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Eine Neue in Rose Hill

von Ravelgirl
GeschichteFreundschaft / P12 / Gen
Bluegrass Dana Walsh Kathy Hernandez Laura Harrison OC (Own Character) Samantha O'Neil
11.02.2016
23.05.2016
2
1.889
 
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4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
11.02.2016 858
 
Das ist meine erste Fan Fiktion und ich hoffe, sie gefällt euch! Über Kommentare, Lob und konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen! :)  Ich schreibe jetzt nicht mehr so viel, sondern wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Beeindruckt stellte ich meine Koffer ab und sah mich um. Das Internatsgelände von Rose Hill war einfach riesig! Das Adams Haus, in dem ich wohnen würde, war total imponiered! Auch die restlichen Gebäude im Campus, vor allem die Schule mit den Klassenräumen, wirkte sehr geräumig. Trotzdem gab es nur ein Ziel, dass meine Aufmerksamkeit erregte. Im Stall schienen ziemlich viele Pferde zu stehen, die verschiedenen Rassen angehörten.         Plötzlich hörte ich ein lautes Wiehern und einen darauffolgenden Freudenschrei. „Das ist bestimmt Morello!“, schrie Dana aufgeregt, die neben mir stand und mich jetzt mit in Richtung der Ställe zog. Das quirlige, rothaarige Mädchen hatte ich erst letzten Sommer kennengelernt. Damals hatten ich und meine Eltern den Urlaub in Kentucky auf einer Pferderanch verbracht. Die Ranch gehörte Ellen Carmicheal, der Tante von Dana, die, wie ich neulich erfahren hatte, die Reitschuldirektorin von Rose Hill war. Jedenfalls hatte ich mich bald mit Dana angefreundet und viel über sie erfahren. Unter anderem, dass sie in ein Reitinternat ging, anstatt in eine normale Schule. Als ich das hörte, war ich Feuer und Flamme, denn ich suchte schon seit längerer Zeit ein gutes Internat. Ein paar Gespräche mit meiner Mutter und meinem Vater später, wurde ich in Rose Hill angemeldet. Und heute war mein langersehnter, erster Tag im Reitinternat. „Hör auf zu träumen, Chrissi!“, meinte Dana zu mir und lachte. „Ich werde nämlich schon sehnsüchtig von meinem Liebling erwartet!“ Ich grinste und rannte hinter meiner Freundin her. Während sie gleich vor Morellos Box stoppte und den Schecken mit Leckerlis und Streicheleinheiten verwöhnte, verlangsamte ich mein Tempo. Aufmerksam lief ich die Stallgasse entlang, um auch ja kein Pferd einer Musterung zu unterlassen. Besonders fiel mir ein Blue-Roan Pony auf. Die Mähne des Pferdes war kurz geschnitten, wie bei einem richtigen Turnierpferd, und sein Fell glänzte silbrig, obwohl es im Stall nur eine schummrige Beleuchtung gab. Ich streckte dem Pony meine Hand entgegen, die es gleich vorsichtig beschnupperte. Ich streichelte über den warmen Hals des Blue-Roans, der mich neugierig ansah. Erst jetzt bemerkte ich das Messingplättchen an seinem Halfter. Darauf eingraviert stand: Bluegrass. „Na, mein Schöner“, flüsterte ich. Dana, die fast am anderen Ende der Stallgasse stand, blickte besorgt zu mir herüber. „Chrissi, pass auf, sie kommt!“ Ich war irritiert. Was meinte sie nur? Und wer war „sie“? Hinter mir hörte ich Schritte. Ertappt drehte ich mich um. Vor mir stand ein blondes, sehr schlankes Mädchen. Mit ihren grünen Raubkatzenaugen starrte sie mich böse an. Automatisch entfernte ich mich ein paar Schritte von der Pferdebox. Die Blonde drehte sich nun von mir weg und nahm vorerst keine Notiz mehr von mir. „Hey, Dana! Gehört die zu dir?“ Unglaublich, wie abfällig sie über mich sprach. Meine Freundin hatte dies auch sehr wohl gemerkt und trat ärgerlich zu uns. „Laura, das ist meine Freundin Christin. Chrissi, das ist Laura Harrison, meine Zimmergenossin.“ Dana hatte den arroganten Tonfall von Laura übernommen, um sie absichtlich zu parodieren. Laura resignierte das mit einem genervten Augenverdrehen. Obwohl sie äußerlich ganz cool blieb, sprühten ihre grünen Augen Funken vor Ärger. „Du hast nicht das Recht, so über mich zu reden. Ich meine, ich habe eindeutig mehr Niveau als du und muss mich deswegen nicht mit dir und deinen Freundinnen abgeben.“ Um Dana noch vollkommen aus der Fassung zu bringen, fügte sie noch hinzu: „Schon allein mein Pferd ist besser als deins. Außerdem reicht ja wohl die Tatsache, dass du, im Gegensatz zu mir, nur eine lächerliche Reservereiterin im Juniorenteam bist.“ Laura schnaubte verächtlich und Dana ballte die Fäuste. Bald würde sie ihre Selbstbeherrschung verlieren. Also lenkte ich sie ab. „Komm, wir gehen ins Adams Haus. Ich muss noch mein Zeug auspacken und meine Zimmergenossinnen kennenlernen.“
„Warum musstest du ausgerechnet Bluegrass für deine Streicheleinheiten auswählen?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Ich konnte doch nicht wissen, dass er der berühmt berüchtigten Laura Harrison gehört“, sagte ich entschuldigend. Dana seufzte. „Sorry, mein Fehler. Hätte ich dir erzählen sollen.“ „Egal. Reden wir von einem anderen Thema. In welchem Zimmer wohne ich?“, erkundigte ich mich. „Überraschung: Du darfst in das Zimmer mit Samantha O‘ Neil und Kathy Hernandez!“, antwortete Dana. „Cool!“, rief ich. Von den beiden hatte ich schon viel gehört. „Aber wie geht das denn? Waren die nicht schon zu dritt in einem Raum?“ „Alexandra Cooper musste mit ihrer Familie in ein anderes Land ziehen, also ist ein Platz freigeworden“, erzählte sie mir und öffnete schwungvoll die Tür, bei der wir angekommen waren. „Hi!“, wurde ich gut gelaunt begrüßt. Ein Mädchen mit zwei geflochtenen Zöpfen und blauen Augen strahlte mich an. Sofort fiel mir auf, dass sie Chaps an ihren Beinen trug. Das musste Kathy sein. „Hallo“, sagte jetzt auch das andere Mädchen im Raum. Sie trug ihre dunklen Haare offen und lächelte mich schüchtern an. Und das war garantiert Samantha, „die Pferdeflüsterin“, wie sie oft von Dana scherzhaft genannt wurde. Zu dritt riefen die Mädchen im Chor: „Herzlich Willkommen auf Rose Hill!“
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