichtSchmerz/Trost / P16
Hige Kiba Toboe Tsume
13.03.2016
13.03.2016
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13.03.2016 696
 
Hi Schneeflöckchen und Nordlichter,
Hier habe ich ein Gedicht, das mir beim durchblättern der Sparte Wolfs Rain einfach so aus den Fingern gesprudelt ist.
So mehr gibt es nicht zu sagen. :)
Viel Spaß beim lesen und haut rein ;)

LG Koseki <3


Schon lange hatte die Welt ihr Dasein  gefristet.
Unter vielen Qualen hatte sie leiden müssen.
Das Leben wich schleichend immer mehr den alles erfassenden Schwaden des Todes.
Der Zerfall breitete unaufhörlich seine Arme der Zerstörung aus.
Mit seiner Verwüstung lachte er den Menschen gehässig ins Gesicht.
Selbst die Adelsfamilien waren nicht verschont vor dem Ausmaß des Untergangs geblieben.
Diese unsichtbare Gefahr zog Kreise in einem unbeschreiblichem Radius.
Sie machte vor nichts halt, nicht einmal vor schützenden Mauern.

Die Blaublütigen fürchteten um ihre  prophezeite Erlösung.
Die Angst zerfraß ihre durchtriebenen und bereits blutbesudelten Seelen ohne einen einzigen Rest der Menschlichkeit zurück zu lassen.
Was blieb waren Habgier und der unaufhörliche Wunsch nach ihrem nur für sie erschaffenen Paradies.
Ihr ach so holdes Antlitz verschleierte ihr vermoderndes Innenleben, übertünchte sogar den Gestank des Todes der sie umgab.
Um ihr Ziel, in eine neue Welt empor zu steigen, schnellst möglich in greifbare Nähe rücken zu lassen schufen sie einen Feind.

Wölfe.
Die Adligen brauchten das Blut dieser mystischen Wesen.
Den Schlüssel für eine zweite Chance.

Ihre Lügen schürten die Angst, Wut und den Hass der unteren Schichten bis zur Entladung ihrer Gefühle.
Durchschnittliche Bürger wurden zu Marionetten der intriganten blaublütigen Monster.
Eine Hetzjagd begann und das Blut dieser unschuldigen Geschöpfe floss in Strömen.
Benetzte beinahe jedes Fleckchen Erde, auf dem die leichtgläubigen Anhänger der Reichen wandelten.
Die Umstände wurden immer unerträglicher.
Diejenigen die nicht zur Schachfigur der Drahtzieher wurden, fürchteten sich vor der Außenwelt.
Der Glaube in die Worte dieser Obrigkeiten bestand.
Jedoch waren sie nicht gewillt Gewalt anzuwenden, wie es die meisten taten.
Die Ängstlichen suchten Geborgenheit in den angepriesenen Kuppeln.
Doch auch wenn sie Schutz vor Kälte und dem Hungertod boten, so hielten diese den Krieg der vor den Toren tobte nicht auf. Jedoch der Glaube an Sicherheit verschleierte die Tatsachen.
Benebelte wahrlich ihren Verstand und verzerrte die Realität vor Augen.
Die Erdbewohner waren blind für die Wahrheit geworden.
Und da sie das nahe Ende ihres Seins nicht vor dich sahen, waren sie leichtgläubig und naiv.
Sie erkannten nicht einmal den vermeintlichen Feind in ihren eigenen Reihen.

Dies hatten sich die Kinder des Mondes zu Nutze gemacht.
Um ihr Überleben zu sicher, überlisteten die übrig gebliebenen Isegrims die Bevölkerung mit ihrer menschlichen Maske.
In ihrem Tun und Handeln waren sie ihnen gleich geworden.

Und so geschah es nach langer Zeit, das ein vorherbestimmter Bote des Mondes entsannt wurde.
Er sollte eine Reise des Friedens und der Reinkarnation antreten.
Auf seinem Weg gesellten sich drei gleichgesinnte Geschöpfe zu ihm.
Sie bestanden so vieles und ertrugen die Hetzerei.
Doch alles brachte sie nicht Näher an ihr Ziel.
Sie hatten in ihrer bisherigen Konstellation nicht viel was sie dem Bösen der Adligen entgegen setzen konnten.
Es fehlte ein Teil, der das Puzzle vervollständige würde.
Ein Schlüssel, der das Tor zum Neuanfang öffnen konnte.

Dieses fehlende Zahnrad im Getriebe dieser Prophezeiung war ein Wesen.
Weder Mensch noch Tier.
Es war eine Jungfrau, erschaffen aus einer Blume.
So rein und betörend in ihrem Duft.
Eine Blume fast so schön und anmutig wie der Mond selbst.
Gezüchtet einzig und allein um der vorbestimmten Reise ein Ziel zu geben.
Sie würden den Weg in die richtige Richtung geben.
Und am Ende dieses Pfades die Tore öffnen.

Sind wir nicht alle irgendwo tief in uns drinnen Mondkinder, die sich nach einem Neuanfang sehnen und sich eine bessere Welt wünschen?
Und stellen wir uns nicht auch oft Fragen wie:
Ist das was uns nach unserem Ableben erwartet, wirklich so wunderschön und hell oder liegt die Wahrheit hierbei in dem Herz des Jeweiligen?
Kann es vielleicht auch sein, das des Seinen eigene Fantasie nach dem Tod zum Paradies wird und wir in einem Leben danach das vorfinden, was wir uns immer gewünscht hatten?
Dafür gibt es leider keine eindeutigen Antworten.
Am Ende des Pfades der sich Leben nennt, wird jeder für sich selbst ergründen können, was sich hinter dem Tor des Ablebens verbirgt
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