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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
08.05.2017 1.136
 
Hey,
Da bin ich wieder. Zur Erklärung: Der erste Teil spielt in der Gegenwart, der zweite (Überraschung) in der Vergangenheit. Bevor Fragen aufkommen. Viel Freude bei dem Kapitel, das nächste kommt nächste Woche DIENSTAG, da ich Montag einen Variablen Ferientag habe.
LG Rumo

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"Wir sind fertig", sagte sie zu Janson. "Wir haben die Software verbessert, sie sollte jetzt einwandfrei funktionieren und kann auch leichter gesteuert werden. Allerdings müssen wir noch an Sicherheitsmaßnahmen arbeiten, um sie gegen Übergriffe zu schützen." Janson nickte.
"Die Sicherheit ist erst mal zweitrangig", sagte er. "Hauptsache, sie funktioniert jetzt richtig." Er blickte auf die Codezeilen. "Da haben Sie aber viel gearbeitet", sagte er, "das lobe ich mir." Sie tat geschmeichelt und senkte den Kopf.
"Wir müssen nur noch insoweit optimieren, dass die Rechenleistung möglichst gering wird. Dann sind wir komplett fertig."
"Gut", sagte Janson. "Wann kann ich sie ausprobieren?"
"Eine Woche", sagte sie. Janson runzelte die Stirn.
"Doch noch so lange?", fragte er.
"Ja. Wir müssen schließlich alles noch einmal überprüfen und die Sicherheitslücken schließen", sagte sie.
"Wie lange brauchen Sie, wenn sie die Sicherheitslücken Sicherheitslücken sein lassen?", fragte er. Sie blickte ihn fragend an.
"Wenn Sie nur die Rechenleistung optimieren. Wie lange würden Sie dafür benötigen?"
"Ein oder zwei Tage. Aber ich rate dringend davon ab, die Software zu verwenden, ohne, dass alles überprüft worden ist. Es könnte zu technischen Fehlern oder sogar Hacks kommen ..." Janson winkte ihre Rede ab.
"Als ob. Das glauben Sie wohl selbst nicht. Ich gebe Ihnen noch einen Tag, damit sie die Rechenleistung verbessern können. Dann will ich das fertige Produkt nutzen können."
"Aber ..."
"Nichts aber!", sagte er. "Ich habe es morgen auf meinem Tisch."
"Aber ..."
"Ach, hören Sie schon auf. Das klappt alles, die Sicherheit lassen Sie mal meine Sorge sein." Er stand auf und ging zur Tür. Als er sie öffnete, drehte er sich erneut um.
"Morgen. 22 Uhr. Mein Schreibtisch. Dann probieren wir es aus."
Nachdem er gegangen war, stützte sie ihren Kopf auf ihre Hände. Diese Nacht würde sie wohl wieder keinen Schlaf bekommen. Seufzend machte sie sich an die Arbeit.

~

"Ein Labyrinth?", fragte sie. Dabei versuchte sie ihre Besorgnis zu verbergen.
"Ja", antwortete der Kanzler. "Wir haben bereits zwei große Höhlen ausgehoben. Oder eher gesagt, wir haben sie gefunden und erweitert. Sie sind gigantisch. Wir streben die Maße zwanzig mal zwanzig Kilometer an. Doch unser Projekt ist sehr komplex. Bis wir die Jungen und Mädchen in die Labyrinthe senden können, wie Sie sicher ahnen, getrennt, müssen wir viel vorbereiten. Wir rechnen mit einer Zeit von maximal fünf Jahren. Im Idealfall können wir die Experimente fünf Jahre lang durchführen. Die Mittel davon bekommen wir von den verbliebenen Regierungen.
Zum Ablauf: Wir haben vor kurzem den Kindern Chips in die Köpfe eingesetzt. Diese werden die Erinnerungen der Probanden zum Zeitpunkt des Eintritts in das Experiment löschen. Sie werden nur noch ihren Namen wissen und solche Dinge, wie die Welt funktioniert. Also alles wissenschaftliche soll erhalten bleiben, aber persönliche Erinnerungen werden gelöscht. Wir machen aber zur Sicherheit noch eine Kopie, um später darauf zugreifen zu können." Nun sah er sie direkt an.
"Sie sind die Leiterin der IT, Mrs Kim. Bekommen Sie das hin?" Ihr stockte der Atem. Sie sollte den Kindern die Erinnerungen wegnehmen? Ihrem eigenen Sohn? Das könnte Sie sich nie verzeihen. Aber ANGST hatte ein Druckmittel in der Hand.
"Es wird schwierig", sagte sie, "aber ich denke, dass das funktionieren sollte." Jedes dieser Worte schmeckte ihr bitter im Mund.
"Mrs Newcome", wandte er sich an eine andere Frau. "Sie sind die Leiterin der medizinischen Abteilung. Ich habe gehört, dass es mit den Chips Probleme gegeben hat."
"Die sind behoben", beeilte sich die Frau zu sagen. "Wir können die Chips jetzt problemlos einsetzen, ohne dass die Probanden sterben."
Sie glaubte, nicht richtig gehört zu haben. Es waren welche an den Chips gestorben?
"Gut. Ansonsten finden Sie Ihre Aufgaben auf den Tablets vor Ihnen. Sie sind speziell für dieses Projekt gedacht und dürfen nicht zweckentfremdet werden. Bis auf Weiteres dürfen alle anderen Mitarbeiter NICHTS erfahren."
Sie nahm das Tablet vor sich und aktivierte es. Es war passwortgeschützt. Seufzend probierte sie es mit "ANGST ist gut". Wer hätte das gedacht? Sie war drin.
Als Leiterin der IT hatte sie so ziemlich auf alles Zugriff erhalten. Die Dinge, auf die sie keinen hatte, konnte sie sich ebenfalls schnell besorgen. Doch sie betrachtete zuerst, was von ihr und ihrem Team erwartet wurde. Da sah sie zum ersten Mal die Pläne des Labyrinthes. Sich bewegende Mauern, die, wenn sie übereinander gelegt werden würden, Buchstaben darstellen. Die Reihenfolge sollte sich alle vier Wochen wiederholen. Da war der Kanzler mit seinen fünf Jahren Arbeitszeit sehr optimistisch.
"Es ist sehr viel", sagte dieser hinter ihr. Sie fuhr erschrocken hoch. "Aber wenn Sie sich erst einmal eingearbeitet haben, wird es doch sicher schnell gehen." Sie verkniff sich ein beißendes Kommentar und lächelte stattdessen.
"Natürlich", sagte sie.
"Ich persönlich denke, dass der schwierigste Teil der der Hologramme wird", fuhr er fort. Hologramme? Was denn noch alles?
"Sonst noch Wünsche?", fragte sie gereizt. Diesmal konnte sie sich nicht mehr zurückhalten.
"Funktioniert es etwa nicht? Können Sie das nicht schaffen?", fragte er mit einem drohenden Unterton in der Stimme.
"Das ist viel Arbeit", sagte sie. "Sehr kostenintensiv. Wir brauchen entsprechende Gelder und weiteres Personal."
"Personal lässt sich besorgen. Wie viel Geld brauchen Sie?", fragte er.
"Ich denke, wir können uns glücklich schätzen, wenn wir im neunstelligen Bereich landen." Da musste sich selbst der Kanzler setzen.
"Neunstellig?", fragte er. "Sind Sie da sicher?"
"Eher mehr. Die ganze Technik, die wir dafür brauchen, die Rechenzentren, die Hologramme ... Dann wollen Sie auch noch einen Flat Trans haben?", fragte sie, als sie gerade die Pläne überflog. "Den hab ich nicht einmal mit drin. Also doch eher zehnstellig."
"Können Sie nicht einen Teil der Technik selbst entwickeln?", fragte er.
"Schon. Aber das dauert lange und preislich nimmt es sich nicht viel", sagte sie. Der Kanzler stand wieder auf.
"Gut", sagte er. "Das Personal erhalten Sie noch diese Woche, die Gelder beantrage ich. Wie viel soll ich für Sie beantragen?", fragte er.
So viel, dass ich mein Kind freikaufen kann, dachte sie.
"Drei Milliarden Dollar", sagte sie. Er nickte und ging.
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