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Kiss the cook

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Andreas Schweiger Frank Oehler Nils Egtermeyer OC (Own Character) Ole Plogstedt
23.02.2016
18.03.2016
14
26.406
1
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
18.03.2016 1.646
 
Wir nähern uns dem Grande Finale :) Es wird kitschig, also Taschentücher raus (ja, selbst ich Schreiberling musste ein Tränchen verdrücken-im Alter werde in sentimental!) Dieses Kapitel widme ich meiner treuen Reviewschreiberin Luischen- Danke für deine grenzenlose Unterstützung!

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Ich betrachtete meinen kleinen Jungen, der friedlich an meiner Brust schlief. Er war das schönste, was ich jemals gesehen hatte. Nils und Jule waren vor drei Wochen Eltern des kleinen Silas geworden, der auch zuckersüß war, aber Tobi hatte mein Herz im Sturm erobert. Immer wieder streichelte ich mein Baby. „Ole, das ist das beste Geschenk, das du mir machen konntest“, flüsterte ich, um unseren kleinen Prinzen nicht zu wecken. Er wischte sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. „Das stimmt. Er ist perfekt, genau wie seine Mama. Ich liebe dich so sehr.“  „Ich liebe dich auch.“
Inzwischen war Tobi sechs Monate alt, und der absolute König seiner großen Schwestern. Sie waren dermaßen liebevoll und umsichtig mit dem Baby, dass man meinen könnte, sie wären die Mütter und nicht die Schwestern. Besonders Anouk hatte einen Narren an ihm gefressen. So sehr, dass ich befürchtete, er würde zuerst sie mit Mama ansprechen. Aber das störte mich nicht, im Gegenteil, ich war sehr glücklich, dass die drei großen Tobi so wunderbar in ihrer Mitte aufgenommen hatten. Gerade thronte er  auf Maddys Armen und ließ  sich von ihr mit Brei füttern. Ich betrachtete die beiden glücklich. Ole war mit Andi, der inzwischen wieder eine Partnerin hatte, und Nils beim Drehen. Benny und Jessy waren von der Bildfläche verschwunden, und ich konnte mein Mama-Dasein genießen, was ich auch tat. „Ma!“ nörgelte Tobi. Ich lächelte ihn an. „Hast du die Windel voll? Soll Mama mal nachsehen?“ Er gurgelte zufrieden. Nachdem ich seine tatsächlich randvolle Windel gewechselt hatte, standen Jule und Silas auf der Matte. Wir trafen uns regelmäßig, Das rothaarige Baby war ein absoluter Sonnenschein, und ich mochte ihn und seine Mama sehr.
Timo war begeisterter Onkel, und kam mich mit Oma Iris so oft besuchen, wie es nur ging. Neulich waren wir alle gemeinsam im Zoo gewesen.
Ich musste bei der Erinnerung lachen. „Was ist?“ fragte Jule. „Wir waren doch neulich im Zoo, da hat jemand Ole für Tobis Opa gehalten.“ Die hübsche Blondine kicherte. „Da war er bestimmt nicht begeistert, oder?“ Maddy nickte. „Stinksauer war er, aber Dad hat manchmal ohnehin schwache Nerven.“ „Wollen wir an die Elbe?“ fragte Me. Wir packten also die Kinder ein, und spazierten ans Elbufer.  „Wann heiratet ihr eigentlich?“ fragte Jule unvermittelt. „Nie, wie mir scheint. Ole macht einfach keine Anstalten, mich zu fragen.“  Nouk zwinkerte mir zu. „Das kommt schon noch. Du weißt doch, dass Dad nicht gerade gut in so etwas ist.“ Das stimmte wohl, aber trotzdem wurde mir von Zeit zu Zeit das Herz schwer. Aber nun gut, das würde sich wohl alles ergeben. Da hörte ich eine Stimme, die ich eigentlich nie wieder hatte hören wollen. Die Tillmann, war ja klar. Doch an ihrer Seite lief nicht Tom, sondern BENNY! Ich schauderte, und umklammerte die Griffe des Kinderwagens, in dem Tobi schlief, fester.
Mein Ex steuerte direkt auf mich zu. „Ah, sieh an, unser Baby ist auf der Welt, und du hältst es nicht für nötig, mir Bescheid zu sagen?“ „Das ist Oles Baby, und das weißt du auch genau.“  „Lüg mir nicht noch dreckig ins Gesicht!“ donnerte er. „Benny, ernsthaft. Hör auf damit! Ich habe genug Material um dich ans Messer zu liefern!“ „Ach ja, was denn?“ „Wie wäre es mit der Analyse meines TEES du Vollidiot?“  Er schaute mich wenig beeindruckt an. „Na und? Das ist mein Kind, und ich werde den Umgang einklagen.“ „Klag du nur“, schnaubte ich genervt.
„Wer war denn dieser Idiot?“ fragte Nouk. „Mein werter Ex!“  „Der ist ja brandgefährlich“, stellte Jule fest. „Ja, vor allem hat er sich ja jetzt mit der Tillmann-Kuh zusammen getan, wie es scheint.“
Meine Gedanken schweiften aber direkt wieder zu Ole. Warum in aller Welt wollte er mich einfach nicht heiraten? Immerhin hatten wir nun ein gemeinsames Kind, und ich fühlte einfach, dass es keinen anderen Mann mehr in meinem Leben geben würde. Nur ihn. Ich hatte tatsächlich nie an die große Liebe geglaubt, aber Ole hatte mich eines besseren belehrt. Es gab sie doch! Aber warum wollte er sich dann nicht zu mir bekennen? Ich musste zu Mona! Sie war die einzige, die mir jetzt beistehen konnte. „Mädels, ich muss kurz weg, kann ich euch euren Bruder überlassen?“ Die A-Hörnchen zwinkerten. „Kannst du. Sag Mum einen Gruß von uns!“ Diese Füchsinnen! Jule umarmte mich fest. „Er fragt schon noch, wirst sehen!“
Ich strich Tobi kurz über seinen Kopf und verschwand in Richtung des Olsen. Dort angekommen, stellte ich fest, dass noch geschlossen war, also klopfte ich. Mona schaute zur Tür hinaus, und als sie mich sah, drehte sie schnell den Schlüssel um, und ließ mich hinein. „Mäuschen, du siehst furchtbar aus!“  „So fühle ich mich auch.“ „Was ist denn los?“ fragte sie, während sie wieder abschloss. „Ole ist los!“  Sie lächelte mich an. „Über was machst du dir solche Gedanken, meine Hübsche? Ole liebt dich abgöttisch, das weiß ich.“ „Und warum heiratet er mich dann nicht?“ brach es aus mir heraus. Mona lachte schallend. „Was würde das ändern?“ „Du hast doch auch wieder geheiratet?“ „Ja, aber Ole ist da anders, wir haben auch erst nach 7 Jahren Beziehung geheiratet, weil Maddy unterwegs war. Wenn es nach ihm gegangen wäre….Naja. Aber ich weiß zufällig, dass er dich heiraten WIRD. Wann, kann ich dir nicht sagen. Aber nachdem er dich zum ersten Mal gesehen hatte, stand er hier am Tresen und hat uns erklärt, dass er seine zukünftige Frau getroffen hätte. Mach dir bitte keine Sorgen. Er liebt dich wirklich sehr.“ Sie nahm mich in den Arm. „Danke, Mona. Du bist eben doch die beste!“ „Schnaps?“ „Ich stille noch!“ „Einer bringt Tobi nicht um!“ Ich brummte. „Dann gib schon her!“ Ich kippte den Mexikaner in einem Zug herunter, und verließ das Lokal eindeutig erleichtert.

Als ich nach Hause kam, fehlte von meinen vier Kindern jede Spur. Na super, dachte ich. Aber so hatte ich Zeit, ein bisschen zu arbeiten. Mein Posteingang enthielt einige Mails von den Hensslers, die ich gewissenhaft beantwortete. Selbst die aktuellen Dienstpläne waren enthalten, und so verging die Zeit. Ich schrieb auch noch meiner Mutter, und schickte ihr einige aktuelle Fotos von Tobi. Als ich damit fertig war, entdeckte ich, dass Martin auf Facebook online war, und ich chattete noch eine Runde mit ihm. Als er zur Arbeit musste, machte ich mir doch langsam Sorgen, wo die Kinder abblieben.  Und auch Ole sollte eigentlich vom Dreh zurück sein.
Da drehte sich der Schlüssel in der Tür, und eine strahlende Me stand vor mir. „Mummy Nina, ich muss dir jetzt leider die Augen verbinden!“ krakeelte sie. „Was soll das, und wo sind die anderen drei?“ „Frag nicht so viel, komm mit!“ Ich ergab mich in mein Schicksal, und ließ mir von ihr die Augen verbinden. Als das erledigt war, führte sie mich die Treppe hinunter, und übergab mich an jemanden. Ich spürte den Händedruck und lächelte. „Andi-Bär, was machst DU denn hier?“ „Wie hast du mich erkannt?“ erklang seine sonore Stimme. „Am Geruch, Hugo Boss!“ Er lachte. „Na toll. Aber fein, komm mit. Aimee, du musst mir helfen!“  Ich wurde wieder an Aimee übergeben, und auf ein Motorrad verfrachtet? Ich saß doch auf einem Motorrad? Ich schlang meine Arme um meinen besten Freund und lehnte mich an ihn. Nach einer Fahrt, die ca. eine Viertelstunde gedauert hatte, hielt Andi an, und mir wurde von dem Vehikel geholfen-diesmal erkannte ich Nils‘ Parfum. „Nilsi, was geht hier vor sich?“ fragte ich. „Warte es ab, Ninouche. Hier kommt dein Onkel!“ Ich spürte eine Hand um meine Taille. „Onkel? Was macht ihr alle hier? Was soll die Geheimniskrämerei?“ „Sag nichts, mein Schatz“, bat er. Okay, dann eben nicht. Er nahm mich auf seine Arme, und trug mich in einen Raum. Zumindest vermutete ich das, denn ich hatte inzwischen völlig die Orientierung verloren. „Ich bin doch zu schwer, lass mich runter!“ schimpfte ich. Mein Onkel lachte. „Du bist doch nicht zu schwer, mein Engel!“ Aber er ließ mich herunter, und löste den Schal. Wir standen in Steffens Lokal ONO.  Alle Menschen, die mir wichtig waren, saßen an den Tischen, und schauten mich erwartungsvoll an. Ich erkannte Martin und schlug spielerisch nach ihm. „Arbeiten? Das nennst du arbeiten?“ Er streckte mir die Zunge heraus. „Überraschung!“ Selbst die Schulzes entdeckte ich. Mir wurde heiß und kalt. Was ging hier vor sich? Sollte sich das erfüllen, wovon ich immer geträumt hatte?
Da trat Ole aus einer Ecke des Raumes. Er sah nervös aus. Ich lächelte ihn verliebt an. Er nahm meine Hände in seine. „Nina, mein Schatz, es war nicht einfach, alle unsere Lieben hier zusammen zu trommeln, aber wie du siehst, habe ich es geschafft.“ Sabine schnaubte verächtlich. „Naja, was ich sagen wollte:  Ich liebe dich von ganzem Herzen, und ich bin dir unendlich dankbar für unseren wunderbaren Sohn. Als ich dich damals an der Wohnungstür von Andi gesehen habe (an dieser Stelle schluchzte mein bester Freund laut auf) wusste ich, dass du die Frau bist, mit der ich alt werden möchte. Du bist meine beste Freundin, meine Liebe und mein Leben.“ Er ging vor mir auf die Knie, und ich spürte, wie Tränen meine Wangen herunterliefen. „Nina Schwarz, ich frage dich vor allen hier anwesenden: Willst du meine Frau werden?“ Ich starrte ihn fassungslos an, und wischte mir verstohlen die Tränen aus dem Gesicht. „Ja, Ole, ich will deine Frau werden!“ stammelte ich. Er zog einen Ring aus der Tasche seines Hoodies und steckte ihn mir an. Danach zog er mich an sich, und küsste mich stürmisch.
Der Applaus aller Anwesenden brach über uns herein, und für einen kurzen Augenblick stand die Welt still.
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