Das Wichtigste im Leben

von Nelia99
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
02.03.2016
02.03.2016
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Team Hikari! Ein Name der in Schatzstadt mittlerweile in aller Munde war. Der Name eines Teams, welches durch seine Heldentaten und Abenteuer berühmt wurde. Das Team, welches aus zwei Pokémon bestand: Das große und flinke Arkani namens Itsuki und ein kleineres, aber trotzdem nicht zu unterschätzendes Flamara, das den Namen Katja trägt. Die beiden Pokémon saßen am Strand, welcher an Schatzstadt angrenzte und sahen den Wellen zu. Hier hatten sie sich vor drei Jahren kennengelernt. Katja wusste damals nicht, was mit ihr geschehen war. Sie war eigentlich ein Mensch, aber durch irgendetwas war sie zu einem Pokémon geworden, genauer gesagt zu einem Evoli. Als sie am Strand erwachte, war Itsuki bei ihr, er hatte sie gefunden und ihr geholfen. Das war der Anfang ihrer Geschichte und ihrer engen Freundschaft.


Katja hatte die Augen geschlossen und kuschelte sich an den weichen Bauch ihres Freundes. Sie erinnerte sich an all die Abenteuer, die sie zusammen erlebt hatten, daran wie sie zusammen Mitglieder der Knuddeluffgilde wurden, ihren ersten Auftrag, wo sie die Perle von Spoink zurückholen mussten und wie unerfahren sie damals waren. So oft wurden sie aus den Dungeons geschmissen, weil sie einfach noch zu schwach waren, aber jeder neuer Versuch machte sie stärker und brachte sie mehr zusammen. Trotzdem hätte sie nie für möglich gehalten, dass sie mal eine Heldin würde. Itsuki und sie hatten Schatzstadt… Nein, die ganze Pokémonwelt vor dem Untergang bewahrt, als sie dem zwielichtigen Zwirrfinst, aus der Zukunft, das Handwerk gelegt hatten. Aber das Alles waren alte Geschichten und nun nachdem sie die Abschlussprüfung der Gilde mit Bravur gemeistert hatten, war Team Hikari endlich ein offizielles Erkundungsteam. Sie konnten somit selbst entscheiden, was sie tun wollten. Genug Aufträge bekamen sie und es verging kein Tag, an dem sie nicht irgendein Abenteuer erlebten. Da blieben solche ruhigen Momente, wie gerade im Augenblick, leider auf der Strecke.
Katja öffnete die Augen wieder und sah zu Itsuki, welcher den Sonnenuntergang  beobachtete. „Tut gut, mal was Ruhe zu haben, nicht wahr?“, fragte sie und stupste mit ihrer Nase seine Pfote an. „Stimmt.“, brummte dieser abwesend zurück. „Denkst du auch gerade an früher, Itsuki?“ Katja stand auf und trotte um ihn herum. „Hm was? Ach ne, ich dachte daran, was wir heute essen können!“ Katja musste kichern. Das war typisch für Itsuki, verfressen wie eh und je. „He! Lachst du mich etwa aus?“, knurrte Itsuki belustigt. „Nein, ich doch nicht, würde mir nie einfallen!“ Immer noch kichernd, blickte Katja ihm in die Augen und versuchte so unschuldig, wie möglich zu schauen. Doch Itsuki grinste nur und hob seine Pfote, um im nächsten Moment Katja darunter zu begraben. Sie zappelte und biss verspielt in die Pfote, doch das störte Itsuki wenig.
Kurze Zeit später hatten sie sich wieder beruhigt und kuschelten wieder miteinander.
„Sag mal Katja. Hast du eigentlich schon von den Gerüchten gehört? Dass es im Osten eine Höhle gibt wo ein riesiger Schatz sein soll? Das müssen wir uns ansehen! Einziges Problem ist, dass der Schatz von einem riesigen Monster bewacht werden soll. Wenn es stimmt, was die anderen Pokémon sagen.“ Itsuki sah Katja an. Man konnte an seinen Augen ablesen wie gern er diese Höhle erkunden wollte. „Na dann wissen wir wo wir morgen hingehen!“ Sie grinste, stand auf und streckte sich einmal ausgiebig. Die Sonne war bereits untergegangen. „Lass uns nach Hause gehen und schlafen.“ Sie gähnte und ging bereits in Richtung Schatzstadt. Itsuki erhob sich und folgte ihr.

Am nächsten Morgen standen beide vor der besagten Höhle und betrachteten sie von außen. „Eine Wasser Höhle. Dort wird es von Wasserpokémon nur so wimmeln.“ Katja seufzte. Sie waren beide dem Typ Feuer angehörig und hatten somit eine große Schwäche gegenüber Wasserpokémon. Itsuki grinste. „Seit wann bist du denn so ein Feigling, Katja! Ist doch eine schöne Herausforderung! Die hatten wir lang nicht mehr.“ „Da hast du Recht, gut dann los!“ Frohen Mutes gingen sie in die Höhle. Sie war schön anzusehen. An den Decken hingen unzählige Tropfsteine. Durch die wenigen Sonnenstrahlen, welche durch Ritzen in den Wänden und der Decke herein fielen, glänzten und schimmerten die feuchten Steine wie wertvolle Metalle. Erstaunlicherweise kam das Team trotz Typ-Nachteil gut durch die Höhle bis zum tiefsten Punkt. Dieser bestand aus einer größeren Höhle. Itsuki ging vorsichtig näher. „Hm…kein Monster zu sehen…“, meinte er und drehte sich zu Katja um. Hinter ihr stand ein riesiger Schatten, der bedrohlich zu Knurren anfing. Dieser Schatten griff sofort mit seiner Pranke an und Katja wich nur um Zentimeter aus. Erst als das „Monster“ in die Höhle trat, erkannte man, um was es sich handelte. Es war ein Sumpex. Kein Wunder warum alle meinten, hier lebe ein Monster. <<Normalerweise leben Sumpex eher in den Sümpfen, weiter im Norden>>, dachte Katja kurz, ehe sie erneut der Pranke ausweichen musste. Sie wussten, dass ihre Chance zu gewinnen fast Null war. Sumpex war nicht nur vom Typ Wasser, sondern auch vom Typ Boden. Beides war ein klarer Vorteil gegenüber Feuer. Trotzdem versuchten sie es. Katja nutzte ihre schnellere Initiative und biss sich in das Bein des Angreifers. Diesem gefiel das gar nicht und er schleuderte sie mit einer Pfotenbewegung gegen die nächste Mauer. Während Sumpex abgelenkt war, nutzte Itsuki die Gelegenheit und versuchte das Sumpex zu Boden zu Tacklen. Doch auch dieser Angriff war fast wirkungslos. Das Sumpex wurde nun wütend und griff sie mit einer Hydropumpe an, welche die beiden direkt ins Aus katapultierte. Als sie aufwachten, waren sie wieder vor der Höhle. „Hng. Hat super geklappt…“, scherzte Itsuki zerknirscht. „Da sollten wir besser mit einer anderen Tatik rangehen!“ Müde stapften sie zurück zu ihrem Haus. Sie besprachen wie sie am besten vorgehen könnten und schliefen danach kuschelnd ein.

Am nächsten Tag waren sie wieder in der Höhle. Erneut kamen sie ohne große Probleme in den tiefsten Teil, wo Sumpex sie bereits erwartete. Genau wie am gestrigen Tag wachten sie besiegt vor der Höhle auf und gingen wieder nach Hause, um einen neuen Plan zu fassen. Die Tage vergingen. Jeden Tag versuchten sie es erneut, jedes Mal wurden sie besiegt. Doch Aufgeben  war für beide keine Option. Je öfter sie verloren, desto mehr wurde ihr Ehrgeiz geweckt. Der Schatz war ihnen dabei vollkommen egal. Sie wollten sich weiterentwickeln und sie wollten Sumpex taktisch besiegen.

Als sie an einem neuen Tag zum gefühlten, hundertsten Mal vor Sumpex standen, sprach dieses zum ersten Mal. „Ihr seid wirklich zäh. Sagt mir, warum wollt ihr diesen Schatz so unbedingt?“, fragte es. Anhand der Stimme merkte man, dass es weiblich war. „Wir wollen den Schatz nicht. Wir wollen nur die Herausforderung meistern und stärker werden. Eine Tatik finden, selbst einen Typ-Nachteil, zum Vorteil zu machen.“, erklärte Itsuki. „Und es macht uns Spaß, jeden Tag erneut herzukommen und zusammen dieses Abenteuer zu meistern“, ergänzte Katja. Sumpex musterte die Beiden und musste lachen. „Ihr seid mir ja zwei verrückte… So was habe ich noch nie erlebt. Die Meisten geben nach zwei-drei Versuchen auf!“
„Tja wir nicht! Wir sind das Team Hikari! Wir geben niemals auf!“ Man konnte den Stolz in Itsuki´s Stimme nicht überhören. „So, ihr zwei seid also das legendäre Team? Hm…naschön, was sagt ihr dazu: Ich zeige euch den Schatz, wenn ihr niemandem davon erzählt, natürlich. Ihr könnt trotzdem jederzeit gerne wieder kommen, um mich herauszufordern.“ Erwartungsvoll schaute Sumpex auf die zwei Pokémon vor ihr. „Einverstanden! Aber wir schaffen es noch zu gewinnen!“, versprach Itsuki. Sumpex nickte und ging zu einer Wand, die sie mit einem kleinen Schubs weg stieß. Dahinter lag ein dunkler Gang mit einem Licht am Ende. Itsuki und Katja folgten Sumpex durch den Gang ins Licht. Dort angekommen blieben die zwei erstmal erstarrt stehen. Vor ihnen lag eine kleine Grotte, von der aus man das Meer beobachten konnte. Auf dem Landstreifen, der sich in einem Halbkreis um die Grotte herum zog, waren viele kleine Kirschblütenbäume. Von den Bäumen fielen einige Blätter ins Wasser und färbten es auf den ersten Blick leicht rosa. Es war ein wunderschöner Anblick. „Verstehe…dieser Ort ist der Schatz! Deshalb beschützt du ihn auch so sehr, hab ich Recht?“ Itsuki´s Augen strahlten beim Anblick dieser Grotte. Sumpex musste lachen. „Fast…dieser Ort ist nur ein Teil meines Schatzes!“ Sie quakte einmal kurz und das eigentlich ruhige Wasser begann kleine Wellen zu formen. Katja ging näher ran, um etwas erkennen zu können, als bereits drei kleine Gestalten aus dem Wasser sprangen und sie umwarfen. Bei den Gestalten handelte es sich um drei kleine Hydropi´s, die kichernd auf Katja rumkletterten. „Du siehst aber komisch aus!“, nuschelte eines von ihnen. „Spiel mit uns bitte!“ Das zweite stupste Katja an. „Ach so ist das! Du lebst mit deiner Familie hier! Haha und die meisten Pokémon denken, hier ist ein Schatz aus Edelsteinen!“ Itsuki musste lachen. „Das ist ein viel wertvollerer Schatz für mich, als jedes Gold der Welt.“ Sumpex setzte sich ans Wasser und beobachte von dort das Treiben. Als die drei Kinder Itsuki endeckten, ließen sie von Katja ab und stürzten sich auf das Arkani. Katja stand auf und schüttelte sich erstmal das Wasser aus dem Fell. Belustigt sah sie zu, wie Itsuki von den Kindern „eingenommen“ wurde. Ja, sie erinnerte sich an früher. Als sie noch ein Mensch war und als ihre Eltern noch lebten. Damals hatte sie noch nicht gewusst, wie wichtig eine Familie ist. Erst als sie allein war, hatte sie gemerkt, was ihr fehlte. Aber nun war sie hier, in der Pokéwelt. Hier hatte sie Freunde gefunden und mit Itsuki, eine Familie. Jeden Tag durften die beiden zusammen erleben. Einen besseren Schatz kann es nicht geben.
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