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Nora neko

von KiSo
GeschichteTragödie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Bishamonten / Bishamon Hiyori Iki Kofuku OC (Own Character) Yato Yukine
20.02.2016
24.04.2016
16
28.023
11
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20.02.2016 1.010
 
~Hierbei handelt es sich um eine Geschichte, die nachdem Anime Noragami spielt (auch nach der zweiten Staffel). Außerdem wird auch eine Sache aus dem auf den Anime folgenden Manga erwähnt. Es wäre also schlau, mindestens den Anime zuende gesehen zu haben.~

Mit einem lauten Ziiiiing durchschnitten die beiden Schwerter den Ayakashi, ehe er sich in ein gewaltig helles Licht auflöste, welches die Dunkelheit für einen Moment erleuchtete, bis es verschwand.
Elegant landete derjenige, der die Schwerter führte, auf einem Mauervorsprung. Sein weißes zerfetztes Halstuch wehte im leichten Wind, er blickte in den Himmel. Das war noch längst nicht der letzte Ayakashi, er wusste dass sie noch viel Arbeit vor sich hatten, doch er spürte wie erschöpft sein Shinki war.
Dennoch merkte er die Freude die von ihm ausging. „Yato das war klasse, nicht wahr?“, fragte es seinen Gott begeistert. Der Gott im Trainingsanzug lächelte.
„Ja Yukine, dass hast du großartig gemacht, du bist echt eine gut Hafuri.“ Yukine war voller Enthusiasmus, doch auch plagte ihn die Erschöpfung, was er vor Yato nicht verheimlichen konnte.
„Wir sollten trotzdem für heute erst einmal Schluss machen, die Sonne geht ohnehin bald auf.“
Yato blickte zum Horizont, es war immer noch düster, doch langsam kamen die ersten Strahlen der Morgensonne hervor. Yukine gab ihm Recht.
„Yuki“ rief der Gott und die zwei Schwerter leuchteten auf, verwandelten sich in zwei Lichtstrahlen die sich zusammenfügten und sich langsam zu einem frech grinsenden Jungen zusammensetzten, er hatte Schrammen im Gesicht, an Armen und Händen, dennoch wirkte er glücklich und stolz. Yato wuschelte ihm durchs Haar, woraufhin er sich protestierend wehrte.
„Behandele mich gefälligst nicht wie ein kleines Kind!“, murrte er. Doch der Gott im Trainingsanzug streckte ihm nur die Zunge heraus und klopfte Yukine daraufhin lachend auf die Schulter.
„Na komm schon, ich bin sicher Kofuku und Daikoku haben uns was vom Abendessen übrig gelassen, ich hab üblen Hunger!“
„Ach jetzt wo du es sagst fällt mir ein, dass ich dir von Daikoku ausrichten soll:  'Wenn du nicht bald mal was im Laden tust, kannst du dein Abendessen in Zukunft selber besorgen!'“
„Arrrrg“, konnte Yato nur von sich geben. „Was dachte sich dieser Daikoku eigentlich? Ich bin ein Gott! Warum sollte ich auch nur einen Finger rühren, es steht mir zu Abendessen zu verlangen! Der wird schon sehen, wenn ich eines Tages meinen eigenen Tempel habe!“, schwärmte Yato in Gedanken und bemerkte gar nicht, dass Yukine längst stehen geblieben war. Der ach so große Gott drehte sich um, um nach seinem Shinki zu sehen.
„He Yukine was ist los?“, fragte Yato ihn. Yukines Blicke hatten sich auf eine bestimmte Stelle gerichtet. Er zuckte zusammen, als er seinen Namen hörte. „Hm? Ach es ist nichts, geh schon mal voraus Yato, ich will noch einen kleinen Spaziergang machen …“
Irgendetwas in seiner Stimme brachte Yato dazu nicht weiter nachzufragen, sondern ihn einfach allein zu lassen, selbst obwohl er den Stich von Yukines Lüge deutlich gespürt hatte. Vielleicht war es das was Yukine ja mal brauchte; Abstand von ihm. Yato nickte also nur und machte sich alleine schon mal auf den Weg. „Ein Gutes hat es ja; mehr von Kofukus Leckereien für mich!“, dachte er sich mit einem verschmitzten Grinsen.

···  ☾  ···


Er hatte es nur ganz kurz vernommen, in weiter ferne, die Wahrscheinlichkeit war hoch, dass er es sich nur eingebildet hatte. Doch ganz sicher war er sich da nicht. Yukine war davon überzeugt, gerade eben ein Schluchzen gehört zu haben, ein leises, weit entferntes. Eigentlich kein Grund Yato deswegen anzulügen, dennoch hatte er es getan. Warum? Der Junge in dem grünen Mantel hatte keine Ahnung, irgendetwas in ihm sagte ihm er solle dem schluchzen nachgehen, es Instinkt zu nennen wäre vermutlich übertrieben gewesen.
Yukine schloss die Augen und versuchte sich völlig zu konzentrieren. Er atmete tief ein und aus.
Da war es wieder! Yukine öffnete entschlossen seine Augen, er hatte es genau vernommen, er hatte es sich nicht eingebildet! Da weinte jemand! Zielstrebig ging er dem schluchzen nach. Es hörte sich für ihn an wie ein Mädchen. Er bremste ruckartig. Plötzlich erinnerte er sich an damals, das arme kleine Geistermädchen, das auf seine tote Mutter gewartet hatte, welches ihn dazu gebracht hatte, mit in der fürchterlichen Dunkelheit zu warten. Mittlerweile hatte seine Furcht vor der Dunkelheit nachgelassen, sie war immer noch unangenehm, aber nicht unerträglich.
„Das arme Mädchen“, flüsterte er. Das kleine Kind das von einem Ayakashi gefressen wurde, für das er nichts mehr tun konnte, außer den Ayakashi der sie gefressen hatte zu zerschneiden. Eine Träne lief ihm über seine Wange, schnell wischte er sie weg. Yukine spürte wie seine Wangen glühten, jedes mal aufs neue schämte er sich für seine Schwäche. Ein weiteres Mal hörte er das schluchzen. Nun rannte er!  Was wenn wieder ein Mädchen dort war, das weinte weil es besessen war? Noch einmal würde er nicht zulassen, dass ein Mensch gefressen wurde! Nun war er stärker, er würde rechtzeitig da sein und reagieren!
Yukine rannte durch die verschiedensten Straßen, bis er an einem alten Spielplatz ankam. Das Schluchzen war nun ganz nah. Er blickte sich um, eine leichte Brise ließ die verrosteten Schaukeln sich bewegen, sie quietschten dabei fürchterlich. Seine Augen suchten den Platz ab, bis er es sah. Es war tatsächlich ein Mädchen, es saß auf den Knien mit dem Rücken zu ihm auf dem asphaltierten Boden und weinte. Vor ihr versammelten sich Stück für Stück immer mehr Ayakashi.
„Es wird alles gut, komm zu uns“ „Ja komm zu uns“ „Wir sind für dich da, die anderen nicht“, hörte Yukine sie sagen wie im Chor, alle zusammen versuchten das Mädchen zu verlocken.
„Nein! Verschwindet! Geht doch bitte einfach!“. Schrie es daraufhin schluchzend. Yukine blieb ruckartig stehen. Die Stimme war so klar und hell und von Verzweiflung getränkt.
Dann plötzlich, wie auf einen Befehl begannen die Ayakashi das Mädchen anzugreifen, schubsten es zu Boden, schmissen sich auf sie. Der Schrei dieses Mädchens, welcher die sonst so ruhige Atmosphäre zerriss, weckte das Shinki aus seiner Starre. Blitzschnell rannte Yukine auf sie zu, nahm sie in den  Arm und schrie laut: „Grenzlinie!“
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