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Bloody Valentine

von Ririchiyo
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAngst, Liebesgeschichte / P12 / Mix
Alphard / Canaan
14.02.2016
14.02.2016
1
754
 
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14.02.2016 754
 
AN: Auf Wunsch von Sayoko Oshimaida versuche ich mich mal an einem Alphard x Reader OS.
Ich hoffe er ist zumindest etwas nach deinem Geschmack :)




Bloody Valentine


„Mach das Licht an“, murmeltest du leise, als ein leises Geräusch, welches auf Alphards Rückkehr verwies, dich aus deinem inzwischen auch sonst immer so unglaublich leichten Schlaf weckte.

Es lief immer so ab. Sie ging auf eine ihrer Missionen, oder Erkundungstouren, oder was auch immer sie eben tat, wenn sie nicht hier und bei dir war. Manchmal nannte sie es einen „Ausflug“, um dich nicht unnötig in Sorge zu versetzen. Als ob das funktionieren würde.
Tat es nicht. Nie. Nicht, nachdem du einmal aufgewacht warst, als sie sich Nachts in deine Wohnung und ins Bad geschlichen hatte. Die Nacht, nach der du nie wieder hattest wirklich ruhig schlafen können.
Du wusstest bis heute nicht, warum du damals weniger tief geschlafen hattest, als sonst, aber als die Wohnungstür geöffnet worden war, hatte es dich keine Sekunde gebraucht, um die Augen zu öffnen, und nach einigen Minuten, als du rauschendes Wasser vernahmst, warst du aufgestanden und hattest dich durchs dunkle Zimmer in den ebenso dunklen Flur getastet. Das Licht, welches unter der Badezimmertür hindurchgeschienen war, hatte deine Vermutung, Alphard unter der Dusche zu finden, nur bestätigt.
Damals hattest du lächelnd die Tür geöffnet, um dich zu ihr zu gesellen. Hattest nichts schlimmes erwartet. Ein langer Arbeitstag vielleicht, mehr nicht. Ihre Geschäftsreise war ja schon vor einer Woche in den Sand gesetzt worden. Umso geschockter warst du gewesen, als du das ganze Blut gesehen hattest, welches sie sich gerade von den Händen und ihrem restlichen Körper wusch.
Sie war nicht minder überrascht gewesen, dich zu sehen. Hatte gedacht, du würdest schlafen. Gehofft, sie würde dich niemals mit der Wahrheit konfrontieren müssen. Wer sie wirklich war.
Aber das hatte sie auch nicht. Sie hatte in den Wochen danach lediglich das nötigste über sich erzählt, weil sie nicht wusste, wie viel du vertragen würdest, oder ab wann es zu gefährlich für dich sei.
Alles was sie gesagt hatte, waren ein paar gemurmelte Sätze und Decknamen, und die Tatsache gewesen, dass sie dich eigentlich aus allem hatte raushalten wollen. Bis heute wusstest du nicht, was damals passiert war. Bis heute wusstest du nicht, ob du alles richtig verstanden hattest. Du hattest nachgefragt. Oft sogar. Aber sie war dir immer eine Antwort schuldig geblieben.
Nicht dass es dich inzwischen noch störte. Solange sie lebend zurück kam, konntest du mit allem leben. Meistens zumindest. Wenn sie verletzt war, war es schwerer für dich, aber ihr hattet damals eure Abmachung getroffen: Sie würde immer zurück kommen, dir das nötigste sagen, und dich außerdem über ihre körperliche Gesundheit aufklären. Im Gegenzug würdest du keine Fragen stellen, und versprechen dich niemals einzumischen.
Es war eine einfache Regel. Auch wenn sie dir niemals die Angst nahm. Irgendwas konnte schließlich immer schief gehen oder dazwischen kommen. Da nützte auch das stärkste Versprechen nichts. Nicht einmal, wenn es von Alphard selbst kam, die ihre Versprechen grundsätzlich hielt, und noch nie eines gebrochen hatte.
Einer der Gründe, aus denen du einfach nicht mehr schlafen konntest, solange sie nicht da war. Immer rechnetest du damit, dass sie gar nicht mehr wieder auftauchte, oder dass sie, wenn sie es doch tat, schwer verletzt sein würde. Möglicherweise sogar so schwer, dass sie dem Tod nahe wäre. Nicht, dass ihr Beide das nicht schon gehabt hättet. Sie war oft verletzt. In ihrem Job wäre es wohl auch komisch, wenn nicht. Es war ja nicht so, als würde sie Blumen verkaufen oder Schokolade herstellen oder Torten verzieren. Das hätte ja noch nicht einmal zu ihr gepasst.

Leise seufztest du, als nach deiner Bitte nun wirklich im Flur das Licht eingeschaltet wurde, und du hörtest, wie sich Alphards Schritte langsam dem Schlafzimmer näherten.
Als sie die Tür öffnete, konntest du außer ihrem Schatten nicht das geringste erkennen, und als sie dann auch im Schlafzimmer den Lichtschalter betätigte, hattest du für einen Augenblick das Gefühl, dass du von dem Licht so sehr geblendet worden warst, dass du sogar irgendwie halluziniertest.
Doch als deine Augen sich an die Helligkeit gewöhnten, war das Bild, welches sich dir bot immer noch das selbe: Dort stand Alphard in der Tür. Absolut unverletzt und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, während sie in einer Hand ununterbrochen eine Rose hin und her drehte.
Scheinbar musstest du wirklich verwirrt aussehen, denn ihr Lächeln wurde sogar noch etwas breiter.
„Alles liebe zum Valentinstag“, murmelte sie dann leise, bevor sie dir die Rose entgegen streckte.
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