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The splintered truth

von Maxxdawn
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16 / Gen
12.03.2016
07.12.2022
173
537.249
4
Alle Kapitel
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24.11.2022 2.556
 
[Illan]

‚Immer diese störrischen jungen von der Gilde. Sie halten sich nie an das, was von denen gefordert wird. Immer müssen sie oppositionell drauf sein und sich dem widersetzen oder es als Mutprobe sehen. Nervig! Es kommt der Tag an dem ich da sein werde!‘ Bei diesen Worten erinnerte sich Illan an eine ganz bestimmte Szene aus der Vergangenheit. Ein Ereignis, das beinahe eine blutige Bürgerrevolte ausgelöst hätte. Ein Glück war Mr. S an dem Tag nicht auf der Insel gewesen. Illan versuchte diesen schrecklichen Tag zu verdrängen. Vor allem tat ihm der meist leidtragende von diesem Tag leid, Rick.

Bisher hatte Illan möglichst Tag und Nacht die Grenze vor zu neugierigen Personen freigehalten. Aufmerksam und schnell hatte er diese Person abgefangen und sie verjagt. Ab und zu musste er leider gewalttätig werden. Hatte ein anderer Mitarbeiter von Mr. S Schicht, dann konnte Illan nichts mehr für die Opfer tun. Grombar war noch der ‚menschlichste‘ und er erkannte, dass ihm die Opfer lebendig mehr nutzten, sodass er diesen seine ‚Droge‘ verkaufen konnte.

Illans gutherzige Taten riefen Missgunst bei den anderen Mitarbeitern aus – wenn sie davon mitbekamen und Mr. S schien dies wohl auch zu tolerieren. Illan konnte sich nicht vorstellen, dass dieser Mann dies nicht mitbekam. Doch wusste Illan genau, dass Mr. S eines Tages dies mehr dulden würde. Genau vor diesem Tag hatte Illan Angst. Mr. S war ein unvorhersehbarer mächtiger Mann.

‚Verflucht und immer wieder Chaos wegen solchen Kleinigkeiten. Wieso kann das nicht einfach aufhören. Wieso können die nicht einfach die Regeln einhalten!‘ Das Ergebnis von solchem Leichtsinn trug er in den Händen. Der Jungen von der Gilde ging es schlecht. Illan hatte keine medizinischen Kenntnisse, aber diese Wunde sah nicht gut aus. Das Blut verteilte sich schon auf seine Kleidung.

‚Und sein Blut lockt nur die anderen an.‘

Illan empfand es schon als ironisch, wie es keiner offen aussprechen wollte. Er war sich sicher, dass die meisten inzwischen wissen sollten, wer bzw. was auf dieser Insel lebte. Entweder waren die Bewohner von Orange alle Idioten oder sie wollten es nicht kapieren, was auf ihrer Insel passierte. Wie viele Jahre lebte die Insel schon mit ihrem Schicksal?

‚Dabei hätte Rick beinahe alles geändert. Ahnungsloser Trottel.‘ Während Illan den schwer verletzten Rick durch den Wald trug, überlegte er ob die anderen am verlassenden Hauptquartier sicher waren.

‚Johann wird keine Bedrohung mehr sein… Grombar ist nicht hier. Ich schätze, sie werden vorerst sicher sein, insofern sie sich beeilen und sich schnell in Richtung Orange bewegen.‘ Aber Johann hatte er ursprünglich auch nicht erwartet, dass dieser von seiner Ostroute abwich und hier auftauchte.

‚Sicher kann ich mir nicht sein.‘ Grombar könnte auch von seinen Deals früher zurückkehren und die Jugendlichen zufällig erwischen.

‚Verflucht! Daran darf ich gar nicht denken.‘ Er musste sich beeilen und Rick rechtzeitig in das Krankenhaus der Stadt bringen.

Illan näherte sich den ersten Gebäuden von Orange. Die kalte nebelige Atmosphäre im Wald legte sich und wich der trockenen Kälte der kleineren Stadt in der Nacht. Illan nahm einen Umweg, um nicht am Gildenhauptquartier vorbeizulaufen, auch wenn dieses auf dem Weg zum örtlichen Krankenhaus direkt im Weg lag. Eine unerwünschte Konfrontation mit Linda würde nur Fragen aufwerfen und ihn wahrscheinlich verlangsamen. Schneller war für ihn der Umweg.

Illan betrat die Stadt über den nordöstlichsten Eingang. Das Krankenhaus befand sich südwestlich der Stadtmitte auf der Weststraße.

Auf den Straßen war bis auf ein paar Ausnahmen und der Nachtwache keiner unterwegs. Die einzelnen Polizisten, die ab und zu durch die Straße liefen, um illegalen Aktivitäten nachzugehen – wobei heute mehr unterwegs waren wie sonst - waren auch nicht besonders aufmerksam. Illan konnte an den ersten vorbeihuschen, bevor diese überhaupt etwas realisierten. Die Polizisten würden ihre Aufmerksamkeit, aber mit Sicherheit auf etwas anderes richten. Es gab eine Sache in Orange, die jedem das Weite suchen ließ, wenn sie auftauchte. Der Schatten oder auch der Fluch von Orange genannt.

Die ersten Anzeichen des Auftauchens des Schattens war eine kälter werdende Atmosphäre. Das zweite Anzeichen war ein Schwinden der Wahrnehmung. Ältere Männer würden dies als Trunkenheit abstempeln. Das dritte Anzeichen war ein Geflüster. Eine schreckliche ältere Stimme flüsterte dem Opfer zu, dass es schuld sei und dafür büßen müsste. Das vierte Anzeichen, bevor der Schatten einen heimsuchte, waren immer stärker werdende Kopfschmerzen.

Kannte jemand diese Anzeichen, dann konnte derjenige rechtzeitig das Weite suchen. Denn der Schatten versuchte sonst von jemanden Besitz zu ergreifen und diesen mit Albträumen zu quälen. Dies konnte zur Dehydrierung und dann zum Tod führen, aber weil das Opfer in der Regel anfängt laut zu schreien, konnte es gerettet werden. Eine größere Menge an Personen, sowie Licht- und Wärmequellen verjagten schnell den Schatten. Die örtliche Presse hatte die Kreatur diesen Namen gegeben. ‚Der Schatten‘.Illan kannte die tragische Hintergrundgeschichte dieser Kreatur und warum es womöglich deswegen die Stadt terrorisierte. Der Grund war ein Ereignis von vor über 20 Jahren.

Eine alleinerziehende Frau lebte mit ihrer Tochter etwas abseits in dieser Stadt. Damals war Orange nicht so stark ausgebaut wie heute. Der Tourismus nahm erst in den letzten Jahren stark zu – auch unter anderem wegen dem Fluch. Die alleinerziehende Frau war damals sehr abweisend und sehr unfreundlich gegenüber den anderen Bewohnern gewesen. Viele Leute betitelten die alte Dame als eine schwierige Persönlichkeit. Niemand wollte mit ihr etwas zu tun haben. Ihre Tochter hingegen war freundlich und deswegen beliebter, aber auch sie hielt sich zurück. Sie lebte hauptsächlich bei ihrer Mutter und pflegte diese.

Als eines Abends ihr Wohnhaus überfallen wurde und Einbrecher die Tochter dabei schwer verletzten, stürmte die alte Frau in die Stadt und sie schrie um Hilfe. Angeblich soll ihr dann keiner zur Hilfe geeilt sein und als die Polizei eintraf, war ihre Tochter tot. Es gab Kampfspuren im Haus und es wurden Fenster eingeworfen. Die wenigen Wertgegenstände der armen Familie fehlten und die Tochter war mit mehreren Messerstichen im Wohnzimmer niedergestochen worden. Die Einbrecher wurden nie geschnappt und der Fall wurde wenige Jahre später eingestellt. Die alte Frau verfiel daraufhin dem Wahnsinn. Immer wieder soll sie nachts auf den Marktplatz aufgetaucht sein und sie beschuldigte alle Bewohner der Mitschuld. Sie beschuldigte, dass die gesamte Stadt alles geplant hatte. Dass die Stadt wollte, dass sie so sehr litt.

Eines Winters starb die alte Frau an einer Grippe, seitdem tauchte die Kreatur – der Schatten – nachts in der Stadt auf. Tagsüber oder in Häuser tauchte er nicht auf, zudem ließ er sich mit Licht oder Wärme vertreiben. Am meisten tauchte diese Kreatur auf dem Friedhof von Orange auf.

Der Bürgermeister hatte schon vieles probiert um diese Kreatur loszuwerden. Es gab schon ein paar Geistliche, die versucht hatten die Kreatur zu exorzieren. In der Regel schien so etwas zu klappen, aber nicht in Orange. Der Fluch ließ sich nicht brechen. Die berühmten und erfolgreichen Geistlichen der Welt kamen nicht hierher, dafür war der Fall für sie zu medienungeeignet. Mehr als ein paar Schlagzeilen ließen sich nicht herausholen. Für die Medien gab es nicht einmal Todesfälle oder schwere traumatisierte Menschen, die sie auf den Titelbildern zeigen konnten. Diese kommentierte ein hochangesehener Exorzist in einem Interview, als er von einem Journalisten darauf angesprochen wurde. Tagelang stand dies hier in der örtlichen Zeitung. Der Bürgermeister hatte sich seitdem zur Aufgabe gemacht den Schatten bis zu seiner nächsten Amtsperiode zu vertreiben, aber bisher war er daran gescheitert.

‚Er versucht den Ruf der Insel zu retten, der schon längst verloren ist.‘

Illan näherte sich der Hauptstraße, auf der sich die meisten nachtaktiven Personen befanden. Vorzugsweise würde er diese heute umgehen. Dafür boten sich kleinere Seitengassen an.

‚Ich schätze durch den Schleierweg im Norden, kann ich…‘

„Argghhh, hurfff.“ Rick hustete, während er sich stärker werdend krümmte. Illan hatte Schwierigkeiten ihn still zu halten. Ein Lichtschein traf Illan plötzlich mitten ins Gesicht, sodass dieser sofort nach links wich und in eine kleine Seitenstraße verschwand. Männliche Rufe erschallten hinter ihm. Als Illan sich sicher war, dass er seinen neuen Verfolger abgeschüttelt hatte, bewegte sich Illan in weiteren Gassen fort. Kurz vor dem Ende seines Umwegs der Hauptstraße, fühlte er eine unangenehme Kälte auf seiner Haut. Kurz erstarrt horchte der junge Mann auf.

<Krrchhhhhh>

Er hörte es hinter sich krachen, als würde eine dünne Eisschicht brechen. Die Fensterscheiben, an denen er vorbeigelaufen war, froren langsam zu. Ein Stechen in seinem Kopf begann und Illan war der Meinung ein Flüstern zu hören.

„Schuld… schuld… schuld… schuld… schuld.“

<Krrrrchhhhhhh> Wieder war brechendes Eis zu hören, zudem vernahm er ein leises Schleifen hinter sich. Das leise mulmendes Stöhnen hinter sich wurde lauter.

‚Dieses verfluchte Ding.‘ Illan stürmte plötzlich vor und er sah nicht zurück. Er verließ die Gasse vorwärts in Richtung Straße.

„Huch?! Hey! Was machst du da?“ Hörte Illan sofort rufen. Neben ihm stand wieder ein Polizist, der ihn mit geweiteten Augen anstarrte. Wild fuchtelte er mit seiner Taschenlampe herum.

„Herr Polizist, da kommt gleich der Schatten raus.“ Illan deute auf die Gasse hinter sich, ohne hineinzusehen.

„Äh… was?“ Erschrocken blickte der Polizist in die Gasse aus dem Illan kam.

„Was… Schatten? Wo… ich sehe nicht…?“ Illan nutzte diese Unachtsamkeit aus und er stürmte erneut vor. Auch diesem Gesetzeshüter entkam er mit Leichtigkeit, weil Illan die Ecken und Winkel dieser Stadt gut kannte.

‚Wieso sind heute Nacht eigentlich so viele aktiv? Vielleicht wegen den Jugendlichen?‘

Erleichtert eilte Illan zur Zielstraße, die sich vor ihm auftat. Der übrige Abschnitt zum Krankenhaus dauerte nur noch zehn Minuten. Das Krankenhaus in Orange war versteckt zwischen den Ziegelgebäuden, die präsent auf beiden Straßenseiten verteilt waren. Das Krankenhaus war zwar das größte Gebäude der westlichen Straße von Orange, aber es hatte keine besonderen Baueinheiten, die es besonders hervorstachen lassen würde. Bis auf das deutliche Schild über dem Eingang, deutete nichts auf ein Krankenhaus hin.

Die gläserne Doppeltür schob sich vor Illan automatisiert auf und die junge Dame hinter dem Schalter schaute ihn überrascht an. Sie schreckte von ihrem Arbeitsplatz zurück. Reflexartig schnellte ihre Hand vor und sie tippte auf etwas.

„Oh... also…“ Die junge Dame zog ein Mikrophon vom Tisch zu sich, das mit etwas verbunden war:

„S-5, Einsatz im Eingangsbereich, schwer verletzte Junge, bitte kommen!“ Die Dame drehte sich um. Sie öffnete einen gläsernen Schrank. Sie zog einen orangefarbenen Koffer mit einem grünen Plus darauf hervor. Sie eilte zu Illan. Die Dame stellte den kleinen Koffer vor sich ab, dann zog sie eine fahrbare ein Meter hohe Liege aus einem Nachbarraum herbei. Mit einer deutlichen Handbewegung verwies sie auf die Liege.

„Rick Nerafal, Verletzt durch einen Angriff. Wahrscheinlich eine Schusswunde.“ Illan legte Rick auf diese Liege ab. Die junge Dame sah zu nächst Illans blutige Hände und dann seine blutverschmierte Kleidung an, dann widmete sie sich wieder dem Jungen.

„Rick? Was zum… was ist passiert? Was ist passiert? Wer hat ihn angegriffen? Weiß Linda schon Bescheid?“ Illan schwieg jedoch.

Aus dem hinteren Teil des Gebäudes stürmten drei Leute herbei. Ein großer schlanker Mann in weißer Arztuniform und deutlich mit aufgedruckten Namen auf seiner Brust ‚Chefarzt Dr. Drogan‘. Dieser schob die junge Dame leicht zur Seite. Mit schnellen gezielten Bewegungen schien er seine Untersuchungen zu beginnen, dabei sprach er in einem für Illan zum Teil schwer nachvollziehenden Vokabular zu seinen beiden Begleitern. Seine Begleiter waren völlig in grüner Stoffkleidung eingehüllt und sie mussten nach Illans Verständnis Pfleger des Krankenhauses sein. Schnell und prägnant gab der Chefarzt seine Anweisungen, während die anderen ihm kurze knappe Antworten entgegneten.

Umso länger Illan ihn betrachtete, um so seltsamer wurde sein Gefühl.

‚Ich habe den hier noch nie gesehen. Wer ist das? Ein neuer Chefarzt? Und er… sieht jung aus.‘

Durch Illans Alter kannte er fast jedes wichtige Gesicht in der Stadt, aber dieser relativ junge Mann mit ernstem Gesichtsausdruck und auffälliger ausdrucksstarker Haltung kannte er nicht. Illan gab zu, dass er nur noch selten hier war, daher tat er diesen Gedanken mit einem Schulterzucken ab. Illan drehte sich um und er wollte gehen, da umfasste ihn eine kräftige Hand an der linken Schulter, die daraufhin sofort ihren Druck nachließ:

„Schauen Sie mich noch einmal an.“

‚Was…?‘ Plötzlich kribbelte Illans Körper und er wurde nervös. Es fühlte sich plötzlich an, als würde ihn jemand bei irgendetwas entlarven wollen und damit Recht haben. Illan sah dem Chefarzt ungewollt in die Augen, bevor er sich genervt abwandte.

„Frau Redig, hat der junge Mann Verletzungen an seinem Hals?“

Das Kribbeln in Illans Körper wurde stärker und seine Fluchtinstinkte wurden geweckt.

„Nein, Dr. Drogan. Ausschließlich leichte Kampfspuren an Händen, Beinen und Unterkörper. Zusätzlich zur Wunde am Becken.“

„Gut, dann weiter. Operationssaal B. Blutgruppe feststellen und Angehörige kontaktieren. Ich komm gleich nach, ich muss noch was überprüfen.“ Das war für Illan das Zeichen zu verschwinden. Schnell verließ er das Krankenhaus. Immer schneller werdend rannte er zurück zu seinem derzeitigen einzigen Heimatort, Mr. S Villa.

‚Verflucht… was war das für ein Typ?‘ Aus irgendwelchen Gründen sagte ihm sein Instinkt, dass dieser Typ noch gefährlich wird. Illan eilte nun die Hauptstraße entlang. Ohne Ballast konnte er problemlos zur Höchstgeschwindigkeit ansetzen. Die ahnungslosen Polizisten, die ihn wahrscheinlich wegen seiner blutigen Kleidung angafften, ließ er schnell hinter sich.

„Hey warte mal, ich habe eine Frage an dich.“ Eine Gestalt stellte sich plötzlich Illan in den Weg und auch wenn Illan ihm auswich, packte er ihm am Arm. Jeder normale Bewohner – mit Ausnahme Linda – hätte Illan umgeworfen, aber diese Gestalt hielt ihn fest und brach ihm damit fast den Arm. Illan hielt sich zurück seine Krallen nicht zu zeigen. Der plötzlich Impakt, den ihn durchfuhr, als er aus dem Sprint plötzlich angehalten wurde, machte Illan zornig.

„Verflucht! Was willst du?!“

Wieder erschauderte Illan, denn der Blick des jungen Mannes war ähnlich dem des Chefarztes. Nur schaute dieser freundlicher. Sein Schmunzeln wirkte natürlich. Der Fremde war groß, aber nicht besonders breit gebaut. Nicht destotrotz erkannte Illan den gut durchtrainierten Körper. Dieser Mann musste in seiner Freizeit Marathons laufen, zudem machte Illan die pure Stärke des Fremden Angst. Der Handgriff des Fremden begann zu schmerzen.

„Ein neugieriger junger Mann, der wirklich nur kurz stören möchte, wenn dies keine Umstände macht?“ Das Schmunzeln des Fremden blieb.

„Doch macht es.“ Illan versuchte sich fortzureißen.

„Du hast den Jungen aber nicht so zugerichtet gehabt?“ Die Aura des Fremden begann bedrohlicher zu wirken.

‚Verflucht, wer ist das?‘

„Nein verdammt!“ Der Griff des Fremden wurde nicht lockerer.

„Dann mal anders gefragt, war es eine Person von der Gilde… - Ranger Guild – glaube ich.“

Illan schaute den Fremden überrascht an.

‚Was zum…? Wieso sollte er das denken? Was ist seine Absicht?‘

„Nein.“ Illan versuchte sich ein weiteres Mal fortzureißen. Dieses Mal ließ der junge Mann tatsächlich los.

„Ich äußere mich nicht zur Gilde.“

„Ich sehe… nun… ich bin auf der Suche nach einer Person namens Linda Westallya. Wissen Sie, wo sie sich im Moment aufhält?“

„Nein.“ Genervt wandte sich Illan ab und er stürmte wieder los.

Als Illan den Wald erreicht hatte, bemerkte er, dass sein linker Arm anfing zu schmerzen. Er zog seinen Jackenärmel hoch. Ein blauer Fleck hatte sich an der Stelle gebildet, an dem ihm der Fremde gepackt hatte.

‚Sind, dass die Leute vor denen Mr. S geredet hatte? Haben Sie jetzt angefangen Leute hierher zu schicken?‘ Im ersten Moment war der junge Mann gestresst, aber umso länger er darüber nachdachte, umso mehr musste er unweigerlich schmunzeln.

‚Das war auch nur eine Frage der Zeit, wann sie auf ihn aufmerksam werden. Hoffentlich wissen die, mit wem sie sich anlegen.‘ Ein wenig erleichtert blickte Illan voraus in die Dunkelheit des Waldes.
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