Mein herrlich verrücktes Leben

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
16.02.2016
03.01.2017
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16.02.2016 1.624
 
Steckbrief
Name:                     Josie „Joe“ Buchsmüller

Familie:                    Hannes und Kristina

Alter:                    13-ein halb, anderthalb Jahre älter als Hannes

Charakter:      nett, freundlich, mutig, vorlaut, frech, tut alles für ihre Familie und ihre Freunde, stur
Aussehen:     https://www.trndlabs.com/wp-content/uploads/2014/09/bt-beanie-black-9.jpg Dunkelbraune glatte Haare, braungrüne Augen, einen Kopf größer als Hannes, sportliche Figur

Mag gern:     Die Krokodile, Schwarz rot und blau, Musik, Skateboard fahren, ihre Familie, die Natur, Sport

Mag nicht:               Idioten, Pink, Zicken, Franks Bruder

Style:     trägt nie Kleidchen, oft schwarz, immer eine schwarze Beanie Mütze und ihre Krokodilkette

Erkennungszeichen:     Schwarze Beanie Mütze und Krokodilkette





„Wir sind da meine kleinen“ Mama stieg aus dem Auto aus.
„Wir sind nicht klein“ zischte ich und stieg ebenfalls aus. Mein  anderthalb Jahre jüngerer Bruder Hannes lächelte mich leicht an.
„Das ist sie, unsere neue Wohnung!“ sagte Mama stolz, „Sie ist zwar nicht so groß wie das Haus von Oma und ihr müsst euch ein Zimmer teilen, aber es ist unsere eigene Wohnung!“
Hannes und ich lachten. Wir begannen unsere Sachen reinzubringen und auszupacken. Unser Zimmer war im Obergeschoss. Es ist ziemlich klein und beinhaltet einen Kleiderschrank mit je einem Bett auf der linken und rechten Seite.
„Ich schlaf rechts!“ brüllte Hannes und rannte an mir vorbei.
Ich schmiss meine Sachen auf mein Bett. Wir holten unsere Kartons und packten aus.
„Joe, ich hab unsere Skateboards“ sagte Hannes.
„Und ich hab... deine Unterwäsche!“ ich begann laut loszulachen als Hannes mir den Karton aus den Händen riss.
„Ach komm schon Hannes, ich bin deine Schwester“ ich lachte. Hannes blieb still und sah mich wütend an.
„Hannes ich hab schon viel mehr gesehen als nur deine Unterwäsche“
„Da war ich fünf oder so“ motzte Hannes und ich bewarf ihn mit Socken welche ihn am Kopf trafen. Er sah mich fassungslos an und bewarf mich mit T-Shirts. So entstand die wohl größte Kleiderschlacht die es je in Dortmund gab.
„Josie! Hannes! Was tut ihr da!“ Mama sah uns entsetzt en. Hannes und ich sahen zuerst sie an, dann uns und wieder zu ihr. Ich griff nach einem Paar Socken und er nach einer meiner Jeans.
„Mama, du weißt, dass ich es hasse Josie genannt zu werden, oder?“ fragte ich und grinste fies. Unsere Mama bückte sich langsam und griff sich zwei T-Shirts.
„Eins...“ begann Hannes.
„Zwei...“ setzte ich fort.
„und drei!“ brüllten wir alle zusammen und bewarfen uns mit den Inhalten unserer Kartons.  Als wir alle in einem Berg aus Kleidung lagen sagte uns Mama, dass wir unser Zimmer aufräumen müssten.
Sie ging derweil runter um das Haus einzurichten.
„Du sag ml Schwesterherz, glaubst du wir werden wieder umziehen müssen?“ fragte Hannes und setzte sich aufs Bett.
„Nein, wieso meinst du?“ fragte ich und sah ihn verwirrt an.
„Ich meine, was ist wenn Mama es nicht schafft und wir wieder weg ziehen müssen, ich meine Oma will uns ja auch nicht mehr bei sich haben“ er zog die Beine an und setzte seinen Kopf auf seinen Knien ab. Ich ging zu ihm, setzte mich aufs Bett und zog ihn auf meinen Schoss.
„Ach Hannes, ich verspreche dir dass das nicht passieren wird. Nie wieder und ich verspreche dir das ich dafür alles tun würde“ flüsterte ich und gab ihm anschließend einen Kuss auf den Kopf. Er nahm die Hände von seinen Knien und umarmte mich. Ich grinste und erwiderte seine Umarmung während ich ihm über den Rücken strich. Hannes und ich haben ein verdammt gutes Verhältnis. Ich denke das liegt daran, dass wir schon immer nur uns hatten. Seitdem ich denken kann gibt es nur Hannes, Mama und mich. Oma hat sich nie wirklich für uns interessiert, da Mama uns ziemlich jung bekommen hat. Sie wollte, dass sie mich abtreibt, was sie aber nicht getan hat. Zum Glück. Unser Vater ist kurz nach der Geburt von Hannes nach LA abgehauen, aber wir reden nie über ihn.
Nach einigen Minuten wurde der Atem von Hannes regelmäßiger. Er war eingeschlafen. Ich schob ihn von meinem Schoss in sein Bett und deckte ihn zu. Ich sah auf die Uhr und bemerkte, dass es erst vier Uhr war. Deshalb beschloss ich mir ein bisschen Dortmund anzusehen. Ich gab meiner Mom bescheid, schnappte mir mein Skateboard und meine schwarze Mütze die ich immer trug und verschwand.
Unsere Wohnung lag in der Papageiensiedlung. Ich stieg auf mein Board und fuhr durch die Landschaft Dortmunds. Eigentlich war es ganz schön hier. Vor allem gab es hier viel Grün, also perfekt für Hannes und mich. Wir sind eh die ganze Zeit draußen. Ich war so in meine Gedanken vertieft, dass ich prompt in jemanden hinein fuhr.
„Autsch!“ ich landete auf dem Rücken, schlug mir den Kopf an und mein Skateboard landete auf mir. So was passiert echt nur mir. Stöhnend setzte ich mich auf und rieb mir meinen Kopf. Ich öffnete meine Augen und sah sechs Kinder in meinem Alter vor mir. Einer lag genau wie ich am Boden und neben ihm ein Fahrrad.
„Sorry, ich sollte besser darauf achten wo ich hinfahre“ nuschelte ich stand auf  und hielt ihm die Hand hin. Er sah zu mir hoch und ich konnte sein Gesicht sehen. Er hatte braune Haare und braune Augen. Er nahm meine Hand und ließ sich von mir hochhelfen.
„Kein Problem, war ja auch irgendwie mein Fehler“ sagte er und grinste.
„Ich bin übrigens Josie aber alle nennen mich Joe“ stellte ich mich vor und setzte mir meine schwarze Mütze die auch auf dem Boden gelandet war auf.
„Ich bin Oliver, aber alle sagen Olli. Das ist meine Schwester Maria“, er zeigte auf ein Mädchen mit braunen Haaren die mich freundlich anlächelte, „Frank, Jorgo“ er zeigte auf zwei nett ausgedrückt fest gebaute Jungs, „Peter und Elvis“ der eine trug einen Helm und der Andere Kopfhörer. Sie lächelten mich alle freundlich an.
„Bist du neu hier? Wir haben dich noch nie gesehen“ fragte Maria und stellte sich neben ihren Bruder.
„Ähm ja. Mein Bruder Hannes, meine Mom und ich sind heute hergezogen“ erklärte ich.
„Wo habt ihr vorher gewohnt?“ fragte Elvis und setzte seine Kopfhörer ab.
„In Berlin“
„Geil!“ entfuhr es Frank.
„Wenn ihr in Berlin gewohnt habt, wieso zieht ihr dann hierher?“ fragte Maria.
„Weil wir es bei Oma nicht mehr ausgehalten haben“ erklärte ich und grinste leicht.
„Wir wollten gerade ein Eis essen gehen. Du kannst mitkommen wenn du willst?“ fragte Olli und die anderen sahen mich erwartungsvoll an. Ich würde total gerne, aber ich hatte kein Geld
„Ich hab kein Geld dabei“ antwortete ich traurig.
„Ich leih es dir“ sagte Maria und lächelte mich  freundlich an.
„Ähm... Okay, danke. Ich sag nur schnell Hannes bescheid“ ich zog mein Handy aus meiner Tasche und rief Hannes an.
„Hallo?“ ertönte die verschlafene Stimme meines Bruders.
„Hey Schlafmütze. Ich wollte dir nur sagen, dass ich später nachhause komme“
„Okay... Ich mach Pfannkuchen zum Abendessen. In Ordnung?“ fragte Hannes und ich begann zu grinsen.
„Ja, aber mach viele, viele, viele Pfannkuchen. Also Tschö!“ verabschiedete ich mich.
„Tschö“ und er legte auf.
Wir fuhren los und da alle mit den Fahrrädern unterwegs waren, durfte ich mich an Marias Schulter festhalten und ziehen lassen. Bei der Eisdiele angekommen bestellte sich jeder ein Eis. In meinem Fall Vanille. Wir redeten über dieses und jenes. Es stellte sich heraus, dass ich in dieselbe Klasse kommen würde wie Maria, Jorgo und Peter. Die Anderen sind eine Klasse über uns. Sie haben mir auch von ihrer Bande, den Vorstadtkrokodilen, erzählt.
„Klingt Geil“ sagte ich begeistert und nahm einen Löffel von meinem Eis.
„Meinst du echt?“ fragte Maria und sah mich prüfend an.
„Ja, wieso sollte ich nicht?“ war meine Gegenfrage.
„Naja... Die meisten anderen Mädchen finden das zu kindisch oder peinlich“ erklärte Elvis.
„Dann sind die halt alle voll blöd“ lachte ich und löffelte meinen Eisbecher aus. Maria warf Olli und den anderen einen seltsamen Blick zu. Sie nickten alle bis auf Peter.
„W... was i..i..i..ist l..l...los?“ fragte er und Maria schlug sich mit der Hand auf die Stirn.
„Sag mal, hättest du eventuell Lust auch bei den Vorstadtkrokodilen dabei zu sein?“ fragte Maria. Ich stockte. Ich kenn die doch gar nicht richtig. Da ich wusste, dass Olli der Anführer war sah ich zu ihm. Er sah mich genau wie die anderen fragend an. Naja Lust hätte ich schon.
„Hmm... Okay. Was muss ich machen?“ fragte ich und grinste sie breit an.
„Auf das Dach der alten Fabrik klettern sind so um die zehn Meter und die Kette runterholen“ erklärte mir Olli,  als wäre es das Normalste der Welt.
„Was?“ fragte ich und zog meine Augenbrauen hoch.
„Ach man Olli. Ich musste da auch nicht hoch! Also muss sie auch nicht“ stallte Maria klar.
„Sag mal geht’s noch? Natürlich geht sie da hoch!“ rief Olli.
„Du Idiot! Ich will nicht länger das einzige Mädchen sein!“ brüllte nun Maria und ich sah die Beiden nur amüsiert an.
„Tja, dann muss sie da halt hoch“ sagte Olli und verdrehte die Augen.
„Olli, sonst sag ich Mama was du wirklich machst wenn du eigentlich lernen solltest!“ Maria sah ihn gelassen an.  Olli schluckte einmal laut und sah mich dann an.
„Scheiße“ murmelte er und Maria grinste siegessicher. Sie kramte in ihrer Tasche und gab Olli eine Kette mit einem silbernen Anhänger.
„Sie ist nicht am Dach und trotzdem am Ziel!“ Brüllte er so laut, dass sich die anderen Leute zu uns umdrehten.
„Jetzt ist sie ein Krokodil!“ stimmten alle mit ein und Olli gab mir eine Lederbandkette. An ihr hing eine silberne Metallscheibe in die ein schwarzes Krokodil eingraviert war.
„Geil!“ ich lachte und hing sie mir um. Ich war erst einen Tag lang in Dortmund und war schon in einer Bande. Geiler Anfang oder?
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