Tale as old as time

GeschichteAllgemein / P16
Angus - Mystischer Ritter der Erde Deirdre - Mystischer Ritter der Luft Garrett - Mystischer Ritter des Waldes Ivar - Mystischer Ritter des Wassers Königin Maeve Rohan - Mystischer Ritter des Feuers
04.03.2016
04.03.2016
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Vorwort
So es tut mir leid, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt. Ich litt an einer üblen MK-Schreibblockade.
"Of scrolls and legends" wird auch bald schon weitergehen, versprochen.
In der Zwischenzeit hatte ich noch eine Idee zu einer anderen FanFiction, die ich unbedingt anfangen musste.
Ich hoffe sie gefällt euch ^^

Vivi - Ich hoffe du liest das hier irgendwann. Es tut mir leid, dass ich dir nicht früher zurückgeschrieben habe und dass du nun nicht mehr hier bist, macht mich unheimlich traurig. Ich würde mich freuen, eines Tages wieder von dir zu hören :-*

Seit vielen Jahren herrscht Krieg. Eine uralte Fehde zwischen zwei Familien hat das Land gespalten. Der König von Kells verteidigt sein Reich gegen die Königin von Temra. An vielen Fronten toben fürchterliche Schlachten. Doch all dies soll sich nun ändern.


„Der Frieden steht vor der Tür, Königin Maeve ist in Kells eingetroffen. Noch heute setzt sie ihr königliches Siegel unter den Vertrag.“, sagte der Druide Cathbad während er gerade dabei war einen neuen Trank in seiner Kammer zu brauen. Seit vielen Monden schon steht der Druide im Dienste von König Conchobar, dem Herrscher von Kells. Cathbad stand schon Conchobar's Vater mit Rat und Tat zur Seite und erlebte den Anfang des schrecklichen Krieges mit. „Maeve wird doch niemals den Friedensvertrag unterschreiben. Warum sollte sie dass denn jetzt auf einmal tun? Ich meine sie ist Königin seit...15 Jahren? Bisher sah es nicht so aus als würde sie mehr Einsicht zeigen als ihr Vater.“, antwortete ihm eine zarte Frauenstimme. Die Prinzessin von Kells hielt sich des öfteren bei dem Druiden auf um ihren Königlichen Pflichten zu entgehen. Harfe spielen. Etikette und das für eine Prinzessin richtige Verhalten erlernen. Sie hasste es. Schon immer. Schon als Kind wollte sie viel lieber mit in die Schlacht ziehen anstatt für neue Kleider Modell zu stehen. Ihr Dickkopf hatte sie schon so manches mal in Schwierigkeiten gebracht. „Deirdre, es gibt keinen Zweifel daran, dass sie es dieses mal ernst meint. Vielleicht hat sie den Krieg langsam genauso satt wie wir.“ Die Prinzessin seufzte und lies sich auf einer alten Holztruhe nieder. Als sie plötzlich Stimmen vernahm, sie kamen aus dem Thronsaal. „Entschuldige mich, Deirdre. Es sieht ganz so aus als sei die Königin eingetroffen.“, meinte der Druide, ehe er sich aus der kleinen Kammer entfernte. Es war der Prinzessin nicht gestattet bei solchen Anlässen dabei zu sein, dafür sei sie noch zu jung, zu unerfahren, hieß es. Was sie aber nicht abschreckte zu lauschen. Sie schlich sich an das kleine Fenster der Druidenkammer, von dem aus man in den Thronsaal spähen konnte. Ihr Vater stand vor der langen Tafel, einen Kelch in der Hand, Cathbad an seiner Seite. „Stoßen wir an, mit dem erlesensten Nektar. Nachdem zwischen unseren beiden Königreichen fünfzig Jahre lang Krieg geherrscht hat, können wir endlich auf den Frieden anstoßen.“ „Ein großer Tag, Conchobar!“ Deirdre's Blick schweifte zum Ende der Tafel, an dem die Königin von Temra saß, ebenfalls mit erhobenem Kelch und einem Soldaten an ihrer Seite, den Deirdre nur zu gut kannte. Der Verräter Torc. Einst ein treuer Hauptmann ihres Vaters, bis sich herausstellte, dass er schon seit längerem für Königin Maeve spionierte. Ihre Augen verengten sich. Irgendetwas an dem Anblick von Maeve gefiel ihr nicht. Sie wirkte zu...siegessicher. „Endlich bekommt ein jeder von uns das, was er verdient hat.“, sprach die Königin weiter. „Ja, Königin Maeve. Nach so langer Zeit voller Leid und Elend, mag man es fast nicht glauben.“

Die Prinzessin glaubte es auch nicht. Ihr Gefühl wurde bestätigt, als plötzlich einer der Soldaten völlig außer Atem in den Thronsaal gelaufen kam. „Mein König! Verzeiht die Störung, mein König.“ „Du störst die Feierlichkeiten.“, sagte Conchobar ernst. „Aber, ich habe äußerst wichtige Neuigkeiten. In diesem Augenblick verteidigen eure Soldaten unsere Grenze gegen drei Temra Bataillone. Geplant war ein Überraschungsangriff auf Kells.“
„Das heißt, der Vertrag sollte uns nur ablenken.“, schlussfolgerte der König. Maeve erhob sich von ihrem Stuhl. „Wie ich schon sagte, ich will endlich kriegen, was ich verdiene.“ „Wachen, nehmt die beiden fest!“ Die Wachen zogen ihre Schwerter und wollten dem Befehl des Königs folge leisten, doch Torc schaffte es sich und die Königin geschickt zu verteidigen. „Deine Vorfahren haben uns Kells gestohlen, erwartest du wirklich von mir, dass ich mein Geburtsrecht aufgebe? Ich habe vor, diese ganze Insel zu regieren“ „Wir haben dich aufgehalten und werden es wieder tun.“ „Ganz offensichtlich ist die noch gar nicht klar, welche Macht ich besitze. Nimm dich in Acht, Conchobar, denn das Ende deines Königreiches kommt schneller, viel schneller als du denkst.“, mit diesen Worten verschwanden sie und Torc plötzlich in einer Wolke aus grünem Nebel.

„Zauberei....Mein König, wenn Maeve sich der dunklen Mächte bedient, ist Kells verloren.“, sagte der Druide in unheilvollem Ton. „Ich fürchte ihr habt Recht. Wenn Maeve sich der dunklen Magie verschrieben hat, wird mir nichts anderes übrig bleiben, als mich zu ergeben.“ Ein Raunen ging durch den Thronsaal und auch die Prinzessin konnte nicht glauben, was sie da hörte. Sollte sich ihr Vater tatsächlich nach all den Jahren ergeben wollen?  

***


Deirdre setzte sich wieder auf die alte Truhe und dachte nach, es musste doch irgendeinen Ausweg geben. Schließlich wollte sie doch auch eines Tages das Königreich regieren. Es dauerte nicht lange, bis Cathbad zurück in seine Kammer kam. „Deirdre, du bist ja immer noch hier.“ „Stimmt es wirklich?“, fragte sie besorgt. „Was meinst du?“ „Gibt es für uns gar keine Möglichkeit Maeve zu besiegen?“ Der Druide hob eine Augenbraue und lächelte die Prinzessin an. „Hat dir dein Vater nicht verboten, zu lauschen?“ „Cathbad, bitte...“, flehte sie ihn mit ihren großen blauen Kulleraugen an. Der Druide seufzte. „Es gibt eine alte Schriftrolle, die von dem Ritter Draganta berichtet, der Frieden bringen soll für einhundert Generationen.“ „Worauf warten wir dann noch, lasst uns diesen Ritter finden!“ „Deirdre, das ist nicht so einfach. Ich habe zwar einen Teil der Schriftrolle aber sie ist unvollständig.“ „Und wer hat den anderen Teil?“ „Ich nehme an die kleinen Leute von Tir na nog.“ „Tir na nog? Ihr meint, dieses Reich gibt es wirklich?“
Der Druide lächelte. „Ihr habt noch viel zu lernen, Prinzessin. Das Reich der kleinen Leute liegt im Boyn Valley, dem Land der Feen ringe. Von dort aus so sagt die Legende, findet man den Weg nach Tir na nog.“ Der Druide kramte in einem seiner Regale herum, bis er schließlich das gefunden hatte, was er suchte. Er beäugte die Prinzessin kurz und schmunzelte. „Das hier ist sie, die alte Schriftrolle. Mir ihr im Gepäck könnte man es vielleicht schaffen von dem König der kleinen Leute mehr darüber zu erfahren. Das heißt natürlich es ist reine Theorie, niemand sollte sich in eine solche Gefahr begeben.“
Deirdre kniff die Augen zusammen. War das etwa ein Wink des Druiden?

***


Währenddessen befand sich Königin Maeve zurück in ihrem eigenen Thronsaal, im Königreich Temra. Ein düsterer Ort voller dunkler Magie. Unruhig lief sie auf dem dunklen Steinboden hin und her. „Ich brauche mehr Macht. Conchobar muss sich ergeben.“ „Seit mit dem zufrieden, was ich euch gab, Königin Maeve. Eure Macht reicht bei weitem aus um den Tricks des Druiden stand zu halten.“, sagte eine unheilvolle Stimme. Sie kam von einem kleinen, zerlumpten Mann, der auf einem der schwarzen Tische stand. Direkt neben einem silbernen Kelch. „Lord Mider, ich bin euch natürlich dankbar für die Macht, die ihr mir gegeben habt aber ich fürchte es hat Conchobar nicht besonders beeindruckt.“ „Verärgert mich nicht Maeve.“ „Natürlich nicht, Lord Mider. Feenmeister der Schliefs“ „Schon besser. Seit unbesorgt, Maeve. Kells wird schon bald euch gehören und dann ist es an der Zeit eure Schuld zu begleichen.“ Grüne Flammen flackerten auf und der kleine Mann verschwand.
Maeve atmete einmal tief durch, als sie Schritte hinter sich vernahm. „Habe ich das richtig gehört? Hast du dich tatsächlich mit diesem Gnom zusammengetan? Was will er dafür, dass er dir hilft?“ Die Königin wandte sich um und lächelte. „Rohan... ich dachte du Trainierst mit den Truppen im Schlosshof.“ „Lenk jetzt nicht ab, Mutter.“ Sie seufzte. „Sei unbesorgt, mein Sohn. Mider verhilft mir zu dem Thron von Kells und ich ihm zu dem von Tir na nog.“ „Tir na nog? Bist du von allen guten Geistern verlassen? Der Legende nach verfügen die kleinen Leute über große Macht, wie willst du das denn anstellen?“ „Darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist. Erst einmal müssen wir Kells erobern.“, knurrte sie. „Dann lass mich dir doch helfen. Lass mich endlich zusammen mit den Soldaten in den Krieg ziehen.“ „Dein Mut und dein Ehrgeiz ehrt dich, mein Sohn. Aber ich kann es nicht riskieren, dich zu verlieren.“ Sie berührte zärtlich seine Wange, er wich jedoch zurück. „Mutter, ich bin kein Kind mehr. Ich bin ein Mann. Und als solcher ist es meine Pflicht für mein Königreich zu kämpfen.“
Maeve wandte sich von ihm ab. Jahrelang hatte sie ihn im Schloss regelrecht versteckt. Aus Angst, ihm könnte etwas zustoßen. Aber er hatte Recht. Er war kein Kind mehr. Dann kam ihr eine Idee.
Sie sah zu ihm auf und lächelte. „Wie du möchtest, es gibt tatsächlich etwas, was du für mich tun könntest. Es gibt eine alte Prophezeiung in der von einem mächtigen Ritter die Rede ist. Ich sah in einer Vision, dass Cathbad davon gesprochen hat. Ich gehe davon aus, dass Conchobar versuchen wird, diesen Ritter zu finden. Das darf ihm nicht gelingen. Wir müssen ihn zuerst finden.“
Rohan grinste seine Mutter an. „Was muss ich tun?“

***


Es wurde schon langsam dunkel als sie die Feen ringe erreichte. Große, rundliche Steine die in einer seltsamen Anordnung zueinander einen Kreis bildeten. Cathbad hatte also Recht. Doch wo lag nun Tir na nog? Während sie sie Steine untersuchte, vernahm sie plötzlich ein knacken im Unterholz. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen, als sie schnell auf einen der Bäume kletterte und abwartete. Sie war nicht allein, das konnte sie spüren. Geduldig wartete sie im Geäst und spähte durch die Dunkelheit. Da plötzlich sah sie die Umrisse einer Gestalt direkt unter sich. Er blickte um sich, als würde er etwas suchen. Als sie ihre Chance erkannte, sprang sie hinab und dem Fremden direkt auf den Rücken. Dieser fiel keuchend zu Boden während die Prinzessin ihr Schwert zog und es ihm an die Kehle hielt, noch ehe er sich erheben konnte. „Warum verfolgt ihr mich?“, ihre Augen funkelten bedrohlich während sie langsam begann den Fremden zu begutachten. Er hatte dunkelblondes, gelocktes Haar und die wohl blausten Augen, die sie jemals gesehen hatte. Eine rote Tunika mit goldenem Kettenhemd darüber bedeckte seinen Oberkörper. Deirdre konnte sich nicht erinnern diesen Mann schon einmal gesehen zu haben. „Wer seit ihr?“ „Ist das eure Art mit Fremden umzugehen, Mylady?“, fragte er immer noch keuchend. „Nur mit Fremden, die mir augenscheinlich folgen.“ „Hey bleib mal ruhig, ich wusste nicht einmal, dass hier noch jemand ist.“

Deirdre betrachtete ihn noch kurz ehe sie einen Schritt zurücktrat und ihm gestattete, aufzustehen. Ihr Schwert war jedoch noch immer auf ihn gerichtet. „Wer seit ihr und was sucht ihr hier?“, fragte sie wieder. Der junge Mann rappelte sich auf und klopfte sich den Staub von der Kleidung. „Mein Name ist Rohan und bei Verlaub, Mylady, aber eigentlich sollte ich eher euch Fragen was ihr hier sucht in der Dämmerung ganz allein. Dies ist wahrlich kein Ort für ein junges Mädchen.“ „Ich bin kein Mädchen, ich bin eine Frau und was ich hier zu suchen habe, ist meine Angelegenheit.“

Die Prinzessin wirbelte herum. „Habt ihr das gehört?“ Instinktiv griff nun auch Rohan nach seinem Schwert. Ja da waren eindeutig Geräusche. Im Gebüsch vor ihnen raschelte etwas. Die beiden befanden sich schon in Angriffsstellung als ein junger Mann aus dem Gebüsch hervorkam. Er hatte schwarzes, wirres Haar und sah alles in allem etwas schmuddelig aus – zumindest für den Geschmack der Prinzessin. Sie bemerkte, dass Rohan ihr Schwert gen Boden drückte. „Alles in Ordnung, Mylady. Ich kenne diesen Mann. Angus! Was machst du denn hier?“

Der dunkelhaarige Mann grinste, als er seinen Freund sah. „Rohan! Na endlich hab ich dich gefunden, ich folge dir schon eine ganze Weile aber vor ein paar Stunden hab ich deine Spur verloren.“ Rohan lachte. „Hat dich etwas zu Essen aufgehalten?“ „Man Alter, du kennst mich aber gut.“, grinste Angus, als sein Blick auf die junge Frau fiel. „Alter, ich dachte du begibst dich auf eine Mission und brauchst vielleicht Hilfe, ich wusste ja nicht dass du eine Verabredung hast.“ „Bitte was?“, meinte die Prinzessin geschockt. „Angus, es ist nicht so, wie du denkst. Ich habe sie nur zufällig getroffen...und weiß noch nicht mal ihren Namen.“, Rohan blickte fragend zu der Prinzessin hinüber. Diese seufzte. „Deirdre. So und nun würde ich es begrüßen, wenn ihr wieder eurer Wege gehen könntet, ich habe noch etwas vor.“

„So etwas wie königliche Kelche stehlen, vielleicht?“ Diese Stimme gehörte weder der Prinzessin, noch Angus oder Rohan. Die drei wirbelten herum. Ein fremder kam auf sie zu. Er trug blaue, dem Anschein nach Königliche Gewänder, hatte dunkle Haut und schien nicht von dieser Insel zu sein. Sofort zog Rohan wieder sein Schwert. „Wer seit ihr, Fremder?“ „Prinz Ivar aus einem Land jenseits des Ozeans. Ich bin auf der Suche nach einem Dieb.“ Angus wirkte geschockt. „Und du denkst ICH bin ein Dieb? ICH?“ Rohan wies ihn an, zu Schweigen. „Was wurde dir gestohlen?“ „Ein silberner, mit Edelsteinen besetzter Kelch. Das Wahrzeichen meines Königreichs. Über den Dieb weiß ich nicht viel. Nur, dass er eine Narbe auf der Stirn hat und auf dieser Insel lebt.“ Der Prinz von Temra wurde ein wenig bleich. Ein silberner Kelch? Hatte seine Mutter so einen nicht in ihrem Thronsaal stehen? Konnte es vielleicht sein, dass...? Nein. Niemals.
„Ich weiß nichts von einem Dieb. Da muss ich dich leider enttäuschen.“ „So verzeiht mir die Störung. Bei Verlaub, wer seit ihr und was bringt euch zu so später Stunde in diese gottverlassene Gegend?“, fragte der Prinz als plötzlich die Erde zu Beben begann. „Was ist das?“, brachte die Prinzessin gerade noch hervor, als sich der Boden auch schon öffnete und die vier verschlang.