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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.05.2017 1.246
 
Moin,
Nach dem letzten Kapitel machen wir mal mit der Handlung weiter. ^^
Dieses Kapitel ist das letzte dieses Teils (da wärt ihr am Ende sowieso selber drauf gekommen), das wollte ich nur einmal angemerkt haben. Vielleicht kommt noch ein Epilog hinterher.
So, dann verbinden wir mal alle Handlungsfäden, die wir bisher hatten! Ich hoffe, ihr kennt die Szenen alle noch.

LG Rumo

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Wir haben alles getan, was wir in der Zeit machen konnten. Sollte etwas schief laufen oder Ihnen die Kontrolle über die Simulation abhanden kommen, können Sie sie einfach verlassen."
"Als ob ich jemals die Kontrolle über eine meiner Simulationen verlieren würde."
"Ganz wie Sie meinen."
"Kann es dann losgehen?"
"Natürlich. Wir warten nur noch auf Ihr Signal und werden alles überwachen."
"Na dann, worauf warten Sie noch?"
"Bereit? Drei, zwei, eins und los."

~

Minho wachte auf einer Mauer im Labyrinth auf. Ein leichter Windstoß traf ihn und ließ ihn aufblicken. Ein paar Meter von ihm entfernt stand Newt. Er stand am Rand und sah nach unten. Seine blonden Haare verwirbelten sich im Wind.
"Newt?", fragte er. Newt wandte sich um.
"Was machst du denn hier?", fragte er.
"Das Gleiche könnte ich dich fragen", sagte er.
"Also wenn ihr mich fragt", sagte eine Stimme hinter ihm.
"Wir fragen dich nicht", sagten Minho und Newt gleichzeitig. Minho drehte sich um.
"Wenn ihr mich aber fragen würdet, dann würde ich euch sagen, dass wir uns sicherlich in einer Simulation befinden. Zudem, da Minho anscheinend nichts weiß, muss sie von jemand anderen gesteuert werden."
"Ein schlauer Junge", sagte eine vierte Stimme. Neben Corin materialisierte sich gerade Janson. "Woher hast du das gewusst?"
"Also ehrlich", sagte der Angesprochene.  "Es ist so offensichtlich." Janson verschränkte gekränkt die Arme. Minho, dessen Blick auf Newt gerichtet war, bemerkte, wie dieser sich versteifte.
"Sie waren das damals", sagte er.
"Was?", fragte er.
"Die eine missglückte Simulation, wo ich auch Mitglied war. Wo Sie mich getötet haben und meine Erinnerungen gelöscht. Aber das hat nicht funktioniert. Sie sind nach und nach wieder gekommen."
"Ach, das meinst du", sagte Janson leicht hin. "Das war doch nur ein bedauerlicher Zwischenfall."
"Ich habe jedes Wort verstanden. Jede Bedingung, jede Drohung." Während er sprach, wurde seine Stimme immer lauter. "Hören Sie auf, sich in unser Leben einzumischen!", schrie er.
"Ich werde euch bald in Ruhe lassen. Corin und Minho haben jeweils nur noch eine Aufgabe zu erfüllen. Wer sie am besten löst, nun, der hat gewonnen." Er setzte sein bestes Rattengrinsen auf. "Dann werde ich euch auch für immer in Ruhe lassen." Minho sah ihn ungläubig an. Nur noch eine Aufgabe und dann wären sie frei! Dann käme Janson nie wieder zu ihnen.
"Heute ist Minho dran, morgen Corin", fuhr er fort. "Die Regeln sind eigentlich sehr einfach. Erinnert euch an den Pakt, den ihr mit mir geschlossen habt. Wisst ihr noch, was ihr da versprochen habt?", fragte er. Sein Grinsen wurde immer breiter, während alle anderen schwiegen. "Ihr habt versprochen, dass ihr töten werdet, wenn ich es befehle."
Minho beschlich ein ungutes Gefühl. Ein sehr ungutes Gefühl.
"Minho", sagte er dann. "Stoße Newt von der Mauer."

~

Der ganze Kontrollraum hielt den Atem an. Das war nicht abgesprochen gewesen. Geplant war nur ein kleiner Test, mit so etwas hatte niemand gerechnet. Noch wussten sie nicht, was passieren würde. Sie wusste es auch nicht. Doch sie würde sich wünschen, rechtzeitig eingegriffen zu haben. Damit sie nicht mit ansehen musste, wie ihr Sohn zum Mörder wurde. Aber sie hatte es nicht getan. Und deshalb kam es zu dem, zu dem es kommen musste.

~

"Was?", fragte Minho. "Ich soll ..."
"Ja", sagte Janson. "Du sollst deinen besten Freund umbringen." Minho versuchte ruhig zu bleiben, was ihm zu seiner Überraschung auch gelang. Sein Puls blieb langsam und er schaute Janson direkt in seine Augen. Die Augen, die der einer Ratte so ähnlich sahen.
"Und warum", fragte er, "sollte ich das tun?" Jansons Lächeln wurde immer breiter.
"Weil du es versprochen hast", antwortete er. "Du hast versprochen, jeden meiner Befehle ..."
"Ich scheiße auf Ihre Befehle", unterbrach Minho ihn. "Lieber bleibe ich im Labyrinth, als dass ich meinen eigenen Freund umbringe." Er sprach so leise, dass es ein Wunder war, dass Janson ihn überhaupt verstand. Doch nicht er antwortete, sondern Newt.
"Du weißt doch, dass es keinen Zweck hat", sagte er. "Ich werde sowieso sterben. Stoß mich, und ihr seid frei. Frei! Das, was wir uns schon immer vorgestellt haben. Frei zu gehen, wohin wir wollen. Das Labyrinth verlassen. Das ist doch das Opfer wert."
"Aber nicht dein Opfer!", sagte Minho. "Das ist zu viel."
"Du hast immer gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt", sagte Newt. "Doch ich habe sie schon seit Langem aufgegeben. Nach monatelangem Laufen im Labyrinth habe ich sie verloren. Ich habe seit einiger Zeit überlegt, ob ich nicht springen sollte. Nun wird mir die Entscheidung sogar abgenommen."
"Du lügst", sagte Minho leise.
"Ich lüge nicht", erwiderte er. "Jetzt nicht. Ich habe dich die ganze letzte Zeit belogen. Dass ich noch Hoffnung hätte. Dass ich daran glauben würde, einen Ausgang zu finden. Das war alles eine Lüge."
"Nein", sagte Minho.
"Doch", sagte Newt. "Es war so. Doch du hast alles geglaubt, mir vollkommen vertraut. Du warst genug mit dir beschäftigt, da hast du nicht alles von mir wahrgenommen." Dann schwieg er. Im Hintergrund standen abwartend Janson und Corin einträchtig nebeneinander. Währenddessen spielte sich ein Gefühlschaos in seinem Inneren ab. Viele Erinnerungen flossen durch ihn hindurch, gute und schlechte. Doch die guten überwogen.
"War alles, was in letzter Zeit passiert ist, eine Lüge?", fragte er schließlich. Selbst die letzte Nacht?, dachte er.
"Nein", sagte Newt. "Nicht alles. Aber vieles."
Minho atmete tief durch. "Ich kann es nicht", sagte er. "Ich kann es einfach nicht." Newt schwieg.
"Du weißt, dass ich immer aus dem Labyrinth hinaus wollte. Doch wenn du mich nicht stößt, werden wir nie einen Ausgang finden. Wir wären für immer hier auf der Lichtung. Das würde mir über lange Zeit den Verstand rauben. Irgendwann würde ich Suizid begehen. Aber wenn du mich stößt, dann bin ich zwar tot, aber ihr könnt hinaus. Ihr findet den Ausgang. Das ist es doch wert."
"Nein, ist es nicht!", sagte Minho.
"Wirst du mich stoßen?", fragte er nachdrücklicher.
"Das kann ich nicht", sagte Minho. Tränen liefen über seine Wangen. "Das kann ich einfach nicht."
"Dann bleibt mir keine andere Wahl", sagte Newt. "Ich will nicht länger hier leben."
"Was meinst du?", fragte er.
"Ich werde springen", sagte er. "Es war schön, dich gekannt zu haben. Mit dir befreundet zu sein. Dich geliebt zu haben. Jetzt ist alles vorbei."
"Nein", sagte Minho. Doch Newt ignorierte ihn. Er drehte sich um ....

... und sprang.
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