Gefangen in der Dunkelheit

GeschichteDrama, Romanze / P16
Akura-ou / Kirihito OC (Own Character)
21.02.2016
24.04.2016
8
9.862
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25.02.2016 1.573
 
Hallo, und hier ist auch schon Kapitel zwei, viel Spaß :)

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Unter starken Schmerzen kroch ich in Richtung Abgrund um einen Blick auf die mir bevorstehende Tiefe zu erhaschen. „ Kein Wunder das ich noch lebe, ich bin ja nicht sonderlich tief gefallen.“
Dafür war der Weg nach unten immer noch sehr weit und sollte ich nochmal stürzen wäre das sicherlich das Ende. Als nächstes Blickte ich nach oben und zu den Seiten um einen möglichen Fluchtweg ausfindig zu machen. Als ich alles begutachtet hatte schnaufte ich verzweifelt auf
„Zurückklettern scheint keine Option zu sein… Alle möglichen Stützpunkte sind vollkommen zerstört oder zu weit weg, als das ich sie erreichen könnte“
Also blieb doch nur der erneute abstieg. Diesmal mit deutlich mehr Vor- und Voraussicht suchte ich meinen Kletterweg ab um einen Schritt nach den anderen zu setzen, jedoch erst, nachdem ich einen perfekten halt hatte.
„Einen Fuß nach dem anderen Mira, kein Grund zur Hektik!“
Eine ganze Weile klappte diese Taktik wirklich hervorragend! Jedoch wirklich nur eine Weile… ich kam an einen Punkt an welchem ich keinen sicheren Weg mehr erblicken konnte.
„So ein Mist! Und jetzt?! Zurück nach oben schaffe ich es nicht mehr und wer weiß überhaupt an welcher Stelle ich einen anderen Kletterweg einschlagen kann… ACH DAS IST DOCH ZUM VERRÜCKT WERDEN!“
„Naaa?? Doch nicht so leicht wie gedacht, was?“
Augenblicklich zog sich in mir wieder alles zusammen und ich verkrampfte! Er war wieder da!
„WAS WILLST DU???“  Er grinste nur wieder. „Du meinst doch nicht ernsthaft, dass ich mir dieses Schauspiel entgehen lasse, haha“
Ich lief knallrot an und meine Wut stieg ins unerlässliche! Als ich jedoch meine Hand von der Wand löste um sie zu einer Faust zu bilden, um meiner Wut Ausdruck zu verschaffen, merkte ich, dass dies ein böser Fehler war. Durch die fehlende Stütze verlagerte sich mein Gewicht mehr auf mein verletztes Bein, welches der erhöhten Belastung nicht standhielt und einknickte. Im nächsten Moment war es schon zu spät und ich rutschte ab, wodurch ich erneut in die Tiefe fiel. Ich kniff die Augen zusammen um mich auf den erneuten und vermutlich letzten harten Aufprall in meinem Leben vorzubereiten. Und dann geschah…. Nichts… kein Schmerz, kein Knall, einfach nichts. Ich spürte lediglich Wärme und fragte mich ob ich bereits tot sei. Langsam öffnete ich ein Auge um mir ein Bild von meiner Situation zu verschaffen. Als ich auf eine Brust blickte riss ich meine Augen weit auf. Dieser Dämon hielt mich doch tatsächlich auf seinen Armen! Was fällt dem eigentlich ein?!
„Sag mal spinnst du?? Lass mich sofort wieder runter!“ Er grinste mal wieder und Antwortete „Wirklich? Bist du dir da auch ganz sicher?“
„Natürlich!! Und jetzt lass mich endlich los!!“
„Na schön, wie du willst“
Als er gerade dabei war seine Arme von mir zu lösen, blickte ich nach unten und bemerkte, dass wir uns gerade mitten in der Luft befanden. Sofort schlang ich meine Arme um seinen Hals und drückte meinen ganzen Körper so nah gegen seinen wie nur möglich.
„ICH HABS MIR DOCH ANDERS ÜBERLEGT!“ Quickte ich verzweifelt auf.
Er blickte mich verwundert an und legte erneut seine Arme um meinen Rücken und meine Beine. Ich hingegen kniff erneut so fest ich konnte die Augen zusammen um mir diese schreckliche Höhe so schnell wie möglich wegzuwünschen.
„Du kannst deine Augen wieder öffnen.“ Sprach er nach einer Weile.
Ich öffnete sie langsam und erblickte den festen Boden unter unseren Füßen. Erleichtert Atmete ich aus. Im nächsten Moment wurde mir jedoch bewusst in welcher Position ich mich da befand und lief knall rot an! Sofort stieß ich mich von ihm weg und zurück auf meine eigenen Füße
„Ddddanke, ab hier komme ich alleine klar“ stammelte ich. „Hmm“ sagte er, machte jedoch keine Anstalten zu verschwinden. Stattdessen drehte er mir den Rücken zu und ging in die Knie.
„Was machst du da?“ fragte ich.
„Du kannst eh nicht laufen und das brauchst du gar nicht abzustreiten! Bedenke jedoch, wenn du dieses mal dich erneut weigerst, wird es keine zweite Chance geben. Meine Freundlichkeit für dieses Jahr ist so gut wie ausgeschöpft und vielleicht finde ich dann eher Gefallen daran dich langsam und qualvoll zu töten.“
Ich überlegte… und wieder einmal hatte er Recht. Wenn ich wollte, dass ich nach all den Anstrengungen wirklich überlebe, muss ich mich auf sein Angebot einlassen, wenn auch wiederwillig. Ich ging also stumm auf ihn zu und schlang meine Arme erneut um seinen Hals, nur dass er mich im nächsten Moment auf seinen Rücken beförderte und mit mir aufstand. „Na geht doch“
„ Hmm…“
Es war bereits früher Abend und ich bin schon vor Stunden auf dem Rücken des Dämonen eingeschlafen. Dabei lag mein Kopf in seiner Halsbeuge und ab und zu huschte ein Blick des Dämons auf mich, wovon ich jedoch nichts mitbekam.
Nach einer Zeit erreichten wir schließlich ein Rasthüttchen.
„Ich denke für heute langt es.“
Er betrat das Häuschen, immer noch mit mir auf dem Rücken und blickte sich um.  Ein kleines bettartiges Gebilde, einige Sitzmöglichkeiten und eine Feuerstelle zierten den Raum.
„Das sollte vorerst langen“ Mit diesen Worten setzte er mich auf dem Bett ab und nahm mir gleichzeitig meinen Rucksack vom Rücken um mich in das weiche Stroh zurückgleiten zu lassen.
„In dieser merkwürdigen Tasche muss doch bestimmt so etwas wie eine Decke vorhanden sein“ grummelte er beim Wühlen.
„EHEM“ räusperte ich „kann ich dir vielleicht helfen?“
Als er meine Stimme hörte blickte er ertappt zu mir „Ich habe nur nachgesehen was ich da für schweres Zeugs mit mir rumschleppen musste!“ antwortete er beleidigt
„Aha….Wo sind wir hier eigentlich“ erwiderte ich, während ich mir meine Decke aus meinem Rucksack holte.
„In einem Haus für Reisende, es ist bereits Abend und ich denke es ist für uns beide das Beste, wenn wir für die restliche Nacht ruhen“
„Hmm“ nuschelte ich.
Stille machte sich breit und die Minuten vergingen. Währenddessen begann der Dämon nun auch sie zu Mustern. Sie hatte ein weißes priesterähnliches Gewand als Oberteil mit schwarzer Naht, jedoch trug sie nicht die übliche Hose dazu, sondern einen kurzen dunkel lilanen Rock. Um die Taille hatte sie sich einen lila farbenen Obi (japanischer Gürtel) gebunden. Sie hatte offene, knöchelhohe, schwarze Sandalen an, mit leichtem Absatz und trug an Ihrem Hals einen langen Rosenkranz mit einer Perle am Ende. Ihre Haare waren schwarz mit einem lilafarbenen Schimmer und gingen Ihr ebenfalls bis zur Taille. Ihre Augen waren in einem ebenso dunklen violett wie ihre Harre. Ihre zarten rosa Lippen, welche im Kontrast zu ihrer ganzen Erscheinung standen, schmeichelten ihrer blassen Haut und verschafften ihr ein elfenhaftes und zartes Äußeres.
„Ich heiße Mira“ unterbrach ich diese mir unerträglich erscheinende Stille. Er blickte verwirrt zu mir, als ob ich etwas Unverständliches gesagt hätte. „Und dein Name ist…??“  
„Akura-ou“ kam es schlicht von ihm.
„Nun gut Akura, weshalb hast du mir geholfen? Nach deiner vorherigen Aussage kannst du Menschen nicht sonderlich leiden“ fragte ich die Frage, welche mir schon seit geraumer Zeit auf der Seele brannte.
Er lehnte sich an der Wand zurück und verschränkte dabei die Arme hinter seinem Kopf
„Mir war einfach langweilig und ich hatte einen guten Tag wie ich bereits gesagt habe“
„Das ist alles?“ „Hmm“
Ich war wirklich erstaunt „ Verstehe.“
„Du hast mir immer noch nicht meine Frage beantwortet“ sagte er. Seine Augen waren mittlerweile geschlossen.
„Was meinst du?“
„Na was du an dem Abgrund verloren hattest. Ich denke du bist mir eine Antwort schuldig“ Er öffnete ein Auge und sah mich von der Seite aus an.
Ich überlegte kurz ob ich es ihm sagen sollte und entschied mich, dass ich es ihm wohl tatsächlich schuldig war. Jedoch würde ich ihm nicht die ganze Geschichte erzählen, soviel stand fest!
„Ich verfolge eine Spur und diese führte zwangsläufig dazu, dass ich diesen Abhang hinabsteigen musste“
„Eine Spur?“ Er setzte sich auf, nun hatte ich anscheinend sein Interesse geweckt.
„Ja, ich verfolge die Miasma Spur um zur Quelle zu gelangen und diese zu reinigen. Du bist ein Dämon, du musst sie auch gesehen haben“
„Wohl war, aber was will ein kleines Menschenmädchen wie du schon dagegen ausrichten?“
Schon wieder dieses abwertende Gerede! So langsam platzt mir der Kragen!
„Falls es dir entgangen ist, ich bin nicht nur eine Göttin sondern auch zu einem viertel ein Dämon! Blitzmerker!“
Stille… dann drehte er sein Gesicht gänzlich in meine Richtung „Ach ist das so? und was für eine Göttin und Dämon sollst DU bitte sein?“ Ich wurde immer wütender.
„Ich besitze die Fähigkeit des Segnens! Meine Aufgabe ist es die negative und verpestete Atmosphäre zu reinigen und heilige Orte von dem DÄMONENGESINDEL zu befreien!“
Er grinste „Ich dachte du bist selbst zu einem viertel ein Dämon, also müsstest du dich ja selbst töten“
„Das ist etwas anderes, außerdem kommt meine Fähigkeit meiner Arbeit zu Gute, also geht das schon in Ordnung“
„Und welche Fähigkeit soll das bitte sein? So besonders kann sie ja nicht sein, wenn du dich nicht mal von dem Abhang retten konntest“
„Ich bin ein Lichtdämon!! Ich kann helle Energie bündeln und dadurch kämpfen! Was sollte mir diese Fähigkeit den beim Sturz helfen, Baka!“
Nach dieser Aussage drehte ich mich um, um endlich wieder zu schlafen und weiteren sinnlosen Konversationen mit diesem Idioten zu entgehen. Er blickte mir nur verdutzt hinterher, sagte jedoch nichts mehr und schloss ebenfalls die Augen um zu ruhen. Er öffnete jedoch noch einmal leicht ein Auge um erneut zu mir zu blicken. Dabei bildete sich ein leichtes lächeln auf seinen Lippen.