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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.12.2016 1.228
 
Moin Moin,  

Da bin ich wieder. ^^
Ich war beschäftigt, Phase Null zu Ende zu lesen, dadurch konnte ich nicht eher schreiben. Vielleicht werdet ihr ja im nächsten Kapitel ein paar Elemente wiedererkennen.
Zur Motivation freue ich mich immer über jegliche Anmerkungen, Kritik (also Reviews), Empfehlungen, ihr könnt mir auch eine Nachricht schreiben. Ich bin auch immer noch für weitere Charaktere offen, obwohl Phase Null auch so einiges hergegeben hat. ^^

LG Rumo

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"Alles ist gut", sagte Newt. "Ich bin hier. Entspann dich." Langsam begann Minho wieder normal zu atmen. Seine Muskeln erschlafften und er sah Newt in die Augen.
"Danke", sagte er.
"Nichts zu danken", brummte Newt. "So schlecht geträumt?" Minho nickte.
"Also, wenn du darüber reden willst ..."
"Ich weiß", sagte Minho. "Aber nein, ich will nicht darüber reden." Newt schaute einen kurzen Augenblick nachdenklich, aber der Ausdruck in seinen Augen war nach einem Sekundenbruchteil schon verschwunden. Wahrscheinlich hatte Minho es sich eingebildet.
"Brauchst du irgendetwas?", fragte Newt.
"Erst mal nicht, danke", antwortete er.
"Du weißt, ich bin immer für dich da", sagte Newt. Minho verzog das Gesicht und hoffte, dass es wie ein Grinsen aussah.
"Ich weiß", sagte er.

"Sag mal, wie bist du eigentlich damit klar gekommen?", fragte Minho.
"Womit?"
"Damit, dass ich hier halb tot gelegen habe. Ich wäre nicht so gefasst gewesen wie du."
"Um ehrlich zu sein", sagte Newt, "ich bin nicht damit klar gekommen. Weißt du, Alby hat beschlossen, oder wir haben beschlossen, dass wir jedes Mal wenn ein Frischling kommt, eine Willkommensfeier machen. Das war nun mal an eben jenem Tag, an dem du beinahe wegen mir von einem Griewer getötet worden wärst." Newt verzog das Gesicht.
"Wir haben trotzdem gefeiert. An den Tagen vorher hatte Gally irgendetwas Hochprozentiges zusammen gebraut und ich habe mich wie noch nie in meinem Leben besoffen. Um alles zu vergessen. Hat aber leider nicht geklappt." Er seufzte.
"Du hast etwas getrunken, was Gally gebraut hat?", fragte Minho fassungslos. Newt lachte.
"Jeder hat es getrunken, ausgenommen ein paar der ganz Jungen, denen hat Alby es verboten. Und ihnen wenig später an mir vorgeführt, welche Auswirkungen Alkohol auf die menschliche Psyche hat." Er grinste.
"Also, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, aber so vom Hörensagen ..." Minho lachte.
"Verstehe. Ich hätte wahrscheinlich auch nicht anders gehandelt. Wie hat das Zeug eigentlich geschmeckt?", fragte er.
"Am Anfang wollte ich mich am liebsten übergeben, aber irgendwann hat man sich dran gewöhnt."
"Klingt ja nicht sehr vertrauenserweckend", sagte Minho. Newt zuckte mit den Schultern.
"Du kannst es ja in einem Monat mal probieren. Ich bin dann schon auf dein Gesicht gespannt", erwiderte Newt.
"Das glaube ich dir sofort", sagte Minho lachend. Newt zwinkerte ihm zu.
"Leider habe ich nicht dasselbe Glück wie du und kann nicht den ganzen Tag faul herumliegen. Ich muss dann mal wieder." Er stand auf und drückte Minho einen Kuss auf die Stirn.
"Bis später", sagte dieser, ohne auf die Provokation einzugehen. Newt und Minho sahen überrascht zur Tür, welche sich gerade öffnete. Und zur zusätzlichen Überraschung war es Gally, der den Raum betrat.
"Was willst du denn hier?", fragte Newt gereizt.
"Nur reden", sagte Gally. "Mit Minho unter vier Augen."
"Das soll ich dir glauben?", fragte Newt.
"Lass ihn", sagte Minho, "verteidigen kann ich mich notfalls auch alleine." Newt warf ihn einen zweifelnden Blick zu. Als er Minhos stechenden Blick sah, senkte er den Kopf.
"Na gut", sagte er und verließ den Raum. Gally schloss die Tür hinter ihm.
"Was willst du wirklich von mir?", fragte er dann.
"Ehrlich. Ich will nur reden", sagte Gally. Minho schwieg.
"Ich weiß, wir haben unsere kleinen Meinungsverschiedenheiten, aber ..." Minho lachte bitter.
"Meinungsverschiedenheiten nennst du das?", fragte er.
"Ja, aber das ist jetzt nicht der Punkt. Ich möchte mit dir sachlich und neutral reden", antwortete er.
"So so, sachlich und neutral", sagte Minho. "Na meinetwegen." Gally nickte.
"Gut", sagte dieser, "dann fange ich mal an. Ich weiß nicht mehr, warum ich ins Labyrinth gerannt bin, das tut jetzt auch erstmal nichts zur Sache. Wichtig ist nur, dass ich vom Griewer gestochen worden bin."
"Was hat das jetzt mit mir zu tun?", fragte Minho.
"Noch nichts. Aber wenn du mich nicht dauernd unterbrichst, wirst du es bald wissen. Also, ihr habt mich zurück auf die Lichtung gebracht, obwohl ihr mich nicht leiden könnt. Dafür wollte ich mich bedanken", sagte er.
"Bedank dich bei Newt und Ben", sagte Minho, "die haben dich geschleppt."
"Okay", sagte Gally, "jedenfalls irgendwann, ich weiß nicht wie lange es gedauert hat, ist aber auch egal, kamen Erinnerungen an meine Kindheit wieder." Minho setzte sich auf.
"Erinnerungen?", fragte er neugierig. Gally antwortete nicht, er war so in einer Trance versunken, ein Wunder, wenn er überhaupt noch wüsste, dass Minho da war.
"Ich habe unser Leben gesehen. Die Welt in der wir aufgewachsen sind. Wie wir aufgewachsen sind. Und ich sage dir jetzt ganz offen: Du willst nicht dorthin zurück." Minho erstarrte.
"Wie bitte?", fragte er. "Alles muss doch besser sein als das hier!" Traurig schüttelte Gally den Kopf.
"Nein", sagte er. "Sollten die Erinnerungen echt sein, dann weiß ich, du willst nicht dorthin zurück." Er schwieg.
"Warum?", fragte Minho leise. "Warum sollte ich nicht zurück wollen?" Gally schluckte.
"Das kann ich dir nicht sagen", sagte er.
"Aber eins kann ich dir noch mitteilen", sagte er nach einer kurzen Pause.
"Ja?", fragte Minho.
"Das Labyrinth. Es ist eine Farce. Es hat keinen Ausgang." Minho fühlte sich, als hätte ihn jemand auf den Solarplexus geschlagen, die Luft blieb weg und ihm wurde schwindlig.
"Was?", fragte er, nachdem er sich wieder erholt hatte.
"Es. Gibt. Keinen. Ausgang. Wenn du willst, renne weiterhin im Labyrinth rum, keiner wird dich daran hindern. Aber du wirst keinen Ausgang finden."
"Und woher", zischte Minho, "soll ich wissen, dass du nicht nur hier bist, extra von Corin entsandt, um mich zu überzeugen, nicht mehr ins Labyrinth zu gehen, damit er hier sein eigenes kleines Königreich aufbauen kann? Woher soll ich wissen, dass du mich nicht anlügst. Woher soll ich wissen, ob die Erinnerungen echt sind oder ob sie nicht auch nur eine Farce sind?"
"Du musst mir vertrauen", sagte er.
"Muss ich das?", fragte Minho.
"Dieses eine Mal solltest du es tun", sagte Gally.
"Nach allem was zwischen uns vorgefallen ist, soll ich dir noch vertrauen?", schrie er. Gally nickte.
"Das kann ich nicht", sagte er leiser. "Ich kann dir nicht vertrauen." Gally öffnete die Tür.
"Schade", sagte er. "Wenigstens dieses eine Mal hättest du mir glauben können." Dann verließ er den Raum.
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