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Mein herrlich verrücktes Leben

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
16.02.2016
03.01.2017
4
6.733
1
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4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.01.2017 1.311
 
Es tut mir echt leid das ich so lange gebraucht habe um ein neues Kapitel hochzuladen. Aber ich bin wieder voll in schreib Laune und werde diese FF jetzt weiterführen.
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Am nächsten Morgen wachte ich dadurch auf, dass etwas ziemlich hartes und schweres auf mir landete.  Ich stöhnte vor Schmerzen auf und sah Hannes wie er auf mir lag.
„Morgen Schwesterchen. Steh auf wir müssen noch zu diesem Kai Wolfermann“ erinnerte mich mein kleiner Bruder. Ich schubste ihn von mir runter so dass er auf dem Boden landete und stand auf. Da Hannes schon angezogen war schnappte ich mir die schwarze Hotpant von gestern, ein schwarzes  Crop Top, meine schwarzen Chucks, die Lederjacke, Mütze und meine Kette. Mit diesen Sachen verschwand ich im Bad. Nach siebeneinhalb Minuten war ich umgezogen und hatte meine Zähne geputzt. Ich nahm mir ein Schokoladencroissant  und setzte mich zu Hannes an den Tisch.
„Also wo wohnt dieser Kai?“ fragte ich und bis ins Croissant. Mhhh, schmeckt das gut...
„Zwei Straßen weiter. Eigentlich recht nah“ antwortete mir Hannes.
„Wie konnte er dann sehen, dass du an einer Regenrinne bei der alten Fabrik hängst?“ Hannes und ich wechselten verwirrte Blicke.
„Keine Ahnung“ war schließlich seine Antwort. Um das Thema zu wechseln fragte ich: „Wie läuft es eigentlich zwischen dir und Maria?“
Hannes verschluckte sich an seinem Müsli und hustete. Ich begann zu grinsen und Hannes sah mich geschockt an.
„Wie meinst du das?“ fragte er.
„Komm schon, jeder Blinde sieht doch dass du auf sie stehst“ lachte ich und stand auf. Hannes sah mich schockiert an was mich nur noch mehr zum lachen brachte.
„Komm wir müssen los“ sagte ich und wir machten uns auf den Weg zu Kai.

Wir standen vor der Tür eines großen weißen Hauses mit Garten. Es war schön. Unsere Wohnung lag ja in einem Gebäude das so aussah als ob man Kaffee darüber geschüttet hätte.
„Wie er dich wohl gesehen hat?“ fragte ich und legte Hannes eine Hand auf die Schulter.
„Ich hab keine Ahnung und du fragst das jetzt schon zum zweiten Mal“ murmelte er und klingelte. Ich legte ihm  die Hand auf die Schulter und machte einen Witz darüber, dass er vielleicht Badman sein könnte, als uns eine Frau mit hochgesteckten braunen Haaren die Tür öffnete.
„Was wollt ihr?“ fragte sie und ich rümpfte leicht meine Nase wegen ihrer unfreundlichen Art.
Hannes bemerkte dies und fragte: „Wohnt hier ein Kai Wolfermann?“
„Ja“, sagte die Frau, „Was wollt ihr?“
„Ähm“ schaltete ich mich ein, „wir würden ihn gern mal sprechen.“ Die Frau sah uns überrascht an und machte die Tür auf.
Sie rief nach ihrem Sohn, doch er kam nicht also wandte sie sich wieder uns zu und sagte: „Ich gehe ihn mal hohlen“ Sie ging zu einer Tür die gegenüber von der Wohnungstür war.
Ein paar Minuten später kam ein Junge vielleicht ein halbes Jahr älter als ich raus gerollt. Er saß im Rollstuhl.
„Was wollt ihr hier?“ fragte Kai und ich zog meine Augenbrauen hoch.
„Naja“, sagte Hannes, „Die Feuerwehr hat gesagt, dass du sie angerufen hast und da wollte ich mich bedanken“
„Noch was?“ fragte Kai.
„Wie wär’s mit nett sein?“  Er drehte seinen Kopf in meine Richtung und grinste.
„Wär ne Option für dich, aber ich hab eine Frage, wie hast du uns eigentlich von hier aus gesehen?“
„Nachts wird ich Superheld“ ich grinste.
„Ich bin beeindruckt. Also Hannes und ich müssen los“ verabschiedete ich mich.
„Ja, danke noch mal“
Wir gingen gerade die weiße Treppe hinunter als Kai uns etwas hinterherrief: „Ich hab ein Teleskop! Hat zweihundert Euro gekostet!“
Interessiert drehten wir uns um und er führte uns in sein Zimmer. Sein Zimmer war noch voll mit Umzugskartons die kreuz und quer herumstanden. Er erzählte und das er gerade erst hergezogen war. Kai zeigte Hannes gerade das Teleskop als ich in einer der Kisten eine Wii Konsole entdeckte.
„Seid ihr reich oder so?“ fragte ich und die beiden drehten sich zu mir um.
„Nee, aber ich bekomme eigentlich alles was ich mir wünsche. Ich kann sie dir ja mal ausleihen wenn du willst“ ich lachte leicht.
„Wir haben keinen Fernseher“ meinte Hannes und stellte sich neben mich. Wir grinsten.
„Echt nicht?“ Kai sah uns ungläubig an.
„Nope, wir sind eh lieber draußen“ ich lächelte als ich an die Krokodile dachte.
„Wohnt ihr zusammen?“ Hannes und ich sahen ihn überrascht an.
„Wir sind Geschwister“ klärte Hannes ihn auf.
„Er ist mein kleiner Bruder“ lachte ich und legte einen Arm um Hannes. Kai sah uns lächelnd an wobei ihm wahrscheinlich unsere Bandenkätten auffielen.
„Und, seid ihr im Schnappi Fanclub?“ fragte Kai und ich griff mit der Hand nach meiner Krokodilkette.
„Wir sind die Krokodile und das Krokodil ist unser Bandenzeichen:“ erklärte Hannes woraufhin ich unterstützend nickte.
„Steht das für schleimig, klein und fast ausgestorben?“
„Nein“ sagte ich und wurde wütend, „Für Mut, Stärke und Ehrlichkeit! Aber davon verstehst du ja eh nichts“
„Ihr könnt mich ja mal mitnehmen, vielleicht lern ich ja was“ Kai grinste.
„Nur Krokodile dürfen wissen wo das Hauptquartier ist“ erklärte Hannes und drehte sich um  zum gehen. Ich folgte ihm und sagte dabei: „Aber wir können ja mal ein gutes Wort für dich einlegen“

Wir trafen uns noch am selben Tag mit den anderen und fuhren in den Wald. Da ich kein Fahrrad hatte lief ich ihnen schnell hinterher und trug dabei mein Board. Auf dem Weg zum Baumhaus fragte Hannes die anderen ob Kai mal mitkommen könnte. Frank äußerte seine Meinung als erster: „ Auf keinen Fall kommt der Spasti hierher!“
„Wie stellst du dir das denn vor, sollen wir eine Rolltreppe einbauen oder was?“ meinte Olli und drehte sich zu uns um. Ich sah ihn finster an.
„Der kann ja nicht mall schmierestehen!“ Elvis fuhr den Hügel hoch.
„O..Oder Wegrennen“ stotterte Peter.
„Außer es geht bergab“ Jorgo fing an zu lachen und ich funkelte ihn böse an.
„Dein ernst?“ fragte ich wütend und rannte den Rest des Hügels hoch und blieb neben Olli stehen. Wir standen vor dem Baumhaus und die anderen kletterten hoch. Ich war die letzte und die anderen waren alle schon oben als Hannes zu sprechen begann: „Man wenn ich vom Dach gefallen wäre säße ich jetzt bestimmt auch im Rollstuhl!“
Als ich oben ankam hielt mir Olli seine Hand hin und half mir hoch.
„Danke“  murmelte ich.
„Kein Ding“ lachte Olli und ich spürte wie meine Wangen warm wurden. Bekam ich etwa Fieber?
Ich stellte mich zwischen ihn und Maria.
„Na dann wärt du halt auch nicht mehr dabei!“ Frank sah gereizt zu Hannes und ich sah ihn wütend an.
„Wäre Hannes da runtergefallen wäre das eure Schuld gewesen, also Frank ich glaube nicht, dass ihr dann einfach so davongekommen währt“
„Der Behini soll sich einfach mit anderen Behinis treffen“ sagte Olli und verschränkte seine Arme.
„Das heißt körperlichbenachteiligt!“ warf Mari ein.
„Also, wir stimmen ab, wer will dass der Rolli mitkommt?“ fragte Olli.
Maria, Hannes und ich hoben unsere Hände
„Mensch Maria hat der Typ dir Geld gegeben oder was?“ brüllte Frank.
„Das verstehst du wenn du älter bist“ meinte sie und verschränkte ihre Arme vor der Brust. Mir viel der Blick auf mit dem Hannes sie ansah und ich lächelte.
„Und du Joe, bist du in den Rolli verknallt oder was?“ fragte mich Jorgo und wackelte dabei mit seinen Augenbrauen. Ich bemerkte wie sich Olli und Hannes zu mir umdrehten.
„Nein!“ sagte ich wütend, „Kapiert ihr es nicht? Er hat meinem Bruder das Leben gerettet, er hat mehr für Hannes getan als ihr“ ich sah sie alle wütend an. Ich hatte Olli gesagt er soll Hannes runterholen. Ich war zwar nicht wütend, aber extrem enttäuscht. Olli fragte die anderen wer dagegen war und der Rest hob ihre Hände.
„Also“, sagte Olli, „Der Rolli bleibt draußen“ Ich schluckte und ging zur Leiter.
„Bis Morgen“ murmelte ich und kletterte runter.
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