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Rose und Dimitri

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
Dimitri Belikov Rosemarie "Rose" Hathaway
21.02.2016
22.06.2016
11
35.936
3
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22.02.2016 632
 
Es war mittlerweile der 22. Dezember und ich hatte fast alle Geschenke besorgt. Nur für Lissa fehlte mir eine Idee, weswegen Sonya meine Rettung war, als sie fragte, ob ich sie zum nahegelegenen Einkaufszentrum begleiten würde. Sie und Mikael würden nach den Feiertagen ihre Flitterwochen nachholen. Was mich erschrak war, dass sie nach Australien wollten. Nicht nur, dass dort ein Haufen giftiger Tiere lebten, nein sie als Moroi würde auch große Probleme mit der hohen Sonneneinstrahlung bekommen. Nichtsdestotrotz schien es ihr großer Traum zu sein, den sie sich erfüllen würden. Als wir auf dem Weg zum Einkaufszentrum waren, erzählte sie mir, dass sie sich die „die Perlenfischer“ im Opera House ansehen und sich mit Aborigines treffen würden. Ihr Elan und Freude am Reisen griff auf mich über und wir scherzten, wo wir überall hinfahren könnten. Dass wir am Ende am Einkaufszentrum ankamen, enttäuschte uns fast und doch hatten wir viele Ideen für unsere Weihnachtsgeschenke. Ich bekam für Lissa eine Art Buch, mit dem sie in jedes Land reisen und sich die Sehenswürdigkeiten ansehen konnte. Für mich war wichtig, dass sie entspannen und sich zurückziehen könnte. Sie brauchte einen Ausgleich. Ich wusste, dass Christian ihr ein Fallschirmsprung schenken würde und ich hoffte für sie, dass das nächste Jahr nicht so stressig werden würde.

Zurück am Hof warteten Jill und Eddi auf mich. Jill brannte förmlich darauf mit den anderen Moroi Kämpfen zu lernen. Dimitri und ich hatten einige schon seit längerer Zeit gelehrt und sie machten enorme Fortschritte.  Ich brachte die beiden zur Halle, wo Dimitri mit den anderen schon begonnen hatte. Da wir drinnen trainierten, durften die Moroi ihre Elemente nicht benutzen und mussten sich ganz auf Verteidigungstechniken konzentrieren. Im Kampf mit Strigoi würde das schwierig werden, da sie ihnen extrem unterlegen waren. Nichtsdestotrotz sollten sie sich nicht nur auf ihre Magie verlassen können sondern auch einfache Manöver beherrschen.

Jill konnte technisch nur schwer mithalten, außerdem mussten wir an ihrer Ausdauer und Stärke arbeiten, aber dies war kein Wunder. Sie lebte nicht am Hof und solche Trainingseinheiten waren deshalb für sie selten. Trotzdem war sie nicht weniger motiviert als Christian oder Mia und schlug sich tapfer bis zum Stundenende. Eddie hatte sich auf eine Bank gesetzt, da er zu keiner Schicht eingeteilt war und beobachtete Jill verliebt. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie er es ausgehalten hatte sie solange zu lieben ohne es leben zu können.  Nun stand er auf und half uns die Matten wegzulegen, bevor er mit Jill die Turnhalle verließ. Dimitri und ich standen alleine in der Turnhalle und ich dachte an die unendlich vielen Trainingseinheiten mit ihm in St. Vladimir zurück. Er schenkte mir sein warmes Lächeln, zog mich zu sich heran und küsste mich. Es war diese vertraute Art von Küssen, wenn wir frei waren, frei von allen Pflichten und Problemen. Es gab nur uns, bis sich die schwere Tür öffnete. Ich merkte wie sich Dimitri versteifte und seine volle Aufmerksamkeit sich auf die Türe richtete. Aber es war nur Mia, die ihre Trinkflasche vergessen hatte. Als sie uns sah errötete sie und wollte sich entschuldigen doch Dimitri und ich hatten bereits begonnen zu lachen. Für viele war es immer noch eine merkwürdige Situation uns zusammen als Paar zu sehen. Als Mia ihre Trinkflasche hatte, verließen wir zu dritt die Turnhalle und ich erzählte Dimitri von Sonyas Reiseplänen. Er schien nicht sonderlich überrascht und entgegen aller meiner Erwartungen, hatte er auch keine so großen Bedenken.

Nachdem sie zusammen viele Experimente mit Geist gemacht und sich lange mit der Rückverwandlung von Strigoi beschäftigt hatten, waren sie sehr gute Freunde geworden und Sonya schätzte Dimitris Verschwiegenheit. Genau diese machten ihn so unwiderstehlich, er verriet nie zu viel und doch genug  um wahnsinnig zu werden.  Und auch wenn ich es hasste, liebte ich es zugleich.
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