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Morte Obscura

von Hei66
CrossoverKrimi / P16 / Gen
1. DCI Tom Barnaby DC Ben Jones Joyce Barnaby
25.02.2016
18.06.2018
43
131.491
3
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
25.02.2016 1.705
 
Zu dieser Geschichte:

Dies wird eine Cross-Over Geschichte mit den Charakteren von “Inspektor Barnaby” und “Commissario Brunetti”, dem venezianischen Ermittler, erfunden von der Schriftstellerin Donna Leon. Ich liebe ihre Commissario-Brunetti-Krimis und finde auch die Verfilmung mit Uwe Kockisch in der Hauptrolle super. Es gibt auf Fanfiction.de leider keine Kategorie zu Commissario Brunetti, daher möchte ich kurz die Charaktere vorstellen, die natürlich nicht mir, sondern der Autorin Donna Leon gehören:

Commissario Guido Brunetti, erfolgreicher, unbestechlicher Ermittler. Ein gebürtiger Venezianer aus eher einfachen Verhältnissen, der seine Heimatstadt liebt, aber mit Sorge deren Entwicklung beobachtet. Und der darüber hinaus ein liebender Ehemann und Vater ist.
Paola Brunetti, seine Frau, sowie Raffi und Chiara, seine (fast) erwachsenen Kinder, Paola ist Literatur-Professorin und eine begnadete Köchin. Man möchte gerne auch mal auf der Terrasse der Brunettis sitzen mit Blick über Venedig … und dieses Essen genießen!
Sergente Lorenzo Vianello, bester Mitarbeiter und Freund des Commissario. Er kämpft manchmal mit seinem Übergewicht, scheint privat ein ausgeprägter Familienmensch zu sein
Vice-Questore Guiseppe Patta, der Chef von Brunetti, dem die Außenwirkung der Behörde sowie die Pflege seines Netzwerkes in Wirtschaft und Politik häufig wichtiger erscheinen, als die in hohen Kreisen oft als unangenehm empfundenen Ermittlungen seines Commissarios.
Signorina Elletra Zorzi, genannt Signorina Elletra, die überaus schöne, kluge und etwas geheimnisvolle Sekretärin des Vice-Questore, Sie besitzt extrem gute IT Kenntnisse, die sie auch ohne größere Skrupel nutzt, um sich in andere Computersysteme zu hacken. Wenn´s denn der guten Sache dient! Brunetti will das alles gar nicht so genau wissen, stützt sich aber sehr gerne auf ihre Fähigkeiten während seiner Ermittlungen.
Sergente Alvise, ein etwas einfach gestrickter, aber eifriger Polizeibeamter
Dottor Stefano Aurino, der Pathologe
Signora Amelia Brunetti, eine eigensinnige ältere Dame und Mutter von Guido Brunetti. Sie stirbt schließlich im hohen Alter in einer der Folgen (Buch/TV Serie)
Conte Orazio Falier, sehr wohlhabender Vater von Paola Brunetti und Geschäftsmann, was in Venedig auch delikate, nicht ganz unproblematische Verbindungen mit sich bringen kann. Das ist seinem Schwiegersohn Commissario Brunetti nicht immer geheuer und führt manchmal auch zum Streit mit seiner Frau Paola.
Die Stadt Venedig – Ich glaube, die Commissario-Brunetti-Folgen sind vor allem eine Liebeserklärung der Autorin Donna Leon an ihre Wahlheimat.

Die Charaktere von Midsomer sollten bei Fanfiction.de bekannt sein. Es gibt immerhin eine eigene Kategorie.

„Wahrheit“ und „Dichtung“ – Hintergründe zur GeschichteMorte Obscura“
Ich habe lange überlegt, in welchen Kontext ich die Morde, die in Midsomer und Venedig geschehen, stellen sollte und habe mich schließlich für die Kunst- und Kulturszene entschieden, da dieses Umfeld bei beiden TV-Serien ebenfalls vorkommt. Meine Internetrecherche nach einem Thema, das Venedig und Groß-Britannien ( Midsomer) zusammenbringen könnte, hat mich auf den Rokoko Maler Canaletto gebracht. Da meine Geschichte daher zum Teil mit historischen Figuren spielt und so „Wahrheit“ und „Dichtung“ nicht ganz einfach zu unterscheiden sind, hier eine kurze Abhandlung der historischen Fakten, wie ich es aus einer relativ groben Internetrecherche dank Google und Wikipedia herausfinden konnte. Auf Richtigkeit kann ich keine Gewähr geben, nur meine ehrliche Absicht erklären, die historischen Fakten sowie die Abgrenzung zu meiner „Dichtung“ kurz und exakt darzustellen:

Giovanni Antonio Canal, genannt Canaletto, lebte von 1697 bis 1768 und gilt als einer der bedeutendsten Maler des Rokokos. Der gebürtige Venezianer lebte die meiste Zeit in Venedig, aber 10 Jahre lang (1746 bis 1756) war er in England. Er ist berühmt geworden für seine sogenannten Veduten (manchmal auch Cappricci genannt). Das sind sehr detaillierte, fast fotorealistische Malereien von Stadt- und Landschaftsansichten. Sozusagen die Ansichtskarten des Rokokos! Canaletto malte vor allem Venedig und London, aber es gibt auch andere Motive, teilweise ländliche, wie etwa südenglische Burgen. Es ist bekannt, dass Canaletto die Camera Obscura als Hilfsmittel nutzte, um die gewählten Ansichten in ein 2-dimensionales Abbild zu fangen, das sich dann leichter abzeichnen ließ.
Er ist nicht zu verwechseln mit seinem Neffen, der sich auch Canaletto nannte, ähnlich malte, aber auch in Deutschland unterwegs war.
Soweit ich weiß, ist nichts über verschollene Veduten von Canaletto in Wirklichkeit bekannt. Dass drei Meisterwerke Canalettos verschollen bzw. ihre bloße Existenz generell umstritten wären, ist von mir in meiner Geschichte frei erfunden.
Konsul Joseph Smith (1674 bis 1770) war Brite und von 1744 bis 1760 Konsul in Venedig. Er lebte aber wesentlich länger dort und ist dort auch begraben, zusammen mit seiner ersten Frau. Er war Kunstsammler u.a. von Canalettos Werken. Er sammelte aber auch andere zeitgenössische venezianische Maler. Er lebte im eigenen Palazzo (Palazzino Smith Magili Valmarana) am Canale Grande. Das Gebäude soll es nicht mehr geben. Er geriet mindestens zweimal in seinem Leben in finanzielle Schwierigkeiten und musste sich erst von seiner Kunstsammlung, dann wohl auch von seinem Palazzo trennen, um diese Probleme zu überwinden. Seine bedeutende Kunstsammlung kaufte 1762 Georg III. von England. Die Sammlung gilt bis heute als ein wichtiger Grundstock der berühmten Royal Collection (siehe unten).

Konsul Smith war zweimal verheiratet. Seine zweite Frau Elizabeth Murray war Tochter eines britischen Botschafters und deutlich jünger als er. Sie zog nach seinem Tod zurück auf den englischen Familiensitz nach Bath. In meiner Geschichte befindet sich dieser Familiensitz natürlich in Midsomer, die sog. Smith´sche Villa, und dient meiner frei erfundenen Konsul-Smith-Foundation als Wirkstätte enthusiastischer Menschen, die sich der Aufarbeitung und Darstellung des Wirkens von Konsul Smith verschrieben haben. Die historische Elizabeth Smith, geb. Murray starb 1788 in Bath, 18 Jahre nach ihrem Mann.

Duke of Richmond ist ein vererbbarer Adelstitel in Groß-Britannien und wurde in den Jahrhunderten von der Krone mehrmals neu vergeben. Wenn ich es richtig weiß, gibt es auch heute Jemanden, der diesen Titel tragen darf. Als Canaletto in England weilte, wurde der 3. Duke of Richmond sein neuer großer Mäzen. Dieser 3. Duke war – wenn ich ihn zeitlich richtig zugeordnet habe – deutlich jünger als der Künstler. Er war früh verheiratet, aber zeugte „nur“ drei außereheliche Töchter zusammen mit seiner Haushälterin.

Aus Respekt vor der Person, die den Titel heute trägt, und dem britischen Adelstitel als solchem, habe ich in meiner Geschichte einen anderen Namen für diese Figur ausgedacht, den Duke of Lochmond. Ich halte das für angemessen, da ich in meiner Geschichte die Geschicke der drei unehelichen Töchter und die Verbindungen des 3. Dukes zu Canaletto und Konsul Smith „dichterisch frei“ weiterspinnen werde – und noch nicht ganz so genau weiß, wohin das führen wird…

In meiner Geschichte nenne ich auch drei berühmte Institutionen in Venedig und Rom. Die Accademia in Venedig enthält die größte Sammlung venezianischer Malerei von Gotik bis Rokoko, bietet aber auch Ausstellungen zu anderen Themen. Sie liegt am Südufer des Canal Grande bei der Ponte dell Accademia, die die Stadtbezirke Dosoduro und San Maria verbindet. Des Weiteren das MAXXI in Rom, laut Wikipedia die erste Adresse zeitgenössischer Kunst in der italienischen Hauptstadt. Meine Figuren, die die Leitung dieser Institutionen in meiner Geschichte innehaben, sind dagegen frei erfunden. Das Staatsarchiv von Venedig, das Archivio di Stato di Venezia liegt am Campo dei Frari. In meiner Geschichte wird der junge Kunsthistoriker Robin Ferguson zusammen mit einem Bibliothekar dort fündig und kommt dem Geheimnis um die verschollenen Veduten Canalettos näher. Im Staatsarchiv lagern tatsächlich historische Quellen der Republik Venedig seit dem großen Stadtbrand von 976, sowie Unterlagen zu Klöstern, Kirchen, Berufsverbänden und wichtigen Familien. Darüber hinaus gibt es dort eine Bibliothek mit 59.000 Bänden.

Die Royal Collection ist die Kunstsammlung der britischen Königsfamilie. Sie ist im Besitz des britischen Monarchen, wird aber treuhänderisch verwaltet. Die Sammlung enthält eine unglaubliche Anzahl von Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen, Kunstdrucken aber auch ganz andere Kunstwerke wie Wandteppiche, Möbel, Bücher u.s.w. Die Sammlung ist auf mehrere Standorte verteilt, wobei einige der Öffentlichkeit ganz zugänglich sind, andere nur beschränkt. George III. erwarb 1762 für die Royal Collection von Konsul Smith seine Sammlung venezianischer Künstler, u.a. viele Veduten Canalettos.

Das Royal Collection Department ist eine eingetragene Wohlfahrtsorganisation und zusammen mit einer anderen Behörde für die Verwaltung der Royal Collection zuständig. Ich habe in meiner Geschichte stattdessen ein Kuratorium erfunden, das die künstlerische Betreuung der Royal Collection zur Aufgabe hat und dessen 1. Vorsitzender die Suche nach den verschollen geglaubten Veduten Canalettos aus bestimmten Gründen wieder antreibt – und den Stein damit ins Rollen bringt.

Übrigens ist die in meiner Geschichte beschriebene Vertragsformel, nach der die Smith´sche Sammlung nur als Ganzes weiterverkauft werden darf und alle in britischen Privatbesitz befindlichen Canaletto-Bilder in den Besitz der Royal Collection zu überführen seien (was de facto eine Enteignung wäre), ebenfalls frei erfunden.

Am Ende noch etwas in eigener Sache:
Es sei mir die kleine Eitelkeit verziehen, dass ich mich am Rande manchmal auf meine erste Inspektor-Barnaby-Story „Familienbande“ beziehe. Die kleinen, wenigen Nebenhandlungen, die Ben Jones, die Barnabys und Bens Grandma Amelia betreffen, sind nicht wichtig für diese neue Geschichte, aber ich hatte einfach Lust dazu.

Die Idee, Ben als talentierten Hobbykoch darzustellen, habe ich übrigens von einer kurzen englischen Fanfic übernommen, wo er seinen Chef Tom Barnaby auf ein Picknick einlädt. Sich Ben Jones mit einem solchen Talent vorzustellen, fand ich einfach zu nett!

Des Weiteren ist die Geschichte noch ganz am Anfang und im Entstehen. Abgesehen von der Hauptlinie und der Grundidee sind viele Einzelstränge mir selber noch nicht klar. Vieles entwickelt sich bei mir erst beim Schreiben. Ich sehe aber, dass viele Autoren bei fanfiction früh einzelne Kapitel veröffentlichen und zur Diskussion stellen. Ich bin hier noch sehr neu und unerfahren – und probiere dieses Vorgehen jetzt einfach mal für mich aus. Ich bin gespannt, ob es funktioniert. Für mich und den Leser. Meine beiden ersten Geschichten habe ich immer erst „fertig“ geschrieben und dann bei fanfiction reingestellt. Ich schreibe nämlich nicht chronologisch, sondern kreuz und quer und manches wird vielleicht sogar nochmal richtig umgeschrieben oder umgestellt, weil die Geschichte sich anders entwickelt hat, Charaktere sich vertiefen, neue, bessere Ideen entstanden sind oder ganze Bezüge neu hergestellt werden müssen ... Aber natürlich werden die Kapitel, die ich hier reinstelle, schon eine gewisse „fertige“ Note haben, die eine Entwicklung erkennen lassen und dem Leser Spaß machen (hoffentlich!).

Reviews, Kommentare oder Hinweise sind sehr willkommen. Insbesondere bei einer Geschichte, die ja erst im Entstehen ist. Das würde ich spannend finden und außerdem kann es nur befruchtend wirken. Vielen Dank im Voraus.

Und jetzt  wünsche ich uns allen viel Spaß – Euch beim Lesen und mir beim Schreiben!
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