Wo gehöre ich hin?

von Erzsebet
GeschichteDrama, Familie / P16
Dana Scully Fox Mulder William Scully
11.03.2016
30.03.2016
4
3.881
 
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11.03.2016 523
 
Es freut mich, dass es euch zu dieser Geschichte verschlagen hat. Es ist meine erste im Bezug auf X-Files, aber als langjährige Verfolgerin der Serie musste ich einfach meine Gedanken dazu niederschreiben.
Ich hoffe es gefällt euch. Viel Spaß.
Erzsebet (Elisabeth)


Schatten

Die Welt dreht sich im Kreis. Tagtäglich zweifeln wir an uns. Haben wir den richtigen Weg gewählt, oder doch eine Abzweigung verpasst? Gibt es einen richtigen Weg und sind wir überhaupt dazu in der Lage zu wählen? Dies sind nur ein Teil der Fragen, die uns doch in gewisser Weise alle irgendwie beschäftigen. Ich wünschte ich könnte behaupten eine Antwort darauf gefunden zu haben, aber dem ist nicht so. Im Gegenteil jeden Tag wächst der Berg der Fragen an und droht mich unter sich zu begraben und obwohl ich mittlerweile weiß, dass es Fragen gibt, die wir nicht beantworten können, so will ich mich damit nicht zufrieden geben. Meine jahrelange Arbeit beim FBI hat mir immer wieder vor Augen geführt, wie wenig wir Menschen wissen, trotz unseres wissenschaftlichen Fortschritts. Immer wieder bin ich in den letzten Jahren an meine Grenzen geraten und habe sowohl an mir, als auch an meinen wissenschaftlichen Maximen zu zweifeln begonnen. Durch meinen Partner habe ich Dinge gesehen, die ich niemals für möglich gehalten hätte. Dank ihm habe ich begonnen an eine Regierungsverschwörung zu glauben zu deren Marionetten wir selbst geworden sind. Ich kann ihm nicht die Schuld an allem geben, was in den letzten Jahren vorgefallen ist und doch wurde er zum Schlüssel meines Lebens. Selbst wenn ich es nicht auf wissenschaftlichem Wege beweisen kann, so möchte ich doch daran glauben, dass er das passende Heilmittel zur Heilung meines aggressiven Krebsleidens gefunden hatte. Ich bewege mich hier weit entfernt von meiner erlernten Wissenschaft und doch habe ich das Gefühl richtig zu liegen. Wie durch ein Wunder wurde ich geheilt und durfte ein noch viel größeres Wunder erleben, denn trotz meiner diagnostizierten Unfruchtbarkeit bekam ich einen Sohn – unseren Sohn William.
Für einen kurzen Moment erfuhr ich das Glück einer Mutter, doch es war nicht von langer Dauer. William war anders als andere Kinder. Er war das Ergebnis eines Experiments dessen Ausmaße ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht kennen sollte. Dieses kleine Kind sollte der Schlüssel zu all der Arbeit der vergangenen Jahre sein und ich war gezwungen ihn wegzugeben – ihn zu schützen. Ich kann mir keinen höheren Preis vorstellen und jeden Tag quäle ich mich mit der Vorstellung, wie es wäre ihn nun hier vor mir sitzen zu haben. Doch er ist nicht hier und es macht mich von Tag zu Tag kaputter. Fox mag es nicht direkt zugeben, doch es hat auch ihn zerstört und unsere Beziehung. Wir beide haben unterschiedliche Wege gewählt damit abzuschließen. Er hat nie aufgegeben seinen Verschwörungstheorien nachzugehen, ich hingegen habe beschlossen meinen ursprünglichen Beruf aufleben zu lassen und wieder als Ärztin zu arbeiten. Bis zum heutigen Tag dachte ich das richtige getan zu haben, doch ist es nicht meistens so, dass irgendwann einen die Vergangenheit einholt?
Spätestens jetzt kann ich diese Frage nur bejahen, denn mich hat sie eingeholt genau in diesem Moment, als es an meine Tür klopfte.
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