Unfeind

GeschichteAllgemein / P12
Ayumi Shinozaki OC (Own Character)
06.03.2016
25.05.2016
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06.03.2016 982
 
Ich kam gerade von der „Arbeit“ nach Hause und lies mich erschöpft auf mein Bett fallen. Meine Aufmerksamkeit fiel sofort auf ein Bild, das auf der Kommode neben meinem Bett lag. Ich nahm es in die Hand und musste lächeln. Auf denn Bild sah man zwei überglückliche Mädchen die in die Kamera lächelten. Das rechte Mädchen auf dem Bild lächelte glücklich in die Kamera und hatte blau-graue Haare, die sie mit zwei roten Gummis zu zwei Zöpfen gebunden hatte. Es war etwas kleiner als das andere Mädchen und hatte graue Augen. Es war meine allerbeste Freundin Ayumi. Sie liebt okkulte Sachen und andere mit ihren Geistergeschichten zu erschrecken. Wir kennen uns jetzt schon seit einem halben Jahr, aber mir kommt es so vor als kannten wir uns schon jahrelang. Daneben sah man mich. Ich legte meinen Arm um sie und zeigte ein Peacezeichen in die Kamera, während ich genauso wie sie glücklich in die Kamera lächelte. Ich hatte lange blonde Haare die wie ihre zu zwei Zöpfen gebunden waren, trug eine Maidhaube und hatte blaue Augen. Man kennt mich als die etwas unhöfliche Magari, aber eigentlich bin ich nett…zumindest zu den Leuten die ich mag. Ayumi und ich verstanden uns von Anfang an gut als wären wir schon immer unzertrennliche Freunde gewesen. Wir hatten viele Gemeinsamkeiten und immer wenn wir zusammen etwas unternahmen wurde dieser Tag wieder einer meiner schönsten Tage, da ich mich nur mit ihr so gut verstand. Es ist als würde sie meine Zwillingsschwester sein, so gut verstanden wir uns. ... Ich starrte das Bild an, stand auf und zerriss es bis nur noch kleine Stücke des Bildes überall auf dem Boden verteilt waren. „So ein Schwachsinn! Das hättest du wohl gerne. Als ob ich die gleichen Interessen wie sie habe. Als ob ich so bin wie sie. Ich manipuliere sie doch nur und sie ist so dumm und denkt auch noch wir wären Freunde.“ Ich grinste. Naja, wenn man mich in Gut oder Böse einteilen würde, wäre ich eindeutig auf der bösen Seite. Eigentlich wurde mir vor einem halben Jahr von meiner Gemeinde, die „Martubas Tomb“, aufgetragen Ayumi Shinozaki zu töten und ihnen das Blut, das durch ihre Adern fließt, zu bringen. Auf dieser Welt hier gibt es nicht nur normale Menschen wie man sie kennt, sondern auch besondere Menschen. Einer davon bin ich. Ich besitze die Macht der Magie! Die Wissenschaftler meiner Gemeinde haben herausgefunden, dass das Blut der Shinozakis die Energiequelle für die gesamte Magie der Welt darstellt. Sicher sind sie sich aber nicht ganz, weswegen sie mir aufgetragen haben Ayumi zu töten und dann zu ihnen zu bringen. Sie brauchen ihr Blut für ihre Forschungen. Was sie dann vorhaben dürfen sie mir aus mir unbekannten Gründen nicht verraten. Ich soll Ayumi nur töten und ihnen den Leichnam innerhalb des nächsten Jahres bringen. Etwa ein Jahr hatte ich für die Mission Zeit. Da ich sehr viel Zeit hatte freundete ich mich mit ihr an und wir wurden „beste Freunde“. Denkt sie zumindest.  Aber eigentlich finde ich tatsächlich Sympathie für sie. Ich mag sie auf eine gewisse Art. ... Sie ist wirklich nett und ich habe echt Spaß mit ihr. Aber nur ein kleines bisschen und das wird mich nicht aufhalten sie zu töten. Morgen habe ich vor es endlich zu tun. Morgen werde ich sie töten. Ich muss es morgen einfach tun. Denn jeder Tag den ich mehr mit ihr verbringe erschwert es nur noch mehr sie umzubringen. Und ich darf einfach keine Sympathie für meine Opfer empfinden. Wie soll ich denn sonst meinen Job machen? Aber jetzt erstmal ein Bad. Ich war total erschöpft und musste meine müden Knochen erstmal etwas entspannen. Ich ging ins Bad und setzte mich in die Badewanne, als ich Wasser eingelassen hatte und mich ausgezogen hatte. Ich schloss meine Augen und dachte nach wie ich den Mord morgen vollziehen soll. Vielleicht sollte ich sie gleich anrufen und mich morgen mit ihr bei mir treffen. Ja, hier drin bekommt niemand ihre letzten Schreie mit, das ist eine gute Idee. Als ich an den Mord dachte, den sie morgen erwartete, bekam ich plötzlich ein bedrückendes Gefühl auf meiner Brust. Nein, ich darf nichts für sie empfinden. Sie ist nur ein Opfer wie die anderen die ich umgebracht  habe. Sie ist nicht anders als die anderen. Ich empfinde nichts für sie. Ich hasse sie! ICH HASSE SIE!! Ich... hasse sie... richtig? Es brachte einfach nichts. Ich konnte es mir einfach nicht einreden. So sehr ich auch versuche sie aus meinen Gedanken zu wischen... Ich muss an etwas anderes denken. Irgendwie schaffe ich das morgen schon. Darum konzentrierte ich mich auf das Plätschern des Wassers und versuchte mich zu beruhigen. Nach einer Weile hatte ich mich wieder gefasst und entspannte mich. Plötzlich waren auf dem Flur Geräusche zu hören. Ich schreckte auf. Das kann nicht Waldo sein, er ist heute den ganzen Tag unterwegs. Wer ist das nur? Etwa ein Einbrecher? Ich stand schnell auf, wickelte mir ein Handtuch um meinen Körper und nahm meine Sense mit, die ich immer in der Rocktasche hatte. Schleichend bewegte ich mich zur Badezimmertür und lauschte. Tatsächlich... Schritte! Und sie hörten sich so an als würden sie aus meinem Zimmer kommen! Plötzlich war es ruhig. Ich sah das als Chance und öffnete vorsichtig die Tür. Wie vermutet war jetzt niemand mehr auf dem Flur. Aber die Haustüre stand auf. Es WAR ein Einbrecher! Ich schlich vorsichtig zu meinem Zimmer. Die dazu gehörige Türe war geschlossen, dabei war ich mir ganz sicher, dass ich sie offen gelassen hatte. Ich riss die Türe auf und hielt die Sense bereit um anzugreifen. Was sich hinter der Tür befand schockierte mich so sehr, dass ich die Sense fallen ließ und geradeso mein Handtuch festhalten konnte, bevor es auch noch herunterrutschte. Hinter der Türe war Ayumi, welche weinend auf dem Boden saß und die zerrissenen Stücke unseres Bildes in der Hand hielt.