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Kiss the cook

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Andreas Schweiger Frank Oehler Nils Egtermeyer OC (Own Character) Ole Plogstedt
23.02.2016
18.03.2016
14
26.406
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Dieses Kapitel
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18.03.2016 1.472
 
Oh mein Gott, ich habe tatsächlich  geheult, als ich das geschrieben habe! Ich wusste nicht, dass ich so emotional bin! Ich hoffe, ihr liebt das große Finale genauso wie ich das tue! Enjoy!
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Am 30.6. des folgenden Jahres war es soweit. Ich sollte tatsächlich Frau Plogstedt werden! Ich saß auf einem Stuhl, und ließ mir von Andis Freundin die Haare eindrehen. Die hübsche Brünette war Friseurin, und verstand sich absolut auf ihr Handwerk. Tobi saß auf meinem Schoß, und spielte mit seinen Autos. Dabei sang er vor sich hin. Er war nun fast zwei Jahre alt, und konnte Ole ganz schön in den Wahnsinn treiben, denn er hatte ein Faible für Papas Käppis, und ließ diese gerne verschwinden. „Mum, Hunger!“ teilte er mir mit. „Das macht Tante Sabine gleich mit dir, hm?“ Sabine schaute mich angewidert an. Sie war nur Onkel Fo zuliebe hier, und mit Tobi konnte sie auch nichts anfangen. Meine wilde Cousine Lena nahm ihn zu sich. „Ich mache das, nachdem sich Frau Oehler ja mal wieder zu fein ist!“ Die lilahaarige griff nach meinem Sohn, der sich begeistert mitnehmen ließ.  Ich wurde inzwischen unter der Trockenhaube geparkt. Meine Nervosität stieg ins Unermessliche, und ich brach in Tränen aus. Emma drückte meine Hand. „Das wird schon, Cousinchen. Nein sagen wird Ole ohnehin nicht.“ Marie kicherte. „Das ist so romantisch, ich will auch so einen Mann. Also einen, der mich so liebt, wie Ole dich!“ Ich küsste sie. „Den findest du, davon bin ich überzeugt.“ Tante Chiara strich ihrer jüngsten über die Haare. „Ich habe mein Gegenstück schließlich auch gefunden.“  Andis Freundin war inzwischen dazu übergegangen, meine Haare in eine Hochsteckfrisur zu verwandeln. Als sie fertig war, schminkte Emma mich.
Jule nahm mich an der Hand. „So, und jetzt ziehen wir das Kleid an. Ole wird es wegpusten!“ Ich lächelte. Das Kleid. Es war das erste, das ich anprobiert hatte, und Andi war direkt in Tränen ausgebrochen. Es war klar, dass er mein Trauzeuge sein würde, also war ich mit Mama und ihm losgezogen, um diesen Traum aus Spitze zu erstehen.  Jule schimpfte. „Steh doch mal still, so bekomme ich die Knöpfe nie zu!“ Ich seufzte, und ließ sie ihr Werk verrichten. Als ich fertig war, schob sie mich vor den Spiegel. „Wow, ich sehe ja direkt gut aus!“ brachte ich hervor. Jule nahm mich in den Arm. „Du siehst nicht gut, sondern rattenscharf aus, wenn mir die Anmerkung gestattet sei.“ Sie führte mich zurück zu meinen Tanten und Cousinen, Mama war nun an der Reihe mit der Frisur, und konnte dadurch nicht wirklich etwas sehen.  Tante Chiara brach wie ihre Töchter, direkt in Tränen aus, Sabine zog nur ihre Nase kraus. „Dieses Kleid gab es auch in Übergröße?“ Lena schaute sie wütend an. „Ganz ehrlich, ich werde NIE verstehen, warum Onkel Fo Tante Annika abgesägt hat, um an so eine Schreckschraube wie dich zu geraten!“  „Sie ist ihm fremdgegangen“, schnappte Sabine zurück. „Selbst das wäre besser als DU!“ „Hört ihr wohl auf“, mischte sich Tante Chiara ein. „Sabine, ernsthaft. Jeder duldet dich nur Fo zuliebe. Du bist wie eine Axt im Walde. Selbst Fritzi lehnt dich ab! Aber heute ist der große Tag von Nina, da wirst du dich ja wohl zusammenreißen können?“ Tobi saß mit Emil am Tisch, und beide mümmelten an einer Brezel. „Okay, Jungs, wir gehen schon mal vor!“ ordnete Emma an, und nahm Tobi auf die Arme. „Mummy, bleiben!“ jammerte er. „Daddy ist gleich bei dir“, wandte Marie ein, und mein kleiner Wirbelwind begann zu strahlen. „Daddy Tobi dann Kuss?“ „Ganz sicher“, gurrte Emma, und alle verließen die Wohnung.
Ich atmete tief durch. Keiner wollte mir verraten, wer mein Brautführer werden würde. Ich hatte mir Onkel Fo gewünscht, aber das war das bestgehütete Geheimnis meiner Hochzeit. Es klingelte. Allerdings war es „nur“ Mama, die ihre Handtasche vergessen hatte. „Meine wunderschöne Prinzessin“, meinte sie tränenerstickt. „Wenn Thomas das sehen könnte!“ Sie küsste mich liebevoll, und verschwand.
Fünf Minuten später klingelte es erneut, und diesmal stand mein Brautführer da. MOMENT? Das war ja eine Armee? Da standen Onkel Fo, mein zukünftiger Schwager Michael Plogstedt, Shelly und mein Schwiegervater in spe, Achim Plogstedt! Ich kreischte begeistert auf. Da tauchten Fritzi und Martin auf. „Wir sind dein Abholkommando! Fo führt dich zum Altar, aber wir anderen wollten es uns nicht nehmen lassen, dich abzuholen“, erklärte mein Schwiegervater, und ich drückte den älteren Herrn gerührt an mich. Danach umarmte ich alle anderen. Nur Onkel Fo bekam einen Kuss. „Und wie kommen wir zum Standesamt?“  Die Männer führten mich wortlos die Treppe hinunter. Auf der Straße stand eine Sänfte! Ich brach in schallendes Gelächter aus. „Euer Ernst?“ Shelly gluckste, und half mir galant auf den Stuhl. Dann hoben die sechs die Sänfte an, und trugen mich zum Standesamt, das zum Glück nur drei Straßen von unserer Wohnung entfernt lag. Dort angekommen, ließen sie mich herunter, und die anderen fünf verschwanden eilig nach drin.
Onkel Fo zog mich an sich. „Wir haben geflunkert. Du hast noch einen zweiten Brautführer, mein Schatz!“ Da bemerkte ich Onkel Andi, und drückte ihn ebenfalls fest an mich.
Die beiden hakten mich unter, und führten mich die Treppe nach oben. Aus dem Trauzimmer erklang Musik, und ich konnte die Tränen nicht länger zurückhalten. An den Armen meiner Onkel schritt ich auf Ole zu, der nervös vorne am Tisch der Standesbeamtin wartete. Sein Trauzeuge war Mike, der die Kochprofis vor einiger Zeit verlassen hatte, zu dem ihn aber nach wie vor eine enge Freundscahft verband. Andi stand an der anderen Seite, neben meinem leeren Stuhl und weinte hemmungslos.
Onkel Fo legte meine Hand in Oles. Ich strahlte meinen Mann glücklich an.
„Liebes Brautpaar, liebe Festgemeinde, wir sind heute hier zusammengekommen, um sie, Nina und Ole, in den Stand der Ehe zu heben.  Sie gehen nun schon einige Zeit gemeinsam durchs Leben, und vor knapp zwei Jahren hat Tobias ihre Liebe gekrönt. Viele Steine wurden ihnen in den gemeinsamen Weg gelegt, aber nichts und niemand konnte sie trennen, nachdem sie zusammengefunden haben.  Ole, sie haben mir im Vorgespräch verraten, dass sie direkt wussten, dass ihre Frau vor ihnen steht, als sie Nina zum ersten Mal gesehen haben. Und Nina, sie haben mir dann unter vier Augen verraten, dass es ihnen genauso ging. Ich denke, es wird Zeit, zusammen zu führen, was zusammen gehört. Erheben sie sich bitte. Auch sie, Herr Schweiger!“  Andi zitterte am ganzen Leib, und ich nahm ihn spontan in den Arm. „Jesses, Andi-Bär, ist doch alles gut“, flüsterte ich. Er flüsterte zurück. „Aber ich freue mich so für euch!“ Ich küsste ihn auf die Wange.
Aber danach konzentrierte ich mich wieder auf die Standesbeamtin. „Nina Schwarz, ich frage sie, sind sie hier hergekommen, um aus freiem Willen den hier anwesenden Ole Plogstedt zu ihrem Mann zu nehmen?“ „Ja.“ „Ole Plogstedt, ich frage auch sie, sind sie hier hergekommen, um aus freiem Willen die hier anwesende Nina Schwarz zu ihrer Frau zu nehmen. „Ja, das bin ich.“ „Da sie beide meine Frage übereinstimmend mit ja beantwortet haben, erkläre ich sie kraft Gesetzes zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten! Herzlichen Glückwunsch!“ Ole zog mich an sich, und wir küssten uns innig. Danach räusperte sich die Standesbeamtin. „Zum Ringtausch möchten sie sich einige persönliche Worte sagen.“ Ole griff nach dem Ring, den Mike ihm reichte. „Nina, endlich bist du auch offiziell meine Frau. In meinem Herzen warst du es vom ersten Moment an. Ich habe nicht gedacht, dass mich der Blitz auf meine alten Tage noch einmal derartig treffen kann. Du bist mein ein und alles, mein Lebensmittelpunkt, meine Sonne und mein ganz großes Glück. Ich liebe dich so sehr, dass ich es mit Worten nicht ausdrücken kann. Für immer dein.“ Ich spürte, dass er mir den Ring an den Finger steckte, aber meine Augen waren derart tränenverhangen, dass ich nichts sah. „Ole, was soll ich sagen? Als du in der WG vor der Tür standest, war ich wie verzaubert. Dort stand tatsächlich der schönste Mann der Welt! Und dieser hat mir nicht nur ein gemeinsames Kind geschenkt, sondern auch drei wunderbare Töchter, die ich von Herzen liebe. Du bist der Mensch, der mein Leben komplettiert. Du bist alles, was ich immer haben wollte, mein Leben, und mein größter Schatz. Ich liebe dich über alles. Für immer dein.“  Ich steckte ihm fahrig den Ring an den Finger, und wir küssten uns erneut stürmisch. Danach unterschrieben wir die Heiratsurkunde, und keine Sekunde später fand ich mich in Andis Armen wieder. „Glückwunsch, Hase!“  Ich lächelte. Danach knuddelte mich Mike.
Als wir Stunden später im Olsen waren, lehnte ich mich glücklich an meinen Mann. Meinen Mann! Wie verrückt war das denn? „Ole?“ „Ja, mein Schatz?“ „Ich liebe dich!“ „Ich dich auch!“
In diesem Moment gab es nur ihn und mich, und ich war das glücklichste kleine Mädchen der Welt.
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