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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
14.11.2016 1.751
 
Hallöchen alle zusammen,
Wieder ein planlos geschriebenes Kapitel, das ausgeartet ist. Langsam sollte ich ja mal daraus lernen. Vielen Dank erstmal für die neue Empfehlung!
Ab hier dürfte aber alles geplanter ablaufen. Ich habe mir vorgenommen, eine Liste mit den Dingen zu entwerfen, auf der steht, was ich noch alles machen muss, bevor ein bestimmtes Ereignis eintritt.
Ich wünsche euch viel Freude und würde mich sehr über ein Review freuen.

Rumo

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Minho lief hinter Janson her, welcher ihn anscheinend weder hören noch sehen konnte. Janson ging in einen Raum hinein und knallte die Tür hinter sich zu. Minho öffnete die Tür, ging hinein und zog sie wieder zu. Er sah Janson an einem Schreibtisch sitzen, den Kopf auf die Arme gestützt und er schien zu weinen. Minho hatte ihn nicht für einen Mann gehalten, der weinen würde.
"Warum", sagte Janson, anscheinend im Selbstgespräch, "warum muss mein Sohn, mein einziger Sohn am Experiment teilnehmen?" Sein Sohn? Minho stutzte. Wer mochte der Sohn von Janson sein? Einen Kylian kannte er nicht. Vielleicht kommt er ja noch später, dachte sich Minho. Das wäre die wahrscheinlichste Variante.
"Wenn nicht unser aller Überleben davon abhinge, würde ich jetzt aussteigen. Aber das kann ich nicht."
Der Kerl übertrieb mal wieder maßlos. Minho ging, hier gab es nichts mehr Interessantes zu sehen.


"Irgendetwas muss mit ihm passiert sein", sagte Newt.
"Früher hat sich Gally nie so aufgeführt. Er hatte doch nur eine Fehde mit Minho, weil er nicht ins Labyrinth durfte. Aber warum will er jetzt hierbleiben? Im Labyrinth? Verstehst du das?", fragte er Alby.
"Wer weiß, was er alles gesehen hat", sagte dieser.
"Ein paar Wände und einen Griewer", höhnte Newt. "Nichts, was du nicht auch gesehen hättest."
"Er scheint darauf aber heftiger zu reagieren als wir. Er muss noch etwas Anderes gesehen haben, von dem wir keine Ahnung haben."
"Ich denke, er übertreibt einfach nur", sagte Newt, "nur um sich wichtig zu machen."

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"Wir haben ein Problem", sagte Ava Paige.
"Wäre mir nicht aufgefallen", sagte Janson.
"Wie kommt es, dass er auf die Datenbank zugreifen konnte?"
"Wahrscheinlich, weil wir sie für den Anderen geöffnet hatten. Ein kleines Sicherheitslag, das nun geschlossen ist."
"Was machen wir jetzt mit ihm?"
"Das ist ihre Sache, Janson. Er steht ja unter ihrer Fuchtel."
"Wie meinen Sie das jetzt?"
"Beseitigen Sie ihn. Wird ja wohl nicht so schwer sein, oder? Wofür haben wir Simulationen entwickelt?"
"Die Simulationen, die Auswirkungen auf die Gegenwart haben, sind aber noch im Betastadium", sagte Janson.
"Dann ist das eben ein Testobjekt." Ava lachte. "Er ist ja sowieso ein Testobjekt, da kommt es auf diesen einen Test auch nicht mehr an." Janson nickte.
"Okay. Wird erledigt. Durch die fehlende Nahrung während des Komas ist er eh bald tot. Das werde ich ausnutzen."
"Ach, Janson", sagte sie, als er gerade hinaus gehen wollte. "Machen Sie es wie mit einer Variablen. Entwickeln Sie eine, er soll aber noch die Möglichkeit haben, zu überleben. Ich glaube, wenn er überleben sollte", sie sah Janson in die Augen, "wird er nichts erzählen."
"Okay." Janson ging.
Ava rieb sich die Hände. Das hatte ja super geklappt. Jetzt wusste sie, was Janson vor ihr verborgen gehalten hatte, all die Jahre. Und jetzt war Sie wieder diejenige, die über alles Bescheid wusste.


Minho trat aus dem Leuchtturm hinaus. Dieser stand wieder auf der Lichtung. Anscheinend musste er wieder laufen. Er stöhnte. Und das bei den Entdeckungen, die er gerade gemacht hatte. Einen Schwachpunkt von Janson. Den würde er ausnutzen, sobald es ging. Als er auf den Wald zugehen wollte, passierte etwas Merkwürdiges. Er selbst verstellte sich den Weg. Kam ganz locker aus dem Wald marschiert und stellte sich ihm in den Weg.
"Du kommst hier nicht durch", sagte er.
"Sehr witzig", sagte er zu seinem Gegenüber. "Wie willst du mich denn aufhalten?"
"Genauso, wie du mich aufhalten würdest, wenn du mich irgendwo nicht durchlassen wollen würdest."
"Würde", sagte Minho und spuckte der Witzfigur vor die Füße. "Warum bist du hier?"
"Ich dachte, als Erstes kommt, warum ich du bin", antwortete er.
"Ich hab mich mittlerweile an diesen Schwachsinn gewöhnt", sagte Minho.
"Gut, dann kommen wir gleich zur Sache. Nach diesem Traum oder dieser Vision, nenne es wie du willst, wirst du wieder aufwachen. Da dir aber die Lichter kein Essen geben konnten, aus verständlichen Gründen, ist dein Körper am Ende. Wenn du innerhalb der nächsten Stunde nicht aufwachst und etwas isst, stirbst du. Zu meiner Aufgabe: ich soll verhindern, dass du wieder aufwachst."
"Dein Ernst?", fragte er. "Du tötest dich selbst, weil es jemand dir befohlen hat?"
"Ich bin nur ein Programm, welches nur vorübergehend deine Eigenschaften angenommen hat", sagte er. "Ich kann nicht sterben."
Minho sah ihn (oder es?) entgeistert an, während der andere lachte. Es war dieses typische Ich-hab-dich-und-du-kannst-mir-nicht-entkommen-egal-was-du-tust-Lachen. Na, das werden wir mal sehen, dachte sich Minho und sprintete rechts an dem Anderen vorbei.


"Wie leichtsinnig", sagte Janson. "Wie idiotisch. Ich hätte etwas Einfallsreicheres von dir erwartet."


Jemand sprang gegen ihn und warf ihn zu Boden. Kletterte auf ihn rauf und drückte seine Hände und Füße auf den Boden. Minho sah keine Möglichkeit, um zu entkommen, auf dem Boden liegend mit dem Feind auf dem Rücken waren ihm wortwörtlich die Hände gebunden.
Der andere Minho wiederum packte ihn bei den Haaren und rammte seinen Kopf auf den Boden. Dieser war zum Glück so weich, dass ihm nicht die Nase gebrochen wurde. Stattdessen schlug er mit seiner nun freigewordenen Hand in Richtung des Angreifers. Für einen kurzen Moment ließ der Druck nach und er konnte sich hochstemmen und sich selbst von seinem Rücken werfen.

Leicht benebelt richtete er sich auf und sah, wie ein Messer in der Hand seines Gegenübers erschien. Minho konnte aber nicht die Konzentration für etwas Ähnliches aufbringen und griff seinen Widersacher frontal an. Er schlug das Messer beiseite, seine andere Hand ließ er als Faust in dessen Gesicht krachen. Gleichzeitig bekam er jedoch das Knie des Anderen in den Bauch, das 'Programm' verfehlte glücklicherweise den Solarplexus. Trotzdem hatte er einen Moment Atemnot und krümmte sich zusammen. Er konnte gerade noch so dem Messer ausweichen, welches sonst in seinem Bauch gelandet wäre. Mit einer Fußfege warf er den Anderen um, rechnete aber nicht mit dem Schlag ins Gesicht, welcher ihm diesmal jedoch die Nase brach. Den Schmerz ignorierend sprang er auf die wehrlose Kopie seines Ichs, riss ihm das Messer aus der Hand, warf es weg und drückte die Kehle des anderen zu. Blut tropfte von seiner Nase auf den Gewürgten, welcher jedoch nicht aufgab. Er schlug ihn erneut ins Gesicht und rammte seine Faust in seinen Magen. Unfähig, etwas anderes zu tun, rollte Minho sich herunter und versuchte, wieder Luft zu holen. Ihm wurde in die Seite getreten, er spürte, wie mehrere Rippen brachen. Und da durchfuhr ihn die Erkenntnis. Er konnte nicht mit herkömmlichen Mitteln gewinnen. Er würde so lange traktiert werden, bis sein Geist sich aufgrund der Schmerzen abschaltete. Aber wie konnte er dann durchkommen? Wie konnte er sein doppeltes Ich töten? Jemanden, der wusste, wie er selbst reagieren würde? Was konnte er, von dem der Andere nicht wusste, was er konnte?
Taumelnd kam er hoch, betrachtete sein Gegenüber und überlegte. Sein zweites Ich stand einige Meter abwartend von ihm entfernt. Wusste er, dass er den Traum manipulieren konnte? Würde ihm diese Manipulation ein zweites Mal gelingen? Er musste ihn vorher ablenken, sonst könnte er es vielleicht verhindern. Er stürzte sich erneut auf ihn. Dieser hatte jedoch mit dem Angriff gerechnet, wich im letzten Moment aus, packte seinen Arm und trat ihm gleichzeitig in den Rücken. Minho spürte seinen Arm brechen, der Schmerz überflutete seinen Körper, alles brannte, wie ein lebloses Wesen fiel er auf den Boden.
"Ich hatte mit mehr Gegenwehr gerechnet. Aber wie ich dir bereits gesagt habe: Du kommst hier nicht durch." Minho schloss die Augen. Der Schmerz war kaum noch auszuhalten, er konnte nicht mehr richtig denken, ein Wunder, dass er noch nicht bewusstlos war.
Spüre die Schmerzen, sagte er zu sich, lasse sie durch dich hindurch fließen, und dann akzeptiere sie als Teil von dir. Natürlich klappte es nicht. Umarme den Schmerz, forderte er sich auf. Lass ihn ein Teil von dir werden. Er atmete tief ein, die Schmerzen der dabei gedehnten Rippen ignorierend. Er ließ den Schmerz durch sich fließen, ihn nicht beachtend. Er konzentrierte sich und richtete den Oberkörper auf, soweit, dass er kniete. Dann hob er seinen unverletzten Arm, der nun eine Pistole in der Hand hielt.
"Ich komme nicht durch, sagst du?", fragte er.


"Wo hat er die Pistole her?", schrie Janson die Techniker an. Keiner antwortete ihm. Was auch nicht nötig war, er wusste, dass Minho offensichtlich gelernt hatte, die Simulationen zu manipulieren. Dann kam ihm eine Idee. Ava würde stolz auf ihn sein. Die Idee könnte sogar von ihr kommen. Er wies den Techniker an, den Traum zu verändern.


Ohne eine Antwort abzuwarten, drückte er ab. Doch sein Gegenüber bewegte sich schneller als er gedacht hatte, er drehte sich seitlich, um auszuweichen, und er verschwamm, die Konturen veränderten sich, bis eine ganz andere, kleinere Figur dort stand. Die Kugel traf statt dem angestrebten Herzen den Hals seitlich, durchschlug ihn links, durchtrennte Luft- und Speiseröhre, riss die Haut davor auf und trat rechts wieder aus, einen Schwall Blut hinter sich herziehend. Das Blut spritzte aus dem Hals raus und vor seinen Augen brach Newt zusammen. Geschockt ließ Minho die Pistole fallen.
"Newt", rief er und rannte zu ihm. Er kniete sich neben seinem noch lebenden Freund hin, dessen Augen voller Angst weit aufgerissen waren. Was hatte er getan? Er hatte seinen besten Freund ermordet! Minho sah, wie seine Lippen Worte bildeten, allerdings kamen keine Worte hinaus, da die Stimmbänder verletzt waren. Er versuchte ihm die Worte vom Mund abzulesen.

Du kommst hier nicht durch.

Newts Augen blitzten und ein sadistisches Lächeln  erschien auf seinem Gesicht. Dann wurden seine Augen glasig und er regte sich nicht mehr.
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