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Knight Rider: Who am I?

von KARR
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16 / Gen
Michael Knight
01.03.2016
11.04.2016
13
26.914
1
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
03.03.2016 1.757
 
Jo, da kommt gleich noch ein Kapitel nach :3 bin momentan voll motiviert x3

Ich weiß, dass mein Schreibstil noch etwas... oberflächlich ist, aber naja... ich bemühe mich, dass sich das bessert ^^°

Zu Kitt: Kitt ist in dieser Story ein MENSCH ^^ um Missverständnisse vorzubeugen. Das ist übrigens aus Ranjas Mist gewachsen xDDD aber ich fand es passend <3

Gehörte Musik: Linkin Park - Castle of glas

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 Kapitel 2 - Castle of gas

60378 California 168, Lakeshore, CA 93634, USA 


Die Sonne ging gerade über dem Huntington Lake auf und Michael öffnete die gläserne Schiebetüre, um auf die Veranda zu treten. Vorsorglich verschloss er die Türe hinter sich wieder und trank genüsslich einen Schluck heißen, frisch gebrühten Kaffee aus seiner Tasse, die er in der rechten Hand hielt. Ein weiterer ruhiger Morgen und es versprach auch vom Wetter her ein sehr schöner Tag zu werden.

Ein leises Winseln ließ ihn wieder zur Türe sehen, wo ein Husky saß und ihn mit schief gelegtem Kopf anschaute. Seufzend öffnete er die Türe nochmals und der Hund flitzte über die Veranda hinunter zum Bach, der an das Grundstück angrenzte, um dort sein Geschäft zu verrichten. Wenigstens war das Tier stubenrein...

Nachdem der Husky wieder hinauf Richtung Veranda kam, blieb er plötzlich stehen und schaute mit gespitzten Ohren in die Richtung der Straße, die zum Haus führte.

Michael konnte zuerst nichts erkennen, doch nach und nach hörte er ein Motorengeräusch durch das Gezwitscher der Vögel. Der Hund legte die Ohren an und begann nervös zu Knurren und zu Bellen. Der Ex-Cop stellte seine Kaffee Tasse beiseite und ging zum Treppenabsatz vor der Eingangstüre, um zu sehen, wer ihn um diese Uhrzeit besuchen wollte. Immerhin erwartete er eigentlich keinen Besuch. Mit einem Pfiff seinerseits hörte der Hund auf zu Bellen und kam zu ihm zurück gelaufen.

Nur kurze Zeit später glänzte ihm die schwarze Karosserie eines Pick-Ups entgegen, der vor seinem Haus stehen blieb. Verdutzt starrte er auf das Fahrzeug vor sich, doch dann fiel ihm der rote Scanner ins Auge.

"Guten Morgen, Mr. Knight.", ertönte die Stimme der KI im Pick-Up über den Lautsprecher.

"Guten Morgen, KITT...", entgegnete er skeptisch und verschränkte die Arme. "Kann ich etwas für dich tun?" Die Scheiben waren abgedunkelt. Daher konnte er nicht sagen, ob jemand im Inneren des Autos saß, aber da KITT selbst sprach, hielt sich wahrscheinlich kein Fahrer in der Fahrzeugkabine auf.

Was wollte die Fondation nun schon wieder von ihm? Hatte er seinen Standpunkt vor Jahren nicht schon klipp und klar gesagt?

"Allerdings, Mr. Knight.", fuhr KITT fort und kam auch gleich auf den Punkt, warum er hier war. "Wäre Kitt zu sprechen?" Verblüfft hob Michael eine Augenbraue.

"Warum willst du ihn sprechen?", kam seinerseits die misstrauische Gegenfrage und er streichelte dem nervös grummelnden Husky, der sich neben ihn gesetzt hatte, über den Kopf, um ihn zu beruhigen.

"Ich habe ein persönliches Anliegen." So genau wollte KITT Michael nicht sagen, warum er hier war, aber seine Aussage war ja auch nicht gelogen. Nur eben nicht die ganze Wahrheit.

"Und das da wäre?" Irgendetwas war hier doch faul. Gewaltig faul, wenn Michael nach seinem Instinkt ging. Die Jahre , in denen er als Cop gearbeitet hatte, machten sich doch irgendwo bezahlt.

"Das würde ich gerne mit Kitt persönlich besprechen." KITT wusste, dass der andere Kitt da war, dies konnte Michael nicht vor ihm verbergen.

"Na wenn's denn sein muss...", gab der Cop nach kurzem Zögern nach. Kitt konnte immerhin selbst entscheiden, ob er mit dem anderen KITT sprechen wollte oder nicht. Er verschwand kurz im Inneren des Hauses, um Kitt aufzusuchen. Dieser lag langgestreckt auf der Couch und las gerade ein Buch.

"Kitt, draußen ist Besuch für dich." Verwundert sah der Angesprochene von seinem Buch auf.

"Für mich? Wer sollte mich Besuchen?", fragte er etwas verwirrt, legte das Buch aber erstmal zur Seite.

"Dein Nachfolger steht vor der Tür und wünscht ein persönliches Gespräch mit dir." Michael deutete mit dem Daumen auf die Haustür. Kitt überlegte kurz.

"Hat er gesagt, warum er gerade mich sprechen will?" Michael schüttelte verneinend den Kopf.

"Mir wollte er es nicht sagen." Kitt sah Michael an, dass ihm bei dem Gedanken äußerst unwohl war. Aber ihm selbst erging es gerade genauso. Vielleicht sollte er sich anhören, was KITT zu sagen hatte. Es musste ja schließlich einen guten Grund geben, warum er den ganzen Weg hier her fuhr, nur um mit ihm persönlich zu sprechen, anstatt einfach anzurufen. Die Nummer hätte er schnell heraus gefunden.

"Geben Sie mir einen Moment, Michael. Ich werde sofort mit ihm sprechen." Die ehemalige KI stand von der bequemen Couch auf und verschwand kurz in Richtung seines Zimmers. Die Jalousien im Zimmer waren noch immer geschlossen und vorsichtig lugte er durch einen Spalt nach draußen, wo das Auto stand. Der Scanner bewegte sich gleichmäßig von einer zur anderen Seite und es war sonst niemand zu sehen. Was wollte KITT ausgerechnet von ihm?

Er schlüpfte schnell in ein frisches schwarzes Shirt und schnappte sich die Lederjacke, die eigentlich mal Michael gehört hatte. An ihr hingen viele alte Erinnerungen von vergangenen Zeiten und damals, als er zu einem Mensch geworden war, hatte Michael ihn nach einem längeren Gespräch doch bei sich aufgenommen. Und als er sich umgezogen hatte, war ihm diese Jacke ins Auge gefallen. Seit damals hatte er sie nicht mehr hergegeben.

Noch ein kurzer Blick in den Spiegel - so viel Zeit musste sein - um seine Haare ein wenig zu ordnen. Die Eitelkeit würde wohl immer ein Teil von ihm bleiben.

Seine Schritte führten ihn nun Richtung Ausgang, wo er sich schnell die Schuhe anzog und Michael dann nochmals kurz zunickte.

"Pass auf dich auf, Kumpel."

Ein Grinsen seitens Kitt. "Tu ich doch immer, Michael." Er schloss die Haustüre hinter sich und trat nun vor KITT.

"Kitt, schön, dass Sie da sind." Die Fahrertüre öffnete sich von selbst. "Bitte steigen Sie ein. Ich würde gerne mit ihnen über ein persönliches Anliegen sprechen. Besser gesagt: ich benötige ihren Rat." Kitt ging mit etwas zögerlichen Schritten zur offenen Fahrertüre, um ins Innere des Mustangs zu sehen. Da kam ihm etwas in den Sinn...

"Ich begleite dich, wenn ich fahren darf." Gespannt wartete er auf die Antwort der jungen KI.

"...wenn es denn sein muss."

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"Lass mich das nochmal wiederholen...", begann Kitt, nachdem Junior - auf den Namen hatten sie sich zwischenzeitlich geeinigt, damit es keine Verwechslungen mehr gab. Und damit es auch nicht so verwirrend war... - die Geschichte, die ihm gerade erzählt wurde, wiederzugeben.

"Die Leute des SSC schubsen dich nur rum und dir geht das gegen den Strich. Deswegen bist du abgehauen und zu mir gefahren, um meinen Rat dazu zu hören?"

"Korrekt.", stimmte Junior zu, während sie in zügigem Tempo über die Huntington Lake Road Richtung Süden fuhren. Kitt konnte sich schon denken, dass die Leute im SSC schon nach Junior suchten.

"Kitt?"

"Ja Junior?"

"Wie ist es, eine Familie zu haben?" Etwas überrascht von dieser Frage sah die ehemalige KI zuerst auf die blaue Glaskuppel und dann zurück auf die Straße.

"Du kannst doch im Internet Informationen abrufen."

"Ich weiß, aber das ist nicht das, was ich gemeint habe." Kitt verstand immer noch nicht ganz, doch Junior erklärte sich auch gleich darauf. "Wie fühlt es sich an, Leute um sich zu haben, die sich um einen kümmern? Wie ist es, jemanden bei sich zu haben, der sich um einen sorgt, wenn man in Gefahr ist oder einfach mal Hilfe braucht?" Kitt war von Juniors Frage gerade etwas baff. Wie kam eine künstliche Intelligenz auf sowas?

"Nun, ich weiß gar nicht, wie ich das verständlich erklären soll...", nervös lachend rieb sich Kitt kurz den Hinterkopf und überlegte. Selbst damals, als er noch ein Auto gewesen war, wurde er wie ein Familienmitglied behandelt. Bonnie behandelte ihn heute noch wie ihren Sohn...

"Weißt du... es ist, als wäre man angekommen."

"Wo angekommen?"

"...Zuhause." Ein leichtes Lächeln erschien auf Kitts Gesicht. "Es ist völlig egal, wo du in er Weltgeschichte unterwegs bist oder was du gemacht oder verbrochen hast: Deine Familie steht immer hinter dir und gibt dir das Gefühl, dass du nicht alleine bist. Dass du nichts alleine schaffen musst."

"..."

"Auch, wenn Mike, Sarah und die anderen es manchmal etwas fordernd und ruppig formulieren, bin ich mir sicher, dass sie sich gerade große Sorgen um dich machen. Vor allem Sarah." Die Landschaft raste an ihnen vorbei und Kitt genoss das Gefühl der Schnelligkeit.

Junior grübelte immer noch vor sich hin.

"Mach dir nicht so viele Gedanken." Kitt sah bog in die nächste Straße ab und folgte dieser weiter. "Sprich sie einfach mal darauf an. Sei direkt. Dann weißt du auch, wie sie zu dir stehen." Einen anderen Ratschlag wusste er für die junge KI auch nicht. Wenn er daran zurück dachte, die überfordert er am Anfang in seinem menschlichen Körper war. Es war mehr als erschlagend gewesen...

Aber umso faszinierender fand er es, dass Junior anscheinend wirklich anfing Gefühle zu entwickeln. Immerhin war dieser immer noch ein Computer, eine künstliche Intelligenz. Und als solche konnte er eigentlich keine Gefühle besitzen. Sicher konnten sie die Gefühlsmuster herausfinden und diese imitieren, aber ob das wirklich das gleiche war?

Nach einer Weile des Schweigens fiel ihm noch etwas anderes ein.

"Junior?"

"Ja, Kitt?"

"Ich habe da letztens noch was gehört...", ein Grinsen schlich sich auf Kitts Gesicht, als er daran dachte, was Michael ihm vor einer Weile schon erzählt hatte.

"Und das wäre?"

"Ich habe gehört, du kreischt wie ein Mädchen?"

"..." Unerwartet legte der schwarze Mustang eine Vollbremsung hin, was Kitt einmal heftig in den Gurt drückte. Mit leicht schmerzlich verzogenem Gesicht rieb er sich die Stelle, wo ihn der Gurt am Hals etwas eingedrückt hatte. Vielleicht sollte er sich solche Aussagen das nächste Mal unterlassen...

"Du bist echt schnell eingeschnappt, kann das sein?"

"..."

"Ich fasse das mal als ein Ja auf."

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Sou, das war's schon wieder. Irgendwie sind die Kapitel immer so kurz x.x scheiß Cliffhanger...

Über Kommis und Kekse freu ich mich immer :D
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