Millennium - Nur ein Anruf weniger

von Miss-i
GeschichteDrama, Krimi / P16
Javier Esposito Kate Beckett OC (Own Character) Richard Castle
08.03.2016
29.09.2019
32
64023
5
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Hey^^ Mir ist diese Idee irgendwie ganz spontan gekommen. Gut, nicht so ganz spontan… ich hab Staffel 8 geguckt und FFs gelesen, dann überkam die Idee mich doch XD
Über Reviews (insbesondere konstruktive Kritik!) würde ich mich mega freuen, ich schreibe zwar schon mehrere Jahre, bin aber mit meinem Stil momentan nicht ganz einverstanden…
Hier erwartet euch aber kein Crossover! Kein Kate Beckett trifft auf Lisbeth Salander XD Von der absolut genialen Triologie (+Verschwörung) habe ich nur den Namen mit eingebaut ;D
Pairing ist natürlich Caskett, davon gibt es ja auch nicht schon genug… :D
Jetzt hab ich hier aber auch genug gelabert, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, vielleicht lesen wir uns ja mal wieder?^^
Lg,
-Missi
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Millenium – Nur ein Anruf weniger



Verblendung: Teil 1


Castle stieg voller Vorfreude aus dem Aufzug. In nur wenigen Sekunden, würde er Kate wieder in die Arme schließen können. Seine Kate. Ein warmes Kribbeln durchzog seinen Körper nur schon bei der Vorstellung, sie wieder festhalten zu können. Endlich erreichte er die Tür seines Lofts, er kramte in seinen Taschen nach dem Schlüssel und steckte ihn schließlich schnell ins Schlüsselloch.

Ein letztes Mal atmete er tief durch. Er drehte den Schlüssel, ein kleines Klicken ertönte. Vielleicht war jetzt alles anders. Vielleicht war auch alles beim Alten.
Er würde es nie erfahren, wenn er nicht durch die Tür gehen würde. Also drückte er entschlossen die Türklinke herunter und trat ein.

Es war still. Fast schon zu still. Es war zwar elf Uhr morgens, aber er wusste, dass Kate sich heute freigenommen hatte.
„Überraschung!“, rief er in die Wohnung hinein. Stille.
Rick runzelte die Stirn. Also kein Begrüßungskomitee…, stellte er leicht enttäuscht fest.

„Kate?“, rief er und sah kurz um die Ecke, in sein Schlafzimmer. Nichts, niemand. Er stellte seine Tasche an der Tür ab und ging weiter in den Wohnbereich des Lofts hinein.
„Kate?“, wiederholte er. Keine Antwort. Er ließ seinen Blick schweifen, und erstarrte nach wenigen Sekunden. Sein sonst weißer Teppich war rot. Schnell riss er sich aus der Schockstarre und ging eilig auf den Fleck zu. Er sah hinters Sofa, die Spur führte weiter, in Richtung der offenen Wohnküche. Ein unschöner Verdacht kam Castle in den Sinn.

Auf der Theke stand eine Weinflasche. Rotwein, komplett geleert. Erleichtert richtete er sich wieder auf, nachdem er die Spur überprüft hatte. Wein, kein Blut. Er folgte der Spur hinter den Tresen und richtete den Blick auf die Flasche, oder besser: auf den Zettel darunter. Misstrauisch hob er die Flasche an und nahm den Zettel.
Castle schluckte. Es waren nur zehn Worte. Zehn Worte, die sein Leben vielleicht für immer verändern würden.

Hallo Rick,
Such‘ mich nicht. Ich lass‘ mich scheiden.
-Kate


Fassungslos starrte Castle auf den Zettel in seiner zitternden Hand. Das konnte doch gar nicht wahr sein…


172.800 Sekunden (zwei Tage) zuvor…


Kate schloss die Tür zum Loft auf. Es war immer noch seltsam für sie, ganz allein zu sein. Aber sie freute sich. Sie warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. In genau zwei Tagen würde Castle genauso wie sie gerade eben durch die Tür kommen. Dann würde er von seiner Buchtour für Raging Heat zurückkommen. Es war kein großes Problem für sie gewesen, ihn gehen zu lassen. Sie vertraute ihm. Kate stellte ihre Tasche ans Sofa und ließ sich erschöpft auf die weichen Kissen fallen. Verdammte Doppelschicht. Alles nur für Castle. Sie wollte unbedingt zu Hause sein, wenn er ankam, und um den großen Tag freizubekommen, würde sie so viele Doppelschichten hinter sich bringen wie nötig.

Es war das erste Mal seit vielen Jahren, dass ihre Füße von den High Heels schmerzten. Aber das war es ihr Wert.
Sie schloss für einen Moment die Augen, dann holte das Klingeln ihres Handys sie wieder in die Realität. Genervt stöhnte sie auf und erhob sich, kramte in der Tasche und ging schließlich ran.
„Beckett“, meldete sie sich und fuhr sich durch die Haare.
„Kate, ich bin’s“, es war Lanie.

„Hey, Lanie. Was gibt es?“, fragte Kate und ging zur Küche, schnappte sich ein Glas – das Handy zwischen Ohr und Schulter geklemmt – und befüllte es mit Wasser.
„Kate, die Ergebnisse des Bluttests sind da“, erwiderte ihre Freundin. Kate trank kurz einen Schluck Wasser. Den Bluttest hatten alle Detectives des 12. Reviers machen müssen, nur eine Routine-Untersuchung.
„Gibt… es ein Problem?“, fragte Kate. Die Frage war vollkommen überflüssig, wenn es kein Problem gäbe, hätte Lanie sie nicht angerufen.
„Problem würde ich es nicht nennen, Kate. Du solltest besser herkommen, ich will das nicht übers Telefon mit dir besprechen“.
„Alles klar, ich bin ja nur gerade für fünf Minuten zur Ruhe gekommen. Ich bin gleich da“, seufzte Beckett in den Hörer und legte auf, ohne auf eine Antwort ihrer Freundin zu warten.
Sie stellte das Glas in die Spüle, schnappte sich ihre Schlüssel und ihre Tasche und verließ das Loft.


Als Beckett in die Leichenhalle kam, konnte sie die Augen kaum noch aufhalten. Sonst hielt sie viel länger durch. Ihre Müdigkeit musste daran liegen, dass sie heute ein Experiment gestartet hatte: 36 Stunden ohne Kaffee. Bis jetzt war es ihr ganz gut gelungen. Sie hätte Ryan und Espo mehrfach erwürgen können, die beiden mit ihren ‚neuen Kreationen‘.
„Hey, La-“, Kate stockte in ihrer Begrüßung. Vor ihr stand gar nicht Lanie. Ups.
„Hallo Perlmutter“, begrüßte sie den Gerichtsmediziner.
„Detective Beckett“, erwiderte dieser ihre Begrüßung, ohne von der Leiche vor ihm aufzusehen.
„Wissen Sie, wo Dr. Parrish ist?“, fragte Kate ohne große Umschweife.
„Büro“, murrte Perlmutter und schnappte sich ein Klemmbrett samt Stift. Er begann, irgendwelche Notizen zu machen. Kate nickte distanziert und begab sich dann ins Büro.

„Hier bist du“, endlich hatte Kate ihre Freundin gefunden.
„Hättest du nicht direkt aufgelegt, hätte ich es dir sagen können“, grinste Lanie ihr entgegen.
„Hätte hätte, Fahrradkette. Also, was ist los, Lanie?“, nach Lanies Anruf war Kate doch etwas unruhig geworden.
„Dein Bluttest ist los“, antwortete Lanie knapp.
„Ist mir klar. Was-“, Lanie unterbrach die Polizistin mit einer eindeutigen Handbewegung. Kate verstummte.
„Das Testergebnis ist eindeutig. Du bist schwanger“. Kate fielen fast die Augen aus dem Kopf.
„Ich bin was?“, sie musste diesen Satz einfach noch einmal hören. Es war so unglaublich. Und sie war unglaublich dumm. Sich wundern, weshalb die Regelblutung ausbleibt und nicht daran denken, ganz krasse Leistung, Kate. Wow.
„Du bist schwanger“, wiederholte ihre Freundin vorsichtig. Sie war sich nicht sicher, was in Kate vorging. Ihre Reaktion war alles andere als eindeutig.

„Echt jetzt?“.
„Ja, echt jetzt“. Noch einen Moment zeigte Kate keine Regung auf ihrem erbarmungslosen Pokerface, Lanie konnte förmlich hören, wie die Information durch ihren Kopf ratterte. Dann stahl sich ein breites Lächeln auf ihr Gesicht.
„Ich bin schwanger“, sprach Kate es nun auch selbst ungläubig aus.
„Ich bin schwanger“, lachte sie nun und fiel ihrer Freundin um den Hals. Diese erwiderte die stürmische Umarmung nach einem kurzen Überraschungsmoment.
„Süße, ich freue mich so für dich. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher, wie das bei dir ankommen würde, aber jetzt bleibt kein Zweifel: alles ist perfekt“, sagte Lanie über Kates Schulter hinweg. Kate strahlte. Das würde eine schöne Willkommensüberraschung für Castle sein.


Nur manchmal verlief das Leben einfach zu perfekt…
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