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The maze is just the beginning - Minewt 1

von rumo3371
GeschichteFantasy, Sci-Fi / P16 Slash
Alby Ben Minho Newt Vizedirektor Jahnson
10.02.2016
29.05.2017
50
60.233
10
Alle Kapitel
24 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.10.2016 2.479
 
Moin,
Ich entschuldige mich förmlich, dass so lange nichts gekommen ist. Erst hatte ich so meine Zeitprobleme und meine Betaleserin hat das Kapitel seit drei Wochen zur Korrektur vorliegen. Jetzt ist mir der Kragen geplatzt und ich lade es unkorrigiert hoch. So viele Fehler werden ja schon nicht drin sein^^.
Tja, Abiturphase. Kaum ist man drin, wünscht man sich wieder zurück. Zur Zeit nur Klausuren. Und, richtig geraten, deshalb kam auch nichts und wird auch leider über die Ferien nichts kommen. (Gehen bei uns bis 31.10.) Nicht traurig sein, es wird sicher eine Zeit kommen, in der es wieder flüssiger läuft. Habe jetzt schon viel neu geplant (bin sehr gespannt, wann die Ideen wieder verworfen werden). Ich bedanke mich recht herzlich für die neuen Charaktere und rufe erneut dazu auf, bei einer guten Idee mir jemanden zu schicken. Auch freue ich mich über Reviews, obwohl ich sie nächste Woche erst mal noch nicht beantworten kann. So, wenn ihr das Intro nicht schon längst übersprungen habt, entlasse ich euch nun dem Kapitel.
LG (und schöne Ferien ^^)
Rumo

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Es war früh am Morgen. Er beobachtete, wie Minho aufstand und sich mit Newt am Westtor aufstellte. Gleich darauf kam Ben dazu. Eine Weile standen sie so da, warteten auf das Öffnen der Tore und unterhielten sich dabei leise. Von seinem Standpunkt aus konnte er sie nicht verstehen, er wollte sie auch nicht verstehen. Sie waren ihm egal, allesamt. Dennoch hegte er eine Wut auf Minho und wollte es ihm endlich heimzahlen. Vor einiger Zeit war Minho dazu ernannt worden, das Labyrinth zu erkunden. Er durfte selber seine Mitstreiter auswählen. Und Minho würde auf keinen Fall ihn auswählen. Dem war er sich bewusst. Er wollte sich vor den anderen Lichtern und vor allem vor den Anführern beweisen, dass er besser war als jenes Miststück da vorne. Er hatte sich lange darauf vorbereitet, alles geplant und heute sollte es soweit sein. Heute würde er das Labyrinth betreten.
Er beobachtete, wie Bratpfanne langsam aufstand und sich total übermüdet in die Küche quälte. So eine Schlafmütze. Als das Rumpeln einsetzte, dass das Öffnen der Tore markierte, wurde der Rest wach. Er hockte sich tiefer ins Gebüsch, obwohl dieses selbst noch von einem Baum verborgen wurde und wartete. Minho und Newt unterhielten sich lebhaft miteinander. Schließlich winkte Ben und forderte sie auf, endlich zu laufen. Er wartete dreißig Sekunden, dann lief er hinter ihnen her ins Labyrinth. Er würde es ihnen schon zeigen!


Eine Stunde zuvor:

Stöhnend versuchte Minho sich aufzurichten. Doch wegen eines Stechens im Arm ließ er sich sofort wieder fallen. Als er seinen Kopf zur Seite legte, sah er, dass Newt auf seinem Arm lag. Er seufzte. Wenn er die ganze Nacht so gelegen hatte, erklärte dies, warum sein Arm eingeschlafen war.
"Na, ausgeschlafen?", fragte Newt plötzlich. Minho zuckte erschrocken zusammen. Er dachte, dass Newt noch schlafen würde.
"Nicht so wirklich", antwortete er. Daraufhin lachte Newt.
"Wie wahr", sagte er.
"Wärst du so freundlich und würdest von meinem Arm runtergebrannt?", fragte Minho. Newt blickte ihn verblüfft an.
"Was?", fragte er. "Keine Kuscheleinheiten am Morgen?" Minho schnaubte.
"Sehr witzig", sagte er. Mit einem leichten Seufzer rollte sich Newt von Minhos Arm runter.
"Bitte schön", sagte er. "Ist es jetzt besser?" Minho begann, seinen Arm zu massieren. Langsam fing das Prickeln an, aufzuhören.
"Ja", sagte er. "Viel besser."
"Du zuerst oder ich?", fragte Newt. Minho schaute ihn schief an.
"Wie meinst du das jetzt?", fragte er zurück.
"Ob du zuerst ins Bad willst", sagte Newt mit einem Grinsen.
"Übertreib es nicht", brummte Minho. Er stand auf und suchte seine Sachen zusammen. Sein Shirt, seine Schuhe und ein Handtuch.
"Als ob wir nur eine Dusche hätten", sagte Minho. Er hob den Kopf und sah Newt immer noch auf dem Bett liegen.
"Kommst du oder willst du heute hier bleiben?", fragte er. Newt richtete sich stöhnend auf.
"Ich komm ja schon", sagte er.

Kurz nachdem sie aus der Dusche kamen, gesellte Ben sich am Tor zu ihnen.
"Kommt heute nicht wieder ein neuer Frischling?", fragte er neugierig. Minho überlegte. Corin war der letzte gewesen, aber das war auch schon wie lange her?
"Keine Ahnung", antwortete er. "Kann aber schon sein. Ich habe aufgehört, die Tage zu zählen, die wir hier fest sitzen." Newt zuckte ebenfalls die Schultern.
"Was kümmert es dich eigentlich?", fragte Minho. "Du bist doch eh kein Frischling mehr."
"Schon", sagte Ben. "Aber ich bin halt neugierig." Mit einem Rumpeln öffneten sich die Tore und eröffneten so wortwörtlich den neuen Tag.
"Neugierde", wandte sich Minho an Newt. "Kennst du sowas noch?" Darauf musste Newt lachen. Ben schien das alles peinlich zu werden und er lief einfach los.
"Kommt ihr?", rief er über die Schulter ihnen zu.
"Den versteh mal einer", sagte Newt und folgte ihm kopfschüttelnd.
"Wo du recht hast, hast du recht", sagte Minho und folgte ihm.

Er erwachte in vollkommener Dunkelheit. Wie bin ich hierher gekommen?, fragte er sich. Doch egal, wie sehr er sich anstrengte, er konnte sich einfach nicht erinnern. Er konnte sich an überhaupt nichts erinnern. Nur noch sein Name war da. Ganz verschwommen, im tiefsten Winkel seines Verstandes wusste er, dass er Pan hieß. Mehr wusste er nicht. Nicht mal, wie er selber aussah. Oder wie alt er war. Es krachte in der Dunkelheit und es fühlte sich an, als würde er mit einem merkwürdigen Aufzug fahren. Er verkroch sich in einer Ecke. Der "Aufzug" war ihm unheimlich. Er kauerte sich zusammen und versuchte, ruhig zu bleiben.

Alle bis auf Newt, Ben und Minho hatten sich um die Box versammelt. Vor gut zehn Minuten war der Frischlingsalarm wieder ertönt, alle hatten ihre Arbeit stehen gelassen und hatten sich um die Box versammelt. Alle bis auf die Läufer. Oder? Alby zählte durch. Ein verdammter weiterer Strunk fehlte. Wer?
In dem Augenblick signalisierte die Box, dass sie oben angekommen war. Dann gab er den zweien am Rand ein Zeichen, die die Stangen einhakten und die Box aufzogen. Mal schauen, was hier heute für ein Frischling kam...

"Wir sollten wieder los", sagte Newt. Minho biss genüsslich in seinen Apfel.
"Vergiss es", sagte er. "Fünf Minuten wirst du doch wohl warten können."
"Nein", sagte Newt trotzig. "Dann geh ich jetzt alleine los."
"Mach was du denkst", sagte Minho. "Ich komme dann gleich nach." Neben ihm lehnte Ben an der Mauer.
"Ich bleib auch noch hier", sagte er.
"Gut", sagte Newt. "Bis später." Dann rannte er los.
"Jetzt mal ehrlich", sagte Ben, "warum isst du heute so langsam?"
"Ich will Newt prüfen", sagte er. "Ob er auch alleine einen Abschnitt kontrollieren kann." Ben schaute ihn beleidigt an.
"Und was ist mit mir?", fragte er. "Ich war schon früher Läufer als er."
"Du kommst schon noch früh genug ..." Er wurde von einem lauten Schrei unterbrochen.
Newt rief irgendetwas, das sie nicht verstehen konnten, da er schon zu weit weg war. Minho sprang hastig auf.
"Ich geh mal nachsehen, du bleibst am besten hier", sagte er und sprintete los.
"Sollte ich nicht lieber ...", rief er, allerdings war Minho da schon aus seinem Sichtfeld verschwunden.

Minho bog keuchend um die Ecke. Und sah etwas, das ihn sofort abbremste. Newt kauerte eng an der Wand, eines der Monster ragte vor ihm auf und holte mit seinen Nadeln aus.
"NEEEEEEEIIIIIIIIIN!", rief er, sprintete auf ihn zu und zog seine beiden Messer. Mit einem großen Sprung gelangte zwischen Newt und die Maschine und konnte gerade noch mit beiden Messern die Nadel abhalten, ihn zu stechen.
"Hol Ben und lauft!", rief er Newt zu. "Ich halte ihn solange auf!" Newt befreite sich hinter ihm aus dem Efeu und rannte los. Mit einer Kraft, die er dem Monstrum gar nicht zugetraut hätte, drückte es seine Messer herunter. Zähneknirschend hielt Minho dagegen, drückte seine Messer mit aller Kraft gegen die Nadel und schob sie ein Stück von sich weg. Doch die Maschine war schlauer. Sie holte einen anderen Arm hervor, der ebenfalls mit einem Messer bewaffnet war. Panisch sah Minho von der Nadel zum Messer, vom Messer zur Nadel. Im letzten Moment ließ er mit der linken Hand von der Nadel ab und parierte den Messerhieb. Er hätte die rechte Hand nehmen sollen, damit ließe es sich leichter kämpfen, aber dafür war es zu spät. Abermals ließ das Monster sein Messer auf ihn runter krachen. Diesmal allerdings hob es das Messer nicht erneut, sondern drückte ebenfalls auf seinen Arm, wie der Arm mit der Nadel auf seinen rechten drückte. Seine Kraft verließ ihn. Stück für Stück kamen die Metallarme seiner Brust näher.

Keuchend kamen Newt und Ben an der Kreuzung an. Im rechten Gang sahen sie Minho, wie er verzweifelt versuchte, die Waffen aufzuhalten. Allerdings gelang es ihm nicht. Das Messer der Maschine tauchte in seine Brust ein. Untermalt wurde das ganze von einem Schmerzensschrei von Minho. Doch wie durch ein Wunder zog das Monster das Messer aus seinem Körper. Ein roter Fleck breitete sich an der Stelle aus, an der Minho das Messer erwischt hatte. Doch statt sich weiter zurückzuziehen, holte es einen weiteren Messerarm hervor. Der Rest Farbe, der noch in Minhos Gesicht war, verschwand mit einem Schlag.
"Komm endlich!", rief Newt. "Befreie dich und renn!" Minho rollte sich zur Seite, allerdings nicht schnell genug. Die Messer schnitten ihn in den rechten Arm und in den Rücken. Mit einem weiteren Schrei sprang er auf und rannte zu den anderen. Kurz vor ihnen stolperte er und fiel. Newt konnte ihn gerade noch rechtzeitig auffangen, dann stieß er ihn in Richtung des anderen Ganges. Minho lief los, allerdings langsamer als sonst. Als Newt sich umdrehte, war die Maschine verschwunden.
"Wo ist sie hin?", fragte Ben.
"Egal", sagte Newt. "Hauptsache weg von hier!" Mit einem letzten Blick zurück rannten sie Minho hinterher, der vor ihnen zusammenbrach und reglos liegen blieb.
"Nein", sagte Newt. "Nicht schon wieder."
"Der wird schon wieder", sagte Ben. "Nur leider müssen wir ihn wahrscheinlich zur Lichtung zurück tragen." Newt sah auf Minhos Shirt, welches sich allmählich schwarz färbte.
"Deinen Optimismus möchte ich haben", sagte er und ging zu Minho. Er legte sich seinen linken Arm über die Schulter, während Ben, nachdem er gesehen hatte, was Newt machte, sich den rechten Arm umlegte.
"Auf drei nehmen wir ihn hoch", sagte Newt.
"Eins." Newt stellte seine Füße auf, da er neben Minho gekniet hatte.
"Zwei." Ben sah ihn an und wartete.
"Drei." Gemeinsam standen sie auf, Minho in der Mitte von ihnen.
"Wir müssen ihn jetzt einfach hinter uns her schleifen", sagte Newt.
"Und uns beeilen", fügte Ben hinzu. Newt nickte.
"Na dann, komm!", sagte er und lief los.

Newts Kondition war in den letzten Tagen viel besser geworden, allerdings war er noch nie mit so viel Gewicht gelaufen. Die Schweißperlen  (Anm. des Autors: @Betaleserin: da kommen Erinnerungen hoch!) rannen ihm in die Augen. Er hob eine Hand um sie wegzuwischen und hätte dadurch beinahe Minho losgelassen. Ben neben ihm erging es nicht anders. Er war ebenfalls komplett schweißüberströmt und keuchte sichtlich. Drei Gänge von der Lichtung entfernt sah Newt etwas auf dem Boden liegen.
"Schau ... mal da", sagte er zwischen mehreren Atemzügen. Ben kniff die Augen zusammen.
"Da liegt jemand", sagte er. An der Gabelung sahen sie auch, wer: Gally lag bewusstlos am Boden. Er hatte einen kleinen Schnitt auf der Stirn, ansonsten schien er unverletzt zu sein.
"Was macht der denn hier?", fragte Ben stirnrunzelnd.
"Das ist jetzt egal", sagte Newt. "Wir müssen erst Minho wegbringen, alleine können wir beide nicht tragen." Ben nickte. Gemeinsam liefen sie zur Lichtung, legten Minho kurz hinter dem Tor ab und rannten zurück.
"Selbe Prozedur", sagte Newt. "Eins ...
Zwei ...
Drei!" Wieder standen sie gemeinsam auf. Newts Muskeln schrien vor Schmerzen, als wollten sie sagen: Nein, nicht noch einer! Gally war wesentlich schwerer als Minho. Vielleicht kam es ihnen auch nur so vor, sie kamen jedoch ziemlich schleppend voran. Als sie auf der Lichtung ankamen, gingen hinter ihnen die Tore zu. Sie ließen Gally achtlos fallen, Ben legte sich keuchend direkt neben ihn, während Newt die Hände auf die Knie stützte und versuchte, so tief und langsam durchzuatmen, wie es ging, um seinen Puls zu verlangsamen.
"Und was du wissen solltest, ich wiederhole es am besten nochmal: Gehe nie weiter als bis zur Mauer." Newt blickte sich um. Alby kam mit einem neuen Frischling auf sie zu.
"Alby!", rief Newt. "Bring den Frischling weg und komm sofort her!"
"Warum wegbringen? Ich wollte ihn gerade mit euch bekannt machen", sagte er und kam mit dem Frischling auf ihn zu. Dann fiel sein Blick auf Minho und Gally und er wurde weiß wie ein Bettlaken.
"Oh, sch ...", sagte er, wurde jedoch gleich vom Frischling unterbrochen.
"Deswegen also soll man nicht hinter die Mauern gehen. Und warum sind sie hinter die Mauern gegangen?", fragte er.
"Das tut jetzt nichts zur Sache", schrie Alby.
"Wir sollten sie zu den Sanis bringen", sagte der Neue.
"Du bist ja schlau", sagte Newt. Seine Stimme triefte vor Sarkasmus. "Darauf wäre ich ja gar nicht gekommen."
"Sehr witzig", sagte der Frischling. "Wir müssen ihm die Wunden säubern und verbinden, vielleicht auch ausbrennen, wenn sie sich bereits entzündet haben sollten." Alby wurde, wenn das überhaupt noch ging, noch bleicher.
"Ausbrennen?", fragte er.
"Wenn wir keine entzündungshemmenden Medikamente haben, ja", sagte er. "Ihr beide", fuhr er fort und zeigte auf Newt und Ben, "tragt ihn hier", er zeigte auf Minho, "und ich und unser toller Anführer nehmen den anderen, da er ja kein Blut sehen kann." Newt stöhnte.
"Komm Ben", sagte er. "Ein letztes Mal."

Während sie zum Gehöft gingen, sagte Newt: "Da hat ja einer schon seine künftige Arbeit gefunden."
"Sowas ist halt alles noch da. Andere Erinnerungen aber ....", sagte der Frischling.
"Wie heißt du eigentlich, Frischling?", fragte Newt.
"Pan", antwortete er.
"Freut mich, Pan. Ich heiße Newt."
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