Ein Wahnsinnstag in Roanapur

von Swar
KurzgeschichteAbenteuer, Drama / P18
Balalaika Benny Dutch Mr. Chang Revy Rock
20.02.2016
18.04.2016
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Es ist Mittagszeit in der Küstenstadt Roanapur, Revy hängt mit Eda in der Bar Yellow Flag rum „ist das öde hier passiert so gar nix“ „ich weiß nicht was du hast, gestern gab es zwei Morde und der Waffenmarkt floriert“ „daran liegt es nicht Eda“ „aha du vermisst deinen Romeo, er ist doch im Auftrag von Uncle Sam auf einer dreimonatigen Geschäftsreise in Mexico“ „dazu sag ich nichts“ „ach komm hier noch ein Gläschen Rum“ „ich hab doch schon so sechs oder sieben Gläser zu mir genommen“ „auf das eine oder andere kommt es auch nicht mehr an“ „da hast du Recht, auf diese gottverlassene Stadt“ „so ist es richtig“, beide heben ihre Gläser und schütten das Zeug im einen Zug runter „wie lange ist Rock jetzt schon hier Revy“ „über 6 Jahre“ „er ist ein richtiger Überlebenskünstler“ „ein Vollidiot der sich andauernd mit Balalaika, Chang oder sonst wem anlegt“ „na er kann es sich leisten, schließlich ist er sowas wie die Halsschlagader der Stadt an ihm kommt man einfach nicht vorbei“

„Halsschlagader eher wie der Arsch einer Kuh, andauernd kommt nur Scheiße dabei raus“ „ja verdammt viel goldene Scheiße in Form von Cash, er ist äußerst Gewinnbringend für die Kirche, Chinesen, Russen und Amerikaner.“ „ja toll als ob Geld machen sein einziges Qualitätsmerkal ist“ „ha mit Bettgeschichten kann ich nicht dienen, dafür bist du zuständig Revy“ „die bleiben mein gutbehütetes Geheimnis“ „ouh dann hat Romeo wohl einiges drauf“ „ja ja Themawechsel“ sagte sie grimmig *beinahe wäre ich nach der Hausmädchengeschichte draufgegangen, nicht weil er Balalaika, Chang oder sonst wem an den Kragen wollte, nein wegen eines blöden Querschlägers von irgendwelchen Pennern die mit Knarren nicht umgehen konnten und dank ihm lebe ich noch, wo bist du bloß* dachte Revy

„Hey Revy“ sagte Dutch der gerade die Bar betritt „hey Dutch was ist los“ „wir haben einen Auftrag bekommen“ „hey wenn’s um Kohle geht bin ich immer dabei“ „na dann“ „also Nonnenschlampe bis später und lass den Rum stehen Bao“ „Eda kommt auch mit“ „lohnt es sich Dutch“ „klar lohnt es sich“ „alles klar“, die drei verlassen schließlich ohne zu zögern und steigen in den Wagen wo bereits Benny wartet „ihr habt aber lange gebraucht“ „Fresse Benny und fahr“ *offenbar schlecht gelaunt* dachte Benny „wie viel bringt der Job eigentlich Dutch“ „das wüsste ich auch gerne“ „500.000 Dollar pro Kopf“, Revy, Eda und Benny schauen Dutch entgeistert an

„Das ist aber kein normales Paket“ „schade das Rock gekündigt hat, mit ihm würde es sicher mehr Spaß machen“ „hey Benny Boy wie kommst du eigentlich auf die Idee das Rock gekündigt hat“ „seit ihm die amerikanische Botschaft vor 2 Jahren zum Unterhändler ernannt hat Dutch“ „du begreifst es nicht“ „was meinst du Revy“ „was denkst du wie sieht bei ihm eine Kündigung aus, er würde alles hübsch auf einer DINA 4 Seite formulieren in einen Briefumschlag stecken, in Dutch’s Büro legen und uns mit seinen Gelabber über alte Zeiten zumüllen, also ist er immer noch einer von uns, stimmt doch oder Dutch“ „genau so sieht es aus“

„Zurück zum Thema wo ist das Paket“ „auf einen streng bewachten Frachter 30 km vor der Küste“ „und um was handelt es sich“ „einen USB Stick“ „ganz toll wie lange brauchen wir wohl dafür um so ein kleines Ding auf so einen großen Frachter zu suchen“ „wir werden nicht lange brauchen“ „hey Dutch was verheimlichst du uns“, er holt aus seiner Hosentasche ein Foto raus „das ist die Person, die den Stick bei sich trägt“, wieder schauten Revy, Eda und Benny ihn entgeistert an „warum bist du überrascht Revy“ „ich dachte er wäre für 3 Monate geschäftlich in Mexico“

„Das war er auch, aber er hat die Angelegenheiten schon in 2 Monate erledigt, danach hat Balalaika ihm gleich einen neuen Auftrag erteilt für den er nur 4 Wochen Zeit hat und die Deadline ist bald um“ „hoffentlich hat er den Stick“ „Eda, Eda, Eda du kennst ihn doch inzwischen, er ist so pflichtbewusst das er alle Rechnungen aufhebt und immer brav seiner Steuererklärung abgibt, selbst seine Hemden sind immer glatt gebügelt“ „sag mal Revy woher weißt du eigentlich das seiner Hemden immer glatt gebügelt sind“ „vergiss es Dutch“ „haha ist doch nichts neues, schließlich teilen sie sich schon das Bett“ „Benny noch ein Wort und dein verschissenes Hirn klebt an der Windschutzscheibe“

10 Minuten später am Pier der Lagoon:

„Sag mal Dutch gehören die etwa auch dazu“ „nein Revy“ „hey Chang wir machen hier keinen Angelausflug“ „keine Bange Revy, dein Freund hat auch etwas was ich haben will“ „ts mach bloß keinen Ärger“ „na dann alle an Bord“. Dutch, Revy, Benny, Chang und zwei seiner Männer betreten die Lagoon und der Käpt‘n startet den Motor „also Mr. Chang“ „meine Ware liegt oder besser gesagt treibt auf eurer Route Dutch“ „so so dann spielen wir also hier nur Taxi, aber das Geld kriegt ihr dafür nicht“ „keine Bange Revy wir sind nur eure Reisegefährten, die Peanuts die ihr bekommt interessieren mich nicht“ „na los Dutch fahr los, je schneller wir sind umso schneller sind wir sie wieder los“ „warum so gereizt, offenbar fehlt dir Rock’s Wärme“ „halt deine verdammte Fresse, sonst lege ich die gesamte Stadt um“.

„Revy geh an Deck und halte nach Mr. Chang’s Fracht Ausschau“ „ja ja bin schon unterwegs“, Revy geht an Deck um per Fernglas nach der Fracht Ausschau zu halten, nach etwa 10 Minuten sieht sie eine kleine Kiste „Hey Dutch da vorne“ „ja ich sehe die Kiste“, Dutch hält direkt neben der kleinen Kiste die im Meer treibt an, Chang’s Männer bergen ganz schnell die Kiste damit die Lagoons weiterfahren können, Revy kommt wieder auf die Brücke „ziemlich klein“ „ach Revy du kennst das ja auf den Inhalt kommt es an“, Chang bricht mit der Brechstange die Kiste auf

„Toll Stroh ganz viel Stroh“ Chang wühlt ein wenig in der Kiste rum und holt ein wertvolles Samurai Schwert raus „ein Schwert“ sagte Benny erstaunt „und ein ziemliches wertvolles, es stammt aus der Edo Zeit und es gehörte einst Miyamoto Musashi“ „Hey Benny wer war das“ „ein japanische Samurai aus der Edo Zeit, er ist der beste Schwertkämpfer aller Zeiten, seinen ersten Gegner hat er bereits mit 12 Jahren getötet und hat alle seine 60 Kämpfe die er in seinen Leben bestritten hat gewonnen“ „keine Niederlage“ „keine einzige und seinen letzten Gegner hat er mit einen Holzschwert getötet, das er aus einem Paddelboot geschnitzt hat“ „sag mal Benny solltest du nicht das Radar im Auge behalten anstatt Geschichten zu erzählen“ „sofort Dutch“ „und für wen ist das Schwert Chang“ „für meine Sammlung, ich muss mir ab und zu auch mal was gönnen“ „kannst du eigentlich mit einen Schwert umgehen“ „ist das wichtig“ „nein nicht wirklich“

Einige Minuten später bekommt Benny was auf dem Schirm „hey ich empfange was Dutch“ „was den Benny“ „3 km vor uns treibt irgendwas im Wasser“ „schon wieder was für dich Chang“ „nein Revy“ „na dann sehen wir es uns an“, Dutch fährt zu der besagten Stelle und es treibt wieder eine Kiste im Meer rum „sag mal ist das eine Brotkrümelspur oder was“ fragte Revy verdutzt „na los schauen wir was drinnen ist“ „in Ordnung Dutch, hey ihr beiden packt mal mit an“, ohne Probleme bergen sie auch diese Kiste, Revy bricht sie mit dem Brechstange auf „was ist das den“ „Handgranaten, Munition und irgendwas auf einen Blatt Papier“ „was hat Rock wohl vor“ „ich weiß es fahr los Dutch“ „wie du meinst Revy mal schauen was uns erwartet“

Währenddessen in der Kombüse auf dem Frachter

15 der 70 schwerbewaffneten Söldnern sitzen in der Kombüse und essen ihr Mittagessen „Man habe ich einen Hunger“ „ich auch“ „hauen wir rein“ „schmeck gar nicht so übel“ „seit unser neuer Koch vor 4 Wochen hier angefangen hat, ist das Essen besser geworden“ „ist auch ein Japaner und die wissen ja wie man kocht“ „auf jeden Fall“, die schwer bewaffneten Söldner würgen schnell das frischzubereite Essen runter um wieder auf ihren Posten zurückzukehren, nach ein paar Minuten stellen sie rundum zufrieden die Teller auf dem bereitstehenden Wagen „na los bevor der Boss sauer wird“ „alles klar“, zwei Wachen gehen wieder zu der Kajüte des Kapitäns um Wache zu halten, die anderen gehen an Deck und machen ihren üblichen Rundgang, als er eine Wache an der Reling sich übergeben sieht „du bist offenbar Seekrank Sanchez“ „ach halt doch die Fresse Romario“ „ich hab’s dir gleich gesagt, ein Job auf einen Schiff ist nichts für dich“ sagte er lachend und geht weiter „was für eine Scheiße“.

20 Minuten später

Die Lagoon ist noch 5 Kilometer vor dem Ziel entfernt, Dutch hält erst mal Sicherheitsabstand um auf Rock’s Signal zu warten „was für ein großes Schiff, hey Chang du könntest ruhig mitgehen, sonst sind wir heute Abend noch hier“ „ja das klingt lustig“ „also wenn Rock das Signal gibt, stürmen wir das Schiff, schalten alle bewaffneten Besatzungsmitglieder aus und alle Zivilpersonen werden verschont, habt ihr das auch verstanden und knallt bitte nicht Rock ab“ „klar Boss“, plötzlich schießen mehrere Feuerwerksraketen von Schiff aus in den Himmel „na das ist doch ein nettes Feuerwerk“ „alles klar los geht’s“, Dutch gibt Vollgas und erreicht ohne Probleme das Schiff „hey unsere Eintrittskarte“ sagte Eda und deutet auf die drei Strickleiter hin die am Bug hängen „also Benny wir sehen uns“ „viel Glück und kommt heil wieder“, im Eiltempo verlassen sie die Lagoon, klettern an den Strickleitern das Schiff hoch und suchen sich erst mal Deckung, in diesem Moment endet das Feuerwerk es herrscht eine verdächtige Stille

„Es ist ruhig Eda“ „ja zu ruhig Dutch“ „HEY AN ALLE ARSCHLÖCHER AUF DIESEN SCHIFF KOMMT RAUS UND KÄMPFT SOFORT“ „Revy was habe ich dir immer gesagt, ruhig bleiben und konzentrieren“, plötzlich eröffnen paar Söldner das Feuer „na endlich“ Revy wirft die erste Granate und heizt ihnen gleich mal so richtig ein „sie will wohl unbedingt Rock wiedersehen“ sagte Eda und schießt aus ihrer Deckung heraus auf die Söldner „sehe ich genauso“ sagte Dutch der eine Handgranate durch das zerstörte Fenster wirft, das Feuergefecht dauert nicht lange

Einer ist noch am Leben und versucht krampfhaft nach seiner Waffe zu greifen, aber Revy hindert ihn dran „sag mal Arschgesicht habt ihr zufällig einen Japaner am Bord“, ihm wird plötzlich ganz komisch „hey ich rede mit dir“ „ein Engel“ „wie bitte“ „ich sehe ganz viele Engel mit weißen Federn auf einer Wolke sitzen, sie sind so schön, so wunderschön“ „der hat offenbar zu viel geraucht“ „sieht wohl so aus Eda“ „Hey eine Nonne komme ich jetzt in den Himmel“, der Söldner klammert sich ganz fest an Eda’s Bein „Hey Eda dein neuer Lover vergraul ihn nicht“ „hey loslassen du Bastard“ „du bist mein Engel für immer und ewig“ „tja dein Engel wird dir eine Kugel verpassen, tut auch gar nicht weh“

Eda erschießt ihn sofort „was geht den hier ab“ „eine Droge Revy“ „hast du was gesagt Chang“ „offenbar hat Rock ihnen Drogen verabreicht die halluzinogene Stoffe beinhalten“ „na da kennt sich einer aus“ „hey heißt das, er hat aus dem Schiff einen Drogenparty gemacht“ „ich frage mich wie er das geschafft hat“ „Rock hat ihnen bestimmt was ins Essen gemischt, sollten wir in der Küche vorbeikommen, am besten gar nichts anrühren“ „alles klar Chang dann lass uns mal weiter gehen, mal schauen wie der Rest so drauf ist“ „das ist zwar ein Vorteil aber wir müssen wachsam bleiben, wir wissen nämlich nicht wie viele davon betroffen sind Revy“ „schon klar Chang“

Vorsichtig rücken sie einzeln vor und erreichen ohne große Zwischenfälle die Mitte des Schiffs „wie geht’s jetzt weiter Chang“ „Revy du übernimmst das Oberdeck, dort befindet sich die Kajüte des Kapitäns und die Brücke, Dutch und Eda den Bauch des Schiffs, ihr beide übernimmt die Mannschaftsquartiere und Kombüse aber nicht das Essen anrühren, überprüft zur Sicherheit nochmal euer Kommunikation Headset“ „klar Boss“ „und was machst du Chang“ „ich halte hier oben Ausschau, genieße die Aussicht auf den blauen Himmel und das glasklare Meer, vielleicht angel ich noch ein wenig“ „wirklich sehr komisch“ „na los bewegt euch“ „wir sehen uns“, wie besprochen verteilt sich die Gruppe auf dem Schiff „wo seid ihr Arschlöcher“ sagte Revy mit einen breiten grinsen und hört plötzlich Schritte, sofort geht sie in Deckung

„Hast du die Schüsse gehört Commander“ „wer hat sie nicht gehört Lieutenant“ „wir brauchen einen Kampfhubschrauber“ „gehen wir auf die Brücke dort gibt es das einzige Funkgerät das noch funktioniert, alle anderen sind ausgefallen, was für Scheiße“ „was ist mit dem Stick, wir sollten ihn doch bewachen“ „drauf geschissen“ „aber bevor wir die Verstärkung anfunken, sollten wir uns um den Chefkoch kümmern“ „du meinst den Japsen“ „genau ein Großteil meiner Leute benimmt sich wie auf einen Drogentrip“ „was denkst du wo würde sich ein Japse verstecken“ „in der Wäscherei“ „nein er ist noch hier, bestimmt hat er es auf dem Stick abgesehen und den Tresor knackt man nicht so leicht, gehen du schon mal vor ich komme nach“

„Alles klar“, der Lieutenant läuft im Eiltempo auf die Brücke, während der Commander erst mal eine Zigarre anzündet, er verweilt noch ein bisschen nimmt eine Blendgranate in die Hand und wirft sie in Revy’s Deckung „verdammte Scheiße“, sie verlässt blitzartig ihre Deckung und schießt auf den Commander, aber er hat sich längst in seine Deckung verzogen, in diesem Moment explodiert die Blendgranate, gerade noch kann sich Revy hinter eine Kiste verschanzen „hey Arschloch eine Blendgranate ist nicht fair“ „ouh dann geh zu deiner Mutter und heul dich aus“, Revy wirft eine Handgranate in seine Deckung „Shit“, er verlässt sie blitzartig und schießt mit seiner Shotgun auf die Holzkiste, aber sie hat sich längst eine andere Deckung gesucht

„Sag mal schickt euch Hotel Moskow“ „du bist ja einer von der ganz schlauen Sorte“ „hast du eine Ahnung was auf dem Stick drauf ist“ „interessiert mich herzlich wenig“ „war ja klar“, er verlässt seine Deckung, wirft eine Handgranate Richtung Revy und feuert noch ein paar Schüsse hinterher, wie immer ist Revy schneller und hat sich schon in der nächste Deckung verkrochen.
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