Neubeginn

GeschichteRomanze / P16
Benjamin Asmus
11.02.2016
21.03.2017
2
1796
 
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Früher Sonntagmorgen in Neustadt. Ein schöner Herbsttag schien sich anzukünden. Die Möwen kreischten, die Sonne schien und es hatte den ersten Frost gegeben. Während Thure und Saskia gemütlich frühstückten und Marten  sich um sein Fahrrad kümmerte, war einem Mitglied der Küstenwache gar nicht fröhlich zumute.

Ben saß auf seiner Couch und schluckte gerade die zweite Aspirin. Sein Kopf schien zu platzen und eine leichte Übelkeit machte sich breit. Er wollte sich gerade wieder hinlegen, als sein Handy klingelte. Ben stöhnte auf und schaute aufs Display. Faik rief an. Ben war gestern auf seinem Konzert gewesen und hatte nicht bei zwei Bier aufgehört.

„ Jo Ben, Alter. Wie wars denn gestern Nacht mit der heissen Blonden? Auf einmal wart ihr ja verschwunden.“

Ben erinnerte sich. Er war schon ziemlich betrunken, als ihm im Barbereich eine junge Frau auffiel. Ein kurzes Lächeln und ein Cocktail später wurde schon der erste Kuss ausgetauscht. Als er dann noch erwähnte dass er bei der Küstenwache arbeitete und  Faik kannte, war es endgültig um sie geschehen. Nach dem Konzert organisierte er ihr ein noch Autogramm. Kurze Zeit später lag sie schon leicht bekleidet in seinem Bett. Doch kurz bevor Ben es sich mit der Blonden bequem machen konnte, überkam ihn ein ungutes Gefühl. Er schaffte es noch ein „du musst jetzt gehen“ herauszupressen und rief ihr ein Taxi. Mehr als ein „Arschloch“ bekam er nicht mehr zu hören.

„Ben? Ben? Bist du noch dran?“

Ben schreckte auf. „Faik man, ich weiß nicht was mit mir los ist. Ich habe sie nach Hause geschickt bevor wir zur Sache kommen konnten.“

„Warum das denn Ben? Du lässt doch sonst nicht anbrennen. Wirst wohl alt.“ Ein lautes Lachen war am anderen Ende der Leitung zu hören.

„Witzig Faik. Sehr witzig.“

Faik hatte Recht. Seit Leonie ihn verlassen hatte hatte er mehr One-Night-Stands als er zählen konnte. Den Status als Weiberheld hatte er jedenfalls weg. Warum es gestern nicht geklappt hatte konnte sich Ben jedenfalls selbst nicht so recht erklären.

„Faik, ich habe einen ziemlichen Kater, und wenn ich dich noch länger lachen höre muss ich kotzen“.  Darauf legte Ben auf und schmiss sein Handy in die Ecke.
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