Happy Birthday

KurzgeschichteAllgemein / P6
John Kennex
24.02.2016
24.02.2016
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Da war sie nun, mitten auf der Tanzfläche  und bewegte sich langsam zur Musik. Die anderen Menschen um sie herum verschwanden völlig im Dunst der Nebelmaschine. Alles was sie noch wahrnehmen konnte waren ein paar vereinzelte Schatten und die Lichtkegel der Scheinwerfer, die den Nebel in die schönsten Farben tauchten.

Völlig in diesem Moment versunken schloss sie ihre Augen und lies sie sich vom Rhythmus und Takt der Musik führen. Ein wohlig warmes Gefühl umhüllte sie als würde die Musik sie in den Arm nehmen und über die Tanzfläche geleiten.

Nach einer Weile klang die Musik  sanft aus und holte sie langsam wieder in die Realität zurück. Zu ihrer Verwunderung befand sie sich in den Armen eines Unbekannten wieder. Groß, schlank, gut gebaut. Er trug einen Zylinder und eine Maske um die Augen, die einen Teil seines Gesichtes verdeckte.

Der Unbekannte lächelte sie freundlich an und gab ihr ein kleines Kästchen um das eine Schleife gebunden war. Dann verschwand er im Nebel. Sie tastete sich vorsichtig aus dem Nebel zurück an ihren Tisch und lies ihren Blick durch den Raum schweifen. Der Mann von eben war jedoch nirgends zu sehen.

Etwas hilflos schaute sie auf das kleine Kästchen in der Hand und wusste nicht recht ob sie es öffnen sollte. Anbei befand sich eine Karte die an das kleine Kästchen gebunden war. Vorsichtig löste sie die Karte ab und las was darin stand.

"Jeder hat es verdient mit Respekt behandelt und beschenkt zu werden. Vor allem an seinem Geburtstag. Happy Birthday. xxx J"

Als sie die Zeilen gelesen hatte erinnerte sie sich an heute Morgen. Ihr ehrenwerter Kollege, der mit dem gesammelten Geld aller Kollegen ein Geschenk besorgen sollte, fand es besonders witzig seinen Vorurteilen Frauen gegen über zu frönen. Er besorgte einen Eimer, Gummihandschuhe und einen Staubwedel. Dazu eine Zimmermädchenschürze. Alles schön mit Schleife versehen auf ihren Schreibtisch gestellt und sich diebisch gefreut als sie heute morgen ins Büro kam und das Elend auf ihrem Tisch sah.

Seufzend setzte sie sich an ihren Tisch und begutachtete das kleine Kästchen. Es war also eindeutig für sie. Vorsichtig öffnete sie es und fand ein wunderschönes Collie mit saphirblauen Steinen. Sprachlos starrte sie auf das Schmuckstück.
Und ihre Gedanken kreisten immer wieder im die gleichen Fragen.

"Wer ist der Unbekannte?" und "Warum schenkt er ihr so ein wertvolles Schmuckstück?"
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