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Der Plot ist tot oder: Geschichten, die dich dümmer machen

von Lynx23
GeschichteAllgemein / P12
22.02.2016
04.06.2017
64
66.994
4
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Dieses Kapitel
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22.02.2016 751
 
MMMPA



Kurze Erklärung, dazu, was dieses seltsame Akronym bedeuten soll: Das sind die Anfangsbuchstaben der Vornamen der Helden dieser Geschichte aneinander gereiht. So ähnlich wie bei TKKG. Dabei handelt es sich hier um fünf Geschwister, die in einer Abenteuermaschine irgendwo hinreisen. Und ja: Das habe ich mit Geschwistern und Freunden gespielt und dann in eine literarische Form übertragen, als ich so etwa neun oder zehn war.

Das Kursive in den Klammern sind meine Kommentare zu dem Schwachsinn, den ich da verzapft habe. Viel Spaß.





Vorwort



Maximilian Setter ist 10 Jahre alt. Er mag spannende Bücher. Pascal Setter ist 9 Jahre alt. Er mag Piraten und Gruselbücher. Maxine Setter ist 8 Jahre alt. Sie mag Königinnen und Prinzessinnenbücher. Alex ist 7 Jahre alt. Er mag Dinosaurierbücher. Mischarts ist 6 Jahre alt, er mag Teletubbiebücher. (Mal davon abgesehen, dass sich meine Beschreibungen auf das Alter und auf Bücher – Hallo? Nicht jedes Kind liebt Lesen! – beschränkt haben, ist irgendjemandem aufgefallen, dass Alex und Mischarts keinen Nachnamen haben? Gehören sie etwa nicht zur Familie?)





5 Sechsen in Sach



Es ist Montagmorgen, 7.00 Uhr.

„Aus den Betten, ihr Schlafmützen!“, ruft Frau Medler (Plötzliche Namensänderung, ist doch ganz normal. Außerdem: Ist das die Mutter oder eine Pflegemutter, dass die immer mit „Frau Medler“ angeredet wird?)

„Och nö, das hasse ich“, mault Pascal. (Mit der Meinung ist er wohl kaum allein.)

„Ihr wisst, dass ihr heute einen der Teste schreibt!“, mahnt Frau Medler. (Was für ein Test? Kontext, bitte.)

Sie rollen aus den Betten. (Man stelle sich das bildlich vor.)

„Na, da hilft nix“, meint Max, „sie besteht darauf.“ (Wohl eher eure Schule besteht darauf. Aber egal. Lasst uns lieber auf der Mutter rumhacken.)

Mischarts und Alex nicken.

„Dabei krieg ich sowieso ‘ne Sechs!“, meckert Maxine. (Diese Tatsache ändert nichts an der Schulpflicht.)

„Nun kommt mal in die Gänge!“, ruft Frau Medler hinauf. (Frage: Wann hat sie das Kinderzimmer verlassen?)

Sie verschlingen ihr Müsli und rennen aus dem Haus. (In Schlafanzügen?)

„Igitt!“, schimpft Maxine, „ist das nebelig!“

An der Straße kommen viele Autos. (Was für eine Straße?)

„So kommen wir ganz zu spät!“, schimpft Alex.

Tatsächlich, als sie an die Bushaltestelle kommen, fährt der Bus ab.

„Manno, schon wieder, jetzt können wir wieder zu Fuß gehen!“, schreit Mischarts. (Offensichtlich besitzt diese Familie kein Auto…)



Sie kommen 10 Minuten zu spät. Herr Lau zieht die Augenbrauen hoch. (Wer ist Herr Lau?)

„So spät? Das muss ich leider ins Klassenbuch eintragen.“

Dann bekommen sie einen Test in die Hand gedrückt. (Ich erinnere nur an das unterschiedliche Alter der Kinder und dass sie trotzdem in eine Klasse gehen.)

„Mist, es geht um Afrika“, flüstert Mischarts Max zu, „wie heißt denn die Hauptstadt von Marokko?“

„Keine Ahnung, vielleicht Amsterdam“, flüstert Max zurück.

„Maximilian, vorsagen gilt nicht“, sagt Herr Lau. (Klischee!!!)

(Mal im Ernst: Hattet ihr in der Grundschule Afrika?)



In der Pause versammeln sich die Kinder auf dem Schulhof in kleinen Gruppen.

„Ich habe bloß die halbe Seite geschafft“, meint Maxine.

„Ist ja klar. Wir waren viel zu spät!“, sagt Alex. (Weil man dann auch nicht länger schreiben darf… ist klar.)

„Und alles nur, weil Mischarts sein Müsli nicht so schnell gegessen hat!“, meckert Max. (Ach ja, gute alte Kinderstreitereien.)

„Stimmt nicht! Wenn ich jetzt die Frage falsch hab, bist du schuld!“, ruft Mischarts. (Dass die Kinder wegen Mischarts angeblich zu spät gekommen sind, steht in keinerlei Zusammenhang zu Max‘ falsch vorgesagter Antwort.)

Aber Pascal meint: „Ist doch egal. Ich wundere mich nur, warum man überhaupt über Afrika schreibt. Ist doch völlig egal, wie viele Einwohner Kenia hat.“ (Sag das mal den Kenianern. Der Junge hat die Weisheit echt für sich gepachtet.)

In der nächsten Stunde haben sie Mathe.

„Wie kann man bloß so was rechnen! X+32+12=60! Das ist zum Heulen!“, stöhnt Pascal. (Irgendwie wird er mir sympathischer.)

„Wie wäre es denn, Pascal, wenn du uns das an der Tafel vorrechnest“, meint Frau Will. Pascal geht an die Tafel und rechnet: „60–12–32=16, 16+32+12=60.“

„Na, geht doch“, meint Frau Will.

(Kleiner Tipp: Nie eine Matheaufgabe ohne Grund in eine Geschichte einbauen)



In der letzten Stunde gibt Herr Lau die Teste zurück. (So schnelle Lehrer hätte ich auch gerne.) Max, Maxine, Mischarts, Alex und Pascal wären am liebsten im Erdboden verschwunden. Sie haben alle fünf eine Sechs! Sie einigen sich darauf, dass Maxine die Zettel der Mutter gibt. Diese fängt natürlich gleich an zu schimpfen:

„Für den schlechten Test müsst ihr heute den Hof fegen!“

(Sehr logische Strafe. Dabei hat man auch so viel Zeit zum Lernen.)
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