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Auf dem Eis

von Arkia
Kurzbeschreibung
DrabbleFamilie / P12 / Gen
20.02.2016
20.02.2016
1
452
 
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20.02.2016 452
 
Dies ist mein Wichtelgeschenk an DeepSilence im Zuge des Winter-Drabbles Wichtelns von Nairalin.

Die Vorgaben von DeepSilence lauteten:
Drabbleform: Schnapsdrabble mit 222 oder 333 Wörtern
Max. erwünschtes Rating: P16 (Slash)
Fandom: Weiß Kreuz, Weiß Side B, Das Silmarillion, Der Herr der Ringe, Der Hobbit
Sonstiges:
- zu Weiß Kreuz und Weiß Side B: bitte nichts mit Aya/Ran, Ken, Nagi oder Omi
- zum Silmarillion: gerne mit Oropher oder Cirdan oder beiden zusammen, eine erste Begegnung mit Noldor vielleicht
- zu Der Herr der Ringe/Der Hobbit: Thranduil erinnert sich an seinen Vater, aber nichts Trübsinniges und nichts mit Wein, und es sollte eine durch und durch positive Erinnerung sein (Fandom hier abhängig von der Zeit, zu der Drabble spielt!)
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Er trat hinaus und sog die eiskalte Luft ein, die in seinen Lungen brannte, aber es war nicht unangenehm. Wie immer führte ihn sein Spaziergang zum nahegelegenen See. Er ließ seinen Blick über die zugefrorene Oberfläche gleiten und dann nahmen ihn seine Gedanken mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

Sie hatten alles vorbereitet. Mit dem Beil schlug sein Vater ein Loch in die dicke Eisschicht, während er die Pose und das Stück Blei an der Sehne befestigte. Zuletzt spießte er noch den toten Köderfisch auf den Haken. Sein Vater kam zu ihm und nickte ihm aufmunternd zu, sie traten gemeinsam an das Loch heran und ließen den Köder in das Wasser tauchen. Er konzentrierte sich auf die auf der Wasseroberfläche tanzende Pose, wollte den entscheidenden Augenblick nicht verpassen.
Da, sie bewegte sich, ein Biss! Er umklammerte die Rute fester und zog an der Kurbel. Unter den genauen Anweisungen des Vaters gelang es ihm, die Beute aus dem kalten Nass zu ziehen. Der Hecht zappelte auf der dünnen Schicht Schnee, er nahm den Holzklotz von seinem Vater entgegen; kurz zögerte er und ging in Gedanken noch einmal den genauen Ablauf durch, dann schlug er gezielt auf den Fisch ein. Das Lob seines Vaters über seinen ersten Fang bei dieser winterlichen Aktivität ließ seine Brust mit Stolz anschwellen.
Zusammen gelangen ihnen noch drei weitere, prächtige Fänge. Sein Vater umarmte ihn und meinte, sie seien doch ein klasse Team. Sie packten alles zusammen, wickelten ihre tote Beute in Zeitungspapier und machten sich auf den Heimweg.
Gemeinsam schrubbten sie die silbernen Schuppen fort, schnitten die Köpfe ab und nahmen die Fische aus. Danach wurden sie zu einem köstlichen Mahl verarbeitet.
Abends gab ihm sein Vater die Zähne „seines“ Hechtes als Erinnerung an seinen ersten Fang. Er schob sie unter sein Kopfkissen und schlief bald darauf ein.

Er tauchte wieder aus seinen Erinnerungen auf. Unwillkürlich ging der Griff seiner rechten Hand in seine Manteltasche; ihm war fast so, als könne er dort die Zähne des Hechtes fühlen.
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