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Ein falscher Mord

von Luischen
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
18.02.2016
08.03.2016
11
13.404
1
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18.02.2016 669
 
Prolog

Ich rollte mich in seinen Arm und legte meinen Kopf auf die Brust. Ich war glücklich. Das erste Mal seit langem war ich wirklich glücklich. Andi legte seinen Arm um mich und zog mich noch näher an sich heran. „Du bist so schön.“, flüsterte er und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. „Du bist aber auch nicht gerade hässlich.“, lachte ich und strich über seine tätowierte Haut. Das mit uns ging nun schon eine Weile. Ich arbeitete seit sieben Jahren in seinem Restaurant, war mittlerweile seine rechte Hand, Service-Chefin, mehr oder weniger seine Stellvertreterin. Doch wir hatten uns Beide so sehr für den Laden aufgerieben, dass er nun in der Scheidung steckte und ich meinen Freund verlassen hatte. Das war die Zeit gewesen, in der wir zueinander gefunden hatten. Wir waren uns näher gekommen und führten seitdem eine Affäre miteinander. Ich wagte es nicht von Liebe zu sprechen, doch wir machten einander glücklich.
Er rollte sich auf mich und begann mich zu küssen. Langsam wanderten seine Lippen meinen Hals herunter. Mir lief ein Schauer den Rücken herunter. Ich schlang meine Beine um seinen Körper und strich über seinen Rücken.  Wir würden vermutlich den Großteil unseres Tages im Bett verbringen. Wir hatten nicht oft Zeit für einander umso mehr genossen wir diese seltenen ruhigen Momente. „Ich behalte dich jetzt für immer in meinem Bett.“, lachte er und küsste über mein Schlüsselbein „Ich würde auch mit dir hierbleiben.“, antworte ich und zog sein Gesicht zu mir hoch.
Diese blauen Augen. Seit meinem ersten Tag in seinem Laden versank ich darin. Tag für Tag passierte es mir wieder, denn für mich waren diese blauen Augen alles. Sie gaben mir Ruhe und Kraft jeden Tag aufs Neue alles zu geben.
Ich hielt sein Gesicht fest und wollte ihn gerade wieder küssen, als es an der Tür klingelte. Andi schnaufte. Er stand auf, warf sich ein Hose und ein Shirt über und machte sich auf den Weg zur Haustür. Auch ich zog mich an und ging durch den Flur, als ich plötzlich laute Stimmen hörte. „Ich soll was getan haben?“, fauchte Andi, als ich die Haustür erreichte. Polizisten standen in der Haustür. „Was ist denn hier los?“, fragte ich und sah zwischen Andi und den Polizisten hin und her. „Ich soll Jemanden in meinem eigenen Laden ermordet haben.“ „Was?“, fragte ich und die Polizisten sahen mich ernst an „Kennen sie eine Amalia Martin?“ „Ja natürlich sie arbeitet im Service.“, sagte ich völlig erschrocken. „Sie wurde heute Morgen erstochen und zerstückelt in der Küche des Restaurants von Herrn Schweiger gefunden.“ „Und wie kommen sie darauf, dass Andi  das gewesen sein soll? Wissen sie wie viele Menschen Zugang zu dem Laden haben?“ „Wir haben seine Fingerabdrücke auf den Tatwaffen gefunden.“. Ich sah zu Andi und er sah mich genau so hilflos an. „Kommen sie bitte mit zur Wache, da können sie sich zu den Vorwürfen äußern.“, sagte der Polizist zu Andi. „Ich komme gleich nach.“, versprach ich, als er sich nickend abführen ließ.
Natürlich waren Andis Fingerabdrücken an den Tatwaffen gewesen. Man hatte sein Küchenmesser und eine Knochensäge aus der Küche verwendet. Und trotz des Alibis das ich ihm gab, wir hatten nur 10 Minuten nach dem errechneten Todeszeitpunkt telefoniert und uns weitere 10 Minuten später in der Kochschule getroffen, kam es zur Anklage. Der Todeszeitpunkt konnte eben nicht genau genug bestimmt werden und man sagte er hätte alles innerhalb dieser Zeit schaffen können. Auch wenn es keine weiteren Anhaltspunkte als die Fingerabdrücke und Haare und Hautschuppen von ihm in der Küche gab, sah es für Andi sehr schlecht aus. Amalia war schon lange unzufrieden gewesen und plötzlich sagten viele der Mitarbeiter aus, dass Andi häufig aufbrausend oder gar cholerisch wäre, er würde in der Küche laut werden, auch dem Service gegenüber. Besonders hätte er Amalia auf dem Kicker gehabt. Es war nicht wahr. Er war ein guter Chef, warum sich jetzt die Mitarbeiter gegen ihn stellten, konnte ich nicht verstehen. Vielleicht wollten sie einfach ihren Auftritt in der Öffentlichkeit.
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