Destiny of Night

GeschichteAllgemein / P16 Slash
Anastasia Lankford Aurox Nyx Stevie Rae Johnson
21.02.2016
22.10.2020
46
82.483
3
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21.02.2016 1.538
 
Huhu :)
Ja ich bin tatsächlich mal in einem anderen Bereich gewandert und auch wenn die Reihe nicht so viele Leser hat hoffe ich den ein oder anderen zu finden der diese FF mag. Hauptcharakter ist mein OC Cathrine, es spielen aber auch fast alle Buchcharaktere eine Rolle.
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„Cat? Cathrine?“ Die Tür fiel zu hinter der Rothaarigen und sie beachtete die Stimme ihres Vaters nicht weiter. Sie schmiss ihren Rucksack, achtlos in die Ecke und lies sich auf das breite Bett fallen, was den Großteil des Zimmers einnahm. Ein Seufzen entfuhr ihr und ihre Hand griff nach dem recht abgenutzten Notizbuch, welches sie als Tagebuch nutzte. Doch nicht einmal danach war ihr richtig zu Mute. Sie war verbittert und wütend, außerdem hatte sie das Gefühl, dass eine heftige Erkältung im Anmarsch war. Sie hasste Tulsa jetzt schon. Wieso hatte ihr Vater auch ausgerechnet einen Job annehmen müssen, der so weit von ihrer Heimat entfernt war? Cathrine hatte all ihre Freunde, nein noch schlimmer, ihr ganzes Leben zurück lassen müssen. Und ihre Eltern erwarteten wirklich von ihr, dass sie sich einfach so an passte. Ein Blick nach draußen zeigte ihr, dass sich wenigstens das Wetter ihrer Stimmung angepasst hatte. Der Himmel war wolkenverhangen und grau und es nieselte. Ein Klopfen an ihrer Zimmertür, zeigte der Sechzehnjährigen, dass man sie wohl nicht einfach so in Ruhe lassen würde.
„Cathy, kannst du bitte auf deinen Bruder aufpassen?“, fragte ihr Vater und dieses Mal gab es Cathrine auf ihn zu ignorieren. Sie öffnete die Tür, um ihren Fünfjährigen Bruder Phil rein zu lassen. „Kannst du mit ihm auf den Spielplatz gehen? Er jammert schon die ganze Zeit herum, dass er gerne draußen spielen würde.“
„Bei dem Wetter?“, murmelte Cathy wenig begeistert, ging aber trotzdem in den Flur, um ihre und geeignete Schuhe für ihren kleinen Bruder zu suchen. Cathy hatte nicht wirklich etwas dagegen, auf Phil auf zu passen. Sie liebte ihren kleinen Bruder, der es sogar an den dunkelsten Tagen schaffte, sie zum Lachen zu bringen.

Kurze Zeit später spielte Phil zufrieden im Sand, während sie auf einer nahestehenden Bank saß und ihre Gedanken schweifen lies. Ihr Kopf schmerzte ziemlich und sie rieb sich genervt die Schläfen, in der Hoffnung, dass dies eine kleine Linderung brachte. Aber tatsächlich, schien es nur immer schlimmer zu werden. Anscheinend wurde sie wirklich krank, doch dass machte Cathy nicht wirklich etwas aus. Ein paar Tage zuhause ausspannen, war immer noch besser, als in eine neue Schule gehen zu müssen, wo man keinen kannte und wo man begafft wurde, wie ein Orang Utan, nur weil man neu in der Stadt war. Cathy mangelte es nicht an Selbstbewusstsein aber auf solche Oberflächlichen Bekanntschaften konnte sie verzichten, deshalb hatte sie sich bislang auch nicht die Mühe gemacht, jemanden anzusprechen. Sie war gerade einmal zwei Wochen hier aber trotzdem fühlte sie sich ziemlich einsam.
„Du hast es leichter, Phil. Du kannst direkt erst hier mit der Schule beginnen“, meinte sie nachdenklich zu ihrem Bruder und beugte sich zu ihm herunter, als er ihr mehrere Sandkuchen zeigen wollte. Inzwischen hatte es heftiger angefangen zu regnen und Cathy überlegte gerade zurück zu gehen, als sie bemerkte, dass sie nicht mehr alleine war. Ein Mädchen, ungefähr in ihrem Alter, kam vermutlich mit ihrer jüngeren Schwester und steuerte direkt auf sie zu, als sie sie bemerkte.
„Hi, Schlechtes Wetter heute was? Aber Fiona stört sich nicht wirklich daran.“ Sie zeigte auf das kleine Mädchen, was direkt auf die Rutsche zugegangen war.
„Phil auch nicht“, erwiderte Cathy und musste sich räuspern.
„Ich bin übrigens Louisa. Bist du neu hier? Ich habe dich noch nie gesehen.“
„Vor zwei Wochen her gezogen“, murmelte Cathrine. „Ich bin Cathy“, stellte sie sich vor. Louisa schien ganz nett zu sein. Vielleicht gelang es ihr ja außerhalb der Schule Freunde zu finden.

„Da hinten bei den Büschen steht jemand und sieht zu uns herüber“, meinte Louisa plötzlich und klang so, als wäre ihr das nicht so ganz geheuer.
„Lass ihn doch“, meinte Cathy gelassen. „Vielleicht steht er auf uns“, fügte sie lachend hinzu. Tatsächlich meinte Lousia wenige Minuten später, dass sie dringend aufbrechen müsste. Cathy sah ihr kopfschüttelnd hinter her und wusste nicht, was sie von ihr halten sollte. Etwas merkwürdig war sie schon. Sie erwiderte kühl den Blick des Fremden, der erst jetzt, wo sie alleine war näher kam. Cathy wollte gerade den Mund öffnen, um etwas nicht ganz so freundliches zu sagen, doch der Typ lies sie nicht zu Wort kommen. Stattdessen zeigte er auf ihre Stirn und veränderte ihr Leben, innerhalb weniger Wochen, zum zweiten Mal.
„Cathrine McDougal, du wurdest von der Nacht erwählt. Erhöre und Folge ihr. Dein Schicksal erwartet dich im House of Night.“ Cathy hatte keine Chance etwas darauf zu antworten, denn im nächsten Moment, schmerzte ihr Kopf so bestialisch, dass ihr schlecht und auch etwas schwarz vor Augen wurde. Als der Schmerz endlich nach lies, war von dem Typen nichts mehr zu sehen.
„Scheiße Verdammt. Fuck“, fluchte Cathy und obwohl ihr eigentlich mehr nach Schreien zu Mute war, ging sie zu Phil, welcher die Szene wohl beobachtet hatte und nun am Heulen war.
„Es ist alles in Ordnung Phil, mir geht’s gut“, log Cathy. Tatsächlich fühlte sie sich noch beschissener, als vor fünf Minuten. Sie musste husten, außerdem fühlte sich das Licht viel heller an, auch wenn es immer noch am Regnen war.
„Was ist das da auf deiner Stirn?“, fragte Phil und zeigte auf das Mal, welches nun für immer auf ihrer Stirn zu sehen sein würde. „Ein Alptraum“, dachte Cathy unglücklich, die noch nicht ganz glauben konnte, dass das gerade wirklich passiert war. Man hatte sie gezeichnet und sie war nun ein Vampyr. Cathy wusste nicht viel über Vampyre. Sie hatte sich nie mit dem Thema beschäftigt aber allein der Gedanke, ihre Familie verlassen zu müssen, bereitete ihr Schmerzen.

Während sie mit Phil nach Hause ging, fragte sie sich, wie ihre Eltern wohl reagieren würden. Ob sie sie überhaupt noch lieb haben würden? Immerhin war sie ein Blut trinkendes Monster, wenn sie denn überhaupt die Wandlung überleben würde. Alles würde sich ändern. Am liebsten würde sie sich einfach weigern ins House of Night zu gehen aber sie wusste, dann würde sie sterben. Sie atmete tief durch und dachte noch einmal über alles nach. Sie musste zugeben, dass ein Neuanfang vielleicht gar nicht so schlecht war. Hatte sie nicht vorhin erst über die Schule gemeckert? Cathy wusste, dass sie es schaffen würde. Und mit einem mal, wurde sie sogar neugierig, auf das was sie im House of Night erwarten würde. Doch zuerst würde sie mit ihren Eltern reden müssen.
„Ich muss mit dir reden“, meinte sie, als sie hörte wie ihre Mutter die Türe schloss, als sie nach Hause kam.
„Kann das nicht warten Cat? Ich hatte einen ziemlich anstrengenden Tag.“
„Nein das kann nicht warten. Außerdem weißt du genau, dass du mich nicht Cat nennen sollst“, meinte Cathy genervt, die diesen Spitznamen schon immer gehasst hatte. „Mir ist was passiert, was dich vermutlich ziemlich schocken wird“, meinte sie etwas unsicher.
„Hast du was kaputt gemacht?“, fragte ihre Mutter und sah sie nun an, wobei sie mitten auf das Mal sah. Ihr blieb der Mund weit offen stehen und eine Weile standen sich Mutter und Tochter schweigend gegenüber.
„Im Grunde habe ich schon was kaputt gemacht. Aber bestimmt nicht absichtlich“, meinte Cathy unglücklich.
„Komm her“, meinte ihre Mutter und schloss ihre Tochter in die Arme. „Ich werde dich immer lieben egal was du bist, Cat.“
„Aber was ist mit Vater?“, meinte Cathy.
„Mmmh er wird nicht begeistert sein aber wir kriegen das hin, Cat. Wir sind eine Familie und daran ändert sich auch nichts.“

Noch am selben Tag, packte Cathrine ihre wichtigsten Sachen zusammen, verabschiedete sich etwas niedergeschlagen von ihrem Vater und Phil und machte sich dann, gemeinsam mit ihrer Mutter, auf den Weg zum House of Night.
„Es wird Zeit, Cathy. Dein Husten hört sich ziemlich unschön an. Wir müssen uns ein wenig beeilen, damit du in die Nähe von erwachsenen Vampyren kommst.“ Cathy, die gerade einen ziemlichen Hustenanfall hatte nickte.
„Ich weiß doch kaum etwas über Vampyre“, meinte sie und fühlte sich, als wäre sie kurz vor einer Mathearbeit, von der sie keinen Plan hatte.
„Das wirst du schon lernen. Aber eine Sache musst du mir vesprechen“, meinte ihre Mutter ernst. „Alles“, meinte Cathy sofort.
„Vergiss uns nicht und melde dich. Ich weiß, es ist ungewöhnlich und die meisten Vampyre meiden ihre menschliche Verwandtschaft aber ich will meine Tochter nicht verlieren. Nicht deswegen.“ Cathrine lächelte. Es tat ihr gut zu merken, dass ihre Mutter sie immer noch liebte, vor allem weil ihr Vater tatsächlich viel weniger begeistert von der ganzen Sache war. Aber sie war jetzt nun einmal ein Jungvampyr und niemand konnte mehr etwas daran ändern.
„Vielleicht ist ja alles viel schöner als du denkst“, riss ihre Mutter sie aus ihren Gedanken. Dann konnte sie das erste mal einen Blick auf das House of Night werfen und musste zugeben, dass es ziemlich einladend wirkte. Das Tor öffnete sich als sie sich näherten und auf dem Platz stand eine Frau mit langen blonden Haaren und einem sehr freundlichen Lächeln.
„Wilkommen im House of Night, Cathrine McDougal. Ich bin Anastasia und werde in der nächsten Zeit für dich zuständlich sein.“
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