Deine neue, schöne Welt

GeschichteDrama, Romanze / P18
28.02.2016
18.09.2016
6
10259
9
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13 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
Hey Leute!
Hier ist… Meine erste FF überhaupt.
Bitte lasst euch von den Rechtsschreibfehlern nicht stören, oder macht mich einfach drauf aufmerksam. :)
Ich hoffe sie wird euch trotzdem gefallen. :D

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1.     Kapitel – Braun zu Blond

„Jake!“ rief einer der Krieger.
Ich drehte mich um und schaute zu ihm. Er zeigte auf den Himmel. Am Himmel war ein leuchtender Punkt zu sehen der einen weißen Schweif mit sich zog. Das Ding wurde immer schneller und schlug mit einem lauten krachen in die Erde ein. Keiner sagte etwas. Noch nie ist so etwas auf Pandora passiert. Wir spürten einen lauen Wind.
„Jake? Was war das?“
Neytiri hatte sich ohne dass ich es bemerkt hatte neben mich gestellt.
„Ich weiß es nicht genau. Ich werde mir den Einschlagsort mit einigen Kriegern ansehen.“
Ich nahm sie in den Arm und versuchte sie so etwas zu beruhigen.
„Keine Sorge ich bin bald wieder zurück. Pass auf unsere Kinder auf okay?“
Ich lächelte sie kurz an und wandte mich dann an Tsu’tey.
„Hol einige der Krieger wir fliegen dorthin, ma tsmúkan*.“
„Tslolam**“
Ich rief mein Ikran und flog los.
„Kìyevame***“ rief Neytiri noch, dann waren wir bereits außer Hörweite.
Tsu’tey flog neben mir und ich erinnerte mich, dass der Krieg noch nicht ganz ein Jahr her war. Wir flogen über den alten, zerstörten Heimatbaum. Langsam schien er sich wieder zu erholen.
„Jake! Da vorne!“ holte Tsu’tey mich aus meinen Gedanken.
Eine tiefschwarze Rauchwolke stieg von Hells Gate auf.
„Verdammt!“ Wir flogen schneller. Wenn die Himmelsmenschen wieder gekommen sind… würde es diesmal nicht einfach werden sie zurück zu schicken.
Der Anblick der sich uns bot war unglaublich… Ein Flugzeug der Himmelsmenschen war abgestürzt.
Der Ding welches vom Himmel fiel  war ein Flugzeug. Das Wrack brannte, überall auf Hells Gate lagen die Trümmerteile verstreut herum. Wir landeten mit gespannten Bogen. Selbst wenn man die Himmelsmenschen hasste, war das Bild schrecklich. Zwischen den Trümmern lagen Leichen der Himmelsmenschen. Zwischen den Trümmern und blutüberströmten, verkohlten Leichen lagen auch einige Avatare, aber keine Waffen.
„Tsu’tey. Sag den anderen sie sollen zurück bleiben. Nur wir beide gehen rein. Sie sollen draußen Wache halten.“
Langsam gingen wir in den noch stabilen Teil des Wracks. Ein Zischen, ein Knacken… sonst nichts. Das Flugzeug war anders gebaut als das mit dem Ich gekommen bin. Es gab kein Saal für den Kryo-Schlaf, keine Waffen. Einfach nur Monitore, Steuereinheiten, Fruchtwassercontainer, Zimmer, und einen großen Essenssaal. Diese Menschen waren nicht mit böser Absicht gekommen… oder?
„Tsu’tey, ma tsmúkan*. Was hältst du davon? Keine Waffen. Keine Überlebenden bis jetzt. Ein einfaches Forschungsraumschiff. Was hat das zu bedeuten?“
Ich drehte mich zu ihm um. Er sagte nix sondern guckte nur die letzte Tür an die wir noch nicht geöffnet hatten.
„Ich werde nichts sagen bis wir dieses Ding komplett untersucht haben.“ Er schaute mir in die Augen und ich wusste das er nicht glauben konnte das Menschen einfach so kommen könnten.
Ich nickte und spannte meinen Bogen neu, während wir auf die letzte Tür zu schlichen. Langsam öffnete ich sie. Dort war ein noch intakter Fruchtwassercontainer mit einem weiblichen Körper drin und eine Frau, mit Exo-Pack lag bewusstlos auf dem Boden. Der blaue Körper bewegte sich. Und mir fiel auf, dass er vier Finger hatte und auch die Augen für ein Na’vi die richtige Größe hatten. Sie hatten die Körper weiterentwickelt.
„Wir sollten sie mitnehmen. Vielleicht kann sie uns das erklären.“ Meinte Tsu’tey plötzlich.
„Okay.“
Er hob sie hoch und das wasserstoffblonde Haar rutschte von ihrem Gesicht. Ein weißes, kantiges Gesicht mit großen Augen und gerade Nase. Die Ähnlichkeit zu dem Avatar im Container war unbestreitbar. Auf der Erde hat sie wahrscheinlich als hübsch gegolten. Tsu’tey sah das anscheinend ganz ähnlich. Er hielt inne und schaute sie an.
„Lass uns gehen, Tsu’tey. Du kannst sie später noch lange genug anstarren.“ Neckte ich ihn. Normalerweise hätte er mir dafür böse Blicke zugeworfen, doch diesmal nickte er nur und trug sie vor sich hin aus dem Wrack.
„Frawzo^ . Keine Waffen. Keine Überlebenden außer sie.“
Gerade als er auf seinen Ikran steigen wollte, bewegte sich die Frau in seinen Armen.
Er kniete sich hin und legte ihre Beine auf den Boden.
„Jake.“ Flüsterte die Frau. Tsu’teys Kopf flog zu mir herum.
Ich hob die Hände. Ich kannte sie nicht. Woher kannte sie meinen Namen?
Langsam öffnete sie die Augen. Ein warmer Ausdruck lag in den hellen, eisblauen Augen.
Dann schien Sie wirklich aufzuwachen und sofort wechselte der warme zu einem kämpferischen Blick. Sie fing an sich gegen Tsu’tey zu währen, um sich zu treten und zu schlagen.
„Ganz ruhig!“ versuchte ich sie zu beruhigen.
„Geht weg!“ fauchte sie und hinterließ seine Kratzspur auf Tsu’teys Wange.
Vor Schreck ließ er sie los. Sie rannte auf den Ausgang zu. War sie lebensmüde? Sie könnte niemals allein überleben!
Ein paar Krieger sprangen auf ihre Ikrane und blockierten so ihren Weg. Einige andere kreisten sie ein und drohten mit Pfeil und Bogen.
Sie schaute sich in alle Richtungen nach einer Fluchtmöglichkeit um. Ihr Gesicht verzehrte sich, als sie erkannte, dass es keinen gab. Zwei Krieger gingen zu ihr und hielten sie an den Armen fest, damit sie nicht wieder versuchen konnte zu fliehen.
„Wer bist du? Warum bist du hier?“ fragte Tsu’tey unfreundlich.
Sie schwieg und es sah aus als würde sie warten.
„Antworte!“ er war ein Schritt auf sie zu getreten. Er war fast doppelt so groß wie sie.
Sie schwieg weiterhin, schien unbeeindruckt.
Dann bemerkte sie mich und erstarrte. Tränen traten ihr in die Augen.
„DU!“ schrie sie mich an und begann erneut wie wild zu zappeln. Einer der Krieger betäubte sie, bevor ich es verhindern konnte.
„Wer ist das Jake? Woher kennt sie dich? Ich verstehe nicht…“ wandte sich er an mich.
„Ich weiß nicht wer sie ist oder woher sie mich kennt, aber ich weiß das es Neytiri nicht gefallen wird.“
Mein Blick glitt über die Trümmer und das nun endgültig verwüstete Hells Gate.
Wir flogen ohne ein Wort zurück. Wir wurden schon erwartet.
„Norm, Mo’at, Neytiri es war ein Raumschiff der Himmelsmenschen. Es ist abgestürzt. Keine Waffen. Keine Überlebenden, nur…“ Ich zeigte mit dem Kopf auf die blonde Frau, welche Tsu’tey noch immer im Arm hielt.
„Ach du…! Jake! Ich dachte deine Schwester wäre tot!“ sagte Norm und schlug sich die Hand vor den Mund.
„Was?“ fragte ich dumm. Meine Schwester war Tod, sie war gestorben als ich in Venezuela war.
„Das ist nicht meine Schwester. Amali ist Tod.“
„Du hattest eine Schwester?“ fragte Neytiri irritiert.
„Du hast mir nie von ihr erzählt!“
Na toll…
„Da gibt es nicht zu erzählen. Sie ist gestorben als sie 14 war, weil ich in Venezuela und nicht bei ihr war als bei uns Eingebrochen wurde. Man hat ihre Leiche nie gefunden. Es gab noch nicht mal eine Beerdigung oder sowas in der Art. Sie war einfach von einem Tag auf den nächsten fort. Meine kleine Ami.“
Der Schmerz von damals tauchte wieder auf. Ich hatte sie wirklich geliebt.
„Entschuldigt mich.“
Ich musste weg von hier.

Sichtwechsel: Norm

Und weg war er. Ich hatte nicht geahnt, dass Jake noch immer so sensibel auf das Thema reagierte. Ich betrachtete die Frau nochmal genauer. Sie sah Amali wirklich ähnlich. Diese hatte nie viel Ähnlichkeit mit Jake oder Tom gehabt.
„Norm? Erzählst du mir bitte von Jakes Schwester?“
Neytiri sah mich an und bedeutete Tsu’tey das Mädchen auf einen großen Stein zu legen.
„Wo soll ich da nur anfangen. Das meiste hab ich von Tom erfahren… Die drei waren immer zusammen. Sie war knapp 4 Jahre jünger als die beiden und wurde von ihren beiden Brüdern praktisch aufgezogen. Die Art wie Tom immer von ihr gesprochen hat und auch Jakes Reaktion deutet wohl darauf hin, dass die Bindung zwischen den drei sehr eng war. Tom hat mir mal erzählt das Amali wegen eines Streites einmal so sauer auf Jake gewesen war, dass sie zwei Tage lang nicht mit ihm gesprochen hat. Jake wäre in den zwei Tagen fast durchgedreht. Tom hat auch mal erzählt das Amali früher immer nicht schlafen konnte und dann immer zu Jake ins Bett gekrochen ist. Aber das war es eigentlich auch schon.“
Beide hatten meiner Erzählung zugehört und nun rann Neytiri  leise eine Träne über sie Wange.
„Wenn ihm seine Schwester so wichtig war, warum hat er mir nie von ihr erzählt? Vertraut er mir nicht oder…“
Ich bekam Mitleid mit ihr. Hätte ich das bloß nicht erzählt.
„Das ist es nicht. Ganz ruhig. Es tut ihm nur zu sehr weh sich daran zu erinnern und deswegen versucht er zu vergessen.“
Versuchte ich zu erklären.
Sie schien zu  verstehen und stand auf.
„Ich werde jetzt erstmal Jake suchen gehen.“
Und bevor ich sie aufhalten konnte war sie schon weg.

-Sichtwechsel Ende-

Jakes Sicht:

‚Wie konnte er nur so etwas sagen?
Meine kleine Schwester hatte braune Haare und ein weiches, liebevolles Gesicht und war ein wahrer Sonnenschein! Diese kämpferische, BLONDE, zickige Frau konnte niemals meine Schwester sein. Das Gesicht sah ganz anders aus, bis auf die Augen und die Nase, die sahen Amali wirklich zum Verwechseln ähnlich. Doch ansonsten… Das feine, weiche und doch kantige Gesicht, der misstrauische Ausdruck in den Augen. Norm hatte ja keine Ahnung! Er kannte Amali schließlich höchstens von Bildern und aus den Erzählungen von Tom.‘

„ Jake?“ hörte ich Neytiris Stimme hinter mir.
Ich drehte mich zu ihr um. Sie sah mich an, sagte nichts und nahm mich einfach in den Arm.
So standen wir eine Weile da, bis ich mich von ihr löste.
„Danke, Neytiri“
Sie hob den Kopf und sah mir in die Augen.
„Du weißt das du mir irgendwann alles über deine Vergangenheit erzählen musst, oder?
Ich werde dich nicht dazu drängen, aber ich werde darauf warten dass du zu mir kommst und mir alles erzählst.“
„Einverstanden“ antwortete ich und danke Eywa still für diese wundervolle Frau.
„Es macht mich nur verrückt, dass Norm glaubt diese Frau sei meine Amali.“
Diesen Satz flüsterte ich nur.
Neytiri schaute mich mit großen Augen an.
„Was ist wenn er Recht hat? Was ist wenn sie es ist?“
Der Gedanke daran gefiel mir gar nicht. Es wäre zwar toll, weil sie dann endlich wieder bei mir wäre.
Es wäre aber auch schrecklich, denn nur die Sterne wissen was die Einbrecher ihr alles angetan haben könnten.
„Daran will ich nicht denken“

*mein Bruder
** Verstanden
***Auf Wiedersehen/ Tschüss
^ Alles in Ordnung


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Soooo das war es erst einmal mit dem ersten Kapitel.
Ich hoffe es hat euch gefallen.
Wie gesagt es war das erste Mal das ich sowas gemacht habe und ich würde mich über ein paar Reviews freuen. ;P

LG WhateverYouThink