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Knight Rider: Who am I?

von KARR
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Michael Knight
01.03.2016
11.04.2016
13
26.914
1
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12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
11.03.2016 2.342
 
Und ich bin wieder da :D derzeit treibt mich die Motivation gut voran x3

Dieses Mal ist das Kapitel ohne Musik entstanden ^-^ (gestaltet sich um halb 3 Uhr morgens auch etwas schwer *hüstel*)


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 Kapitel 4 - Make a decision!


Schmerzlich stöhnend öffnete Kitt die Augen.

Verdammt, wo war er? Und was war passiert?

Es dauerte einen Moment, ehe ihn die Erinnerung wieder einholte - allerdings in Begleitung von pochenden Kopfschmerzen.

Er war mit Junior unterwegs gewesen... Dann war da eine schreiende Frau... und dann wurde alles schwarz.

Kitt versuchte sich etwas zu sammeln, um die Situation zu analysieren. In solchen Situationen war es wirklich von Vorteil, wenn man Pragmatiker war.

Also hießen die Fragen, die ihn in diesem Moment am meisten interessierten: Wo war er hier überhaupt? Und wie war er hier her gekommen? Beziehungsweise: wer hatte ihn hier her gebracht?

Der Raum, in dem er sich befand, war komplett dunkel. Nur leichte Schemen zeichneten sich in der Dunkelheit ab, allerdings reichten sie nicht, um sich daran orientieren zu können. Doch auch der nächste Moment versetze ihm einen geistigen Schlag ins Gesicht, als er merkte, dass er anscheinend an einen Stuhl gefesselt war.

Toll. Ganz toll.

Konzentriert kniff er die Augen ein wenig zusammen, um mehr in seiner Umgebung erkennen zu können, aber die Dunkelheit verschluckte alles. Keine Chance, irgendwas zu erkennen.

Leise entfernte Schritte ließen ihn aufhorchen. War er etwa doch nicht allein?

Plötzlich wurde zu seiner Rechten die Türe aufgerissen, aus der grelles Licht in den Raum flutete und ihn fest die Augen zusammenkneifen ließ. Ein Schalter klickte und mit einem leisen Surren sprangen die Neonröhren in der Halle an.

Kitt musste einige Male blinzeln, um sich an das grelle Licht zu gewöhnen. Für seine Kopfschmerzen war das nicht gerade fördernd...

Eine Tür fiel wieder krachend ins Schloss und die ehemalige KI richtete ihren Blick in Richtung der Türe, wo nun ein sehr großer und kräftig gebauter Mann mit Bürstenschnitt und gekleidet mit einfach Jeans und weißem Muskelshirt stand und ihn hämisch angrinste. Verdammt, war das ein Schrank...

"Endlich wach, Dornröschen?", hallte die tiefe Stimme des Fremden durch die Halle, was Kitt einen Moment verwirrt blinzeln ließ. Dornröschen??

"Was bist du denn für ein Witzbold...", murmelte er, als der Mann näher trat und ihn von oben herab betrachtete. "Was soll das alles hier? Wo bin ich überhaupt?"

"Tja, das kann ich dir leider nicht sagen." Der hoch gebaute Fremde ließ die Knöchel knacken, was Kitt nervös schlucken ließ. "Aber ich zeige dir, was mit Leuten passiert, die sich in Dinge einmischen, die sie nichts angehen..."


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 KITT's POV:

Stille.

Erdrückende Stille umgibt mich.

Was ist passiert? Wo bin ich hier?

Ich versuche auf meine Datenbanken und Funktionen zurück zu greifen, doch irgendwas blockiert meine Befehle an mein System. Ich tippe auf eine Art Störsensor.

Was passiert hier? Was passiert mit mir?

Erneut reagiert keine meiner Funktionen auf meine Befehle. In der aktuellen Situation nicht vorteilhaft, denn um mich herum ist es dunkel. Und ohne meinen Sensoren kann ich nichts sehen.

Doch irgendetwas ist anders. Ich kann noch nicht definieren, was es genau ist, aber es hat sich etwas geändert.

Ein leises Klicken ertönt. Mein Sensor wird von außerhalb wieder aktiviert.

Grelles Licht durchflutet eine Halle, in der ich gerade stehe. Mehrere Personen in weißen Kitteln laufen um mich herum, schreiben Notizen auf ihre Klemmbretter, sprechen aufgeregt miteinander oder stehen hinter einer Reihe von Computern - sieben Bildschirme und Tower an der Zahl.

Dazu drei große Server zu meiner Linken an der Wand stehend. Viele blinkende Lichter und Zahlen zeigen, dass sie sich in vollem Einsatz befinden.

Meine Motorhaube ist weit geöffnet, unzählige Kabel mit meinem Motorraum verbunden. Zwei Personen stehen davor, unterhalten sich ebenfalls, schreiben weitere Notizen.

"Hast du schon versucht die A-342D mit dem Kabelbaum hier zu verbinden?" Die Stimme einer jungen Frau, schwarze Haare, 1,67 Meter groß, richtet sich an ihren männlichen Kollegen, während sie auf etwas in meinem Motorraum deutet.

"Noch nicht, da wir sonst die Systemblockade lösen könnten", rechtfertigt sich ein junger Mann, dunkelblonde Haare, 1,82 Meter groß, gegenüber der Frau und zeigt ihr die Notizen auf seinem schwarzen Klemmbrett, das er in seiner rechten Hand hält. "Und dann haben wir die KI nicht mehr unter Kontrolle."

Die junge Frau lacht kurz schrill auf, richtet sich dann aber wieder an ihren Kollegen. "Meinst du, das wüsste ich nicht bereits? Was hat Dr. Nimson dazu gesagt?"

Dr. Nimson? Der Name sagt mir etwas. Aber mir fehlen weitere Informationen dazu, da meine Datenbank komplett blockiert ist.

"Er wollte sich das Projekt gleich selbst ansehen. Er müsste in wenigen Minuten hier sein." Kurz richtet der junge Mann mit dunkelblondem Haar seinen Blick auf seine schwarze Armbanduhr und wie auf ein unsichtbares Zeichen hin betritt ein weiterer Mann die Halle.

Alleine seine Präsenz lässt alle anwesenden kurz an ihrer Stelle verharren und zu ihm sehen. Der etwas in die Jahre gekommene Mann - meiner Meinung nach geschätzt zwischen 60 und 65 Jahren - kommt gezielt auf die zwei Individuen vor mir zu und befragt sie zu irgendwelchen Ergebnissen. Dazu blättert er auf dem schwarzen Klemmbrett des jungen Mannes - dessen Name Alexander McFlare ist, wie ich nun aufgeschnappt habe - hin und her, um die Statistiken zu begutachten.

"Gab es irgendwelche Komplikationen?"

"Negativ. Alles lief wie geplant. Ob es auch wirklich funktioniert wissen wir erst nach einigen Tests." Grinsend drückt Dr. Nimson dem jungen McFlare das Klemmbrett zurück in die Hand.

"Sie wissen, was ich von Tests halte. Ich bin eher der direkte und Praxis bezogene Typ." Er steckt seine Hände in die Kitteltaschen, nachdem er kurz seine gestelllose Brille zurecht gerückt hat. "Aktivieren Sie das Sprachausgabesystem." Die junge Dame eilte zu einem der Bildschirme und tippt etwas ein, während der Doktor sich mir zuwendet. "Mal sehen, was er uns zu erzählen hat."

Es dauert einen Moment, aber dann merke ich, wie meine Sprachausgabe wieder aktiviert, beziehungsweise frei gegeben wird. Gespannte Blicke der Anwesenden sind auf mich gerichtet, als Dr. Nimson seine volle Aufmerksamkeit nun auf mich richtet.

"Hallo KITT. Wie geht es dir?"

"Hallo Doktor Nimson. Mir geht es gut, danke der Nachfrage", hallt meine ruhige Stimme durch die Halle und aufgeregtes Gemurmel geht durch die hier anwesenden Leute, als sie mich sprechen hören. Anscheinend sind sie mit so etwas fortschrittlichem wie mir selten oder noch nie konfrontiert worden...

"Weißt du, wo du dich hier befindest?" Geht die Fragestellung weiter und wieder antworte ich wahrheitsgemäß.

"Bedaure. Ich bin etwas verwirrt, weil nicht alle meine Funktionen einsatzbereit sind." Leise lachend schüttelt der Doktor den Kopf.

"Dazu kommen wir gleich, das ist nur eine reine Vorsichtsmaßnahme." Dr. Nimson geht zu einem der Tische und zieht dort einen Stuhl vor mich, auf den er sich rücklings setzt. Seine Vorderseite ist mir immer noch zugewandt, während er sich mit den Armen über der Rückenlehne abstützt. Allerdings scheint es ihn etwas zu stören, dass er keine volle Sicht auf mich hat, da meine Motorhaube ja immer noch geöffnet ist. Er deutet einigen seiner Assistenten an, ein paar Kabel zu entfernen und die Motorhaube zu schließen, soweit dies eben möglich ist. Ein dickes, schwarzes Kabel bleibt mit meinem Motorinnenraum verbunden, sodass die Haube noch einen Spalt geöffnet bleibt. Und so, wie es sich anfühlt, ist dies genau das Kabel, was all meine Befehle zu meinem Hauptsystem unterbindet. Trotzdem überprüfe ich, welche Funktionen ich nutzen kann. Es sind nicht viele, aber es ist ein Anfang.

"So ist es doch angenehmer, oder?", fragend hebt der Professor eine Augenbraue, doch ich entziehe mich einer Antwort, was ihn aber nicht weiter zu stören scheint.

"Weißt du, warum du hier bist?"

"Nein, Doktor Nimson. Aber ich hoffe doch, dass Sie mir diese Frage beantworten können." Ein weiteres leises Lachen seinerseits, bevor er fortfährt.

"Du bist ein absolutes Wunderwerk der Technik, KITT. Du bist die Vollendung dessen, was sich viele Wissenschaftler nicht mal zu träumen wagen! Und doch stehst du hier vor mir." Seine Stimme zittert leicht vor Aufregung und Begeisterung, während seine Augen mich stolz betrachten.

Das ich etwas besonderes bin, das weiß ich auch so.

Über mein nun teils frei gegebenes System versuche ich das SDP (Selbstdiagnoseprogramm) zum Laufen zu bringen. Es dauert einen Moment, aber es funktioniert. Meine Daten teilen mir kurz darauf mit, dass alle Systeme einwandfrei funktionieren.

Allerdings macht mich eine zusätzliche Rückmeldung eines anscheinend neu eingebauten Teils etwas stutzig. Was es ist, kann ich nicht genau definieren, aber es ist mit sämtlichen Hauptfunktionen sowie meinem CPU gekoppelt.

"Danke für Ihr Kompliment", ertönt meine monotone Stimme erneut. "Trotzdem haben Sie ihre gestellte Frage immer noch nicht beantwortet. Warum bin ich hier? Was haben sie mit mir gemacht?"

"Ich habe dir eine  Wahl gegeben", ehrfürchtig sieht der Doktor mich an. "Ich habe dir die Möglichkeit geben, dich zu  entscheiden."

Entscheiden? Für was soll ich mich entscheiden? Und was meint er mit "ich habe eine Wahl"?

"Ich verstehe nicht ganz, was Sie meinen, Doktor Nimson", ertönte meine Stimme ein weiteres Mal in dieser großen Halle. "Was habe ich für eine Wahl? Immerhin halten Sie mich hier fest."

"Es wird anscheinend noch etwas dauern..." Nachdenklich runzelt der alte Mann die Stirn. "Aber ich verspreche dir: Du wirst dich nie besser gefühlt haben."

"Was meinen Sie damit?" Der Mann redet nur - wie die Menschen es ausdrücken - um den heißen Brei herum. Und das geht mir langsam wirklich auf den Kranz... "Können Sie sich konkreter ausdrücken?"

"Das wirst du noch früh genug erfahren."

Eine kleine Welle von undefinierbaren Informationen und Befehlen erreichen meinen CPU und einen Moment spüre ich sowas wie... Verärgerung? Doch so schnell wie der Befehl gekommen ist, ist er auch wieder verschwunden und Verwirrung nimmt seinen Platz ein. Was ist denn jetzt los? Das ist sehr eigenartig...

"Weißt du KITT, was mit jemandem passiert, der zu viele Fragen stellt?" Seine Stimme wird plötzlich eisig und mit einem Kopfnicken deutet er einem der Männer, die etwas abseits eine Tür bewachen an, etwas an, worauf dieser in dem Raum verschwindet, den er gerade bewacht hat.

Kurz darauf öffnet sich die Türe wieder und der stämmige Mann zerrt einen schwarzhaarigen jüngeren Mann mit sich, der alles andere als gesund aussieht. Kitt!

Während dieser in unsere Richtung geschliffen wird, steht Dr. Nimson von seinem Stuhl auf und dreht diesen wieder so um, dass Kitt darauf gesetzt wird und mir zugewandt ist. Da einige meiner Funktionen nun wieder frei gegeben sind, führe ich einen Bio-Scan durch. Und was ich dort sehe, gefällt mir gar nicht: Eine schwere Gehirnerschütterung, Hämatome neben dem linken Auge und an der Wange, drei geprellte Rippen links, eine gebrochene rechts. Ein Wunder, dass seine inneren Organe keinen Schaden erlitten haben. Ich tippe stark auf eine handliche Auseinandersetzung.

"KITT, sag ihnen nichts!", presst er auf dem Stuhl zwischen zusammen gebissenen Zähnen hervor, was nur dazu führt, dass der stämmige Mann seine Faust mit Schwung in seine Magengegend rammt, was den jungen Mann sich vor Schmerzen zusammen krümmen lässt.

"Nicht in den Solar Plexus...", ächzt er hustend, ehe er an den Haaren wieder in eine aufrechte Position gezogen wird. Mein Scan ergibt, dass dieser Schlag zu einer Verletzung in der Magengegend geführt hat. Was sich auch kurz später zeigt, als Kitt nochmals heftig hustet und sich das Blut aus dem Mundwinkel wischt.

"Warum tun sie das, Doktor?" Ich verstehe den Sinn hinter dieser Tat immer noch nicht! "Ich muss Kitt in ein Krankenhaus bringen, oder er wird verbluten."

"So, musst du das?", stellt mir der Doktor die Gegenfrage, was mich noch mehr verwirrt. Was soll diese Befragung bezwecken?

Doch langsam dämmert es mir... Wo ist der alarmierende Befehl, wenn sich ein Mensch in Lebensgefahr befindet? Wo bleibt der zwingende Ausführungsbefehl meines Hauptrechners?

"Verstehst du es immer noch nicht, du blöder Haufen Metallschrott??", raunzt mich der Wächter an.
Eine weitere Welle des neu eingebauten Teils erfasst mich unerwartet wie ein Schlag.

"Wie haben Sie mich gerade genannt?", frage ich mit einem lauernden Unterton in meiner Stimme.
Ein breites Grinsen erscheint daraufhin auf dem Gesicht des Doktors.

"Wie fühlst du dich nun, KITT?" Er verschränkt die Arme hinter dem Rücken und geht an meiner rechten Seite entlang, sein Blick weiterhin auf mich gerichtet. "Hast du Angst? Bist du verwirrt? Oder bist du sogar... wütend?"

"Ich bin eine künstliche Intelligenz, erbaut von Knight Industries, und ich besitze keine Gefühle."

"Ach, ist das so?" Er umrundet mich, bleibt bei einem der Bildschirme stehen, um dort einen Befehl einzugeben. Etwas abseits von uns öffnet sich ein großes Tor, was nach draußen führt. Gleichzeitig kommen zwei der Assistenten zu mir und entfernen das letzte Kabel aus meinem Motorraum, was meine Funktionen und Systeme nun vollständig frei gibt. Mit einem heulen starte ich meinen V8-Motor, mein Ziel ist das offene Tor. Doch weg kann ich nicht, da Kitt immer noch vor mir sitzt und sich vor Schmerzen krümmt. Seine Herzfrequenz wird immer langsamer, er wird gleich ohnmächtig.

"Nun liegt es an dir, KITT." Der Doktor bleibt hinter den Computerbildschirmen stehen. "Wirst du zur Foundation zurück kehren, wo du nur als Mittel zum Zweck genutzt wirst?" Er pausiert kurz, ehe er fortfährt.

"Oder wirst du deinen eigenen Weg wählen?"


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Sou, das war's schon wieder von mir xD nun sind wir endlich bei der eigentlichen Haupthandlung der Story angekommen ^-^ Ich hab keine Ahnung, wie sich das weiter entwickeln wird ^^° xD Bin selbst schon mega gespannt :3 *noch sehr sehr viele Ideen hat*

Und sorry, dass ich Kitt so verhauen hab x.x ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht allzu übel...
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