Sun and Moon

GeschichteMystery, Familie / P16
James Stark Nyx OC (Own Character) Zoey Redbird
29.02.2016
21.11.2016
9
10.169
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29.02.2016 1.308
 
Hallo ihr Lieben,
wilkommen bei meiner ersten Fan-Fiktion als solchen.
Die Idee kam mir relativ spontan und da es schon ein weilchen her ist das ich die House of Night Bücher gelesen habe verzeiht mir bitte, wenn das ein oder andere nicht stimmen sollte!
Über Reviews würde ich mich sehr freuen, auch wenn es nur ein "toll" ist, weil ich dann zumindest weis wie meine FF ankommt.
Da dashier "nur" ein Nebenprojekt sein wird, werden die neuen Kapitel recht unregelmäßig kommen, verzeiht das bitte.
Nundenn, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und wenn euch mein Schreibstil gefällt lest doch mal mein Hauptprojekt ^-^


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Clary streckte sich und gähnte.
„Miss Redbird, ist meine Ausführung über Shakespeare so langweilig?“, fragte eine erboste Stimme von Vorne und Clary schreckte hoch, setzte sich sofort kerzengerade hin und errötete.
„Äh nein Miss Carpet, es tut mir leid, ich bin spät ins Bett!“, sagte sie, was der Wahrheit entsprach und ihre Literaturlehrerin seufzte.
„Nach der Stunde bitte auf ein Wort, Clary... also dann, fahren wir fort...“, das Palaber verschwamm vor ihr als Clary schon nach wenigen Sekunden wieder das Kinn auf die Brust sackte.
Kurz bevor es dort aufschlug schreckte sie hoch und seufzte leise. Es war schon ein Mist ein Leben in zwei Welten zu führen, besonders wenn eine davon Tag- und die andere Nachtaktiv war. Furchtbar, sie war total übernächtigt und nun wollte der Teppich sie nach der Stunde auch noch unter zwei Augen sprechen.

„Clary, ich habe mich deinen anderen Lehrern erkundigt und es ist überall das Gleiche, deine Noten sind im Keller, du schläfst im unterricht ständig ein, machst deine Hausarbeiten schlampig und unkonzentriert!“, Miss Carpet ging vor ihr auf und ab und Clary starrte auf ihre Füße, versuchte nicht wütend zu werden, aber das seichte beben ihrer Schultern hatte sie an ihre aufmerksame Betreuungslehrerin verraten.
„Oh Clary, ich weis das du nichts dafür kannst, aber du mußt ehrlich mit dir sein, so kann das nicht weitergehen, du leidest ganz offensichtlich, das weis jeder und wir machen viele Eingeständnisse an dich, aber irgendwann können wir auch nicht mehr alles durchgehen lassen!“, die Frau schien eindeutig besorgt aber Clary brauchte ihr Mitleid nicht. Sie brauchte das Mitleid des Teppichs nicht, das ihrer Mitschüler nicht, das der Schule nicht, das der Menschen nicht und von den Vampyren würde sie nie welches bekommen, das war eben ihr Schicksal als Absonderlichkeit in allen nur existenten Welten.
Sie war die Tochter von Zoey Redbird und ihrem Krieger Stark. Die Geburt ihrer Zwillingsschwester und ihr war das erste mal in der Geschichte gewesen das ein Vampyr nicht nur schwanger geworden war sondern auch Kinder zu Welt gebracht hatte.
Aber anders als ihre Schwester Trisha, die von Geburt an mit einem türkisenen Mond gezeichnet gewesen war, war Clary ein Mensch und zwar durch und durch. Leider war sie al einziger Mensch in einer Familie aus Vampyren eine totale Außenseiterin und zwar in allem!
Während die anderen Blut wie Cola tranken, mußte sie alleine vom Geruch fast kotzen. Während ihre Mutter, ihre Schwester und vor allem ihr Vater in der Nacht lebten, mußte Clary am tag leben, denn auch wenn sie ab und an die ein oder andere Stunde am House of Night besuchte, so war sie kein Vampyr und somit auch keine offizielle Schülerin, ergo mußte sie tags über auf die normale High School gehen. Aber so wies es stand war damit bald Schluß, denn wenn sie ihrem Abschluß überhaupt schaffen würde, dann keinesfalls gut genug um ein College zu besuchen – Sie freue sich schon auf die Predigt ihrer Mutter – Juhu!

„Clary Redbird, ich rede mit dir!“, und diesmal war der Teppich wütend. Clary schreckte auf, vor lauter Schlafmangel und Gedanken hatte sie ihre Literaturlehrerin völlig vergessen.
Clary hob den Kopf und sah die Frau wortlos an – was sollte sie auch antworten.
„Oh Clary, oh Clary, ich weis nicht was ich mit dir und deinem Dickschädel machen soll!“, seufzte Carpet und Clary blickte teilnahmslos zurück. Tja, sie hatte eben die Arschkarte gezogen.
„Ein letztes Mal werde ich dich freistellen, also geh auch nach hause und schlaf dich aus, aber wir müssen uns ein andermal ernsthaft unterhalten.... ich..... werde deine Mutter kontaktieren müssen, es tut mir leid!“
Damit war alles gesagt, Clary schulterte ihre Umhängetasche und ging grußlos, nur mit einem Nicken, aus dem Klassenzimmer.
Während alle ihre Schulkameraden schon in der nächsten Stunde hingen schlich Clary die Gänge entlang bis sie schließlich hinaus ins Sonnenlicht trat.
Sie blinzelte ein paar mal in den hellen schein und atmete tief durch.
Sie haßte diesen Sonnenschein, der sie von ihrer Familie trennte, sie haßte sich Selbst, ihre Leben, sie haßte einfach alles.
Mißmutig zog sie die Kaputze ihres Schlabberpullis über den Kopf und rückte den Gurt der Tasche zurecht, dann schlurfte sie los.
Ja, ihr Leben war ein elender Mist – aber irgendwen hatte es ja treffen müssen.
„Nicht wahr Nxy.... ich bin der Preis oder?“, fragte sie langsam zum Himmel hinauf und bekam wie immer keine Antwort.
„Warum rede ich eigentlich noch mit dir!?“, fragte sie sich dann laut, schüttelte den Kopf und machte sich auf den Weg zur Bushaltestelle.

Das Vehikel mit dem schlecht gelaunten Fahrer hielt fast direkt vor dem House of Night, denn nachdem ihre Mutter vor 19 Jahren die Menschliche Welt und die der Vampyre zusammen geführt hatte, hatte man ihr eine Bushaltestelle gewidmet. Eine größere Ehrung für die Rettung der Welt vor einer durchgeknallten Hohepriesterin die einen Bund mit dem Ultimativen Bösen geschlossen hatte konnte Clary sich beim besten Willen nicht vorstellen.
Die kleine Pforte war tagsüber zwar zu, aber nicht verschlossen und quietschte nur leise als Clary sich hinein in die Dunkelheit schob.
Sie stand ein paar Sekunden da, bis sie im dämmrigen Licht der Fackeln alle Umrisse ausmachen konnte, dann schlurfte sie zielstrebig durch die langen uralten Gänge, wieder hinaus ins freie, einmal halb und das Gebäude herum, über eine Grünfläche und erneut hinein in die Dunkelheit des Madchenwohnheims wo sie sich mit ihrer Schwester ein Zimmer teilte.
Auf dem weg an der Küche vorbei zog sie ein paar Salzstangen aus einem Glas auf einem der Tische und knabberte sie wie ein Hamster weg.
Noch beim knabbern erklomm sie die enge Wendeltreppe bis hinauf in den vierten Stock gleich unters Dach und den gang entlang bis sie an ihre Türe gelangte, die sie so vorsichtig wie sie konnte öffnete und hinein schlüpfte.

Die Mühe hätte sie sich nicht machen müssen, denn ihre Schwester schlief tagsüber wie ein Stein im Alkoholrausch, also so tief als wäre sie tot, was wohl ein Nebeneffekt davon war von einem roten Vampyr abzustammen.
Und das war nur eine der vielen Fähigkeiten um die Clary, die permanent an Schlafmangel litt, ihre Schwester beneidete.
Nun da sie auch laut sein konnte, lies Clary ihre Schultasche einfach fallen und wand sich aus ihren Klamotten die sie einfach am Boden liegen lies. Nur ihren Socken kickte sie über noch ganz über die imaginäre Linie, die das Zimmer teilte und während auf Trishas Seite alles in reih und Glied, frisch geputzt und aufgeräumt wie sie Paradesoldaten stand, versank Clarys Hälfte im Chaos – wie auch nicht, sie hatte ja nie die Zeit aufzuräumen, da sie Tag und Nacht wach war.
Nackt und zu faul sich einen Pyjama aus dem Berg an Kleidung zu suchen kroch sie unter die Decke und streckte sich zum Kopfende des Bettes wo auf ihrem Nachttisch der dreistöckige Hamsterkäfig thronte, in dem ihr geliebter Fellball lebte, war von besagtem keine Spur. Juchu, sogar ihr bester und einziger Freund war nachtaktiv, wenn das kein eindeutiges Zeichen war.
Clary seufzte und lies sich zurück in ihr Kissen fallen, wo sie sich kurz in Selbsthaß wiegte und sich dann die Decke über den Kopf zog um auch ja schlafen zu können.
Und trotzdem dauerte es fast noch eine ganze Stunde bis sie endlich wegdämmerte.
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