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Die Farben der Welt - Outtakes

von KaraFrost
GeschichteHumor, Parodie / P12 / Gen
OC (Own Character)
29.02.2016
27.06.2019
10
15.153
8
Alle Kapitel
33 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
29.02.2016 956
 
„Ich protestiere aufs Schärfste!“
    Beths Augen sprühen Funken, als sie mit vor der Brust verschränkten Armen vor meinem Bett steht, ungeduldig von einem Fuß auf den anderen springt und sich nicht im mindesten dafür interessiert, dass es draußen noch stockdunkel ist.
    Während ich also müde blinzelnd zu der jungen Frau mit den ausgesprochen hübschen Zöpfen aufsehe, muss ich mich einmal mehr fragen, was mit mir nicht stimmt. Zum einen, weil ich eine fiktive Figur vor meinem Bett stehen sehe, aber vorranging deshalb, weil ich, statt meinen Kopf gegen das Bettende zu schlagen um friedlich weiterzuschlafen, sie frage: „Wogegen?“
    Zur Antwort greift Elisabeth Cook in die Tasche ihres glitzernden Paillettenrocks und hält mir ein viel zu grell leuchtendes Smartphone ins Gesicht.
    Während ich instinktiv die Augen zusammenkneife, faucht sie: „Du musst augenblicklich dafür sorgen, dass Ethan weniger beliebt ist!“
    Das Knurren, welches ich entgegne, deutet die Protokollantin offensichtlich als: „Und wie kommst du zu dieser reizenden Forderung?“, also liest sie deutlich hörbar verschnupft vom Handymonitor vor: „Mysticdreamer schreibt: ‚Keiner will ein Stein sein, Süßer.‘ ‚Süßer‘! Damit meint sie Ethan!“
    Sie scrollt weiter hinab.
    „Oder hier, von Marinia: ‚Ich finde Eth in dem Kapitel echt schön‘ und diese blöde Astrid Elena Zoey schreibt: ‚Ethan wächst mir immer mehr ans Herz.‘ Das ist unentschuldbar!“
    Ich wäge nun doch die Bettkante als Schlaftrunk ab. Oder ich sollte gleich den Sprung aus dem Fenster wagen, nur hätte ich dafür leider an Beth vorbei gemusst und darauf verzichte ich dankend.
    Also presse ich den Kopf in mein Kissen und grummele: „Sag. Einfach. Was. Du. Willst.“
    Warmer Atem schlägt gegen mein Ohr, als sich das Mädchen zu mir hinab beugt.
    „Mach jemand anderen zum Protagonisten dieser Geschichte. Wenn es weiter Ethan bleibt, fliegen ihm die Frauen nur so nach und dann kann ich für nichts garantieren, haben wir uns verstanden?“
    Mein nach oben gereckter Daumen scheint ihr überraschenderweise als Antwort  zu genügen und als ich keine Sekunde später in tiefen Schlaf sinke, war Beth bereits wieder verschwunden.
    Nichts desto trotz beginne ich am nächsten Tag sofort damit, mein Versprechen einzuhalten.



Die Farben der Welt.
1. Kapitel – Prolog
„Bunte Welt“


    Die Welt ist wundervoll. Und das ist weder gut noch schlecht, es ist sogar atemberaubend bezaubernd!
    Mein Name ist Mary-Sue Smith, ich bin sechzehn Jahre alt und total normal. Wenn ich total normal sage, meine ich eigentlich, dass ich unglaublich intelligent und verschlagen bin, einen richtig guten Humor habe, sehr geheimnisvoll bin und so fantastisch aussehe, dass mir die Jungs reihenweise zu Füßen liegen.
    Während alle um mich herum total normal aussehen und viel zu durchschnittlich sind, steche ich stets aus der grauen Masse heraus. Mein Haar sieht aus wie gesponnenes Gold, es fällt in goldenen Wellen bis zu meinen Knöcheln hinab und ist mit allerlei Muscheln und hübschen Schleifen durchflochten und meine Augen leuchten wie der sternenbesetzte Himmel. Meine Lippen sind wie die Knospe einer frischen, bald blühenden Rose und meine Haut ist so rein und glatt wie die einen Neugeborenen.
    Kurzum, ich sehe verboten gut aus.
    Ich lebe in London, zusammen mit meiner süßen Schwester Erica und meinen lieben Eltern Carol und John Smith. Ich und mein Papa verstehen uns besonders gut. Während er sich auf der Arbeit dafür einsetzt, ein Mittel zur Heilung von armen, kranken Menschen zu entwickeln, sorgt er zuhause immer dafür, dass meine Schwester und ich es so gut wie möglich haben. Er hat sogar versprochen, für uns sowohl spätere Ehemänner, als auch Berufe auszusuchen, damit wir uns gar keine Sorgen um unsere Zukunft machen müssen.
    In der Schule muss ich sowieso nicht aufpassen, da ich generell alles hinbekomme, was man uns dort an Aufgaben stellt. Auch heute, als ich mich auf meinen Platz setze und das Mathebuch hervor hole, weiß ich genau, dass ich wie immer alle meine Mitschüler mit meiner unglaublichen Genialität beeindrucken und in den Schatten stellen werde.
    Doch als ich erwartungsvoll den Lehrer anstarre, nachdem die Klingel ertönt, macht er keine Anstalten, die Stunde einzuläuten. Stattdessen wendet er sich zur Tür und sagt: „Komm herein.“
    Keine Sekunde später spaziert ein lustig aussehendes Mädchen in den Raum. Mit ihren feuerroten Haaren und den tiefgrünen Augen scheint sie jedem Anwesenden bis tief in die Seele hinabsehen zu können.
    Sofort wird mir bewusst, dass das der Anfang einer spannenden Geschichte, voller Intrigen, Grausamkeiten, Mord und Krieg sein könnte und als die Augen des Mädchens auf die meinigen treffen, lächle ich sie erwartungsvoll an un-




    „NEIN!“
    Als ich in dieser Nacht aus dem Schlaf schrecke, spüre ich warme Hände, die sich fest um meinen Hals schließen und blicke direkt in dunkelgrüne Augen, die wütend Funken sprühen.
    Mave McCally hockt über mir auf meinem Bett und knurrt mit gefährlich klingender Stimme: „Wenn. Du. Das. Wagst. Bring. Ich. Dich. Um. Ich ertrage eine ganze Menge, glaub mir. Ich habe alles ausgehalten, was du mir vorgesetzt hast. Diesen elenden Faulpelz Collins! Ethan, die alte Trantüte. Opa Rose, der den lieben langen Tag nichts anderes zu tun hat, als mich zu kritisieren, ich halte sogar das Prinzesschen aus, aber WENN DU ES WAGST, MIR EINE MARY-SUE AUF DEN HALS ZU HETZEN, DANN HAT DEIN LETZTES STÜNDCHEN GESCHLAGEN!“
    Und das war die Geschichte von Mary-Sue Smith.
    Die wir, insofern ich auch nur ein Stück an meinem Leben hänge, nie wieder sehen werden.





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Die liebe HathorCat hat es sich ja schon sehr, sehr lang gewünscht:
*räusper*
Die Outtakes sind endlich dahaaaa *flöt*

Die einzelnen Kapitel stehen zu größten Teilen überhaupt in gar keinem Zusammenhang.
Falls jemand Ideen für irgendeinen Murks hat, der schreibt es mir doch bitte einfach. Einiges hab ich noch auf Lager, wie schon in der Kurzbeschreibung steht: Die Updates erscheinen absolut unregelmäßig, immer dann, wenn ich gerade Lust habe, etwas in der Richtung zu schreiben.

GGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGLG Kara
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