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Flying

von Neco117
KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
Nathan Petrelli Peter Petrelli
29.02.2016
29.02.2016
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Heroes gehört leider nicht mir und ich verdiene hiermit auch kein Geld. Dies ist nur ein kleiner, trauriger Petrellicest OS, den meine sehr unregelmäßige Muse mal wieder ausgespuckt hat…
Aber die Story, die gehört mir ;)

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Es war das Gefühl einer verpassten Chance, die Peter fast in den Wahnsinn trieb - mal abgesehen von der Trauer und dem bohrenden Schmerz natürlich. Er hatte ihm noch so viel sagen wollen, so vieles mit ihm machen wollen, aber dank dem alles und jeden mordendem Psychopathen Sylar und der verzweifelten Tat seiner Mutter war ihm das nun nicht mehr möglich. Die grandiose Idee von Angela Petrelli und Matts Ausführung hatten nur bewirkt, dass sich der Abschied gnadenlos verlängerte, den Schmerz ins Unermessliche steigerte.


Peter weinte nicht mehr, starrte in die dunkle Nacht hinaus. Er saß immer noch auf dem Dach. Auf ihrem Dach, korrigierte er sich. Sie waren oft hier oben gewesen, angefangen mit seinen ersten Flugversuchen. Damals wusste er noch nicht, dass er nur in Nathans Nähe fliegen konnte. Ein verzweifeltes Lächeln kroch in seine Mundwinkel. Nathan hatte ihn aufgefangen und war mit ihm zusammen geflogen. Er hatte an ihn geglaubt, hatte ihm gesagt, dass er mit seiner Gabe Gutes tun könne. Das Fliegen, wie sehr er es doch vermisste. Oh Gott, wie sehr er es vermisste mit Nathan zu fliegen. Er würde nur zu gerne diese Erinnerung noch einmal erleben, sie in das hier und jetzt zurückholen und den Wind spüren, Nathans starke Präsenz neben ihm, das unbeschreiblich wunderbare Gefühl der Schwerelosigkeit.


Schließlich rang er sich dazu durch Claire anzurufen, sie war die einzige mit der er jetzt überhaupt reden konnte. Er wollte fliegen, wollte Nathan noch ein letztes Mal nahe sein. Peter erinnerte sich wage an einen Freund von Claire, der die gleiche Fähigkeit besaß wie sein Bruder. West, hieß er, wie Claire ihn erinnerte. Claire verstand ihn besser als jeder andere, sie wusste von seinen verbotenen und tief vergrabenen Gefühlen für seinen Bruder. Obwohl Peter diese im hintersten Winkel seines Herzens eingeschlossen hatte, brachen sie manchmal an die Oberfläche.

 
Seine Gedanken wurden unterbrochen, als ein Junge mit dunklen, verstrubbelten Haaren um die Hausecke geflogen kam. West landete geübt am Rand des Daches und kam unsicheren Schrittes auf ihn zu. Ohne Worte sah Peter ihm in die dunklen, von Mitleid getrübten Augen. Er wollte kein Mitleid, er wollte bloß seine Fähigkeit aufnehmen, wollte nur fliegen. Er streckte seinen Arm aus, er wog schwer, schwerer als er dachte, und berührte West leicht an der Schulter. Schon spürte er, wie die neue Kraft ihn durchdrang, ihm das Gefühl der Schwerelosigkeit vermittelte. Dankend nickte er West zu und dieser verstand, wendete sich wortlos um und ging zur Dachkante. Peter sah ihm nach, wie er sich abstieß und rasch immer kleiner wurde.


Er ließ sich von der neuen und doch so bekannten Kraft durchströmen, fühlte sie in jedem Winkel seines ausgebrannten Körpers. Schließlich spürte er, wie der Boden unter seinen Füßen verschwand. Er öffnete seine Augen, sah die hell erleuchtete und glitzernde Stadt unter sich und fühlte den Wind in seinem Gesicht. Er flog ruhig, stand schon fast in der Luft und betrachtete die Stadt. Sein Zeitgefühl hatte ihn verlassen, als Peter sich in Bewegung setzte und irgendwohin flog, er hatte keine Ahnung wohin, Hauptsache weg. Der Wind schlug ihm ins Gesicht und ließ ihn wieder klarer denken, atmen. Wenn er die Augen schloss, konnte er sich fast vorstellen, wie Nathan neben ihm war, ihn mit seinen warmen braun-grünen Augen betrachtete. Fast.
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