☾ ♋Perfect Two♋☽

von Mikary
KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Karkat Vantas OC (Own Character)
12.03.2016
12.03.2016
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Zierliche Hände waren versteckt von schwarzem Seidenstoff, der
sich wie eine zweite Haut um die die richtige schmiegte. Der kalte
Novemberwind ließ die weißen Strähnen wie einen Schneesturm
um die rosigen Wangen tanzen, einige von ihnen hatten sich
zwischen den rosigen Lippen verfangen, wurden jedoch durch
zartgliedrige Finger wieder entfernt.
Yuna Yoshida war kein natürlicher Mensch, ihr Aussehen war
alles andere als normal. Während ihr rechtes Auge die
Farbe Lichtblau trug, leuchtete das Linke in Blutrot.
Beide bildeten sowohl einen Kontrast zu der hellen Haut und
den schneeweißen Haaren die Yuna nur kurz vor den Hüften
endeten und glatt über Schulterblätter und Rücken fielen.

Auch der Mantel samt Pullover spendete nicht mehr allzu viel Wärme
gegen den langsam immer stärker werdenden Wind.
vielleicht sollte ich so langsam doch reingehen!
fröstelnd klappte Yuna ihr Buch zusammen, klemmte vorher ein Lesezeichen
zwischen zwei Seiten. Ein Weißes mit rosafarbenen Schneeflocken.
Die junge Yoshida ließ ihren Blick über den kleinen Balkon schweifen,
dessen Ecken normalerweise mit Christrosen und Calla geschmückt waren.
Plötzlich sprang ihr etwas von hinten in den Rücken, ließ Yuna zwei
Schritte nach vorne taumeln. "Aah! Kagemaru! Mensch was machst du
den wieder?" Liebevoll kraulte sie dem jungen Hund hinter den Ohren.
Welcher ihr dafür einmal quer über das Gesicht leckte.

"Iih... ich hab dich ja auch lieb aber das sollst du doch nicht machen!"
Obwohl sie versuchte streng zu wirken, wedelte Kagemaru weiterhin
aufgeregt mit dem Schwanz, schmiegte den Kopf an seine Besitzerin.
Yuna wohnte erst seit zweit Monaten alleine in der kleinen Wohnung, da
war sie froh wenigstens ihren treuen Gefährten stets an ihrer Seite zu
wissen. Und solch treue Gefährten hatten sich ihrer Meinung nach auch
ein leckeres Abendessen verdient. Schwungvoll erhob Yuna sich vom Boden
und folgte ihrem Hund durch die Glastür, zog hinter sich den beigefarbenen Vorhang
zu. Ihre Füße trugen die Weißhaarige durch das Wohnzimmer, vorbei an
einer hellen Couch und einem schwarzen Beistelltisch vor dieser, hinein in
die mit dunklen Holzmöbeln geschmückte Küche.

Während der Hund sich über sein Fressen hermachte, schlüpfte die
Yoshida in ihre bequeme Schlafhose und das weiße Ärmellose Top.
In ihren Hoodie gekuschelt tippelte sie zurück ins Wohnzimmer, wo
Kagemaru schon auf der Couch auf sie wartete. "Du glaubst wohl,
du kannst dir alles erlauben, jetzt, wo wir allein sind, nicht wahr?"
Yuna legte eine Hand auf seinen Kopf und schaltete den Fernseher an.
Während die Nachrichten von einer Vollbusigen Schönheit in das
Mikrofon gesprochen wurden, scrollte die Weißhaarige durch die
Nachrichten auf ihrem Handy. Die meisten waren von ihrer
Schwester Hiromi. Schnell tippe Yuna eine kurze Antwort zurück und
widmetet sich dann dem Rest der Nachrichten.

Die Unfreundlichen löschte sie meist ohne sie wirklich
zu lesen, früher einmal hätten sie die Weißhaarige
verletzt und verunsichert. Doch sie hatte gelernt damit
umzugehen, ihrer Meinung nach waren diese Worte nichts
als stumme Schreie nach Aufmerksamkeit und eben diese
wollte die Yoshida nicht dafür verschwenden. Den Kopf
schüttelnd löschte sie auch die letzte Nachricht und
widmete sich wieder ihrem Gefährten. Mit der Teetasse in
der einen und der anderen Hand auf seinem Kopf folgte sie
den Geschehnissen in irgendeinem Spielfilm. Ihrer Meinung nach
handelten die Charaktere viel zu überzogen und so dauerte es nicht
lange, bis sie den Fernseher ausschaltete und erneut ihr Buch zur Hand
nahm.

Vorsichtig hielt sie das Buch in den Händen und achtete dabei
darauf auch ja keine der Seiten zu knicken. Das Buch bedeutete ihr viel,
sie hatte es beinahe genau so lange wie die Kette um ihren Hals.
Eine Bergkristall Kette in Form eines Halbmondes, Yuna hatte sie
damals von ihrer Mutter bekommen. Sie und das Buch, welches
sie durch ihre Schwester erhalten hatte, waren zwei sehr wichtige
Stücke aus ihrer Vergangenheit. Allein bei dem Gedanken daran
einen der Gegenstände zu verlieren wurde ihr ganz mulmig zumute.
"Ich werde immer gut auf sie aufpassen..."murmelte sie leise zu sich
selbst, bevor sie sich wieder den Seiten widmete. Grade war sie bei
einer ihrer Lieblingsstellen angekommen, der Kampf zwischen
dem Wüsten Prinz und seiner Schwester aus dem Schneereich.

Damals, als ihre Schwester ihr das Buch noch vorlesen musste, hatte
sie sich gerne selbst mit der tapferen Kriegerin verglichen.
Sie schloss die Augen, driftete in eine kleine Traumwelt ab.
In dieser Welt war sie selbst Verna und Hiromi verkörperte ihre
Magd und zugleich beste Freundin Ruby. Mit einem sanften Lächeln
drückte sie den Alten Einband an ihre Brust und legte das Buch dann auf
die Seite. Morgen würde sie dann weiter lesen. Ohne etwas dagegen tun
zu können, versankt sie langsam in die aufregende Welt der Träume.
Kagemaru hatte seinen Kopf auf ihren gelegt, eine der Pfoten ruhte
zwischen ihren Brüsten. Mit der Zeit wurde ihr Schlaf unruhiger konnte
jedoch schnell wieder durch ihren Hund beruhigt werden und so
konnte sie sich in den letzten Stunden noch entspannen.

Als sie Stunden später die Augen wieder aufschlug fiel ihr Blick auf
die weiße Decke über ihr, glitt von dort aus auf den Fernseher. Gähnend
drückte sie den roten Knopf auf der Fernbedienung und lauschte für ein paar
Minuten einfach den sanften Klängen der Musik. "Urgh ist ja gut mein Süßer
ich mach dir ja schon den Fressen!" Lächelnd quälte sie sich von der Couch
und schlurfte in Richtung Küche wo sie Kagemaru Futter und Wasser Napf füllte
und sich selbst ein Brot schmierte.
Hum... den habe ich mir verdient!
Sie schnappte sich den hübsch dekorierten Cupcake vom Regal und stellte ihn
neben die Brotscheibe auf den Teller.
Teller und Saftglas balancierend ging Yuna zurück in das Wohnzimmer, die
Sachen abgestellt holte sie ihren Laptop und drückte den Startknopf.

Als erstes checkte sie ihre Mails, dann waren die neusten Bilder auf
einer ihrer liebsten Seiten dran. Beim durchsehen durchlief sie
von Schmunzeln bis zu wütend sein alle möglichen Reaktionen. Sogar ein
lautes Quietschen kam der Weißhaarigen über die Lippen als sie ein
besonders niedliches Bild entdeckte.
"KK!" KK besser bekannt als Karkat Vantas war schon immer Yunas
Liebster Troll aus dem Webcomic Homestuck gewesen. Zu gerne las
sie Geschichten über den temeperamentvollen Troll, stellte sich vor
wie es wäre wenigstens einen Tag mit dem Troll zu verbringen.
Ob er mich mögen könnte? Bestimmt...
Auf dem Bild war Karkat zusammen mit Nepeta dem Löwentroll und
seinem Moirail Gamzee zu sehen. "Es muss wunderbar sein einen Moirail zu
haben, eine solche starke Bindung wie auch wir sie hatten..." Sie griff
ohne es zu merken an die Narbe an ihrem Oberarm. "Mama..."
Eine einzelne Träne lief aus ihren Lichtblauen Auge über ihre Wange bis sie
an ihrer Lippen stehen blieb, ihren salzigen Geschmack ausbreitete.

Meist schaffte sie es ihr Lächeln und Freude zu behalten, doch ab und zu
gelang es ihr einfach nicht mehr. Meist waren es nur kleine Reaktionen die
den meisten Augen entgehen würden. Selten kam es vor das Yuna eine stärkere
Reaktion zeigen konnte, was nicht bedeutete das die Erinnerungen Schmerzten.

Manchmal wenn sie an einem besonders schlechten Tag einschlief, träumte
sie noch von diesem Tag...der Tag der ihr Leben veränderte.
Sie wusste in ihrem Inneren das das sie keine Schuld an dem Unfall traf
und dennoch machte sie sich oft Vorwürfe das sie ihrer Mutter damals nicht helfen
konnte. "Mama würde das nicht wollen!" Wütend wischte sie die aufkommenden
Tränen aus ihren Augen.
Kagemaru hatte offensichtlich sein essen bereist beendet den er trottete
mit hoch erhobenem Schwanz auf Yuna zu, setzte sich erwartungsvoll vor
Yuna auf den dunklen Holzboden. Diese beeilte sich ihr Frühstück um ihrem
Hund möglichst schnell die Leine anlegen und ihn Gassi führen zu können.


"Na komm Süßer!" Kichernd zog sie den Hund hinter sich her als dieser
fasziniert eine Biene beobachtete und ausgelassen nach dieser
schnappte. "Arme Biene..." Einen Kopfhörer im linken Ohr lauschte
sie der Musik und hörte mit dem anderen Ohr nach Kagemaru der nun einfach
wie von der Tarantel gestochen an Yuna vorbei raste und diese somit
zum stolpern brachte. "Stop!!" Es fiel ihr nicht leicht so streng zu ihm
zu sein, doch genau dies war in solchen Fällen vor allem bei einem wilden
Hund wie ihrem wichtig.
Zwar war Kagemaru meist ein wirklich lieber Hund dennoch war er noch
jung und konnte schnell übertreiben. Doch egal wie oft Yuna sich
bereits bei einem wilden Spiel oder einer seiner Verrückheiten
die Knie aufgeschlagen hatte, nichts könnte ihre Liebe zu dem Akita
Inu auch nur im Ansatz mildern.
was würde ich nur ohne dich machen?
"...Vermutlich wäre ich ein ganz anderer Mensch ohne dich mein
Kleiner..." Ihr sanftes Lächeln wurde mit einem Stupsen gegen ihr Knie
erwidert. Yuna sah auf den Stock in seinem Maul und musste sich ein
Lachen verkneifen, der Stock war viel zu groß für ihn.
"Ach? Erst reißt du mich fast um und jetzt willst du spielen?!" Tadelnd
wackelte Yuna mit dem Finger.
Was wie erwartete zur Folge hatte das Kagermaru den Kopf schief legte und
mit der Pfote gegen ihren rechten Fuß stupste.
"Na gib schon her," schmunzelnd warf sie den Stock soweit weg wie sie nur
konnte.
Noch eine ganze Weile verbrachte sie mit ihrem Hund in dem
Park bevor es ihr irgendwann zu kalt wurde und sie sich auf den
Weg zurück machte.

Kaum Zuhause angekommen war das Erste was sie tat, in ihr Zimmer zu gehen,
ein kurzes blaues Kleid sowie neue Unterwäsche und Socken zu nehmen
und danach das Bad, welches an ihr Zimmer grenzte zu treten. Die beiden Handtücher
ordentlich vor die Dusche legend stieg Yuna in die kleine Kabine.
Vorsichtig fühlte sie das Wasser, bis es die richtige Temperatur hatte und
genoss das Gefühl wie der Strahl ihren kühlen Körper innerhalb von
wenigen Sekunden aufwärmte. Wohlig seufzte die Weißhaarige und
strich sich durch die langen Haare bevor sie diese und ihren Körper
einschäumte. Eine Mischung aus Rosenholz, Aprikose und Lavendel
stieg ihr in die Nase und benebelte ihre Sinne.

Viel zu schnell war ihr Körper wieder sauber, trotzdem blieb
sie noch etwas unter dem Strahl stehen, um das leichte Prasseln
der feinen Tropfen auf ihrer Haut zu genießen. Erst als Kagemaru
ungeduldig bellte, beeilte sie sich aus der Dusche kommen. Schnell
trocknete sie sich ab, cremte sich ein und rubbelte ihre Haare etwas
trocken, bevor sie in ihre Klamotten schlüpfte und aus dem Bad trat.
"Mensch Kage-WAS ZUM KIRSCHKOMPOTT?!" Zugegeben Kirschkompott
war wohl ein denkbar bescheuertes Wort in solch einer Situation doch
Yuna verzieh sich selbst, man sah immerhin nicht alle Tage einen
Waschechten Karkat Vantas mit wütendem Gesichtsausdruck mit dem
eigenen Laptop zwischen Kissen auf dem Bett sitzen.

"Aha! sag mir, wo zum Fuck ich hier bin!" Verlangte Der Troll sofort ohne auch nur einen

Gedanken daran zu verschwenden, Yuna zu begrüßen oder sich für sein plötzliches
Auftauchen zu entschuldigen. "K-Karkat? Was ma-machst du hier? D-du bist wirklich echt?
Das ist kein Scherz?! Darf ich dich anfassen? Ist Nepeta auch hier? Was ist mit den anderen?
Wieso bist du bei mir? Darf ich deine Hörnchen anfassen? Darf ich deine Haare kämmen?
Da-"
"HALT ZUM FUCK DIE KLAPPE VERDAMMT!!" Erschrocken zuckte die Weißhaarige zusammen

bevor ihr wieder einfiel, wen sie da vor sich hatte.
"Ehehehe... entschuldige bitte, ich uhm war nur etwas erstaunt..." Etwas nervös fiel ihr
Blick auf die zwei Sicheln an seiner Hose.
Zwar glaubte sie nicht, dass Karkat sie wirklich angreifen konnte
und doch war der Troll nicht zu unterschätzen, ihr war klar, das er
die Sicheln zu benutzen wusste, Yuna beschloss zumindest für den
Anfang einen Gang runter zu kommen und kniff sich prüfend in den Arm,
um sicherzugehen, das sie wirklich keinen verrückten Traum hatte.
"Zu deiner Frage," fing sie schließlich an "du bist bei mir zuhause.
Yuna Yoshida mein Name und auch wenn du dich nicht vorgestellt hast,
was man nur so nebenbei machen sollte, weiß ich schon wer du bist."
"...Bist du mit Kanaya verwandt oder warum benimmst du dich grade wie sie?!
Urgh, zudem durchlöschert man seine Gäste auch nicht gleich mit Fragen!"
Peinlich berührt kratzte Yuna sich am Hinterkopf.

"Warum warst du eben eigentlich so wütend?" Neugierig trat sie näher an Karkat heran
und musste sich zusammenreißen diesen nicht wirklich anzufassen Karkat schien
dies zu bemerken. "Wage es dich ja nicht!" Presste er hervor, als er den Blick aus
den Verschiedenfarbigen Irden bemerkte. "Hehe ich doch nicht!"
"Hmpf... fuck egal! Was soll dieser Müll?!" Karkat rammte den Finger beinahe durch
den Bildschirm, als er energisch auf diesen deutete. Neugierig nahm Yuna neben ihm platz
und blickte auf den Bildschirm.  Kaum hatte sie erkannt um was es sich handelte, stieg Hitze in
ihren Wangen auf. Ein Lemon mit Karkat, Gamzee und einem männlichen Oc und es war kein
harmloser. "S-so etwas würde ich nie tun!"

Yuna konnte nicht anders als zu nicken und ihm den Kopf zu tätscheln als
wäre er ein Hund. "Ich bin kein Hund!" Meckerte Karkat auch gleich los und
schüttelte ihre Hand ab, bevor er sich wieder dem Bildschirm widmete.
"A-aber immerhin ist der Schreibst-" Den Blick auf den grauen Teppich in
der Zimmermitte gerichtet, klappte Yuna den Laptop zu. "Du hast doch
sicherlich hunger, nicht wahr?"
"Tse... ich verhungere gleich!" Schmunzelnd stand Yuna auf und deutete ihm
ihr zu folgen. In der Küche musterte Karkat alles ganz genau, von dem Holzboden
bis zu dem Tisch mit den drei Stühlen und der Vase auf diesem. Yuna stand an der
Anrichte und bereitete etwas zu Essen für sie beide zu. "So, hier bitte" lächelnd
setzte sie sich ihm Gegenüber auf den Stuhl.

"Hast du das selbst gemacht? Ist jedenfalls besser als das was Gamzee mir
sonst auftischen will..."
War das? Karkat hat mich gelobt! YES!
Innerlich freute Yuna sich wie ein kleines Kind, äußerlich jedoch lächelte
sie nur leicht stolz und nickte, was Karkat als Antwort reichte. Eine ganze Weile
saßen sie nur so da und schwiegen sich an, bis Karkat schließlich als sie gemeinsam
das Wohnzimmer betraten das Wort erhob. "A-Also, sorrydasichhiereinfachsoreingeplatztbin!"
Nuschelte er so schnell das Yuna ihn fast nicht verstanden hätte.
"Ach ist doch kein Problem! Weißt du den wie das passiert ist?"
Nö! Ich war mit Nepeta unterwegs und puff! War ich hier!"
"Und da haste dir einfach meinen Laptop genommen?"
"Genau!"
Kopfschüttelnd beschloss Yuna einfach einen Film mit ihm zusehen, irgendwie
mussten sie sich ja beschäftigen.

Drei Monate waren seit ihrem Treffen vergangen und inzwischen hatten sie
zumindest die Möglichkeit per Internet mit John und den Anderen zu Komunizieren.
Zu Yunas Freude waren sie beide in diesen Monaten so langsam zu Freunden geworden,
zwar war Karkat oft noch etwas grob zu ihr doch ihr entging nicht das er sich
dabei viel mehr zurückhielt als bei Anderen und nicht selten danach ein schlechtes
Gewissen hatte, auch wenn er so etwas nie zugeben würde.
Es war der 13 Januar und Yuna hatte soeben eine kuschelige, hellgrüne Decke
um sie beide gelegt und zwei Tassen Kakao mit Marshmellows und einen Telle
Cupcakes auf den schwarzen Tisch gestellt.

Über die sich der Krebs Troll auch sofort hermachte. "Ey lass mir auch welche!"
Hastig krallte Yuna sich gleich zwei der Cupcakes und umklammerte diese
als wären sie ihre Babys. "Du machst sie gleich noch kaputt!"
Yuna zuckte mit den Schultern, streckte ihm frech die Zunge raus und
stupste ihm mit dem Finger gegen die Nase.
"Hmpf!" Machte Karkat und widmete sich wieder den Cupcakes.
"Yuna?" Fragte er kaum das sie fertig waren, kauend nickte diese
und blickte aus den Augenwinkeln zu Karkat, der ihre Hand
nahm und diese anhob. "Du hast da noch Schoko Cupcake!"
Plötzlich grinste Karkat, er hatte also etwas vor.

Damit das er einfach ihre Fingerkuppe zwischen die Lippen nehmen
und das Stück ablecken würde, hätte Yuna nun wirklich nicht gerechnet und
so konnte sie auch das überraschte Quietschen nicht unterdrücken.
Mit erhitzen Wagend versteckte sie ihre Hand hinter ihrem Rücken.
"Hu? Ich wollte nur nicht das du die Decke versaust!" Seine Arme, die
er nun verschränkte steckte, in einem weißen Pullover, der ihm etwas zu
groß war. Noch immer errötet nickte die Yoshida und spielte nervös mit
der Decke herum.
"U-uhm KK? I-Ich müsste noch mal eben was besorgen!"
"Ich warte dann hier!" Die Jacke angezogen verschwand Yuna kurz darauf
durch die Tür und ließ Karkat allein in ihrer Wohnung zurück.

Ein wenig schwerfällig ging Yuna ihren Weg über den glatten und
daher rutschigen Weg, der sie zu dem Einkaufszentrum führen sollte.
Als sie sich mit einem Mal seltsam beobachtete fühlte, ein unangenehmes
Kribbeln machte sich in ihrem Nacken breit.
Reiß dich zusammen, ist bestimmt nur
Einbildung!
Trotzdem war sie erleichtert, als die das Einkaufszentrum
betrat und sich unter die Leute mischen konnte.
Backmischung uuund Milch und ah, Karkat wollte Kirschen!
Schnell war der kleine Korb in ihrer Hand gefüllt und Yuna konnte diesen zur Kasse
bringen. Zu ihrem Glück war sie schnell an der Reihe. Sie beeilte sich mit dem
einpacken, um die anderen Kunden nicht warten zu lassen.

Da ist es wieder! Bilde ich mir das wirklich nur ein?
nervös umfasste sie den Anhänger ihrer Kette mit Daumen und Zeigefinger und
sah sich um, sie bereute sich für eine Abkürzung entschieden, zu haben.
Erstens hatte sie sich verlaufen und zu allem Übel waren dort auch
weit und breit keine Menschen zu sehen. Ich bin
doch echt blöde.
Wütend auf sich selbst und angespannt beschleunigte
sie ihre Schritte, da hörte sie es zum ersten Mal. Ein leises Kichern, verschmolzen
mit dem lauten Rauschen des Windes glaubte sie zuerst an Einbildung doch als
sie suchend, den Kopf drehte ertönte es erneut, diesmal wenige Meter hinter hier.
Erschrocken fuhr sie herum und suchte die Gegend ab. "Das ist n-nicht lustig!"


"Halbalbino"
"Rotauge"
"Albino"
Diese Stimmen...Yuna würde sie überall wiedererkennen.
aber sie sind doch...sind sie wieder hergezogen?!
Alles in ihr spannte sich an, ihr Magen krampfte durch die immer stärker
werdende Nervosität. Den Stimmen nach waren es mindestens drei.
Zu ihrer Linken raschelte es im Gebüsch und ein weißer Schuh verschmolz mit
dem Schnee. Zu ihm gesellten sich ein Roter und ein Grauer. Instinktiv
wich die Weißhaarige einen großen Schritt zurück. "Wo willst du den so schnell
hin? Wir bleiben doch nur noch zwei Monate."

Begann der blonde Junge und wurde von seiner schwarzhaarigen Begleiterin
ergänzt. "Und diese zwei Monate wollten wir nutzten, um etwas Zeit mit unserer
guten Freundin zu verbringen!" Ihre Worte hallten in Yunas Ohren wieder, übertönten
das Rauschen in diesen. Ganz ruhig, dann beleidigen sie dich
eben, na und? Da stehst du doch drüber!
Ihr Versuch sich selbst Mut zumachen
wurde von ihr selbst als lächerlich bewertet. "Versuchst du hier, einen auf tapfer zu
machen? Albino?!" Yuna sah aus den Augenwinkel zu dem dritten der Gruppe wie
immer trug dieser eine Mütze auf dem Kopf, vor ihm hatte Yuna schon immer
die größte Angst gehabt. "Lasst mich einfach weiter gehen!"
"Tse, willste du UNS etwas befehlen?!"
"Ihr müsst euch gar nicht so aufspielen!"

Wie sehr sie diese Worte noch bereuen würde, sollte Yuna auch schnell
bemerken. Mit je einem großen Schritt überwanden alle drei die Distanz
zwischen Yuna und ihnen. Während der mit der Mütze ihr den hinteren
Fluchweg versperrte, nahm der Blonde seitlich von ihr den Platz ein.
Das Einzige Mädchen begutachtete Yuna von oben bis unten, bevor sie
in ihre Haare griff und einmal fest an diesen zog. Auch die beiden Anderen
griff in die weißen Strähnen und zerrten an diesen. Tränen schossen in
ihre Augen, die sie hastig wegblinzelte, auch wenn ihre Kopfhaut anfing, zu
brennen wollte sie ihnen die Genugtuung sicherlich nicht so leicht geben.
"Hä? Du heulst nicht? Früher war das leichter!"

Wütende funkelte Yuna das Mädchen an und verkniff sich zu
ihrem eigenen Wohl einen bissigen Kommentar. Die Hände
verschwanden aus ihren Haaren und zuerst war Yuna ein
wenig erleichtert, doch dies änderte sich innerhalb weniger
Sekunden, als der Junge hinter hier stattdessen nach ihrem Arm griff.
Der Arm, an dem sie die Narbe von dem Autounfall hatte.
"Hast du dich je gefragt, wie es wäre, wenn du damals gestorben wärst?!"
"Halt die Klappe!" KLATSCH ein brennender
Schmerz in ihrer Wange trieb Yuna erneut die Tränen in die Augen.
Voller Wut biss sie sich auf die Unterlippe.

"Erzähl doch mal, wie genau das damals passiert ist, war deine Mutter
geblendet von deiner Schönheit?" Redete der kleinere der Jungen weiter, wobei
er das letzte Wort besonders gehässig aussprach. Grob wurde die Jüngere
am Kragen gepackt und mit dem Rücken gegen eine kleine Mauer gedrückt, wodurch
sich einige kleine Stücke lösten. Diese verfluchten ...ich muss
jetzt ruhig bleiben, auch wenn es schwerfällt, sonst mache ich alles nur schlimmer!

So gut es ging überhörte sie ihr Gelächter doch ihre Worte stachen wie Nadeln auf sie
ein. Sie fühlte sich wieder, als wäre sie wieder ein verängstigtes Kind ohne Mama und
Papa zum ersten mal allein beim Arzt, nur mit ihrem Teddy doch nicht einmal diesen hatte
sie jetzt.

"War es vielleicht Selbstmord? Die arme Mutter kein wunder mit einem
Rotauge als Tochter! Haben die Ärzte damals nicht doch versucht dich in den
Müll, zu werfen? Hehe und deine Schwester ist ja auch nicht besser!"
"Lass...lass Hiromi da bitte raus! S-sie hat euch nichts getan..."
"Und? Hast du auch nicht!" Wieder traf sie ein Schlag, diesmal jedoch
in den Magen. Sofort zuckte die Weißhaarige zusammen, sie rechnete
mit dem Schlimmsten. Gegen alle drei hatte das eher zierliche gebaute
Mädchen keine Chancen. Aber sie schien Glück zu haben den es kamen
keine weiteren Schläge mehr. Auch wenn ihre Worte nicht
weniger schlimm waren, konnte Yuna nicht sagen, das sie nicht erleichtert
wäre.

"Du warst doch bestimmt Schuld an dem Unfall!" Unsanft wurde sie erneut
am Oberarm gepackt, diesmal fester als zuvor. Das Zittern fing an der Narbe
an und hatte schon bald ihren gesamten Körper eingenommen. Yuna wusste
nicht, wodurch sie mehr zitterte, durch die Kälte oder doch durch die
aufkommende Panik als die Erinnerungen wieder über sie kamen, sie gefangen zu
halten schienen. Yuna fühlte sich wie ein Schmetterling im klebrigen Netz
einer Spinne. Gefangen ohne eine Aussicht auf einen Ausweg. Wie die
Spinne ihrer Beute  näherten sich auch ihre Erinnerungen, die Bilder ihr selbst.
Ihre Kehle war wie zugeschnürt, und selbst wenn sie gewollt hätte, wäre kein
Wort über ihre Lippen gekommen.
Wie in Trance schüttelte sie den Kopf, während die Worte in ihrem Kopf
wiederhalten.

Deine Schuld Albino
Hättest selbst verschwinden sollen
Hat doch eh mit den Lehrern geschlafen!
Blumen verbrennen, Stein...Mutter
Schwester einen Besuch abstatten.

Schwes-Hiromi...nein...nein!NEIN!
Es fühlte sich an, als würden schwere Eisenketten von ihr abfallen als
Yuna aus ihrer Trance erwachte. Ein Adrenalinstoß ließ das Mädchen
Kräfte erwecken von denen sie nie gedacht hätte zu diesen imstande zu sein.
Mit einem kräftigen Stoß stieß sie die Schwarzhaarige von sich, die zurücktaumelte
und die beiden Jungen dabei mit sich zu Boden riss.
Sie wusste nicht wie oder woher sie ihn so plötzlich hatte, doch Yuna
hielt den spitzen Stein fest in der Hand, stürzte sich mit einem
wütenden Schrei auf ihre Peiniger. Der Stein bohrte sich in den Arm
des Mädchens, anstatt ihr zu helfen, ließen die beide Jungen ihre
Freundin zurück, allein mit Yuna die in diesem Moment wohl vor nichts
zurück schreckte. Erneut hob sie den Stein, ließ ihn auf die Ältere zukommen.
Nicht einmal die überraschten Rufe und Flüche der beiden Jungen konnten
sie aus dem Strudel der Wut und Verzweiflung holen.
Immer wieder stach sie mit dem Stein auf den Arm ein den das Mädchen
schützend vor sich hielt, es war Yuna egal wo sie traf solange sie
ihr Schmerzen zufügen konnte.

"YUNA!!" Zwei Arme schlangen sich von hinten um ihren Körper und
rissen sie mit einem Ruck von ihrem Opfer. Diesem wurde keinerlei
Beachtung mehr geschenkt. Angst und Wut waren es die die Weißhaarige
dazu brachten sich in dem Griff der Person, zu winden. "Fuck Yuna
lass den Scheiß!"
Kar...Kat Ganz langsam beruhigte sie sich wieder,
wenn auch ihr Herz noch immer wie verrückt in ihrer Brust hämmerte.
Schluchzend klammerte sie sich an dem Troll fest der eindeutig überfordert
mit der Situation war. "Wenn du oder deine Freunde jemandem davon erzählen
kümmerte ich mich um euch!" Drohte er dem Mädchen, bevor er unbeholfen beide
Arme um Yuna legte. "Lass uns erstmal nach Hause gehen, ja?" Ganz vorsichtig
als könnte sie zerbrechen nahm er ihre Hand in seine.


Auf dem Weg nach Hause beruhigte Yuna sich zumindest genug um ihr Handy
aus der Hosentasche nehmen; zu können. Ihre Finger gaben den Code ein.

Hey Yuna!
Tut mir so leid es dir so sagen zu müssen, aber Papa muss
wegen seiner Arbeit schon morgen mit uns im Ausland sein.
Wir bleiben natürlich in Kontakt und wir sind in zirka drei
Monaten wieder bei dir Schwesterchen~ :*


Den Kopf schüttelnd schickte Yuna nur eine knappe Antwort zurück, Karkat
jedoch schien alles andere als begeistert. Knurrend schüttelte er den Kopf
und bugsierte Yuna in ihr Zimmer. "Sachen packen!"

"A-aber? Warum?"
"Ich lass dich zum fuck nochmal nicht allein rumlaufen, solange
diese Idioten da sind! Schreib nen Zettel, leg ihn auf nen Tisch und dann
pack deine Sachen. Du kommst für die drei Monate mit mir nach Alternia!"
Yuna wusste nicht, was sie fühlen sollte, zum einen freute sie sich, weil sie Karkat ohnehin bitten wollte, sie einmal mitzunehmen. Zum
anderen aber war sie auch schrecklich nervös. "Ob sie mich mögen werden
oder sogar hassen?" Das sie ihre Gedanken laut ausgesprochen hatte bemerkte
Yuna erst als Karkat leise murrend den Kopf schüttelte.
"Wenn diese Idioten auch nur ein schlechtes Wort über dich verlieren
sollten, werde ich ihnen ganz persönlich Gamzees Keulen dahin stecken
wo es wirklich wehtut!"

Ihre Lippen wurden von einem sanften Lächeln umspielt während Yuna einige
Dinge in einen großen Koffer packte und Karkat mit den Hände in den
Hüften hinter ihr stand. "Uh...i-ich hab hier was f-für dich..."
Er ließ etwas kühles in ihre Hände fallen. Neugierig hielt sie sich das
kleine Teil vor die Augen. Es war ein Silberfarbenes Armband mit
verschiedenen Anhängern. Ein Halbmond mit einem Lichtblauen Stein,
daneben das Zodiac Zeichen für den Krebs, auf der anderen Seite
von dem Mond befanden sich zwei kleine Tauben mit roten Augen.
Vorsichtig besah sie sich das innere des Armbandes und strich vorsichtig
über ihren eingravierten Namen. So schnell konnte Karkat gar nicht reagieren da
war sie ihm auch schon um den Hals gefallen und bedankte sich unaufhörlich bei
ihm.

"Uh, na lass mich schon los!" Vorsichtig schob er die überglückliche Yuna
nach hinten und machte irgendetwas mit ihrem Handy.
"Keine Sorge, dein Hund und seine Sachen sind bereits bei Nepeta!"
Mit diesen Worten schob er Yuna durch das Portal.

"Das hier ist also Alternia? Hier liegt kein Schnee! Wo sind den die
Anderen? Ist Nepeta echt so niedlich? Darf ich ihre Hörner anfassen?
Können wir jetzt zu den anderen?!"
"Yuna... LASS DEN MIST!!"
Verlegen stupste sie ihre Finger zusammen zu ihrem Glück wurden sie
in diesem Moment gerufen, scheinbar war es Terezi.

"Willkommen zurück Karkat und willkommen Miss Vantas!"
Bei Yuna fielen die geröteten Wangen zwar mehr auf als bei
dem Troll aber es war nicht zu übersehen das auch er rot geworden
war. Die Hände in den Hosentaschen vergraben schritten
Er und Yuna gemeinsam durch die Türschwelle... jedenfalls, versuchte
sie dies. Würde nicht eine überdrehte Nepeta plötzlich vor ihnen stehen
und breiter Grinste als Jeff the Killer nach einer Zitronen Essen Challange.
"Hast du was von Gamzee bekommen oder heckst du wieder was
aus?!" An ihrem leisen Kichern erkannte Karkat das es wohl das zweite war.
Seufzend wollte er grade durch die Tür als Nepeta über ihre Körper
deutete. "Ein Mistelzweig?! Nep lass mich vorbei!"


"Nope! Sorry Karbro aber hier kommst du nicht vorbei."
"Der Weg ist leider gesperrt!"
"Eridan?! Von Gamzee und Nepeta bin ich sowas gewöhnt, aber
du?!" Eridan betrachtete Karkat und Yuna mit einem arroganten Blick
und deutete entschieden auf den Zweig.
Leise Flüche ausstoßend drehte er sich zu Yuna und hob
langsam die Arme. Für Sie lief alles wie in Zeitlupe ab, wie
seine Hände auf sie zukamen, sie gegen den Türrahmen drückten.
Und schließlich, wie er ihr immer näher kam. Seine Lippen waren
weicher als sie erwartet hätte, irgendwie glaubte Yuna immer,
sie würden rau sein niemals so weich. Vorsichtig legte sie die
rechte Hand an seine Hüfte und strich mit der Anderen durch
seine Haare. Genießend schloss sie die Augen und wünschte sich der Kuss würde
ewig so weitergehen.

Viel zu schnell war es wieder vorbei enttäuscht senkte Yuna den
Kopf und diese Enttäuschung stieg nur mehr als Karkat ein wütendes
"musste der Mist sein?!" Von sich gab und davon stampfte. Nur
ungern blieb Yuna allein bei den Anderen zurück, nicht weil sie
sie nicht mochte, sondern weil sie Angst hatte das Karkat wirklich
wütend auf sie war.

Es kam ihr vor wie Stunden bis sie, noch immer besorgt, endlich das für sie
hergerichtete Zimmer betrat. "So da-hm? Was..." Neugierig betrachtete
sie die Blume in der Goldenen Vase auf dem kleinen Tisch neben der
ein kleiner Cupcake lag der mit einem K und einen Y verziert war. Daneben
lag eine kleine Karte. Sorry für die Idioten
ich hoffe du bist nicht zu blöd um das Ding hierneben zu verstehen!


Natürlich verstand sie die Bedeutung einer roten Chrysantheme...



*
Not sure if you know this
But when we first met
I got so nervous I couldn't speak
In that very moment
I found the one and
My life had found its missing piece

So as long as I live I love you
Will have and hold you
You look so beautiful in white
And from now til my very last breath
This day I'll cherish
You look so beautiful in white
Tonight


♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡
Meeh! Bitte tötet mich nicht gleich, vor allem du nicht
xXBlack AngelXx <3
Herzlichen Glückwunsch meine Liebe :33

INFOS:
Kapitel-Storytitel: Perfect Two-Auburn.
*:  Beautiful in white-Westlife
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