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Allein unter Mädchen

von Merlot
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
20.02.2016
30.12.2021
21
70.847
4
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.05.2018 4.489
 
Hier kommt Kapitel 9 für euch zum Lesen, da ich euch nicht noch einmal solange warten lassen möchte. Viel Spaß.





Am nächsten Tag, war Satsuki nicht in der Firma, sondern Zuhause. Der Grund. Ihr Sohn war wieder da, obwohl dieser hätte auf der Akademieinsel bleiben sollen. Doch war Satsuki auch glücklich. Ihre Aria, ging wieder zur Schule. Hatte das Mädchen sich doch geweigert zur Schule zu gehen, solange ihr Bruder nicht wiederkommt. Jetzt war er zurück. Daher lächelte Satsuki.

Derzeit saß sie auf der Terrasse ihres riesigen Anwesens. Ein weitreichender Steinboden, vor dem sie ihren Pool sah. Dabei blickte sie hinauf in den Himmel. Auf dem Tisch stand dabei eine Tasse Tee. Auf einem anderen Stuhl, saß derzeit Akio. Vor ihm aufgebaut war sein Laptop. Auf diesem lief derzeit eine Astronomie-Dokumentation, die er aufmerksam verfolgte. Dabei nahm er immer wieder einen Schluck seines Eistees.

Satsuki überlegte hierbei fieberhaft, wie sie Akio wieder zurück zur Akademieinsel bringen kann. „Sag mal, Akio.“ Begann sie daher, da sie die Chance nutzten wollte, dass sie alleine waren. Wie erwartet, stoppte er das Video und sah seine Mutter an. „War es bei Mari wirklich so schlimm, dass du abhauen musstest?“ dabei senkte er seinen Blick, „Das nicht, nur…“ dabei suchte Akio nun nach den richtigen Worten. Dies bemerkte auch seine Mutter. „Wieso musstet ihr mich unbedingt dorthin schicken.“ Damit sah er seine Mutter mit einem traurigen Blick an, „Sag mir, Mama. Was habe ich gemacht, dass du mich derart hasst?!“ diese Worte versetzte ihr einen Schlag. Sie soll ihn Hassen!

„Akio.“ Sprach sie einige Momente später mit beruhigender Stimme. „Ich hasse dich nicht und das werde ich nie, mein Schatz. Glaub mir.“ Dabei blickte sie ihm tief in die Augen. „Ja aber…“ sprach Akio dann etwas unsicher, „Wieso habt ihr mich dann auf diese Gottverlassene Insel gesteckt?“ Satsuki hatte geahnt, dass diese Frage kommen würde. Daher seufzte sie. Sie hatte gehofft, dass er dies nicht fragen würde. „Wenn du nur wolltest, dass ich eine Schule besuche, hättest du mich doch einfach zu Aiko auf die Schule schicken können, oder? Doch nein. Du schickst mich auf eine Gottverlassene Insel mitten im nirgendwo, wo ich gefangen bin und gejagt werde, als wäre ich eine seltene Art.“ Satsuki musste sich nun überlegen, wie sie dies Akio am besten erklärt.

„Akio. Es geht hierbei nicht einfach darum, dass du eine Schule besuchen sollst. Der Hauptgrund bestand darin, wie wir auch öffentlich bekanntgegeben haben, dass die San Juan Akademie wieder zu einer gemischten Schule werden soll, was sie ursprünglich ja auch war. Mari und ich haben dich ausgewählt…  weil…“ dabei wurde Satsuki unterbrochen. Ihr Handy klingelte. Auf dem Display erkannte sie, das Bild Sakuyas. Daher lächelte sie und nahm ihr Handy nun zur Hand. Nach einer Berührung des richtigen Symbols auf ihrem Handy, hielt sie sich das Smartphone ans Ohr. „Hi Sakuya.“ Begann sie. „Natürlich steht die Einladung noch.“ Im nächsten Moment lächelte sie, „Das ist kein Problem. Bis dann.“ Damit legte sie auf. So sah sie ihren Sohn wieder an, „Wir erwarten dann Besuch. Ich hatte Sakuya zum Essen eingeladen und sie bringt ihre Töchter mit.“ Erklärte Satsuki, womit sie sich erhob. „Sakuya, Misaki und ihre Schwester.“ Dazu nickte Satsuki, „Ja. Ich mache dann einmal das Essen.“ Somit verschwand sie im Haus.

Das unterbrochene Gespräch, wurde hier nicht fortgesetzt. Doch war Akio froh, dass er mit seiner Vermutung nicht recht hatte. Seine Mutter hasst ihn nicht, wie er dachte. Doch fragte er sich dennoch, wieso seine Mutter und seine Tante so darauf beharren, dass er es war, der auf die San Juan Akademie geht. Es gab doch Zahllose Jungs, die nur zu gerne dorthin gehen würden. Er versteht das nicht. Hier fühlte er sich sehr viel wohler. Zuhause war es immer noch am schönsten. Doch fragte er sich, wer wohl Misakis kleine Schwester ist. Dass er sie kannte, darauf kam Akio im Moment nicht einmal im Entferntesten. Ebenso wenig wer dahinter steckte.


In einem andere luxuriösen Haus, legte Maya derzeit ihre Tasche im Bad ab. „Es ist schön, wieder Zuhause zu sein.“ „Das glaube ich dir.“ Erklang die Stimme Misakis direkt hinter ihr. Daher drehte sich Maya nun elegant um. „Wie waren die letzten Wochen?“ Maya lächelte dazu, „Gut. Wir haben einen Jungen bekommen.“ „Das hast du mir bereits erzählt.“ Fügte Misaki dann hinzu. Somit öffnete Maya ihren Rock, der direkt zu Boden fiel. Aus diesem stieg sie nun heraus und begann damit ihre Bluse aufzuknöpfen. „Er gründete einen Astronomie-Club und verreit mir, dass es eine Sternwarte auf der Insel gibt. Doch weigert er sich, mich in seinem Club aufzunehmen.“ Man hörte an Mayas Stimme, dass diese darüber nicht froh war. Misaki musste sich hierzu ein kichern verkneifen. Ein lächeln lag dabei aber doch auf ihren Lippen, da sie genau wusste, wen ihre kleine Schwester meinte. „Vor allem bei der Menge, die es dort zu putzen gibt.“ Mit zog sie sich ihre Bluse aus, welche sie nun zusammenknüllte, ehe sie diese kräftig auf den Boden, zu ihrem Rock warf. So begann Maya nun damit ihre Socken auszuziehen, welche schnell weg waren und nun auf dem Boden des riesigen Badvoraus lagen, in welchem sich neben Regalen, Körben auch Waschbecken in einer teuren Marmorplatte befanden. „Aber habe ich ihn gestern nicht einmal zu Gesicht bekommen.“ So öffnete Maya ihren weißen BH, der bei ihren anderen Kleidungsstücken am Boden landete. Dann folgte ihr ebenfalls weißer Slip, womit Maya nun gänzlich nackt im Badevorraum stand. Da es seit dem tot ihres Vater keinen einzigen Jungen bzw. Mann in ihrem Haus gibt, gab es für Maya keinen Grund sich zu genieren.

Das gelbe Band, welches sie in ihren Haaren trug, nahm sie ebenfalls heraus. Doch behandelte sie dieses anders, als ihre anderen Klamotten. Dieses nahm sie ganz vorsichtig, wie einen Wertvollen Schatz und legte diesen in der Regal, in welchem sich die Körbe für ihre Kleidung befanden.

„Du weißt, dass wir bei Miss Satsuki zum Essen eingeladen sind.“ Sprach Misaki, die sich die Tasche und die Kleidung ihrer Schwester nun nahm, ehe sie sich daran machte, diese in einen anderen Raum zu verfrachten.

„Nein. Aber danke das du es mir gesagt hast, Misaki.“ So verschwand Maya durch eine Tür im nächsten Raum.

Misaki brachte die Kleidung ihrer Schwester hierbei zur Waschmaschine. „Die hat ja überhaupt nicht bemerkt, das Akio getürmt ist.“ Kicherte Misaki dabei, während sie die Wäsche in die Waschmaschine stopfte. Kaum war diese voll, schaltete sie die Maschine ein. Aufgrund der Tatsache, dass Maya, genau wie alle anderen Mädchen, ihre Sachen auf der Akademieinsel selbst waschen, gab es hier nicht fiel.

Doch erhob sich Misaki dann. „Wie sie reagieren wird, wenn sie erfährt, dass Akio auch dort sein wird.“ Dabei kicherte sie, „Das wird lustig. Und solange du mir Akio beschäftigst, kann ich mir in Ruhe Hiro kaufen.“ Bei diesen Gedanken, schlich sich ein Rotschimmer auf ihre Wangen. „Wann ihr euch wohl wieder erinnern werdet?“ Misaki wusste es nicht. Doch nun, da die beiden wieder auf die gleiche Schule gehen, war Misaki optimistisch, dass sie wieder zusammen finden werden. Insbesondere mit einer listigen Krankenschwester mit einem goldenen Herzen und einer Menge freier Zeit. „Tja Maya… Noch bevor das Jahr zu Ende ist, liegst du vielleicht schon mit gespreizten Beinen, nackt in seinem Bett.“ Damit wollte sie den Raum verlassen, als sie auch schon eine stimme hörte, „Du scheinst dich ja zu vergnügen.“ Dabei blieb Misaki stehen. Vor ihr stand ihre Mutter. Daher lächelte Misaki, „Maya hat mir vorhin erzählt, was bei ihr alles geschehen war. Sie hat Akio wiedergetroffen und überhaupt nicht mitbekommen, dass er abgehaut ist.“ Dazu kicherte nun auch Sakuya, „Das werden die meisten nicht bemerkt haben.“ „Stimmt. Und was das Problem betrifft, das er überhaupt nicht zurück will…“ so grinste Misaki und ging an ihrer Mutter vorbei, „Das überlassen wir Maya.“ Ihre Mutter lächelte auf diese Worte. Sie wusste genau, was Misaki hiermit bezwecken wollte. Und sie hatte recht.

So folgte sie ihrer Tochter, welche allerdings in Mayas Zimmer ging. Dort ging sie direkt an den Schrank ihrer kleinen Schwester, den sie öffnete. „Mal sehen…“ dabei ging sie die teuren Kleider durch, die dort hingen, „Welches nehmen wird? Vielleicht das?“ damit nahm sie ein Kleid heraus. „Oder doch lieber das?“ zog sie nun noch ein anderes heraus. Ihre Mutter grinste nun, „Du willst die beiden doch nicht jetzt schon ins Bett bringen.“

Misaki antwortete darauf, ohne ihre Mutter anzusehen, „Nein, natürlich nicht. Das wird Mikoto schon übernehmen. Du weißt doch wie sie ist.“ Nun kicherte Sakuya, „Ja, ich weiß was du meinst.“ So drehte sich die Frau um, „Glaubst du nicht, ein Rock und eine Bluse oder ein Top würden es auch tun? Und denk daran ihr auch einen Slip herauszulegen. Du kannst nicht erwarten, dass sie gleich wie du, ohne Unterwäsche erscheint.“ Misaki grinste dazu, (Mal sehen.) „Ist gut.“ Sprach sie aber aus. „Aber ein Kleid muss es sein, Mama.“ Sprach sie noch, bevor ihre Mutter aus Mayas Zimmer verschwunden war.

Maya selbst saß derzeit im Wasser, ihres luxuriösen Bades. Aus einer Öffnung in der Wand, kam dabei heißes Wasser heraus. Das Bad im Anwesen von Mikoto und der Rektorin war ähnlich groß. Während die Rothaarige so im Bad saß, musste sie gerade an Akio denken, „Was Akio wohl gerade macht?“ dabei hatte sie eine liebevolles und sanftes lächeln im Gesicht. Der Junge war ihr bereits ans Herz gewachsen. Dennoch war sie etwas ungehalten, dass sie ihn gestern nicht sehen konnte. Sie hatte überall gesucht, sogar in der Sternwarte, die ihr Mikoto geöffnet hatte, doch nirgends war er zu finden.

So kam ihr einige Momente später das gemeinsame Bad mit ihm in den Sinn. Maya konnte selbst nicht glauben, was sie da getan hatte. Doch bereuen, tat sie es nicht. War ja auch nichts weiter geschehen, außer dass sie sich von ihm Waschen ließ. Das letzte Mal, dass sie von jemanden gewaschen wurde, ist lange, lange her. Damals war sie noch ein kleines Mädchen.

So kam ihr wieder das Gefühl, Akio von irgendwoher zu kennen. Maya schwor sich eines. Sie würde schon noch herausfinden, von wo sie Akio kannte. Die Rothaarige wusste nämlich, wenn sie dieses Rätsel erst gelöst hat, würde es leichter sein, in den Astronomie-Club aufgenommen zu werden.

Ein paar Minuten dachte sie noch an Akio und vor allem an das Bad mit ihm, ehe sie sich nun erhob und nach dem Shampoo griff. Während sie nun damit beschäftigt war, ihre Haare zu waschen, kam ihr wieder das Bad mit Akio in Erinnerung und wie dieser ihre Haare wusch. Es fühlte sich bei ihm ganz anders an, als hier. In diesem Moment wünschte sie sich Akio herbei, damit dieser sie wieder wäscht. Dank dieser Gedanken, hat Maya nun einen Rotschimmer auf den Wangen. Sie selbst bemerkte, wie schnell sie Akio ins Herz geschlossen hatte, obwohl sie so gut wie nichts über ihn wusste.


Später, nachdem sie fertig gebadet und sich gewaschen hatte, begab sie sich ohne ein Handtuch in ihr Zimmer. Dort fand sie bereits Kleidung auf dem Bett. Ein weißer Slip aus Seide und ein Weißes Kleid. Diese zog sie nun an.

Maya ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nichts von den Plänen ihrer Schwester und wen sie vor allen an diesem Tag noch treffen wird.


Bei Akio, saß dieser Derzeit im Wohnzimmer und half seiner kleiner Schwester Aria bei den Hausaufgaben. Die Mittelschülerin war dabei durchgehend am Lächeln. Ihr geliebter Bruder war wieder da. Somit war ihre Welt wieder das Paradies. Und Aria hoffte, dass dies auch so bleiben wird.

Kurz darauf waren sie fertig. „Danke Bruderherz.“ Sprach die 15-jährige dann. Somit erhob sie sich und brachte ihre Schulsachen weg. Es war Wochenende. Ihr Bruder war da. Und Aria hatte bereits Pläne für nächste Woche. Diese würde sie sich von niemanden ruinieren lassen.

Dies war auch der Grund, weshalb Aria im Plan, Akio wieder auf die Akademieinsel zu bringen, das wohl größte Hindernis war, nach Akio selbst. Wie genau die Geschwister Akio den Rückflug organisiert haben, war den Damen nach wie vor ein Rätsel, welches es zu lösen gilt.

Ein wenig später klingelte es an der Tür. Diese öffnete derzeit Hiro. Die Teenager wiederum, sahen bereits auf der Couch. Aria hatte sich eine weiße Bluse und einen hellblauen Rock angezogen. Aiko trug ein weißblaues Kleid und Akio selbst eine hellblaue kurze Hose und ein T-Shirt in der gleichen Farbe.

Dann geschah es. Hiro trat wieder ein. Gefolgt von ihrem Besuch. Zuerst kam Misaki, gefolgt von ihrer Mutter. „Misaki. Miss Sakuya.“ Begrüßten die Geschwister ihre Besucher. Die 19-jährige lächelte hierbei, „Nah ihr…“ dabei gesellte sie sich auf die Couch, wobei sie sich schön zwischen Akio und Aria setzte, was der 15-jährigen nicht gefiel. Dabei legte Misaki schön ihre arme um die beiden Geschwister.

„Manches ändert sich nie.“ Sprach ihre Mutter dazu, die nun auf ihre andere Tochter blickte. Diese sah nun auch Akio, „Maya?! Was machst du den hier?“ fragte dieser nun total überrascht. So sah Maya nun den Blauhaarigen, wobei sie glücklich und verwundert zugleich war. „Akio.“ Dabei blieb sie einige Momente still.

Aiko kicherte hierzu. Zu lustig, war was sich hier abspielte. Doch wurde sie dann angetippt. An sie in die Richtung sah, entdeckte sie, wer es war. Misaki. „Wir beide müssen und dann noch einmal unterhalten, Aiko.“ Sprach Misaki mit einem festen Unterton in ihrer Stimme. Aiko nickte dazu einfach. Sie dachte sich dabei nichts weiter.

„Ich wurde eingeladen.“ Antwortete Maya wenige Augenblicke später auf Akios Frage. So trat sie näher und setzte sich nun neben Aria auf die Couch. Dieser streichelte die Rothaarige nun durchs Haar. Doch änderte sich dann Mayas Gesichtsausdruck, „Wir beide müssen uns ohnehin noch unterhalten. Wo warst du gestern? Ich hab die ganze Insel nach dir abgesucht.“ Dabei klang Maya gespielt wütend. Akio ignorierte dies aber. Ihn überraschte es mehr, dass Maya hier war. Daher wandte er sich nun an Misaki, „Du bist mit dem verrückten Ding verwandt?“ fragte der Blauhaarige direkt. Misaki änderte hiermit ihre Mine, „Hey! Dieses verrückte Ding, wie du sie nennst, ist immer noch meine kleine Schwester!“

Akio seufzte nun. „Was hab ich verbrochen, dass ich mit euch bestraft werde?“ fragte er dann mitten in die Luft. Eine Antwort erwartete er gar nicht erst. Misaki und seine Schwestern kicherten dazu. „Mach dir keine Sorgen, Bruderherz.“ Sprach Aria dann, „Sofern sie nicht über Nacht bleiben, hast du später wieder deine Ruhe.“ Aiko stimmte dem zu, „Sie hat recht. Außerdem muss Maya am Sonntag ja wieder zurück.“ Dabei lächelte Aiko, wozu ihr Bruder sich anschloss, „Ihr habt recht.“ Dabei wirkte er gleich glücklicher.

Dies fiel auch Misaki auf, die den Inhalt des Gesprächs sofort erkannte. Doch schnappte sie sich dann gleich Aiko, deren Handgelenk sie ergriff, „Wir beide haben jetzt ein Hühnchen zu rupfen, Aiko.“ Somit verschwanden die beiden aus dem Wohnzimmer, wobei die anderen nur hinterher sahen. Sakuya wusste was die zu bedeuten hatte. Die anderen sahen ihnen nur ahnungslos hinterher. „Was die beiden wohl zu besprechen haben?“ „Keine Ahnung, Aria. Aber sehen wir lieber einmal nach. Nicht das Misaki Aiko noch was tut.“ Damit wollte er sich erheben, wurde in diesem Moment aber schon zurück auf die Couch gedrückt. Maya hatte sich auf seinen Schoss gesetzte und dabei ihre Arme um seinen Hals gelegt, „Misaki tut ihr schon nichts, das kann ich euch versichern. Doch wir beide müssen uns ebenfalls unterhalten, Akio. Du hast mir meine Frage noch nicht beantwortet.“ Dabei lächelte Maya. Jetzt kannte sie auch seine Schwestern, sie wusste wo er wohnte und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, kannte er ihre Schwester, die wohl mehr über ihn weiß. Für Notfälle, wusste sie also schon, mit wem sie sprechen kann, wenn sie Hilfe braucht.

Dann wurde sie bereits von ihrem Platz gestoßen. Aria hatte einen nicht gerade erfreuten Gesichtsausdruck, als sie Maya vom Schoss ihres Bruders schubste. Diese sah nun, wie Aria dicht bei ihrem Bruder saß und sehr glücklich wirkte. Daher setzte sich Maya wieder auf.

„Mach dir nichts draus, Maya.“ Sprach ihre Mutter kurz darauf, „So war sie schon immer. Aria hängt sehr an ihrem Bruder. So sehr, dass sie sich geweigert hatte zur Schule zu gehen und ihr Zimmer nicht öfter verließ als nötig, bis er nicht wieder zurück kommt.“ Dabei lag ihr Blick nun an der 15-jährigen. „Sie fürchtet wohl, dass du ihr ihren Bruder wegnehmen willst.“ So lächelte Sakuya, die nun neben ihrer Tochter platznahm.


Misaki und Aiko, hatten sich derweil ins Zimmer Aikos begeben. Dort saß Aiko auf ihrem Bett, während es sich Misaki auf dem Stuhl ihres Schreibtisches gemütlich gemacht hatte. „Sei ehrlich.“ Sprach die Rothaarige dabei, „Du warst es, die Akio den Rückflug organisiert hat, oder?“ Aiko lächelte hierzu, „Ja, Misaki.“ Antwortete sie, wozu Misaki nun seufzte und sie ihren Blick zu Boden richtete. „Warum musst du dich genauso quer stellen, wie dein Bruder. Jetzt haben wir das Problem, dass er wieder zurück muss, wobei es dieses Mal nicht so einfach gehen wird.“ So hob sie ihren Blick und sah Aiko dabei ins Gesicht. Einsicht, sah Misaki in Aikos Gesicht aber nicht. Eher im Gegenteil, „Du tust ja so, als wäre es ein Fehler gewesen, dass ich meinen Bruder wieder nach Hause geholt habe. Aus deinem Mund klingt es fast so, als ob mein Bruder bis in alle Ewigkeit auf dieser gottverlassenen Insel bleiben soll und er nie wieder nach Hause darf.“ Misaki erschrak auf diese Worte, „Aber nein, Aiko. So meinte ich das ja nicht und das weißt du auch. Außerdem hat er mir gestern mein Date mit Hiro ruiniert. Seit einer Woche habe ich mich darauf gefreut. Eure Mutter hatte uns das Kino für uns alleine reserviert. Und was macht die wandelnde Katastrophe? Er ruft Hiro an, dass er ihn abholen soll, obwohl er hätte auf der Insel bleiben sollen. So wartete ich am Treffpunkt und Hiro musste ihn abholen. Eure Mutter hat uns das Kino also völlig umsonst reserviert.“ Misaki klang hierbei nicht glücklich. Aiko grinste aber nur, „Hiro arbeitet für uns und es steht uns daher frei ihn jederzeit anzurufen, dass er uns abholen soll, wenn wir ihn brauchen. Das kannst du nicht ändern, Misaki, und das weißt du auch.“ Wieder seufzte Misaki. Einsicht war etwas anderes. Aiko und Akio waren ganz eindeutig Zwillinge. So lehnte sich Misaki nun zurück und warf ihren Kopf in den Nacken, wobei sie ihre Augen schloss, „Und ich hatte noch die Hoffnung, dass ihr euch im vergleich zu damals doch etwas gebessert habt.“ So seufzte sie wieder. „Würdet ihr euch einfach fügen und mitspielen, wäre alles einfacher.“ Misaki wusste, dies wird immer wieder geschehen, wenn sie Akio nicht dazu bringen freiwillig zu bleiben oder seine Schwestern dazu bringen, Akio nicht heimlich einen Flug nach Hause zu organisieren. Zumal sich Aria ja extrem querstellt. Die weigert sich zur Schule zu gehen und verlässt ihr Zimmer nur wenn sie es wirklich muss. Das war einer der Momente, in denen Misaki sich wünschte, dass das Vertrauen zwischen den Geschwistern nicht so stark wäre.


Im Wohnzimmer, hatte Maya derzeit von ihrer Mutter auch ein paar Informationen erhalten. „Abgehaut?!“ dabei sah sie Akio nun an, „Da ist es kein Wunder, dass ich dich nicht finden konnte. Aber ist das wirklich dein ernst, Mama.“ Diese nickte dazu, „Ja. Wegen seiner schlechten Gesundheitlichen Verfassung, hat er bisher noch nie eine Schule besuchen können.“ Dabei sah sie Akio an, der ihren Gespräch gar nicht zuhörte, sondern mit seiner Schwester ein Astronomie-Buch durchging, „Nun hat sich seine gesundheitliche Verfassung soweit gebessert, dass er eine Schule besuchen könnte. Doch hatte er schon immer ein Problem damit, nicht dahin gehen zu können, wohin er es wollte. So hat er dem Krankenhaus einen wahren Albtraum bereitet, als diese ihn nicht nach Hause gelassen haben, sondern ihn zur Beobachtung über Nacht dabehalten wollten. Es war die Hölle, Maya. Das kannst du mir glauben.“ Diese sah dabei Akio an, „Was ist den passiert?“ so sah sie ihrer Mutter in ihre Roten Augen. Diese fuhr nach einer Bestätigung ihrer Tochter und einem weiteren Blick auf Akio, fort. „Er hat die ganze Computersteuerung im Krankenhaus sabotiert. Zusätzlich sämtliche Heizungen aufs Maximum aufgedreht, die Fenster und Lüftungen verriegelt. Die Klimaanalage hat er deaktiviert und während eines einzigen Tages mehrmals die Feuerwehr gerufen. Für die Angestellten und auch die Patienten war es die wahre Hölle, das kannst du mir glauben, Maya.“ Sakuya sah nun auf Akio, „Diese Freiheit, ist es auch, die ihm bei euch auf der Insel fehlt. Hier kann er gehen wohin er will, es gibt keine Grenzen, die ihn einsperren. Bei euch hingegen, ist er auf einer Insel gefangen. Seine Freunde, sein Zuhause und seine Familie, fehlen ihm dort. Wir hatten ursprünglich geplant, dass er sich mit seinem Astronomie-Club beschäftigt und einfach dort bleibt. Wir haben nicht mitbedacht, dass er den Club nur als Ablenkung verwendet, um in Ruhe seinen Heimflug planen zu können. Dir haben wir es zu verdanken, dass er nicht schon direkt am nächsten Tag wieder geflogen ist. Doch nun, da er wieder Zuhause ist, wird er vermutlich nicht mehr freiwillig zurückfliegen.“

Maya blickte hierbei mit einem traurigen Blick auf Akio, „Ich hatte zwar geplant, ihn am Sonntag abzuholen und mit ihm gemeinsam zurück zu fliegen… doch wenn es ihn derart belastet bei uns sein zu müssen, ist es vielleicht besser, wenn er Zuhause bleibt.“ Dabei hatte Maya nun ein sanftes lächeln im Gesicht. Egal wie sehr sie sich den Astronomie-Club gewünscht hatte, hatte sie letzten Endes doch ein gutes Herz. Dies sah auch ihre Mutter, die dazu lächelte.

Etwas später war es dann soweit. Es gab Essen, bei diesem hatte es sich Misaki nicht nehmen lassen, Maya direkt neben Akio zu platzieren, wieder genau zwischen Akio und Aria, der das ganze nicht gefiel. Aiko wiederum, übergab dabei Aria ihren Platz, da Aiko ja wusste, dass Aria neben ihrem Bruder sitzen will. Daher saßen zwischen Akio und Misaki nun Aiko und Aria, wobei Aiko zusätzlich ein Auge auf Misaki hatte. Aiko wusste, Misaki plante irgendetwas. „Du weißt wie du dir Aria zur Feindin machst, Misaki.“ Sprach sie allerdings leise an diese. Diese lächelte einfach. „Wie soll Akio jemals eine Freundin finden, wenn sie zu sehr an ihm klebt.“ Eine Antwort bekam die Rothaarige allerdings nicht.

Dann saßen auch Satsuki und Sakuya am Tisch, womit alles angerichtet war und das Essen begann. Und Akio erkannte hierbei an Mayas Gesichtsausdruck, dass ihr das Essen wohl sehr zu schmecken schien. War auch kein Wunder. Ihr Essen schmeckte einfach nur Göttlich. Auch einer der Gründe, wieso Akio lieber Zuhause bleibt, als auf die San Juan Akademie zu gehen. Nur leider gab es Leute, die ihn wieder dorthin schicken wollen.

Genau hier entstand das Problem. Niemand wollte ihm etwas Böses. Doch wussten jede, die ihn zurückschicken wollten, dass er nicht freiwillig gehen wird und das, sollten sie wirklich Erfolg haben und Akio wieder auf die Akademieinsel bekommen, Aiko ihm bestimmt wieder einen Heimflug organisieren wird. Dies bereitete Misaki Kopfzerbrechen, die ja in alles eingeweiht war. Eine Option wäre es, dass sie Akio auf die gleiche weise zurückschicken, wie sie ihn das erste Mal auf die Akademieinsel brachten, nur mit dem Unterschied, dass sie Akio sämtliche Kommunikationen mit außerhalb verbieten, was sich als schwierig, um nicht zu sagen unmöglich gestaltet. Die Fernseher in den Suiten haben alle eine Kommunikationsfunktion. Zudem kann Akio auch mit einem Computer, von denen es mehr als genug auf der Insel gab, in Kontakt mit Aiko treten oder er nimmt sich einfach heimlich das Handy von Maya, Mikoto oder der Rektorin. Egal wie Misaki sich das ganze im Kopf zurecht legte, ihr fiel keine passende Lösung ein.

Nach dem Essen, räumte Akio zusammen mit Aria den Tisch ab, wobei ihm nach einiger Zeit Maya zur Hilfe kam. So blieben Hiro, Misaki, Aiko, Sakuya und Satsuki alleine zurück. „Egal wie sehr ich mich anstrenge und darüber nachdenke…“ sprach Misaki, wobei sie nun auf Aiko sah, „Solange du nicht mitspielst, fällt mir nicht ein, wie wir Akio wieder auf die Akademieinsel bringen wollen und er auch da bleibt.“ Aiko ergriff auf diese Worte selbst das Wort, „Ihr verlangt allen erstes von Akio, dass er sein Zuhause aufgibt, nur um auf diese gottverlassene Insel zu gehen, wo er sozusagen gefangen ist und nirgendwohin kann. Natürlich spiele ich da nicht mit!“ den letzten Satz sprach sie dabei deutlich lauter.

Satsuki blieb hierbei still. Es brach ihr das Herz, was sich hier abspielte. Sakuya bemerkte dies, „Früher oder später wären wir ohnehin in dieser Situation gelandet. Immerhin gibt es zusätzlich zu den Ferien noch die Regelmäßigen Heimflüge. Und da würde es auffallen, wenn Akio als einziger nicht nach Hause darf.“ So blickte Sakuya nun Akios Mutter Satsuki an, „Außerdem hat Akio bereits gefragt, wieso er auf die San Juan Akademie geschickt wurde, wenn wir nur wollten das er eine Schule besucht.“ Sakuya sah damit wieder auf Misaki, „Da hat er leider recht. Wir hätten ihn einfach auf Aikos Schule schicken können, wenn wir nur wollten das er auf eine Schule geht.“

„Doch darum geht es hier nicht.“ Sprach Misaki kurz darauf, die Aiko nun ansah, „Es geht hier in erster Linie um seine Sicherheit und die ist hier nicht gewährleistet. Auf der Akademieinsel hingegen, kann ihm nichts geschehen. Akio soll endlich seine Einstellung ändern.“

Aiko blickte hierbei nun alle anderen an, „Raus mit der Sprache. Was genau läuft hier jetzt eigentlich ab?! Und warum genau wollt ihr, dass mein Bruder auf diese Gottverlassene Insel mitten im nirgendwo geht? Also, ich höre. Ansonsten kann ich auch öffentlich bekannt geben, dass er keine Lust hat dort zu bleiben und deswegen nach einem anderen Jungen gesucht wird, der an seine Stelle treten möchte.“

Diese Worte erfüllten ihren Zweck. Misaki wurde bleich, „Das ist nicht dein ernst, oder Aiko?“ diese jedoch nickte nur mit einem fiesen lächeln.

Hiro war der erste, der sich einsichtig zeigte, „Einverstanden, Aiko. Ich sage es dir.“ Dabei sah er seine Freundin und Sakuya und Satsuki an, „Ihr hättet es ihnen ohnehin direkt sagen sollen, anstatt sie im unwissenden zu lassen. Da kann Akio sich doch nur querstellen.“

Aiko lächelte dazu. „Danke, Hiro. Ich wusste auf dich ist Verlass. Was du an diesem Herzlosen Rotkäppchen findest, verstehe ich aber immer noch nicht.“ Dabei sah sie das Rotkäppchen, wie sie Misaki nannte, direkt an. Misaki hingegen, senkte nun ihren Blick. Herzlos. Dies versetzte ihr einen Stich im Herzen. Sie ging hier seit Jahren ein und aus und liebte Aiko, Aria und Akio genauso wie ihre kleine Schwester und Aiko bezeichnete sie nun als Herzlos. Was hatte sie nur getan, dass Aiko nun derart von ihr dachte? Misaki wusste es nicht. Früher hätte Aiko so etwas nie über sie gesagt. Hatte sich Aiko früher in der Schule immer hinter ihr versteckt, wenn andere ihr mal wieder ans Leder wollten. Misaki hatte sie immer beschützt, wenn etwas war. Akio und Aria genauso. Und nun war sie für Aiko nur noch ein Herzloses Rotkäppchen.






Das war es dann auch schon. Ich weiß, es ist fies an dieser Stelle aufzuhören, aber jetzt ist Schluss. Eure Meinungen sind gern gesehen. Bis zum nächsten Kapitel.
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