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Kochstunde mit Spike

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Mike "Spike" Scarletti Sam Braddock
20.02.2016
20.02.2016
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20.02.2016 1.436
 
Hey, es freut mich, dass ihr über diesen One-Shot gestolpert seid. Ich wollte etwas schreiben, das Flashpoint Fans zum Schmunzeln bringt und hoffe, dass es mir gelungen ist. Lasst mir doch gerne ein Review da. LG und Kekse.



„Mehr Salz.“

„Bist du dir sicher?“

„Natürlich bin ich mir sicher, Samtastic. Ich fasse es nicht, dass du noch nicht einmal Nudeln kochen kannst. Wie hast du bloß solange überlebt.“

„Wir leben in einer Großstadt, Spike. Hier muss man nicht selbst kochen.“

„Das kann doch so nicht weitergehen. Du kannst froh sein, dass ich hier bin und dir Kochen beibringe.“

„Wohl eher dazu zwingst…“, murmelte Sam.

„Hast du was gesagt?“, fragte der Italiener.

„Ja, wo ist die Tomatensoße?“

„Hier.“ Spike stellte mehrere bereits geöffnete Dosen und einen Topf auf die Arbeitsfläche.

„Erstmal rein damit, auf den Herd und dann würzen wir.“

Während Sam beschäftigt war, wühlte sein Freund in diversen Schubladen und suchte ein paar Gewürze zusammen. „Hast du kein Oregano?“

„Ich hab generell nur Salz, Pfeffer, Paprika und Chilipulver.“

Spike seufzte, schüttelte den Kopf und murmelte etwas auf Italienisch. „Gut, dass ich an alles gedacht habe.“ Er zauberte eine kleine Plastiktüte mit grünen, vertrockneten Pflanzenschnipseln hervor und gab sie seinem Freund. „Das kommt in die Soße, dann natürlich Salz und Pfeffer, Tomatenmark…“

Bevor Sam anmerken konnte, dass er auch kein Tomatenmark zuhause habe, unterbrach ihn Spike. „Ja, das habe ich auch mitgebracht. Dann noch Paprika, ein bisschen Zucker…“

„Zucker?“

„Vertrau mir.“

„Wie du meinst.“

Sam nahm die Gewürze  und gab eines nach dem anderen in den Topf, als es an der Tür klingelte.

„Da sind sie endlich.“ Fröhlich verschwand Spike aus der Küche.

„Was? Wer ist da? Spike!“, rief er seinem Freund hinterher, als aus seinem Wohnzimmer wohlbekannte Stimmen drangen. „Oh nein…“

Er betrat das Wohnzimmer und traf auf Ed und Wordy, die mit Spike scherzten.

„Spike, was soll das?“

„Hast du wirklich gedacht, dass wir so viele Nudeln alleine essen?“

„Spike hat erzählt, dass du heute deine ersten Kochversuche machst. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen, Samo.“ Ed klopfte ihm lachend auf die Schulter.

„Eigentlich hat er gesagt, dass er mutige Tester sucht, die bereit sind für die Ausbildung deiner Kochfähigkeiten ihr Leben zu opfern. Das klang nach einem Job für uns“, ergänzte Wordy.

Die Männer um Sam begannen zu lachen, während er frustriert den Kopf schüttelte.

„Entschuldige, Sam“, sagte Wordy, als er sich wieder beruhigt hatte. „Dafür haben wir was mitgebracht.“ Er hielt zwei Flaschen mit Wein hoch und begab sich in die Küche um die Fracht abzustellen.

„Und ich werde den Tisch decken“, fügte Ed hinzu. „Wir sind zu sechst, richtig?“, rief er, während er Wordy folgte.

„Zu sechst?“, fragte Sam ungläubig.

„Sarge und Jules kommen auch bald. Eigentlich müssten sie jeden Moment hier sein“. Spike spähte an seinem entsetzten Kollegen vorbei auf die Uhr an der Wand.

„Warum hast du sie alle eingeladen? Bist du wahnsinnig? Das wird ein Desaster!“

„Beruhig dich. Ich bin hier und ich kann kochen, besonders alles mit Nudeln und ich verspreche dir, dass nichts schiefgehen wird“, sagte Spike zuversichtlich.

„Ich sehe es schon vor mir: Sams Kochkünste, der running gag der nächsten zwei Jahre.“

„Sam, die Nudeln kochen über!“, rief Ed aus der Küche.

Sam machte eine Geste als wollte er Spike erwürgen und hastete in die Küche. Das Wasser blubberte, kochte über und verdampfte zischend auf der Herdplatte. Schnell zog er den Topf von der heißen Fläche. Doch durch die ruckartige Bewegung schwappte kochendes Salzwasser über seinen Handrücken.

„Verdammte …!“, fluchte Sam und schüttelte seine Hand.

„Woah, schnell halt sie unter kaltes Wasser“, Spike schob ihn entschlossen in Richtung Waschbecken und widmete sich dann ruhig dem überkochenden Topf.

Zischend sog Sam Luft in seine Lungen, als das wohltuende Wasser über seine Hand strömte. Ihm hätte von Anfang an klar sein müssen, dass so etwas passieren würde. Wie hatte Spike ihn überhaupt dazu überredet? Noch nie hatte Sam das Verlangen verspürt kochen zu lernen und jetzt lehnte er an dem Küchentresen und hielt seine krebsrote Hand in den Wasserstrahl. Anscheinend verstand Spike unter einem gemütlichen Abend zwischen Bier, Eishockey und selbstgekochten Spaghetti das Ausrichten eines Dinners für das gesamte Team 1. Männerabende mit Spike nur noch mit Pizza vom Lieferservice. Das würde er sich merken.

Sam drehte das Wasser ab. Der Schmerz hatte bereits nachgelassen, doch spürte er noch immer ein intensives Brennen.

„Wie geht es deiner Hand, Sam?“ Ed war neben ihm aufgetaucht.

„Schon viel besser nach dem Wasser. Ich trage später noch eine Salbe auf, dann heilt das Ganze bestimmt schnell ab.“

„Du solltest einen kühlen Umschlag um deine Hand wickeln“, warf Spike ein.

„Das brauche ich nicht. Ich spüre es schon gar nicht mehr.“

Spike beäugte ihn misstrauisch. „Also erstens glaube ich dir kein Wort, Samtastic und  zweitens: Wer ist nochmal der Bombenexperte?“

„Hör auf ihn Sam. Ich will dem Sarge nicht erklären, dass du wegen eines Nudelunfalls nicht einsatzbereit bist.“

„Wolltest du nicht den Tisch decken…“, sagte Sam, woraufhin Ed mit einem Stapel Teller verschwand. Er fischte ein Handtuch aus einer Schublade und hielt es unter den kalten Wasserstrahl. Die Schwierigkeit bestand nun darin mit einer Hand das Handtuch auszupressen, sodass es nicht auf den Boden tropfen würde. Während er die geschundene linke Hand nah an seiner Brust hielt, versuchte er mit der rechten das Tuch auszupressen.

„Sam wo sind denn die Weingläser?“, fragte Wordy. Der ältere Mann beäugte für einen Moment zweifelnd sein Werk, bis er ihm das Tuch wortlos aus der Hand nahm und auswrang. Dann half er Sam dieses um die verbrühte Hand zu wickeln.

„Danke, Wordy.“

Dieser nickte verständnisvoll. „Weingläser?“

„In dem Schrank hinter dir.“

In diesem Moment läutete es erneut an der Tür. Er konnte hören wie Jules und der Sarge von Ed begrüßt wurden. Als er das Wohnzimmer betrat, umarmten sich Ed und Jules gerade. Parker lächelte bis sein Blick auf Sams Hand fiel. Er zog fragend eine Augenbraue hoch. „Sam, was ist passiert?“

„Ein Nudelunfall!“, rief Spike vergnügt aus der Küche und fing an zu lachen. Auch Ed fing an zu grinsen, während die neuen Gäste verwirrt aussahen. „Was für ein Nudelunfall?“, fragte Jules.

„Nudelwasser. Es ist mir ausversehen über die Hand geschwappt.“

Verdutzt wandte sich Greg an Ed. „Ich dachte Spike scherzt als er gesagt hat, dass er Sam kochen beibringen will“

Ed hob in einer Unschuldsgeste beide Arme. „Ich habe ihm gleich gesagt, dass das nach hinten losgehen wird.“ „Spike!“, rief Parker in Richtung Küche. „Was haben wir gesagt?“

„Wir lassen Sam nicht in die Nähe von Kochtöpfen“, sagten Wordy und Jules im Chor.

„Was! Was soll das heißen?“ Ungläubig sah Sam seine Teamkollegen an.

Ed legte ihm beide Hände auf die Schultern und sah ihn ernst an. „Sam, du bist ein unglaublicher Scharfschütze, aber leider eine miserable Hausfrau. Aber das ist in Ordnung, denn wir akzeptieren dich genauso wie du bist.“ Das Ende des Satzes ging in Gelächter über. Genervt stieß Sam den älteren Mann von sich und wandte sich in Richtung Küche.

„Spike, du hast mir das eingebrockt und…warum sind da Spaghetti an meinem Kühlschrank?“ Er deutete auf die Nudeln, die an der weißen Tür des Gerätes klebten.

„Die Nudeln sind fertig“, sagte Spike, der noch schnell Besteck in die große Schüssel mit Spaghetti steckte und sie Sam in die Hand drückte. Er selbst nahm die Soße und Käse, dann schob er Sam vor sich aus der Küche.

„Das machst du später wieder sauber.“

„Entspann dich, Samtastic. Das Essen ist fertig“, sagte Spike enthusiastisch.  

Es folgte Applaus der Teamkollegen, die bereits am gedeckten Tisch Platz genommen hatten. Die Schüsseln wurden herumgereicht und eine Zeit lang tauschte man sich über Pläne für den bevorstehenden Sonntag aus.

„Wann hat euch Spike eigentlich zu diesem Abendessen eingeladen?“, fragte Sam.

„Also mir hat er am Freitag Bescheid gesagt“, antwortete Jules.

Wordy und Ed warfen sich einen Blick zu, bevor Ed sprach: „Uns beide hat er schon am Donnerstag nach der Schicht eingeladen.“

Sam verschränkte die Arme, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und fixierte Spike mit einem unnachgiebigen Blick. „Komisch, dass du mir erst gestern Abend vorgeschlagen hast einen Männerabend zu machen.“

Spike lächelte entschuldigend. „Naja, freiwillig hättest du niemals ja gesagt.“

„Das hat auch seine Gründe.“ Sam hob seine Hand, die immer noch mit dem Tuch umwickelt war.

„Du darfst nicht gleich aufgeben. Jeder macht Fehler, auch du Samtastic. Nächstes Mal versuchen wir etwas ohne kochendes Wasser.“

Sams Augen weiteten sich mit Schreck. „Nächstes Mal?“

„Was genau könnte denn noch einfacher sein als Spaghetti?“, fragte Jules zweifelnd.

„Toast Hawaii! Das ist idiotensicher.“

Ed hob sein Weinglas und lächelte: „Vielleicht ist es idiotensicher, aber ist es auch Sam sicher?“
 
 
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