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Im Netz der Spinne

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Peter Parker / Spiderman
17.02.2016
03.04.2016
10
13.974
11
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Dieses Kapitel
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17.02.2016 1.244
 
Info: Ich kenne leider nicht alle Comics und Serien, daher ist die Handlung nach meinem Empfinden entstanden. Allerdings versuche ich Deadpools Charakter beizubehalten. Der Spiderman in dieser Ff, ist vom Aussehen her, dem aus "der ultimative Spiderman" am ähnlichsten.

Wieder einmal sah ich seine maskierte Visage, die mich hämisch anblickte, gefolgt von dem Slogan: „ Spiderman, Held einer ganzen Generation.“ Die Menschen in New York schienen diesen Spinnentypen ja wahrlich zu lieben. Genervt knüllte ich die Zeitung zusammen und schmiss sie in den Mülleimer. Seit Tagen hatte ich keinen gescheiten Auftrag mehr bekommen, wenn dann nur lausige, für die es Peanuts gab. Und warum? Weil Spidey meinte, einen auf Samariter zu machen. Eventuell wurde es Zeit, sich an seine Fährte zu heften und mit dem Kleinen Klartext zu reden. Bestimmt war er nichts weiter als ein Teenie, der zu viel Superheldenfilme gesehen hatte. Ich musste halt nur den passenden Moment finden. Seufzend lehnte ich mich zurück. Leider wurde mir, wenn ich nichts zu tun hatte, recht schnell langweilig … . „ Was soll´s“, dachte ich mir und zappte durchs Programm, nur um die Ohren mit dem Spinnenjungen voll gejault zu bekommen. „ Jetzt reichts“, rief ich und schaltete den TV aus. Das konnte sich ja keiner mehr geben!

Ihr wollt wissen, warum ich so unausgeglichen war? Nun, das liegt wohl auf der Hand … zum einen sah ich in meinem Kostüm bei Weitem sexier aus als Spiderman, zum anderen lag es an der Geldknappheit, die mit dem Auftragsmangel erfolgte. Mein Handy summte. „ Hallo“, sprach ich gelangweilt. „ Hey, spreche ich da mit einem gewissen Deadpool?“ Na, endlich … ein neuer Kunde, wie es schien. „ Kommt drauf an, was genau du möchtest“, plauderte ich weiter. „ Weasel hat mit ihre Nummer gegeben. Es geht um einen Auftrag, der dir zusagen könnte.“ „ Dann schießen sie mal los“, meinte ich gespannt.

Er erzählte mir, dass er früher einmal ein ziemlich erfolgreicher Geschäftsmann war. Dann floppte jedoch sein neues Projekt und er gelangte in eine finanzielle Misere. Mein Auftraggeber schien nicht einer der Hellsten zu sein, denn um seinen Hintern zu retten, lieh er sich ausgerechnet Geld vom New Yorker Untergrund. Was für eine Schnapsidee, das wusste nun wirklich jedes Kind. Um es noch zu verschlimmern, war die Mafia nun hinter seiner Tochter her, da er den ausstehenden Betrag nicht zurück zahlen konnte. Und jetzt sollte ich Babysitter spielen? Ganz toll … . „ Ich bitte sie, ansonsten werden sie meiner Tochter Schlimmes antun. Sie sind der Einzige, dem ich diese Aufgabe anvertrauen kann. Ansonsten werde ich wahrscheinlich noch im Gefängnis landen. Besonders wenn heraus kommt, dass ich einen Deal mit der Mafia eingegangen bin.“

Hatte ich schon erwähnt, dass ich es hasste pleite zu sein? Wäre ich so reich wie Tony Stark, hätte ich einfach auf den nächsten Klienten gewartet. Was ich mir allerdings nicht leisten konnte. Also stimmte ich zu. „ Ich danke ihnen“, der Mann am anderen Ende der Leitung, klang sichtlich erleichtert. „ Schon gut“, ich hustete. „ Wie genau kann ich ihre Tochter denn erkennen?“ Er sendete mir ein Foto zu. Hmm, ich musste schon sagen … die Kleine sah alles andere als schlecht aus: Gelocktes schwarzes Haar, was ihr bis zum Kinn ging, mandelförmige, braune Augen und einen Teint, als würde sie für ein renommiertes Modemagazin arbeiten. Nur schade, dass ihr Vater ein Vollhonk war. „ Heute Abend geht sie in den Club Bermuda. Soll ich ihnen die Adresse geben?“
„ Nein, ich weiß wo das ist“, erwiderte ich und verabschiedete mich von ihm. „ Let the party started“, summte ich. Dann schlüpfte ich in meinen Anzug, der viel eher einem Ganzkörperkondom glich und machte mich auf den Weg.

Was für eine miese Gegend! Hier trieb sich wahrlich alles herum, was zwielichtig aussah. Mich schloss ich da mal nicht mit ein. Es war Halloween und in meinem Kostüm fiel ich zum Glück nicht auf. Wie sollte ich sie da finden? Ich betrat den Club. Wenn ich das Publikum sah, kam ich mir ziemlich alt vor. Housemusik drang an meine Ohren und ein Schwall besoffener Teenager drängte sich auf den Dancefloor. Ich ließ den Blick schweifen. An sich war der Club nicht groß. Das Problem war, dass ich unter den ganzen Catwomans, Thors und Hulks nicht erkennen konnte, wer sich tatsächlich darunter befand. „ Yo“, ein Typ stieß mich an. „ Echt cooles Kostüm. Ich mag Deadpool.“ „ Er ist ja auch der Beste“, gab ich wieder. Endlich sprang mir etwas ins Auge! An der Poledancestange räkelte sich gerade eine rassige Schönheit, die genau der Frau auf dem Foto entsprach. Sie arbeitete also hier! Das Ganze erinnerte mich irgendwie an meine Ex … .

„ Entschuldigen sie“, ich hielt sie zurück, als sie von der Tribüne stieg. „ Ihr Vater schickt mich.“ Entnervt rollte sie mit den Augen. „ Ich brauche keinen Aufpasser. Auch wenn sie es wohl kaum glauben, ich bin ein großes Mädchen und kann mir sogar die Sandalen selbst binden“ „ Das bestreitet keiner, aber sie befinden sich in Gefahr.“ „ Wie bitte?“, sie wirkte immer noch ungläubig. Ein Schrei ging durch den Club. Wie ich es vermutet hatte … die Party war bereits im vollen Gang. Ich hievte die Kleine auf mein Kreuz. „ Lassen sie mich runter“, sie schlug wild auf meinen Rücken ein. „ Glauben sie mir, da bin ich weitaus Schlimmeres gewöhnt. Ist jetzt nicht so, dass ich masochistisch veranlagt wäre.“ Meine Rede, wurde mit einem Schuss unterbrochen. Ich kämpfte mich durch die aufgebrachte Menge.

„ Was zur Hölle ist hier los?“, wollte sie von mir wissen, nachdem wir es nach draußen geschafft hatten. „ Für großartige Erklärungen, fehlt mir nun echt die Zeit.“ Einer der Männer stürzte auf mich zu und schoss. „ Oh bitte“, sagte ich seufzend, während meine Wunden sich wieder schlossen. Die Kleine riss entsetzt den Mund auf. Geschickt wich ich dem Kerl aus und verpasste ihm einen Fausthaken … das nannte ich mal ein Knockout. Weitere von diesen, schlecht gekleideten Menschen, rannten auf mich zu. Denkt ernsthaft noch jemand, dass schwarze Anzüge und Sonnenbrillen cool sind? Ich sprang zur Seite. Mit denen wurde ich spielend fertig! Gerade als ich mich innerlich bereits auf eine dankende Umarmung eingestellt hatte, kam ein Stromschwall auf uns zu.

Ich warf mich vor meine Klientin. Wer auch immer das war, es handelte sich definitiv nicht um einen normalen Menschen. So viel stand fest. Ich wand mich um. Eine schwarz verhüllte Gestalt kam näher. „ Wer bist du?“, fragte ich. Der Feierabend zog sich mal wieder hin. Statt einer Antwort, richtete er seinen Arm auf mich, der von einem metallenen Handschuh umhüllt war. Ich zog eines meiner Schwerter, bereit zum Kampf, bis ein Spinnennetz an mir vorbei schoss. Es traf ihn. Wer konnte das wohl nur sein? Genau, die freundliche Spinne von nebenan. Mit einem weiteren Netz, riss er uns aus der Bahn, hinein in eine Gasse. „ Seid ihr in Ordnung?“ „ Spiderman“, die Augen der Kleinen funkelten. Sie auch? Ich schlug mir gegen den Kopf. „ Ihr müsst schnell hier weg. Bei ihm handelt es sich um den meist gesuchten Verbrecher, der Welt.“ „ Du denkst ernsthaft ich renne weg?“

Ungefragt zog er uns mit. Ich hätte nie gedacht, dass dieser Typ über solche Kräfte verfügte. Wir waren außer Reichweite und hatten unsere Verfolger abgehängt. „ Ich muss dann wieder los“, meinte die Spinne und verschwand, wie sie gekommen war. Meine Klientin sah ihm lange Zeit nach. „ Kommen sie mit“, herrschte ich und nahm sie bei der Hand. In meiner Wohnung, ließ ich mich erschöpft in den Sessel sinken. „ Raus damit ...“, sagte ich ernst. „ Was wollen die von ihnen? Ihr Vater ist nie im Leben ein einfacher Geschäftsmann oder?“ Betreten blickte sie gen Boden.
 
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