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Der Alchemist

von Balphemor
GedichtHumor, Fantasy / P12 / Gen
11.02.2016
11.02.2016
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Droben vom Turme über der Stadt,

Hört mancher Schläfer, geweckt in der Nacht,

Dass der Alchemist immer noch wacht

Und scheinbar einen Geistesblitz hat.



Vom Fenster dringen laut ins Freie,

so manchem Kind wird’s Angst und Bange,

dem Hund sträubt‘s  das Fell bei diesem Klange

des Wissenschaftlers Freudenschreie.



Nach all der Müh, nach all dem Streben

Sprießen seiner Arbeit Triebe endlich

Wird sein Erfolg nun doch ersichtlich!

Nun wird er schließlich ewig leben!



Die Formel ist nun  beinah perfekt.

Fiebrig steht gebeugt er übers Buch

Suche, altes, müdes Auge, such!

Hat sich kein Fehler mehr versteckt?



Voll Verheißung schwappt der Kessel.

Gefüllt mit Träumen hoch bis an den Rand

Nun greift zur Kelle die bebende Hand.

Befrei mich von des  Alters Fessel!









Noch dreimal Rühren, so stehts geschrieben

Doch  beim zweiten Male schon, verflucht!

Passiert es: Weh dem, der nicht Deckung sucht!

Der Bottich birst wie von Magie getrieben.



Borons Zorn und der Hesinde Fluch

zerstören, was der Mann erdacht

die Arbeit manch schlafloser Nacht.

Verbrennen das götterlose Buch.



Was bleibt ist  ein dunkles  Zimmer

Erloschen ist die Erleuchtung

Gestorben jede Eingebung

Sterben werden Menschen immer.



Vom Fenster dringen laut ins Freie,

die meisten wundert es nicht lange

Gewohnheit folgt schon bald der Bange,

des Wissenschaftlers Schmerzensschreie.
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