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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.05.2017 1.114
 
Moin Moin,
Hier bin ich wieder mit einem neuen Kapitel. Nach der ganz knappen provisorischen Sache letzte Woche hatte ich einen recht guten Schreibfluss. Ich hab den Teil fast fertig, muss aber noch vieles korrigieren, da meine Betaleserin kurzzeitig für zwei Kapitel ihre Arbeit wieder aufgenommen hat. Und da hat es natürlich Kritik gehagelt. ^^ Dieses nicht, aber ich schreib es dann nochmal. Ach, egal. Es wird trotzdem vorerst bei dem wöchentlichen Rhythmus bleiben (heute Ausnahme, da gestern 1. Mai). Ich würde mich sehr über Rückmeldung freuen.

LG Rumo

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"Du arbeitest ja seit einiger Zeit nicht", sagte Corin zu ihm. Es war einer jener Abende, an denen er seine Reden hielt und die Lichter mit seinen Worten manipulierte.
"Ich bin ja auch verletzt", hielt Minho dagegen. Corin zog eine Augenbraue hoch.
"Immer noch?", fragte er. Doch bevor Minho antworten konnte, fuhr er fort. "Eine unserer Regeln lautet: Jeder leistet seinen Beitrag. Das sehe ich nicht von dir. Ich habe dich bereits einmal persönlich darauf angesprochen, da meintest du, dass du noch am Überlegen wärst. Doch jetzt machst du noch immer nichts, um unser Leben auf der Lichtung erträglicher zu machen." Minho schwieg. Er ahnte, was gleich kommen würde und hoffte auf genügend Rückhalt der Lichter.
"Sprich doch einfach aus, was du willst, dann ist diese Farce endlich vorbei", sagte er.
"Ich schlage vor, Minho zu verbannen", sagte Corin. Das schlug ein wie eine Bombe.
"Verbannen?", fragte Newt entgeistert.
"Dafür wurde diese Strafe aber nicht geschaffen", sagte Alby.
"Also ich stimme dem voll und ganz zu", sagte Gally.
"Das ist bei dir auch kein Wunder", kam es von Newt. Corin ließ die Lichter eine Weile diskutieren und hob schließlich die Hand, um die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken. Der Einzige, der die ganze Zeit geschwiegen hatte, war Minho.
"Möchtest du noch etwas zu deiner Verteidigung vorbringen?", fragte Corin.
"Nein. Wieso sollte ich?", fragte Minho zurück.
"Das ist nicht die richtige Zeit für Sarkasmus", zischte Newt. Minho schüttelte den Kopf.
"Das ist ein abgekartetes Spiel. Da würde das nichts nützen", sagte er.

"Wer ist für die Verbannung?", fragte Corin. Gally meldete sich, mit ihm sein gesamter Fanclub und die Baumeister.
"Wer ist dagegen?" Fast alle Hüter meldeten sich und ein paar andere, die er noch kannte.
Nachdem er alles durchgezählt hatte, verfinsterte sich Corins Miene.
"Unentschieden", sagte er. Minho musste sich sehr anstrengen, um nicht zu lachen. Aber das Grinsen in seinem Gesicht konnte jeder sehen.
"Was machen wir denn jetzt?", fragte er in die Runde. "Wenn die Demokratie nicht mehr funktioniert?"
"Wir können ja die Hüter noch einmal gesondert abstimmen lassen", sagte Minho, der wusste, welchen Rückhalt er von der Seite der Hüter erhalten hatte.
"Das würde dir so passen", sagte Corin.
"Es wäre aber korrekt gewesen, erst die Hüter abstimmen zu lassen und dann alle Lichter", sagte Alby. "So hatten wir es damals entschieden. Deswegen werden ja die Hüter gewählt." Corins Miene verfinsterte sich immer weiter.
"Okay", sagte er dann und sah Minho an. Der erwiderte den Blick. Schließlich wendete Corin sich ab.
"Er kann bleiben. Vorausgesetzt, er findet in der kommenden Woche eine Arbeit hier." Dann kam er zu Minho rüber.
"Diesmal bist du noch davon gekommen", zischte er so leise, dass keiner etwas hören konnte. "Aber das passiert mir kein zweites Mal."
"Ich weiß", sagte Minho. "Jetzt weißt du sogar, dass du meine Karten nicht unterschätzen solltest." Ohne ein weiteres Wort zu sagen stürmte Corin hinaus.

~

Lächelnd betrachtete sie ihren Sohn im Schlaf. Sie hatte sich in den Schlafsaal der Gruppe A geschlichen, lauter Jungen in einem Alter von zehn Jahren, die nicht wussten, wie besonders sie waren. Die nicht wussten, was auf sie zukommen würde. Sie hatte ihren Sohn bereitwillig hergegeben, damit sie mit ihm experimentieren konnten. Tests durchführen konnten. Damals hatte sie es sich ganz harmlos vorgestellt. Es hieß, dass die Jungen einige Tests, die Variablen genannt wurden, durchlaufen mussten und sie schließlich die Heilung finden würden. Doch als keine Ergebnisse kamen, wurden die Tests härter. Sie griffen die Psyche der Kinder an und zielten auf ihre Schwachstellen. Sie hatte pausenlos geschrien, als sie gesehen hatte, wie auf ihren Sohn die Griewer losgelassen worden waren. Die Botschaft, die ANGST ihr damit vermitteln wollte, war klar.
Wir haben die Kontrolle.
Wir entscheiden über dein Kind.
Wir haben es in unserer Gewalt.
Der Junge war zu einem Druckmittel geworden. Die Vorsitzenden wussten, dass sie eine hervorragende Arbeit machte und dass es nicht gut wäre, sie einfach abzuwürgen. Darum hatte man ihr Argumente gezeigt, die dazu beigetragen haben, dass sie mit ANGST kooperierte. Sie seufzte, stand auf und ging. Je eher sie Abschied nahm, desto leichter würde es später werden. Sie lachte bitter, aber nur in ihren Gedanken, um die Jungen nicht zu wecken. Dann verließ sie den Raum. Ihr Sohn hatte die Augen aufgeschlagen und sah ihr hinterher, eine einzelne Träne lief von seiner Wange. Sie bemerkte weder, dass er wach war, noch, dass er weinte. Der Junge drehte sich um und schlief erst nach langer Zeit wieder ein.

Sie betrat den Konferenzraum. Kanzler Anderson war schon anwesend, ebenso Ava Paige und diverse weitere Ärzte. Sie setzte sich leise hin und wartete darauf, dass die Besprechung begann. Sie war als sehr wichtig erklärt worden und nur die ranghöchsten Mitarbeiter durften daran teilnehmen. Es hatte viele Gerüchte über dieses Treffen gegeben. Und doch wusste sie nicht, worum es hierbei gehen sollte. Als die letzten Teilnehmer eingetroffen waren, stand der Kanzler auf. Sofort verstummten die einzelnen leisen Gespräche, die geführt worden waren. Anderson räusperte sich.
"Bevor ich beginne, möchte ich Sie noch einmal darauf hinweisen, dass alles, was hier besprochen wird, hoher Geheimhaltung unterliegt. Alles darf diesen Raum nicht verlassen! Haben Sie das verstanden?" Vereinzeltes Nicken, die Meisten schwiegen jedoch und schauten den Kanzler aus großen Augen an.
Als wenn er vor einer Gruppe Kinder steht und ihnen Süßigkeiten anbietet, dachte sie.
"Dass die letzten Tests misslungen sind, brauche ich Ihnen sicherlich nicht mitzuteilen. Wir haben keine Ergebnisse erhalten, die uns etwas nützen. Deswegen müssen wir neue Pläne realisieren. Grandiose Pläne. Sie klingen wahnsinnig und ich weiß, dass viele von Ihnen bezweifeln werden, dass sie funktionieren. Doch es ist unsere letzte Chance." Er blickte jedem kurz in die Augen, um sicher zu gehen, dass er die volle Konzentration auf seiner Seite hatte.
"Wir bauen ein Labyrinth."
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