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-SOS Gefühlschaos-

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Amber Castiel Charlotte Kentin Li OC (Own Character)
26.02.2016
26.02.2016
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Ich laufe. Ich will hier nur weg. Wieso? Ich hab keine Zeit. Ich muss hier so schnell wie möglich weg. Ich laufe also wie eine Gestörte durch den Park. Meine Schuhe klappern leicht und das Laub am Boden macht das alles eher zu einer gut gemeinten Rutschpartie. Ich weiß, ich klinge sehr selbstironisch, doch ich muss mir echt die Tränen verdrücken. Ich versuche ruhig zu bleiben. Doch es funktioniert nicht gerade gut. Ach ja ich bin Letty. Der Rest ist unwichtig. Ich laufe. Der Wind nervt extremst, er weht mir immer meine schwarzen langen Haare ins Gesicht. Sehr geil muss man schon sagen. Naja. Bin ja gleich Zuhause. Ich muss nur noch die Straße überqueren. Als ich zur Haustüre rein kam, schaute mich meine Mutter aus dem Wohnzimmer mit einer hochgezogenen Augenbraue an. Ich hasse diesen Blick. Dabei wirkt sie nur noch egoistischer. ,,Wieso bist du schon so früh Zuhause? Du hast doch noch Tanzkurs!...Warte was hast du da überhaupt an?!“ ,,Es ist ausgefallen, komm runter...“. Eine blanke Lüge. Bevor meine Mutter nochmals nach meinen Klamotten fragen konnte, verschwand ich schon in mein Zimmer. Ich schmiss meine Tasche in eine Ecke und sperrte meine Zimmertüre ab. Meine Mutter hat die tolle Angewohnheit unangemeldet in mein Zimmer rein zu platzen und darauf habe ich gerade echt keine Lust. Ich lies mich auf mein Bett fallen. Was für ein scheiß Tag. Ach ja vielleicht sollte ich erklären wieso ich es vorhin so eilig hatte.

Ich hatte Schule und wir haben in den letzten beiden Stunden Tanzkurs. Dafür müssen wir uns immer umziehen. Naja wäre auch dumm in engen Jeans tanzen zu müssen. Ich war spät dran und daher die letzte die in die Umkleide kam. Fast alle waren schon in der Turnhalle. Sie schauten mich extremst genervt an, als wollten sie sagen:,,Du kannst gleich wieder gehen!“. Ich bin ehrlich, die Mädchen in meiner Klasse hassen mich. Größtenteils weil ich eigentlich nur was mit den Jungs mache. Ich kam schon immer besser mit Jungs aus als mit Mädchen. Jedenfalls wollte ich mich umziehen. Amber, Charlotte und Li, die Zicken aus meiner Klasse tauschten komische Blicke aus. Ich dachte mir jedoch nichts. Ein großer Fehler. Ich fing an mich umzuziehen. Ich hatte nur meine Jogginghose und BH an als ich auf die Toilette ging, die nebenan war. Ich hätte echt drauf achten soll, was Amber machte. Sie kramte verdächtig hektisch in ihrer Schultasche herum. Als ich von der Toilette wieder kam, waren alle ziemlich ruhig. Ab und zu hörte man ein leises Kichern. Ich wollte mich weiter anziehen, als ich bemerkte, was Amber angestellt hatte. Sie hatte komplett alle meine Klamotten zerschnitten! Scheinbar hatte sie sehr viel Hilfe gehabt, weil in dieser kurzer Zeit könnte man nie alleine, so viele Sachen so zerschneiden können. Wenigstens hat sie meine Schuhe und meine Tasche verschont. Ich konnte einen Schrei nicht unterdrücken. Meine Mimik schwankte zwischen traurig, überrascht und sauer. Ich wendete mich sofort der lachenden Amber zu. ,,Das ist jetzt nicht dein scheiß ernst!“ ,,Ich bin immer schuld, alles klar, als ob ich deine billigen Klamotten anfassen würde“ Ich ging ein Schritt auf sie zu. Mir schossen ein Tränen in die Augen. ,,Wieso tust du mir das an? Ich habe dir nix getan!“ ,,Nix getan? Haha schau dich doch  mal an, selbst dein Anblick tut so weh, dafür müsstest du mir noch  Schmerzensgeld zahlen!“ Sie griff nach meinen Haaren. ,,Die sollte man auch etwas stutzen!“ Sie zog an meinen Haaren, klar, dass ich zum Schreien anfing.  Amber ließ sich von Li eine Schere geben. ,,Nein mach das nicht!“. Ok das klang um ehrlich zu sein sehr verzweifelt, eigentlich bin ich ziemlich taff, keine Ahnung, was da mit mir los war. Sie wollte gerade zum Schnitt ansetzen, als sie erstarrte. ,,Leute, abhauen!“. Kaum waren sie weg, hörte ich Schritte. Die Türe ging auf und Kentin, ein guter Freund und mein Tanzparnter kam in die Umkleide. ,,Letty? Was ist hier abgegangen?“. Er kam auf mich zu. Ich hielt mir die Hände vor den Mund und fing zu weinen an. Ich zitterte am ganzen Körper. Kentin sah mich völlig verzweifelt an. Er nahm mich in den Arm. ,,Alles ist gut ich bin da... Amber, oder?“. Ich weinte lauter. ,,Das heißt wohl ...“, er stockte ,,Was ist mit deinen Klamotten geschehen?“. Er hatte sie offensichtlich gesehen. Er löste die Umarmung, beugte sich zu mir runter, denn er war gute 1 ½ Köpfe größer als ich , schaute mich völlig besorgt an und strich mir eine Träne von der Wange. ,,Hier du zitterst extremst, nicht das du dich verkühlst“ Er zog sein weißes Hemd aus, welches er immer offen trug, und legte es mir um die Schultern. Ohne Worte zog ich es mir an. Ich zitterte immer noch. ,,Warte, komm mit!“, er nahm meine Tasche, meine zerstückelten Klamotten und ging in die Jungs Umkleide, vorher zog ich mir noch meine Schuhe an. Castiel, der Einzige der noch in der Umkleide war, schaute mich dumm an. ,,Was macht die hier?!“ ,,Frag einfach nicht, oke!“. Kentin beschützte mich. ,,Hier!“ Er legte mir seine Jacke um die Schultern und er packte die zerteilten Klamotten in meine Tasche und hielt mir diese hin. ,,Hier...ich bringe dich Nachhause oder willst du lieber zu einem Lehrer?“ ,,Nein....mir wird eh niemand glauben, dass Amber das war...es hassen mich doch eh alle....“ ,,Als ob du deine eigenen Klamotten so zurichtest...und vor allem, ich hasse dich nicht!“ ,,...Ich will nach Hause..“ Castiel schaute uns immer verwirrter an. ,,Wenn ich störe, müsst ihr das sagen.“ ,,Ich gehe eh gleich..“, antwortete ich. Castiel lief auf mich zu. Er stoppte erst als er sehr nah an mir heran war. Ich konnte seinen Atem spüren. ,,Egal was Amber gemacht hat, sie wird es bereuen, glaub mir“,flüsterte er und nahm mich danach in den Arm. Diese Seite an Castiel kenne ich wirklich nicht. Kentin sah Castiel eifersüchtig an. ,,Kannst du jetzt bitte gehen?!“ Oh Kentin ist wirklich sauer...,,Alles Gut, komm mal runter, ich verpiss mich ja schon“ Er ging. ,,Tut mir leid Letty..ich..“ ,,Schon ok...d-danke wegen deinen Klamotten...aber was ist wenn du frierst?“ ,,Haha ich friere nicht keine Sorge“ Er grinste. ,,Ich..ich geh dann mal...“ ,,Ich würde dich so gerne begleiten...“ ,,Kentin..ich will alleine sein“. Er nickte. Wir umarmten uns zu Abschied. Und ja, jetzt wisst ihr, wieso, weshalb ,warum. Irgendwie hatte es Kentin geschafft mich wieder ein wenig ,,auf zu muntern“. Ich war zwar immer noch geschockt, traurig und sauer, aber ich bekam wenigstens wieder vollständige Sätze heraus. Naja jetzt liege ich auf meinem Bett und starre die Decke an und denke nach. Kentin ist echt verdammt lieb und fürsorglich, aber was mich verwirrt ist, dass Castiel so...naja ,,zutraulich´´war. Oh man klingt fast so als sei Castiel ein Hund. Irgendwie bekam ich den ganzen Tag ,die Sache mit Kentin und Castiel nicht mehr aus dem Kopf. Ich musste immer daran denken, wie sie mich behandelt haben. Da wurd es mir gleich wieder warm ums Herz.

-Ende von Kapitel 1-
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