Die richtige Wahl

von Lamune89
GeschichteRomanze, Familie / P16
Asahina Azusa Asahina Natsume Asahina Subaru Asahina Tsubaki Hinata Ema
28.02.2016
13.05.2016
18
29.407
5
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
28.02.2016 3.055
 
Hallo und herzlich willkommen :)
Wie in der Kurzbeschreibung beschrieben setzte ich nach Episode zwölf an.
Natürlich gehören alle Figuren nicht mir und ich schreibe das nur zu meinen und hoffentlich auch euren Vergnügen ;)
Aber ich will mich auch gar nicht so lange bei der Vorrede aufhalten... Viel Spaß :D
______________________________________________________________________

Ema stand vor dem großen Gebäude und lies es einen Moment auf sich wirken. Sie hatte es tatsächlich geschafft auf ihre Wunschuniversität zu kommen. Der Campus war riesig und sehr gepflegt. Vor ihr war ein großer Platz mit vielen Rasenflächen, einzelne Bäume standen darin und spendeten den Studenten Schatten. Sie freute sich schon darauf, sich an einen von ihnen zu lehnen und zu lernen. Das würden wunderbare Jahre werden, da war sie sicher. Das Hautgebäude ragte hoch in Luft und war in einem matten rot gehalten mit braunen Rahmen um die großen runden Fenster. Links und rechts waren die beiden Nebengebäude in denselben Ton gehalten. Es wirkte alles so nobel und versprühte die Atmosphäre von Wissen und Weisheit. Ema sah zu ihren Bruder und lächelte ihn schüchtern an. Yusuke, nicht minder beeindruckt von dem Bild, dass sich ihm bot und schien voller Tatendrang. Sie war froh, dass er es auch auf diese Universität geschafft hatte und sie so zusammen studieren konnten. Dadurch fühlte sie sich nicht ganz verloren inmitten von so vielen Leuten. Er würde zwar in einen anderen Fachbereich studieren aber einige Kurse konnten sie zusammen besuchen. Ema hatte sich entschieden nach den drei Jahren Oberschule Geschichte als Hauptfach zu wählen, aber das hatte noch Zeit. Bis dahin wollte sie einige Kurs besuchen um sich auf ihr Studium vorzubereiten. Yusuke wollte darauf hinarbeiten später Psychologie studieren zu können, was sie im ersten Moment gar nicht glauben konnte. Sie hätte nie gedacht, dass er sich dafür interessieren würde und war ein wenig beeindruckt, dass er sich so viele Gedanken um seine Zukunft gemacht hatte. Aber so waren ihre Brüder nun einmal. Jeder war auf seine Art und Weise einzigartig und jeder hatte seinen eigenen Weg gefunden. Sie ging neben Yusuke über den Campus zur großen Eingangshalle. „Kaum zu glauben, dass wir es geschafft haben.“ Er lächelte Ema an und ging zu der großen Holztafel um nachzusehen in welche Klasse sie kommen würden. Wir sind wieder in derselben Klasse. Yusuke schien sich wirklich zu freuen und Ema war auch froh ein bekanntes Gesicht in der neuen Klasse zu haben, denn auf der neuen Schule kannte sie keinen. Zumindest fast. Iori war auch hier aber in einem der anderen Gebäude und studierte dort. Sie und  würden auf die interne Oberschule gehen und dann fließend zur Uni wechseln, wenn sie auch bestanden. Wenn sie an die letzten Prüfungen dachte, hatte sie Zweifel das alles zu schaffen aber es waren ja noch einige Jahre Zeit und bis dahin konnte sie sich auf die Hilfe und Unterstützung ihre Brüder verlassen, da war sie sich sicher. Zusammen gingen sie in das linke Nebengebäude in dem die Oberschule war. Vor dem Schild mit der Aufschrift 1B blieben sie stehen. Yusuke wollte gerade die Tür öffnen als Ema seinen Arm berührte. Er hielt inne und sah sie verwirrt an. „Ich habe etwas Angst.“ Sie sah ihrem Bruder in die Augen und schämte sich für ihre kindliche Art und Weise, und doch war es ein vollkommen neuer Lebensabschnitt. Sie waren an einer neuen Schule, in einer neuen Klasse und sie kannte niemanden. Was wenn niemand sie mochte? Yusuke legte seine Hand auf ihre und lächelte ihr aufmunternd zu. „Keine Sorge du wirst viele neue Freunde finden und auch viel Spaß haben.“ Seine Augen waren aufrichtig und Ema war froh ihm ihre Befürchtungen anvertraut zu haben. „Ja du hast Recht und wenn alles schief geht habe ich immer noch dich.“ Yusuke wurde rot und wandte sich ab. Er räusperte sich und sagte: „Genau ich werde auf dich aufpassen und egal was passiert ich bin für dich da.“ Er verstärkte den Druck auf ihre Hand und Ema war mit einem Mal nicht ganz wohl bei der Sache. Sie zog ihre Hand weg und wurde rot. Ein Blick auf ihren Bruder zeigte dass ihm die Situation auch unangenehm war. „Wollen wir?“ Zum Glück hatte er dieses peinliche Schweigen gebrochen. Ema nickte und er öffnete die Tür. In ihren Klassenzimmer waren schon einige ihrer neuen Klassenkameraden. Sie setzte sich an einen freien Platz am Fenster und war nicht überrascht das Yusuke sich direkt neben sie setzte. Sie stützte den Kopf auf ihre Hände und sah aus dem Fenster. Hoffentlich standen ihr tolle drei Jahre bevor und sie hoffte inständig das sich das Verhältnis zu ihren Brüdern normalisierte und sie noch enger zusammenwuchsen. Sie wollte sie alle viel näher kennen lernen.
Als das Stimmengewirr erstarb löste sie ihren Blick und wandte sich ihren Lehrer zu. Er würde ihre Klasse in diesem Jahr betreuen. „Ich freue mich euch auf der Meijo begrüßen zu dürfen. Als erstes teile ich an euch unsere Hausordnung aus, an die ihr euch alle zu halten habt. Dann nutzen wir den Rest des Tages einen Klassensprecher zu ernennen, euren Stundenplan zu erläutern und uns besser kennen zu lernen. Ab morgen beginnt dann der reguläre Unterricht.“ Er drehte sich um und schrieb etwas an die Tafel. „Ich bin Herr Ogami.“ Er legte die Kreide weg und reichte jedem in der ersten Reihe einen Schwung Papier. „Das ist die Hausordnung. Wenn ihr Probleme habt oder es irgendetwas gibt, was euch beschäftigt könnt ihr gerne zu mir kommen.“ Er stützte sich auf seinen Pult ab und sah in die Runde. Einige murmelten etwas aber die meisten nickten als Zeichen das sie verstanden hatten. Ema betrachtet ihren neuen Klassenlehrer genauer und fragte sich ob man ihn vertrauen konnte. Er machte einen netten Eindruck und schien nicht allzu alt zu sein. Vielleicht in Ukyos Alter, oder jünger. Er hatte blonde Haare, wie Kaname, aber seine waren kurz gehalten und leicht durcheinander. Sein Gesicht wirkte sehr freundlich, er hatte hohe Wangenknochen die leicht hervortraten und ein weiches rundes Kinn. Seine Augen wirkten ehrlich und offen und waren von einem beeindruckenden grün. Es leuchtete förmlich, ob es an dem Licht oder der Euphorie lag konnte sie nicht sagen. Aber seine ganze Erscheinung war ihr sympathisch, auch die melodische Stimme und das sanfte Lächeln ließen sie zu dem Entschluss kommen, dass er eine vertrauenswürdige Person war. Sie nahm den Schwung Blätter mit der Hausordnung von dem Mädchen vor ihr entgegen und lächelte sie schüchtern an. Sie lächelte zurück und flüsterte. „Ich bin Misa, freut mich dich kennenzulernen.“ „Ema auf ein gutes Jahr.“ Sie zwinkerte ihr kurz zu und drehte sich dann wieder um. Da Ema in der letzten Reihe saß, nahm sie sich ihre Hausordnung und stand auf um den Rest nach vorn zu bringen. Sie legte den kleinen Stapel auf das Pult und bekam ein Lächeln und ein kurzes Kopfnicken von Herrn Ogami. Als alle wieder saßen und gespannt nach vorne sahen begann ihr Lehrer zu reden. „Gut ich will euch nicht weiter langweilen drum nur das Nötigste bevor wir zu unser Kennenlernrunde über gehen. Ich werde für die nächsten drei Jahre für euch verantwortlich dein, denn hier wechseln wir die Klassen nicht jährlich. Jedes Jahr machen wir eine Klassenfahrt und es gibt zwei Termine für Wandertage. Nächsten Sommer vor den jährlichen Prüfungen findet unser schulfest statt. Die Zwischenprüfung ist im Januar. Hier an der Meijo findet ein jährlicher Weihnachtsball statt den wir alle zusammen organisieren. Gut das müsste das wichtigste sein. Außer einem.“ Er lächelte und breitet die Arme aus. „Ich freue mich mit euch die nächsten drei Jahre zu verbringen und hoffe das ihr alle fleißig lernt um euer Ziel zu erreichen. Ich will euch nach Kräften dabei unterstützen.“ Wie von selbst fingen alle an zu klatschen und Herr Ogami lächelte freundlich. Das würden wirklich schöne Jahre werden, wenn ihr Lehrer so blieb wie jetzt. Nach dieser kurzen Einweisung hatten sie alle die Tische zur Seite geschoben und einen Stuhlkreis gebildet. „Also ich denke ich fange an um das Eis zu brechen.“ Er sah in die Runde und Ema kam nicht umhin zu grinsen. Er wusste wirklich wie sie sich alle fühlten und wollte es ihnen einfacher machen um keinen zu blamieren. Der erste Eindruck zählt immerhin. „Also wie gesagt ich bin eurer Vertrauenslehrer und mein Name ist Kenji Ogami. Ich bin 30 Jahre alt und ihr seit die erste Klasse die ich nach meinem Studium betreuen werde. Ich habe an dieser Universität Pädagogik und Mathematik, Physik und Literatur studiert. In diesen Fächern werde ich euch auch unterrichten, was heißt wir sehen uns relativ häufig.“ Er hielt einen Moment inne und beugte sich leicht vor bevor er fort fuhr. „Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit lesen und nebenbei leite ich den Fußballclub, wenn also einige von euch Interesse daran haben könnt ihr euch ruhig an mich wenden.“ Nachdem er geendet hatte ging die Vorstellungsrunde erst richtig los. Ema war aufgeregt und versuchte sich schon zurecht zu legen was sie sagen wollte. Als Yusuke anfing zu sprechen sah sie zu ihrem Bruder. „Mein Name ist Yusuke Asahina, ich bin 16 Jahre alt und faulenze am liebsten. Lernen ist nicht so mein Ding also könnte es da einige Probleme geben obwohl ich mich wirklich bemühen werde.“ Einige kicherten und Yusuke schien vollkommen in seinem Element. Er war kein bisschen nervös, lächelte freundlich und machte Witze um die Stimmung aufzulockern. „Ach und in den Fußballclub würde ich gerne eintreten.“ Ogami strahlte Yusuke an. „Sehr gut da haben wir schon mal ein Mitglied.“ Während sich noch zwei weiter Klassenkameraden vorstellen versuchte Ema nicht als zu nervös zu wirken, sie wollte den ersten Eindruck nicht vermasseln. Viel zu schnell war sie an der Reihe. „Hallo mein Name ist Ema Asahina und ich bin 16 Jahre alt. Ich liebe Computerspiele und koche leidenschaftlich gern für meine Familie. Mein Ziel ist es Geschichte zu studieren weswegen ich gerne einen Geschichtsklub beitreten würde.“ Sie sah schüchtern in die Runde und hoffte sich nicht blamiert zu haben als Misa sie ansprach. „Ihr habt denselben Nachnamen. Seit ihr denn Geschwister?“ Ema nickte und erschrak als plötzlich Yusuke bei ihr stand und die Hand auf ihre Schulter legte. „Ja in der Tat und ich werde meine Schwester beschützen also wenn irgendwer ihr dumm kommt kriegt er es mit mir zu tun.“ Das schelmische Grinsen konnte Ema nicht sehen und zog scharf Luft ein. Sie glaubte er meinte das Ernst und wollte gerade die Situation entschärfen als einige anfingen zu lachen. „Na das kann ja noch lustig werden,“ sagte Kenta ein schmächtiger Junge mit hellbraunen kurzen Haaren und lachte herzlich. Sie redeten danach noch über die Hobbies der einzelnen und schnell hatten sich schon kleine Gruppen gebildet. Ema saß bei Misa und zwei anderen Mädchen. Die eine hieß Shia und war etwas kleiner als sie, ihre langen hellblonden Haare trug sie offen. Sie hatte ein rundliches Gesicht was sie aber liebenswert wirken lies und machte auf Ema auch einen sehr netten Eindruck. Die andere hieß Chio und wirkte etwas hibbelig sie rutschte die ganze Zeit auf ihren Platz hin und her und erzählte wie ein Wasserfall über alles was ihr in den Sinn kam. Dabei wickelte sie andauernd eine eine ihrer blauen Strähnen die sie hatte um den Finger. Ihre Frisur gefiel Ema, das satte schwarz mit den hellblauen Strähnen hatte eine ganz eigene Wirkung und schien auch zu Chio zu passen. Und dann war da noch Misa die über alles lachte egal wie absurd es war. Jedoch entging Ema nicht, dass sie immer wieder verstohlene Blicke zu den Jungs hinüber warf. Ema lehnte sich leicht vor, um sehen zu können wen sie da beobachtete, als Misa neben sie rutschte und ihr direkt in die Augen sah. „Sag mal hat Yusuke eine Freundin?“ Chio und Shia holten tief Luft und begannen gleich zu giggeln. „Was am ersten Tag verguckst du dich gleich in einen der Jungs?“ Misa sah die beiden an und grinste. „Wenn es um so einen niedlichen Kerl geht will ich lieber schnell sein sonst schnappt ihn mir noch jemand weg.“ Sie wandte sich wieder Ema zu. „Also?“ In dem Moment wusste sie nicht was sie sagen sollte. Es war ihr unangenehm über die Privatangelegenheiten ihres Bruders zu reden und sie jemanden preis zu geben den sie kaum kannte. Misa war ihr zwar sympathisch aber sie wusste im Grunde nichts über sie und wollte Yusuke nicht in Verlegenheit bringen. „Da musst du ihn schon selbst fragen.“ Sie war davon ausgegangen Misa würde ihre Antwort missfallen aber sie sah nur ernst drein und stand auf. Überrascht sah Ema ihr nach, wie sie geradewegs Yusuke ansteuerte und ihn auf die Schulter tippte. Sie unterhielten sich einen Moment und ihr Bruder lachte. Dann nahm er einen Stift schrieb etwas auf und gab Misa den Zettel. Die kam schon fast hüpfend zurück und wedelte mit dem Zettel. Ema wäre das furchtbar peinlich gewesen, aber Misa schien es nicht zu stören. Sie musste ganz schön selbstbewusst sein, wenn sie einen Jungen so offen ansprach.
„Ratet mal was ich hier habe,“ flötete sie. „Doch nicht etwa seine Nummer?“ Chio starrte ehrfurchtsvoll den kleinen Zettel an und Shia stieß die Faust in die Luft. „Damit wäre die erste Hürde genommen.“ Ema versuchte zu lächeln, konnte sich danach aber nicht mehr auf das Gespräch konzentrieren. Sie wusste nicht was sie davon halten sollte. Misa schien nett zu sein aber es kam ihr seltsam vor, dass Yusuke einfach so seine Nummer heraus gab. Das passte eigentlich gar nicht zu ihm. Oder dachte sie das nur weil sie das Gefühl hatte auch er wäre in sie verliebt. War das jetzt irgend so ein Bruderkomplex den sie entwickelte. Sie schüttelte den Kopf und versuchte an dem Gespräch teilzunehmen aber zu ihren Leidwesen wollte Misa über Yusuke reden und löcherte sie mit Fragen, die sie lieber nicht beantwortet hätte.
Als es endlich geklingelt hatte war sie erleichtert den Fragen der drein zu entkommen. Sie hatten schon begonnen einen Plan zu schmieden wie Misa sich Yusuke krallen könnte und das wollte sie wirklich nicht wissen. Etwas deprimiert packte ihre Tasche und wollte zu Yusuke, der ihr schon entgegen kam. „Hey. Geh du schon mal allein nach Hause, ich bleibe noch hier und spiele mit den Jungs und unseren Lehrer eine Runde.“ Er wirkte so glücklich und Ema nickte nur. Bevor er den anderen hinterher rannte winkte er noch kurz und lies sie allein zurück. Gedankenverloren machte sie sich auf den Weg aus dem Gebäude.
Sie musste an den Abend vor ein paar Wochen denken, als sie mit Hikaru gesprochen hatte. Er sagte ihr, dass ihre Brüder nicht aufgeben würden, selbst wenn sie zu jedem ehrlich war, was ihre Absichten anging. Sie wollte mit keinem von ihnen ausgehen. Sie waren ihre Brüder und doch waren Dinge geschehen, die weit über das Verhältnis zwischen Bruder und Schwester hinaus gingen. Sie wusste noch immer nicht wie sie damit umgehen sollte. Es hatte den Anschein, als würden fast alle um sie kämpfen, selbst Fuuto schien sie nicht mehr abzulehnen und sich offiziell um sie zu bemühen. Es war wirklich nicht einfach mit so vielen Männern zusammen zu leben auch, wenn einige nicht zu Hause waren. Kanamee war zu einer Pilgerreise aufgebrochen und würde erst im Winter zurückkommen, Subaru war dabei ein richtiger Profi zu werden und würde auch erst nach der Saison nach Hause kommen. Selbst Hikaru war auf Reisen um sein neues Buch zu bewerben. So waren sie nur noch zu zehnt. Für jeden anderen wäre das auch schon zu viel gewesen aber Ema hatte sich an das rege Treiben zu Hause gewöhnt und sie vermisste ihre Brüder.
Trotz allem hatte sich etwas verändert. Früher waren die anderen forscher ihr gegenüber gewesen. Sie hatten nicht damit gescheut ihr zu zeigen was sie empfanden, was ihr häufig unangenehm war und sie auch oft verwirrte aber in letzter Zeit waren sie alle nur noch freundlich zu ihr. An was das wohl lag? Vielleicht hatten sie doch aufgegeben und ihren Wunsch akzeptiert sie nur als Schwester und Familie anzusehen, denn das war es was sie wollte. Noch vor einem Jahr war sie immer allein gewesen und es bedeutet ihr so unendlich viel endlich eine Familie zu haben mit der sie alles teilen konnte. Brüder die sich um sie sorgten und Wataru einen kleinen Bruder um den sie sich kümmern konnte. Sie war nicht mehr allein und das bedeutet ihr die Welt.
„Nee-san.“ Ema drehte sich um und sah Iori auf einer Bank sitzen. Froh ein bekanntes Gesicht zu sehen ging auf ihn zu und setzte sich neben ihn. „Wie war dein erster Tag?“ Iori hatte ein Buch in der Hand und legte es beiseite um ihren Ausführungen lauschen zu können. Sie erzählte von ihren neuen coolen Lehrer, den Stundenplan und ihren neuen Klassenkameraden. Die Sache mit Yuusuke lies sie bewusst weg. Aus irgendeinem Grund wollte sie nicht darüber reden. „Wie es scheint hast du also gleich ein paar Freundinnen gefunden.“ Er lächelte sie liebevoll an und lehnte sich leicht zurück. „Ich hoffe zumindest das sie welche werden.“ Sie tat es ihm gleich und sah in den Himmel. Er war heute von einem sattem blau und keine Wolke war zu sehen. „Kommst du mit mir nach Hause?“ Sie hatte keine Lust allein zu gehen und wenn Yuusuke mit seinen neuen Freunden was unternehmen wollte, konnte sie auch genauso gut mit Iori etwas Zeit verbringen. „Tut mir leid Nee-san. Ich habe noch einige Kurse.“ Er stand auf und nahm seine Tasche. „Geh du nach Haus und entspann noch etwas. Ab morgen geht es in die Vollen.“ Er strich ihr kurz über die Wange und ging davon. Ema saß noch immer auf der Bank und sah Iori traurig nach. Ein bisschen verloren fühlte sie sich. Mit einem Seufzer stand sie auf und machte sich auf den Heimweg. Obwohl der erste Tag gut verlaufen war und sie sich schon mit einigen Mädchen angefreundet hatte, war sie unzufrieden, nur woran es lag konnte sie nicht sagen. Ein lautes Hupen lies sie aufblicken und ihre Laune besserte sich automatisch als sie das kleine rote Auto von Natsume sah. Eilig ging sie zu ihm und grinste übers ganze Gesicht. Natsume stand an sein Auto gelehnt und rauchte. Als sie vor ihm zum stehen kam schmiss er die Zigarette auf den Boden und trat sie aus. „Bist du allein? Wo ist Yusuke? Ich wollte euch beide überraschen und euch nach dem ersten Tag abholen.“
Review schreiben